Dahlenburg in alten Ansichten

Dahlenburg in alten Ansichten

Autor
:   Claus Dietrich
Gemeinde
:   Dahlenburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4775-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Dahlenburg in alten Ansichten'

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49. Im Jahre 1910 trafen sich die Milchwagenfahrer auf dem Markt. Ein Fotograf war zur Stelle, ein Tisch wurde auf die Straße gestellt (das sollte man heute mal versuchen), Hausfrauen, Handwerker und Kinder eilten herbei, um sich für die Nachwelt verewigen zu lassen. Die Milchwagenfahrer hatten zur damaligen Zeit eine wichtige Funktion. Die Milch mußte jeden Tag zur Molkerei gebracht werden, denn Kühlungen gab es ja noch nicht. Auf dem Rückweg wurden Einkäufe für die Dorfbewohner erledigt und sehr oft Reparaturmaterial für die Dahlenburger Handwerker auf die Dörfer mitgenommen.

50. Seit 1870 im Familienbesitz befindet sich das Gasthaus Fraass. Unser Foto von 1915 zeigt die Weinhandlung, Gastwirtschaft und Bäckerei von August Fraass. Nach mehrmaligem Um- und Anbau ist hier eine Gastwirtschaft entstanden, die für viele Dahlenburger Vereine der Treffpunkt ist. Auch befindet sich hier Dahlenburgs einzige Kegelbahn. Bis vor wenigen Jahren wurde auf dem Hof der Gastwirtschaft noch eine Bäckerei betrieben, allerdings als Pachtbetrieb.

51. Der Markt als zentraler Punkt und immer wiederkehrendes Motiv Dahlenburgs. 1899 wurde diese Aufnahme hergestellt. Vorne rechts das Küsterhaus, das auch als Schulhaus bis zum Neubau der Schule diente. Im Hintergrund das Gasthaus 'Kehrwieder', zu der Zeit noch im Besitz der Familie Ehrhorn. 1903 erwarb Peter Röhr das Gasthaus, das heute von Marlies Fillies betrieben wird. Zur linken Hand sehr schön die Bäume, die heute verschwunden sind. Von den vier Märkten, die noch 1801 hier abgehalten wurden, ist nur der Martinimarkt im November geblieben.

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52. Der Verlag Reinecke und Rubin aus Magdeburg stellte 1908 diese Karte aus Dahlenburg her. Sie zeigt sehr schön die mächtigen Bäume an der Ostseite des Marktes. Eigenartig war die Zusammenstellung der Bäume, vor den Häusern Rose und Müller standen Linden, vor Kellers Haus stand Rotdorn, die Drogerie zierte eine Kastanie, Stehr und Ulrich freuten sich über Walnußbäume, bei Stute standen Linden und vor Fraass' Tür war ein WaInußbaum, der aber 1915 nicht mehr vorhanden war. Das geflügelte Bauwerk hinter dem Gasthaus 'Kehrwieder' war ein Taubenschlag.

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53. Der Verlag von August Kuhn, Dahlenburg, vertrieb 1906 diese Postkarte vom Dahlenburger Schützenumzug. Die Schützen marschierten mit Gewehren. Das 'Jäger-Corps' in der Mitte in den historischen Uniformen und das 'Schwarze Corps' am Schluß im dunklen Anzug und Zylinder. Das Kriegerdenkmal steht noch auf dem Markt. In der Mühlenstraße sieht man noch die Linden, die dem heutigen Gasthaus Adam den Namen 'Zu den drei Linden' gaben. Das Bergmannsche Haus (heute Schliekau) hat sich kaum verändert.

54. Mittelpunkt eines jeden Ortes ist die Kirche, so auch in Dahlenburg. Die St. Laurentius, als Kirche der Landbevölkerung, ist die älteste Kirche. Die alte St.-Johannis-Kirche im Ortszentrum ist sicher nicht viel jünger. Unser Foto zeigt die alte St.-Johannis-Kirche um 1900. Bis zum Jahre 1842 befand sich hier an der Kirche noch ein Friedhof. Der Fachwerkbau, der im Laufe der Jahre etliche Male renoviert wurde, verfiel mehr und mehr. Der Kirchenvorstand entschloß sich, die Kirche abzureißen und neu aufzubauen. 1903 begann der Abriß der St.-Johannis- Kirche.

55. Dieses Foto, aufgenommen um 1900, zeigt die Innenansicht der 1903 abgerissenen St.Johannis-Kirche, Altar und Kanzel haben die Plünderungen des Dreißigjährigen Kriegs überstanden. Die Wachskerzen in dem schweren gußeisernen Leuchtern rnüssen die Kirche in ein anheimelndes Licht getaucht haben. Bei Renovierungsarbeiten 1880 entdeckte man ein Deckengemälde von 1656. Leider gibt es davon keine Abbildungen.

56. Das heutige Hoyersche Haus hat eine wechselvolle Geschichte. Es war Kaufmannshaus, Rathaus, Arzthaus, Wohnhaus und Asylantenheim. Um 1901 stellte sich die Familie Ludwig Kamin, Inhaber der Firma Rudolf Kamin Nachf., mit Belegschaft dem Fotografen. Wie das weiße Schild zeigt, war hier die 1896 gegründete Spar- und Darlehnskasse zu Hause. Geschäftsführer war von 1896 bis 1904 der Kaufmann Kamin. Dieses Gebäude ist neben dem alten Pfarrhaus sicher mit das älteste Wohnhaus in Dahlenburg.

57. Im August 1905 stellten sich die am Bau der St-Johannis-Kirche beteiligten Handwerker dem Fotografen. In der ersten Reihe, sitzend von links: 1. Maurer Schulz aus Buendorf, 3. Kantor Menke, 4. Pastor Lukas, 5. Maurermeister Stute. Dritte Reihe: Erster von links: Lehrling Heinrich Kruse. Rechts oben am Bildrand eingefügt Architekt Wilhelm Matthies, Nach einer Bauzeit von zwei Jahren wurde die neue St-Johannis-Kirche am 27. August 1905 mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht.

58. Der Neubau der Kirche gab dem Ort ein neues Gesicht. Der Turm der Kirche, der übrigens auf dem Fundament des alten Turmes steht, soll von jedem Dorf des Kirchenspiels zu sehen sein. Er hat eine Höhe von 46 Metern. Der Durchmesser des Ziffernblattes der Kirchturmuhr beträgt 2,08 Meter. Die Kirche ist 31,65 Meter lang und 25,49 Meter breit. Um der Kirche einen angemessenen Rahmen zu schaffen, wurde das Organistenhaus, das direkt vor der Kirche am Markt lag, 1906 abgerissen. Dieses Gebäude, das auch als Schule benutzt wurde, erwarb der Landwirt Bausch aus Neetzendorf. Er baute es vor seinem Hof als Deputantenhaus wieder auf.

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