Dahlenburg in alten Ansichten

Dahlenburg in alten Ansichten

Autor
:   Claus Dietrich
Gemeinde
:   Dahlenburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4775-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Dahlenburg in alten Ansichten'

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9. 'J. Andres Maschinenfabrik' stand lange an dem Gebäude in der Lüneburger Straße. Heute würden wir sagen, es ist eine Werkstatt in der Fahrräder und Motoren instand gesetzt werden. Mitte der dreißiger Jahre wurde das Gebäude aufgestockt. Die Laube und die Kastanie mußten 1948 weichen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1926.

GruIS aus Dahlenburg

10. Eine wechselvolle Geschichte hat dieses Haus 'Ohlenmeyers Hotel', 'Hotel Conrades', und seit 1914 'Heitmanns Hotel'. In diesem Haus wurde der DSK gegründet und viele Feste gefeiert, früher im Saal über den Pferdestallen, später im Saalanbau mit Kegelbahn. Über fünfzig Jahre prägte Marie Heitmann Dahlenburger Gastlichkeit und Dahlenburger Feste. 1916, als ein Fotograf diesen Frühschoppen aufnahm, war das für die Kinder in der Türöffnung (von links W. Främke, W. Karstens und H. Jonas) sicher ein besonderes Ereignis.

11. Am 25. Dezember 1918 gründeten dreißig junge Leute in 'Heitmanns Hotel' den Dahlenburger Sport-Klub. Der Grund war, man wollte eine Silvesterfeier veranstalten; nach dem Ersten Weltkrieg durften das aber nur Vereine mit Genehmigung der Verwaltung. Man besorgte sich die Satzung des SV Lüchow, und am 27. Dezember 1918 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Die Feier konnte stattfinden. Die Aufnahme von 1925 zeigt die 1. Mannschaft des DSK. Stehend, von links: Krüger, Rosseburg, Schmuggler, ?, Jürgens, ?, Dau, Keller, ?, Dr. Schröder, Schulte und Schuer. Kniend: Daasch, Rohr, Bürgerhausen, Gödeke, Krieter, ?, und Sommer. Sitzend: Meyer, Pillegge und Bauch.

12. Diese Karte, die 1927 verschickt wurde, zeigt die Lüneburger Straße. Im Hintergrund das Buhlertsche Haus, rechts die alte Post und in der Mitte das Haus von Bäckermeister Wegner. Heute befindet sich hier der Laden des E-Werkes. Die mächtige Linde zwischen den Häusern von Jonas und damals Henry Meyer ist auch schon lange verschwunden. Der Straßenzug 'An der Burg' wurde früher im Volksmund auch 'Zepollenberg' genannt.

13. Dieses Foto von 1905 zeigt das neu erbaute Kaiserliche Postamt in Dahlenburg und Postmeister Heinrich Uppenthal mit Familie auf dem Balkon. Links auf der Kutsche der 'Fahrende Landbriefträger'. Heinrich Strathus. Zwölf Mann waren hier beschäftigt. Das Gebäude wurde mehrmals umgestaltet und es wurden Nebenräume angebaut. 1967 wurde es abgerissen und durch den jetzigen Neubau ersetzt.

14. Das E-Werk 1925. Heute befindet sich an dieser Stelle das Verwaltungsgebäude des EWerkes. Carl Ramm war es, der am 8. Februar 1908 zur Gründung einer Genossenschaft aufrief. Er stellte Grund und Boden zur Verfügung und bereits am 10. November, am Martinimarkt, wurde der erste Strom abgegeben. Die vier Dieselmotoren, die zur Stromerzeugung eingesetzt wurden, brauchten größere Mengen Kühlwasser. Man plante daher gleich eine Wasserleitung für den Ort mit. Durch den Anschluß von Hydranten wurde der Feuerschutz erheblich verbessert. Ein weiteres 'Abfallprodukt' war das Kühlwasser, das die öffentlichen Badestuben speiste, die noch bis Anfang der fünfziger Jahre benutzt wurden.

15. Diese finster dreinbliekenden 'Germanen' befinden sich in einem Umzug anläßlich der 100Jahrfeier des Schützenvereins 1926. Sie halten gerade Rast vor dem Haus von Carl Ramm und dem E-Werk. Der Stahlmast deutet an, daß die Elektrifizierung Fortschritte gemacht hat. Dieses Bild beweist auch, daß Dahlenburg einmal ein grüner Ort war. Man muß voller Wehmut feststellen, daß dem modernen Leben und der modernen Zeit doch viel Grün, vielleicht zuviel Grün geopfert werden mußte.

16. Die Hut- und Mützen-Fabrik Ernst Ellenberg ist den wenigsten Dahlenburgern bekannt, als Textilhaus Franz Meyer kennen dieses Gebäude noch die meisten. Diese Aufnahme wurde um die lahrhundertwende gemacht und zeigt das Gebäude, wie es um 1874 errichtet wurde. 1985 wurde das ganze Haus umgestaltet. Heute befindet sich darin eine Arztpraxis und die Neue Apotheke. Eigentümer ist der Enkel von Ernst Ellenberg, der Webermeister Heinz Meyer.

17. Im Jahre 1920 stellte sich der Schmiedemeister Heinrich Kampf mit seinem Lehrling dem Fotografen. Das Gebäude wurde in den dreißiger Jahren abgerissen, und Bernhard Jacobs errichtete einen modernen Schmiedebetrieb. Heute befindet sich hier der 'Penny Markt'. Sieben Schmiede, Schlosser und Nagelschmiede gab es 1881 in Dahlenburg. Mit Berufskollegen aus den umliegenden Orten gründete man eine eigene Innung. Die Schmiedelade und Fahne wird im Heimatmuseum aufbewahrt.

Dahlenburg

Luneburgerstraße

18. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1905 wirkt die Lüneburger Straße etwas verloren. 1863 wird sie als 'Lange Straße' in Urkunden erwähnt. 1867 heißt sie Alte Poststraße. Seit 1900wird sie unter ihrem jetzigen Namen geführt. Der Mast am alten Küsterhaus ist ein Telegrafenmast. Telegrafie gab es in Dahlenburg seit 1877, das erste öffentliche Telefon 1897. Zwanzig private Telefonanschlüsse waren es 1905.

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