Dahlenburg in alten Ansichten

Dahlenburg in alten Ansichten

Autor
:   Claus Dietrich
Gemeinde
:   Dahlenburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4775-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Dahlenburg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Im Jahre 1922 traf sich diese Gruppe, um das Deutsche Turnfest in München zu besuchen. Obere Reihe, von links: Wilhelm Meyer, Hans Dietrich und Lothar Westphal. Mittlere Reihe: Hermann Konau, Otto Andres, Walter Fraass und August Koch. Untere Reihe: Emmi Andres, ?, ?, und Frau Koch. Immer wieder dokumentieren Fotos, wie aktiv der MTV war, und welche gesellschaftliche Rolle er in Dahlenburg spielte. Die Bronzetafel in der Sitzecke am Schießstand ist die einzige Erinnerung an den ehemals größten Verein in Dahlenburg.

70. Dieses Bild zeigt den Weg zum 'Dom' um 1930. Dort, wo heute die Realschule und der dritte Sportplatz liegt, standen Birken am sandigen Weg. Generationen von Dahlenburgern sind diesen Weg gegangen, um im 'Dom' zu feiern oder Sport zu treiben. Rudolf Kamin berichtete 1931, daß schon 1854 im 'Dorn' ein 'modernes Schützenhaus mit wundervollen Salen, Galerien, rund um die Säle, Herren- und Damentoiletten und große Kegelbahnen' stand. Es wurden sogar im Winter Bälle abgehalten, man kann daher annehmen, daß der Domweg recht stark beansprucht wurde.

71. Das Schützenhaus, hier eine Aufnahme von etwa 1930, wurde 1901 errichtet und einige Jahre später durch einen Anbau vergrößert. Da es nicht geheizt werden konnte, wurde es im Winter nicht benutzt. Die Schule und der Sportverein benutzen es als Turnhalle, im Zweiten Weltkrieg war es Marinelager und nach dem Krieg diente es als Notunterkunft. 1979 wurde es gründlich renoviert, es wurden eine Heizung und sanitäre Anlagen eingebaut, so daß es heute als Mehrzweckhalle und Festsaal optimal genutzt werden kann. Die Eichen unmittelbar am Schützenhaus mußten entfernt werden, da ihre Wurzeln das Fundament zerstörten.

72. Diese Aufnahme ist erst zehn Jahre alt, gehört aber dennoch in dieses Buch. Eine Innenaufnahme des Schützenhauses, wie es sich über 75 Jahre dem Besucher zeigte. Ein Bliek von der Galerie auf 'Heitmanns Seite', die Musikempore ist schon abgerissen. Der Saal, der früher zwei abgesenkte Tanzflächen hatte, ist hier bereits eben. Sehr schön das Fachwerk, der Galerie auf 'Schoops Seite'. Die Schützenscheiben an den Längsseiten zeugen von langer Tradition. Das Schützenhaus, das Eigentum der Gemeinde Dahlenburg ist, ist nach dem Umbau 1979 ein modernes, funktionsgerechtes Haus geworden.

73. Diese Männer waren es, die in Dahlenburg bereits 1931 eine damals modeme Badeanstalt bauten. Mit dem Spaten, in Handarbeit, wurde hier eine Freizeiteinrichtung geschaffen, die zu der Zeit in Gemeinden unserer Größenordnung nicht oft anzutreffen war. Im Prinzip war es ein großer Teich, durch den man die Neetze leitete. Alle paar Jahre wurde das Wasser abgelassen und man konnte in der 'Poggenkuhle' jede Menge Aale und andere Fische fangen. Im Winter diente sie der Dahlenburger Jugend als Eislaufbahn.

74. Diese Luftaufnahme jüngeren Datums zeigt das Dorngelände mit Bad, Sportplatz und Schützenhaus. Sehr gut erkennt man die kanalisierte Neetze sowie den Zulauf zum Bad. Der Ablauf erfolgte durch Rohre. 1968 wurde das Bad von Grund auf erneuert. Das Dorngelände erhielt ein Sportheim, Schießstände und zwei Sportplätze, die Tennisplätze und die Turnhalle in unmittelbarer Nähe runden dieses Sport- und Freizeitgelände ab. Die Verlegung der Neetze und die Anlage eines Campingplatzes neben dem Bad, sowie die Blockhaussiedlung geben dem 'Dom' ein ganz anderes Gesicht wie auf diesem Foto.

GruB aus Dahlenburg

6edenks~eln am Gefangenenlager Im "Dorn"

75. Während des Ersten Weltkriegs war im Schützenhaus im 'Dorn' ein Gefangenenlager. Belgische und französische Gefangene wurden aus dem Lager Holzminden nach Dahlenburg verlegt. Wo dieser Stein gestanden hat, und welchen Zweck er erfüllte, ist nicht mehr festzustellen. Diese Karte wurde am 27. April 1917 abgestempelt. Errichtet wurde das Denkmal wahrscheinlich 1915. Erstaunlicherweise berichtete auch RudoIf Kamin, der sehr ausführlich über den 'Dom' und das Schützenhaus schrieb, über dieses Stück Dahlenburger Geschichte nichts.

76. Lassen sie uns unseren Rundgang durch Dahlenburg mit einem Bild beenden, das sehr viel Ähnlichkeit mit dem dritten Bild dieses Buches hat: ein Bliek auf die Kirche aus der Dannenberger Straße im Jahre 1911. Der Fotograf stand dort, wo heute das Autohaus Andres steht. Sehr schön zu erkennen der Sommerweg, die Kastanienallee mußte dem Verkehr weichen. Das ehemalige Andressche Haus befindet sich im Bau, es fehlen noch die Fenster. Ich hoffe Ihnen hat dieser Spaziergang Freude gemacht, sicher hat er Erinnerungen geweckt an das alte Dahlenburg.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2017 Europäische Bibliothek Verlag