Dahlenburg in alten Ansichten

Dahlenburg in alten Ansichten

Autor
:   Claus Dietrich
Gemeinde
:   Dahlenburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4775-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Dahlenburg in alten Ansichten'

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29. Diese Aufnahme von 1899 ist eine Rarität, es ist eine Aufnahme von der Empore der Mühle. Das Malchowsche Haus steht noch nicht. Die Schule ist gerade fünf Jahre alt. Auf dem Schulhof am Fürstenwal! steht das Spritzenhaus der Feuerwehr. Der Schulhof war einst ein Teil des Gutes Dahlenburg. Oben links der Schornstein ist Teil der Chemisehen Fabrik Meyer und El!enberg. Heute befindet sich hier das Feuerwehrgerätehaus. Oben rechts auf dem Bild: die St-LaurentiusKapelle. Dort, wo heute das E-Werk steht, sol! einst die Dahlenburg gestanden haben. Als Straßenbezeichnung 'Alte Burg' wird um 1870 das Gebiet Gartenstraße, Burgstraße, An der Burg und Lüneburger Straße geführt.

30. Bereits Mitte der zwanziger Jahre erhielt Dahlenburg eine zentrale Wasserversorgung. Der Wasserbehälter, der 25 Kubikmeter faßt, stand auf einem Eisengerüst. Im strengen Winter 1929 fror das Wasser ein. Das E-Werk entschloß sich, den Turm zu verkleiden, Baumeister Jonas erhielt 1930 den Auftrag. 90 000 Klinker brauchte man, um den 26 Meter hohen Turm zu verkleiden. Die Grundfläche des Turms mißt 6 mal 6 m, der Kopf ist 5 m breit. Unser Bild, die Bauarbeiten 1931. Vorne links der 'Lange Jammer'. Heute liegt hier der Schulparkplatz.

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31. So zeigte sich die Schule dem Besucher Dahlenburgs 1920. Sie wurde 1894 für 22 000 Mark errichtet. Vier Klassenräume, eine Reserveklasse und eine Wohnung für den Lehrer enthielt das Haus. Nach dem Krieg 1950 wurde die Schule aufgestockt, und 1955 links am Gebäude nochmals vier Klassenzimmer angebaut. Heute befindet sich in diesem erweiterten Gebäude die Grundschule und ein Teil der Hauptschule.

32. Im Jahre 1860 wurde in Brackmanns Gasthaus (heute der 'Dahlenburger Hof) der Dahlenburger Männer-Turnverein (MTV) gegründet. Im ersten Vorstand waren unter anderen Valentin Euler und Gustaf Koch als Turnwart vertreten. Der Turnbetrieb wurde im Sommer im 'Dom' aufrechterhalten. Im Winter spielte man Theater. 1913 wurde dem Verein eine Frauenabteilung eingegliedert. Unser Bild ist wahrscheinlich 1885 zur 25. Jahresfeier aufgenommen worden. Der Verein, der bereits 1863 eine kleine Fahne besaß, schaffte sich 1877 die abgebildete große Fahne an. Die Inschrift lautet: 'Kraft im Arm, Mut im Herzen, Licht im Kopfe.'

33. Ein Wahrzeichen Dahlenburgs war die Mühle. Die Mühle, wie sie unser Foto zeigt, wurde 1855 von dem Müller Mahnke gebaut. Es ist eine typische Holländermühle. Der Durchmesser der achteckigen Mühle betrug unten 11,10 m und verjüngte sich auf 10,40 m. Der massiv gemauerte Sockel hatte eine Höhe von 9,30 m. Die Empore, die rund um die Mühle führte, hatte eine Breite von 2,20 m, oberhalb der Empore bestand die Mühle aus einer 14,50 m hohen Schiefer verkleideten Holzkonstruktion. Der drehbare Kopf hat einen Durchmesser von 6 m und eine Höhe von 3,5 m, der Flügeldurchmesser betrug 26 m.

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Dahlenburg

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34. Diese Aufnahme von 1907 zeigt die Neetze unterhalb der Mühle. Der Weg nach Dahlem führte über die kleine Brücke. So sah das ursprüngliche Neetzebett vor seiner Stauung aus. Heute befindet sich hier das Betriebsgelände der Molkerei. Der Weg wurde verlegt, und die Neetze fließt wieder in ihrem alten Bett durch das Molkereigelände.

35. In Dahlenburg gab es früher drei Mühlen, die Bussenmühle, die Kabela-Mühle und die hier abgebildete Ratsmühle. Die Ratsmühle war ursprünglich eine Wassermühle. Die Neetze, die heute wieder in ihrem alten Bett fließt, wurde umgeleitet, sie wurde gestaut. Es entstand der Mühlenteich. Diese Aufnahme von 1899 zeigt einen Teil des Mühlenteichs und hier vorne rechts, den Eiskeller der Lüneburger Kronenbrauerei. Im Winter, wenn der Teich zugefroren war, wurde das Eis zersägt und im Keller gelagert, um damit im Sommer die Getränke zu kühlen.

36. Die Kombination Wind- und Wassermühle war sehr selten. Nachdem das E-Werk 1908 in Dahlenburg seine Arbeit aufgenommen hatte, bekam die Mühle auch Stromanschluß. Der Müller wurde damit unabhängig von Wind und Wasser. Diese Aufnahme (1910) zeigt im Hintergrund die Molkerei. Die Mühle, seit 1918 im Besitz von Müllermeister Paul Malchow, wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Gewitter schwer beschädigt. 1953 baute man die Flügel ab, 1963 übernahm die Molkerei das Gebäude. Es wird heute als Lagerhaus benutzt. Der Teich hatte seine Funktion verloren, er wurde zugeschüttet.

37. Der Weg an der Neetze 'Hinter der Mühle' war sicher einer der schönsten Wege im 'alten' Dahlenburg, schon 1918 war es ein beliebter Spazierweg. Bereits im 17. Jahrhundert wurde die Ratsmühle in alten Akten erwähnt. Eine Karte von 1867 zeigt auch noch einen offenen Graben neben dem Fürstenwall bis in Höhe des jetzigen E-Werks. Mitte der siebziger Jahre wurde die Neetze umgelegt.

38. Jeder Anlieger besaß eine kleine Brücke über die Neetze. Viele Grundstücke hatten auch noch einen Waschsteg. Das Wasser war sehr sauber, meistens wurde die große Wäsche dort gespült. Die Neetze mit Mühlenteich war auch sehr fischreich. Der Müller, der die Fischereirechte besaß, züchtete Karpfen, die einmal im Jahr abgefischt wurden. Diese Aufnahme zeigt wohl die schönste Brücke, sie gehörte 'Stute-Meyer', 1916 ist diese Karte mit der Post verschickt worden. Das Grundstück der Klempnerei 'Stute und Meyer' ist heute im Besitz von Masseur Rolf Kaiser.

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