Albersdorf in alten Ansichten Band 2

Albersdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Trube
Gemeente
:   Albersdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6568-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Albersdorf in alten Ansichten Band 2'

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Auszug aus 'Pührer durch Bad Albersdorf'in Holstein' um 1907

Lage und Umgebung

Bad, Luftkurort und Sommerfrische Albersdorf ist ein Kirchort mit ca. 1600 ev. Einwohnern im Nordwesten des Kreises Süderdithmarschen, an der Bahn, die von Neumünster nach Heide führt, in nächster Nähe des KaiserWilhelm-Kanals belegen. Zu dem Kirchspiel gehören

16 wohlhabende Ortschaften.

Begünstigt von der Natur durch seine romantische Lage, zähltAlbersdorfwohl zu den schönsten und waldreichsten Punkten im ganzen Westen der Provinz. Hügeliges Gelände mit ausgedehnten Laub- und Nadelwaldungen umgibt den Ort von fast allen Seiten. DurchAufforstungen werden die Waldungen von Iahr zu jahr erweitert und ergänzt.

Klimatische Verhältnisse

Fordern es die Lebensverhältnisse, daß der Mensch der absoluten Ruhe und Stärkung bedürftig ist, oder daß er Verlangen trägt nach einem ungestörten GenuB einer freien, herrlichen Natur, um Geistes- und Körperkräfte zur Erfüllung weiterer Lebenspflichten wi eder aufzufrischen, so werden ihm die klimatischen Verhältnisse unseres Kurortes gewiß den erwûnschten Erfolg bringen; denn gegen scharfe Winde ist der Ort insofern gut geschützt, weil im Norden und Osten die mit reichlichem Unterholz versehenen Waldungen unmittelbar an denselben heranrei-

chen. Im Westen steigt das Gelände (Schrumer Höhen und Riesewohld) nicht unerheblich an. Das südliche Vorland ist eben und flach. Die Windrichtung ist vorherrschend westlich mit wechselnder Neigung nach Südwesten und Süden. Wir kennen im Frühling keinen scharfen Temperaturwechsel, im Herbst vollzieht sich der Übergang in die kalte Jahreszeit allmählich, da die Nordsee nur ca. 2 Meilen entfernt ist und somit ihren mildernden Einfluß auf unser Klima ausüben kann.

Wegen seines milden Klimas und seiner sauerstoffreichen Waldluft hat Albersdorf sich besonders als Luftkurort und Sommerfrische bewährt. Es ist uns oft bezeugt worden, daß Personen, die sich auf kurze Zeit von der Großstadt nach hier zurückgezogen haben, stets geistig aufgefrischt und körperlich gekräftigt in ihre Tätigkeit zurückgekehrt sind.

Besonders heilsam wirkend zeigt sich das Klima bei zahlreichen Formen der Erkältung, bei Erkrankungen der Nerven, der Atmungs- und Verdauungsorgane, sowie vor allem bei Blutarmut.

Ortsverhältnisse

Vom Bahnhof führt eine am Walde entlang gehende Chaussee, die Bahnhofstraße direkt in den Ort. Der Ort selbst macht auf jeden Fremden einen vorteilhaften Eindruck. Durch zahlreiche Neubauten wird er in jedem Iahr

verschönt. Er ist Kreuzungspunkt vieler Chausseen, Die Seiten der Straßen sind durchgehends mit Linden bepflanzt. Freie Plätze sind in Anlagen verwandelt. Im wesentlichen trägt Albersdorf noch einen ländlichen Charakter. Infolge der günstigen Lage und der bewährten Kuranstalten ist der Ort im Laufe weniger Iahre ein in stetem Aufblühen begriffener Bade- und Luftkurort geworden. Der Neuzeit entsprechend eingerichtete Hotels und Gasthöfe sind genügend vorhanden. Klubs, Vereine und Schulen finden hier geräumige Salons, in welchen auch Klaviere zur Verfügung stehen.

Wie bei den Hotels und Gasthöfen, befinden sich bei vielen Privathäusern, die meistens im Villenstil erbaut sind, geräumige und geschützte Veranden. Kleinere und größere Gärten bieten den Gästen gleichfalls einen angenehmen Aufenthalt.

Schon seit einer Reihe vonjahren istAlbersdorffür viele Personen zu einem gern gesuchten und angenehmen Aufenthaltsort geworden. Immer mehr verziehen nach hier pensionierte Beamte, sowie Rentiers, die hier ihren Lebensabend verbringen. Das Leben im Ort ist auch ein gemütliches und geselliges. Zu den vom Kurverein und anderen Vereinen veranstalteten Unterhaltungen können unsere Kur- und Badegäste eingeführt werden.

Die Bibliothek des Bürgervereins befindet sich im Schulhause. Gegen eine Leihgebühr von 1 0 Pfg. à Buch pro Woche stehen den Gästen beliebig Bücher zur Verfügung. Neben einer fünfklassigen Volksschule besteht hier eine

ländliche Volkshochschule, die am 1. November 1906 als die erste im deutschen Reiche eingeweiht wurde. Diese Schule will der erwachsenen Jugend Gelegenheit geben, sich für das praktische Leben weiter auszubilden. Die verschiedenen Erwerbsklassen werden gleichmäßig berücksichtigt. Iàhrlich werden zwei Kurse abgehalten, im Winter für junge Männer und im Sommer für junge Mädchen. Nähere Auskunft erteilt der Direktor Fr. Lembke. Der Gottesdienst wird von zwei evangelischen Predigern abgehalten. Unsere Kirche, die verschiedene Altertümer aufzuweisen hat, kann unter Führung des Kirchendieners (Wohnung neben der Kirche) allezeit besichtigt werden. Es praktizieren hier zwei Ärzte, eine Apotheke ist ebenfalls am Platze (sämtlich in der Bahnhofstraße). Geschäfte jeder Branche sind auch am Ort, die hinsichtlich der Auswahl und Preise mit städtischen Geschäften konkurrieren können.

Dieses Buch enthdlt einen sichtbaren Abschnitt aus der Entwicklung unserer Gemeinde, der Geschichte, die zu allen Zeiten auch die Geschichte ihrer Bürger war. Dieser Bildband soll dazu dienen, die Geschichte Albersdorfs wachzuhalten.

Manfred Irube

1 Bahnhof

Die jetzige Bahnstrecke Neumünster-Heide, im Volksmund um die jahrhundertwende die 'Westbahn' genannt, konnte im jahre 1997 auf ein 120jähriges Bestehen zurückblicken. Bauträger war die Westholsteinische Eisenbahngesellschaft.

Der Bau wurde von der Gemeinde durch Zeichnung von

236 Stammaktien zu 300 Reichsmark unterstützt.

Die Bahnlinie wurde am 22. August 1877 zusammen mit dem Bahnhof in Albersdorf feierlich eröffnet.

Das Bild zeigt das 1912 neugestaltete Bahnhofsgebäude, das sich heute im Besitz der Gemeinde Albersdorf befindet und ein kleines Eisenbahnmuseum beheimatet.

2 Albersdorfer liedertafel

Die Albersdorfer Liedertafel von 1860 feiert ihr 90jähriges Iubiläum, 'Die Gründung am 16.April1860 vollzog sich noch innerhalb der dänischen Grenzpfähle, um einen Hort echten Deutschtums zu schaffen', so meldete der Chronist.

Die 90-Jahrfeier konnte mit vierzehn Gastchören und fünfhundert Sängern festlich gestaltet werden.

Auf dem Bild in der ersten Reihe von links - unter Lei-

tung von Chorleiter Zachert - die Sangesbrüder: Otto Sierks, Klaus Sierks, Heinz Adria, Werner Stapelfeldt, August Lorenzen, Max Boje, Karl-Heinz König, Fritz Schröder, Bruno Thode und Friedrich Einfeldt.

Ein [ahr nach dem 1 OOjährigen Bestehen - 1961 - wurde dem Verein die VOll prof Heuss gestiftete Zelterplakette für besondere Verdienste um das deutsche Lied verliehen.

3 Kurhotel Ohlen

Zu den ältesten repräsentativen Gebäuden in Albersdorf zählt das heutige Kurhotel ühlen mit einem Restaurant, das wegen seines besonderen Ambiente weit über die Grenzen Dithmarschens bekannt ist.

Die Geschichte des Gebäudes beginnt im Iahr 1887 als die Albersdorfer Badeanstalt eröffnet wurde. Grundlage dafür war die 1881 von Dr. Karl Beuck entdeckte Stahlquelle, die Albersdorf den Titel eines 'Stahlbades' einbrachte.

In einer 1907 vom Kurverein herausgegebenen Broschüre wird zu den Anwendungen ausgeführt: 'Diese durch ihre Heilerfolge weitbekannte Kuranstalt verfügt über Einrichtungen zu römischen, russischen Loh-, Stahl-, Moor-, Sol-, Fichtennadel- und sonstigen medizinischen Bädern, sowie Douchen, Einpackungen, Massagen, Elektrizität etc., auch einfache kalte und warme Wannenbäder.'

4 Wassermühle

Seit einigen Iahrhunderten gibt es in Albersdorf eine Wassermühle. Ein Studium der 'Landkarte von Dithmarschen' aus dem Iahre 1559 und der fast identischen Darstellung von 1500 von Neocorus zeigten schon damals den gestauten Mühlenteich in Albersdorf

In einer im Original noch vorhandenen Urkunde, die sich im Besitz der Familie Boljen befindet, wurde am -l.juni

1 750 zwischen Detlef Rolfs und Iohann Wilhelm Boljen ein Erbschaftskauf vereinbart.

Die in der Betonstütze für die Antriebswelle des Wasserrades (Radstuhl) eingeschlagene Iahreszahl 1901 weist auf eine damalige Umbaumaßnahme der Wassermühle hin. Es ist zu vermuten, daß die Getriebeteile durch Gußeisenräder und -wellen ersetzt wurden.

Bis in die fünfziger Iahre wurde die Mühle noch genutzt. Die restaurierte Wassermühle steht seit 1984 unter Denkmalschutz und ist als Kulturdenkmal zu besichtigen. Die Abbildung zeigt einen Blick in den Steinboden mit der 'Kupe' , dem runden Holzmantel, der die Mahlsteine umschließt, und auf das Stockrad und das Steinrad mit 170 Holzkämmen.

5 Meiereigenossenschaft Albersdorf

Im Iahre 1886 wurde die Meiereigenossenschaft Albersdorf gegründet. Wegen der Strukturveränderungen im ländlichen Raum wurde die Genossenschaft zum 30. September 1980 aufgelöst.

Hans Gustav Grage (1 955 bis 1980) war der letzte Betriebsleiter. Er übernahm die Meierei von seinem Vater Arthur (1934 bis 1955), dessenVaterGustavAdolfbereits von 1900 bis 1934 den Betrieb führte. Es waren also drei Farniliengenerationen über achtzig Iahre hier tätig.

Die Luftaufnahme (etwa 1961) zeigt die ehemalige Meierei in der Westerstraße mit dem hohen Schornstein.

In Verlängerung dazu befindet sich die Gaststätte 'Zur Erholung' . Im kleinen Anbau an diesem Gebäude befand sich der Raum für den Kinofilmprojektor, Der große Saal der Gaststätte wurde seinerzeit noch als 'Filmtheater' genutzt.

Im Gebäude arn unteren Bildrand mit dem kleineren Schornstein war früher eine Bäckerei.

Im oberen Rand führt die Bergstraße zum Kapellenplatz.

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