Altenau in alten Ansichten Band 2

Altenau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Alex Wellner
Gemeente
:   Altenau
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6517-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Altenau in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Wie schon im ersten Band von 'Altenau in alten Ansichten' ausgeführt, läßt sich die Geschichte der Bergstadt urkundlich bis zum Ende der 1570er Iahre zurückverfolgen. 1594 bestand sie aus 33 Häusern und gehörte zunächst zum Fürstentum Grubenhagen. Nachdem diese Unie der braunschweigischen Herzöge mit dem Tod Philipps 11., am 4. April 1596, erlosch, wurden dessen Besitzungen von Herzog Heinrich Iulius von Braunschweig- Wolfenbüttel besetzt und erst nach einer sich über Iahre hinziehenden juristischen Auseinandersetzung 1617 an die rechtmäßigen Besitzer, die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, zurückgegeben. Der regierende Herzog, Chrisdan der Ältere, verlieh der Stadt im selben Iahr ein Wappen. In der Stiftungsurkunde wird Altenau bereits als 'Bcrgstädtlein' bezeichnet. Fûr die Aufnahme in die Reihe der Bergstädte gibt es bis heute keine urkundliche Quelle, mit deren Hilfe man eine genaue [ahreszahl festlegen könnte. 1620 umfaßte die Stadt 56 Hausbesitzer mit ihren Familien und etwa zwanzig Mieter. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die mit Schutzbriefen versehene Stadt weitgehend von Überfällen und Brandschatzungen verschont. Als nach dem Tod des Herzogs Friedrich Ulrich das mittlere Haus Braunschweig ausstarb, gehörte Altenau seit 1635, zusammen mit Clausthal und St. Andreasberg, zum Einseitigen Harz, während unter anderem die Bergstädte Zellerfeld, Wildemann, Lautenthal und Bad Grund die sogenannte Communion bildeten, an der alle sieben Herzöge von Braunschweig-Lûneburg teilhatten. Urn 1650 wird die Einwoh:nerzahlAltenaus mit etwa 500 bis 600 angegeben. 1692 wurde mit der Übertragung der Kurwûrde aufHannover ein neuntes Kurfürstentum errichtet. Zum Herrschaftsgebiet wurden auch 'des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg Fürstentümer Celle, Calenberg und Grubenhagen' gezählt, das heißt Altenau wurde churhannoversche Bergstadt, weil das neunte reichsrechtlich zwar Kurfûr-

stentum Braunschweig hieß, aber allgemein Kurfürstentum Hannover genannt wurde. Im [ahr 1698 wohnten 930 Menschen in der Bergstadt, bis 1740 stieg die Bevölkerung auf 1 400 Einwohner, um sich dann in den Iahren von 1770 bis 1800 bei etwa 1 100 einzupendeln. Während der französischen Fremdherrschaft von 1806 bis 1813 gehörte Altenau zum Königreich Westfalen, es lag im Distrikt Osterode. Dieser bildete mit den Distrikten Duderstadt, Heiligenstadt und Nordhausen das Departement des Harzes. Nachdem Hannover am 12. Oktober 1814 zum Königreich erhoben wurde, lag die königlich-hannoversche Bergstadt Altenau im Gebiet der Berghauptmannschaft Clausthal, die den Status einer Landdrostei hatte. Durch die Annexion Hannovers wurdeAltenau mit seinen 2 200 Einwohnern im Iahr 1866 preußisch. Die Umstrukturierung des Verwaltungssystems von 1883 bis 1885 unterstellte es mit seinen 2 100 Seelen schließlich dem Regierungspräsidium Hildesheim.

Für den ersten Band von 'Altenau in alten Ansichten' wurden vor allem Aufnahmen ausgewählt, die das Stadtbild etwa in der Zeit von 1900 bis 1920 - illustrierten und dem Betrachter Rückschlüsse auf das Leben der Einwohner ermöglichten. Im vorliegenden zweiten Band werden die Aufnahmen, die die Entwicklung der Stadt dokumentieren, eine wesentliche Rolle spielen, es sollen aber auch die Menschen abgebildet werden, die in ihr lebten und zu den Veränderungen im Kleinen oder im Großen mit beitrugen.

'Halt dich net bei drVierred (Vorrede) auf!'. sagten die alten Oberharzer, wenn jemand bei der Erörterung von nebensächlichem den Hauptgegenstand seiner Ausführungen vergaß. Dies soll hier nicht geschehen. Deshalb wiinscht derVerfasser der Leserschaft viel Freude bei der Betrachtung der ausgewählten Ansichten und der Lektüre der begleitenden Texte des vorliegenden Buches.

1 Bahnhof

Die Postkarte zeigt den Bahnsteig und im Hintergrund das Bahnhofsgebäude Altenaus. Der von einer Dampflokomotive gezogene Zug wird von einer größeren Menschenmenge begrüßt, der Stationsvorsteher ist im Hintergrund zu sehen.

Im Vordergrund stehen die Männer der Bahnhofsbelegschaft mit einem vierrädrigen Gepäckkarren. Möglicherweise posiert man im Zusammenhang mit der Eröffnung der Bahnstrecke Clausthal-Altenau, am 1. Mai 1914.

Vorausgegangen waren Petitionen der Bergstadt an das kóniglich-preußische Staatsministerium am

1. Dezember 1888, am 25.April1900, am 5. März 1904 - in dem allerdings die Strecke Oker-Altertau favorisiert wurde - und am 24. August 1 907.

Dem Eisenbahnkomitee, das für die Abfassung der letzten Bittschriften verantwortlich zeichnete, gehörten die Honoratioren der Bergstadt an, unter anderen Hüttendirektor Eisfelder, Oberförster Schraube, Senator Prüfert, Bürgervorsteher und Hotelbesitzer Rammelsberg, Kaufmann Bertram, Schlachtermeister Baumann, Rektor Wenk und Pastor Schreiber.

Man argumentierte, daß Altenau ohne Bahnanschluß dem Untergang entgegen gehe. Die Bahn könne Transportkapazität für Bergbau, Silberhütte und Forstwirtschaft zur Verfügung stellen und außerdem den Fremdenverkehr beleben.

Kürort filtenau i. liar.<.

j]ahnhof

2 'Villa franc a'

Diese private und mit graphischen Elementen verzierte Postkarte diente sicher Werbezwecken oder zur Selbstdarstellung der Eigentümer. Sie zeigt die nicht im Villenviertel an der Kleinen Oker, sondern an der Rothenberger Straße gelegene 'Villa franca', deren Besitzer Franke hießen.

Das weitläufige Grundstück, an dem man vom Bahnhofkommend vorbeigeht, besaß angelegte Wege zwischen Grünflächen und sogar einen Tennisplatz, dessen Belag aus rotem Sand bestand.

Das Gebäude steht als 'Parkvilla Waldhöhe' noch heute. Das Grundstück ist ebenfalls vorhanden, seine parkartige Gestaltung aber mußte großflächig wieder der Natur weichen, der sie in den zwanziger und dreißiger [ahren unseres Iahrhunderts abgerungen wurde.

3 Fuhrmann Krome

Beim Fußweg vom Bahnhof durch die Rothenberger Straße passiert man auch das Haus mit der Nummer 22 vor dem gerade der Fuhrmann Krome mit seinem Gespann halt gemacht hat.

Wir sehen einen Leiterwagen, der geeignet war Heu und Winterholz aus dem Wald zu transportieren. Er war allerdings nur für größere Fuhren rentabel und für die meisten Einwohner zu teuer. Das Heu holten meist die Frauen in großen Bunden auf dem Rücken heim.

Das Brennholz wurde im Winter auf Handschlitten befördert. Diese Transportart setzte aber eine schneereiche vierte Iahreszeit voraus, die für eine lang anhaltende gute Schlittenbahn sorgte.

Das im Winter geholte Holz wurde erst im nächsten Sommer zerkleinert, zurTrocknung aufgestapelt ('gebanst') und im darauffolgenden Winter verfeuert.

Das Haus im Hintergrund hat auf der rechten Seite noch die von unten nach oben zu öffnenden oberharzer Schiebefenster, während auf der linken Seite bereits die moderneren Zweiflügelfenster zu sehen sind.

4 Kromebrink

Dieses Foto wurde einemAlbum aus dem [ahr 1908 entnommen. Es zeigt den Kramebrink, der die Bergstraße mit der Rothenberger Straße verbindet.

Die Bezeichnung ist keine offizielle, trotzdem kermt sie jeder Einwohner. Mit Brink werden im Harz ansteigende Wege bezeichnet. Im rechten Vordergrund der Aufnahme ist noch das Geländer des unteren Abschnitts der Bergstraße, die Zäune genannt, sichtbar.

Die Häusergruppe ist wohl eine der ältesten Altenaus. Durch die Baumgruppe auf der rechten Bildseite erkennt man den sogenannten Graben als hellen Strich, er förderte Wasser zur Untermühle, die gerade noch am linken Rand zu sehen ist.

Das Gebiet der heutigen Straße An der Silberhütte ist völlig unbebaut, die Lage der namengebenden technischen Einrichtung nur am weißen Hüttenrauch zu erkennen.

S Brandstelle

Bei diesem Foto handelt es sich um die relativ seltene Ablichtung einer Brandstelle.

Es zeigt im Vordergrund die in der Bergstraße gelegenen und am 27. januar 1933 abgebrannten Häuser Bruns und Sommer.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil durch die starke Winterkälte die Wasserleitungen abgefroren waren. Deshalb mußte das Löschwasser der Oker entnommen und bis zur Bergstraße hinaufgepumpt werden.

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