Dahlenburg in alten Ansichten

Dahlenburg in alten Ansichten

Autor
:   Claus Dietrich
Gemeinde
:   Dahlenburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4775-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Dahlenburg in alten Ansichten'

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39. Diese Aufnahme jüngeren Datums zeigt die Neetze im Winter. Sie zeigt die ganze Schönheit dieses Weges. Im Sommer wie im Winter war er ein beliebter Spazierweg der Dahlenburger. Im Winter waren der zugefrorene Mühlenteich und die Neetze ein begehrter Wintersportplatz der Dahlenburger Jugend. Viele Dahlenburger haben hier auf den überschwemmten Wiesen hinter der Mühle das Schlittschuhlaufen gelernt.

40. Dieses Bild zeigt deutlich, wie im MTV der Jugend- und Breitensport betrieben wurde. Gustav Koch lIl., war der Turnwart, über drei Generationen war die Familie Koch aktivals Turnwart tätig. Auf diesem Bild aus dem Jahre 1922 ist wohl aus jeder Dahlenburger Familie ein Mitglied dabei, das unter der Leitung von Gustav Koch die ersten Turnübungen lernte. 1934 wurde der MTV mit dem Dahlenburger Sport-Klub von 1918, unter dem Namen Turn- und Sportverein von 1860, vereinigt. Im September 1945 schlossen Turner und Sportler sich unter dem Namen DSK zusammen.

41. Auch diese Aufnahme wurde 1899 von der Empore der Mühle gemacht. Sehr gut erkennt man den 1881 errichteten Anbau von Gasthaus Adams Saal, damals 'Roses Gasthaus'. Die alte Johanniskirche ist zu erkennen, davor der Giebel des Hoyerschen Hauses, einst das Rathaus der Gemeinde Dahlenburg. Immer wieder fällt das viele Grün auf. Links außen die beiden strohgedeckten Häuser von Ulrich und Stehr, heute stehen an ihrer Stelle Rathaus und Kreissparkasse.

Zu den 41r ?? i Linden .. lL Ho'

Gruss au Danlenburg, ,.--.I.vvt-

42. Am 20. Aprill908 wurde diese Karte mit dem Zug Nr. 4 von Dahlenburg nach Barskamp befördert. Sie zeigt das Hotel 'Zu den drei Linden' von H. Rose. 1857 erwarb der Gastwirt Carl Rose das Gebäude, 1881 wurde der Saal angebaut, eine Kegelbahn war auch vorhanden. Die drei Linden, die dem Lokal den Namen gaben, mußten dem Straßenbau weichen. Heute ist 'Adams Gasthaus' Vereinslokal für viele Vereine. Der Saal ist der letzte von den ehemals drei Sälen, die es in Dahlenburg gab. Die Wirtschaft wird heute in der vierten Generation von Frau Rosel Adam geborene Rose geführt.

43. Auf der Suche nach alten Fotos aus Dahlenburg trifft man immer wieder auf Gruppenaufnahmen von Sportlern, sowie diese Aktiven des MTV, die sich vor dem Ehrendenkmal an der Kirche dem Fotografen stellten. Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Hermanndenkmals im Teutoburgerwald wurde 1925 ein Stern-Stafettenlauf aus allen Teilen Deutschlands veranstaltet. Die Laufstrecke für die einzelnen Laufer betrug 500 m. Beim genauen Betrachten wird der ein oder andere, sich selbst oder einen seiner Vorfahren wiedererkennen.

Dahlenburg

Partie am Markt

44. Unmittelbar neben dem Hotel 'Zu den drei Linden' in Richtung Markt befand sich die Brennerei Müller. Hier wurde bis zum Jahre 1916 Schnaps gebrannt. Das Gebäude brannte 1926 ab und dann in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Brennrechte gab es schon seit altersher in Dahlenburg. 1780 wurden bereits acht Bürger genannt, die Brenn- oder Brauereirechte besaßen und darauf Steuern zahlen mußten. Als 1916 die Kupferkessel an die Militärbehörden abgeliefert werden mußten, erlosch das letzte Brennrecht in Dahlenburg. Unser Foto zeigt die Brennerei im Jahre 1908.

45. An jedem der vier Markttage, an denen reisende Händler, aber auch die hiesigen Handwerker ihre Arbeiten anboten, fand auch ein Pferde- und Viehmarkt statt. Der Viehmarkt wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt. 1925 zeigte sich die Ostseite des Marktes dem Betrachter. Nur das Kellersche Haus steht heute noch. Die Drogerie Oskar Wilke und das Stehrsche Haus wurden abgerissen, hier steht heute der Neubau der Kreissparkasse.

46. Auch dieses Bild vor der Drogerie Wilke zeigt, daß der Dahlenburger Markt einmal ein 'grüner Markt' war. Der Schützenverein Dahlenburg, hier das Joppen-Corps mit dem Hauptmann R. Dietrich, spielte in Dahlenburg schon immer eine wichtige Rolle. Die Eigenarten und Traditionen der drei Corps bereicherte das Leben im Ort. Das Schwarze Corps von 1826, das Jäger-Corps von 1862, früher auch das Grüne Corps genannt und das Joppen-Corps von 1895 feierten jedes Jahr ihr Schützenfest. Pfingstmontag begann man, Dienstag nach Pfingsten war der Königstag und Mittwoch wurde Kinderschützenfest gefeiert. Der 'Lustige Sonntag' beschloß die Festwoche.

47. Im Jahre 1902 erwarb der Barbier Oskar Wilke von der Witwe Pröwe das Grundstück 'Am Markt'. Neben dem Frisörgeschäft fing er einen Handel mit 'Farben, Lacken und Pinseln' sowie mit 'Artikeln zur Krankenpflege' an. Die schwarz-rot-weiße Fahnenstange muß beeindruckend gewirkt haben und zeugt von der Gesinnung des Besitzers, der sich hier 1913 ablichten ließ. 1937 wurde das Haus abgerissen und neu aufgebaut. Seit 1989 befindet sich hier der Neubau der Kreissparkasse.

48. Diese Aufnahme von 1930 zeigt rechts das Haus von 'Stute und Meyer', es erhielt 1932 die heutige Fassade. Links daneben das Ulrichsche Haus, von 1714, mit dem Storchennest. 1934 wurde es an die Kreissparkasse Lüneburg verkauft und abgerissen. Der Neubau diente bis 1967 als Bank und dann von der Gemeinde Dahlenburg als Rathaus übernommen. Das Storehennest wurde während des Umbaus auf ein hohes Gerüst umgesiedelt und nach Fertigstellung der Kreissparkasse wieder auf das neue Gebäude umgesetzt. Die Storche nahmen das neue Nest an und kamen zur Freude der Dahlenburger immer wieder. Seit Ende der fünfziger Jahre blieben sie leider aus.

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