Altmünster in alten Ansichten Band 1

Altmünster in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   W. Hofrat Dr. Hans Sperl
Gemeente
:   Altmünster
Provincie
:   Oberösterreich
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-4769-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Altmünster in alten Ansichten Band 1'

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Einleitung

Aus der Geschichte der Morktgemeinde Allmünster.

Altmünster, im nördlichen Traunseeraum des Salzkammergutes gelegen, scheint seit der Bronzezeit kontinuierlich besiedelt gewesen zu sein. Funde am Brennbühel und im Bäckerwinkel, der römische Grabstein in der Pfarrkirche, das romanische Taufbecken dortselbst und zum Teil auch derTurm der Kirche sind weitere Beweisstücke dieser Annahme.

Für eine dichtere Besiedlung und damit verbundene Rodungstätigkeit spricht dann die Gründung eines Klosters, die aber in Bezug auf die Klöster Mondsee und Kremsmünster im oberösterreichischen Voralpenraum nicht vor dem Ende des 8.Jahrhunderts anzusetzen ist. Über die Lage dieses Klosters, seinen Seelsorgebereich, seine machtpolitische Einordnung usw. ist nichts bekannt bzw. beweisbar. Eine Schenkungsurkunde aus demjahre 909 ist der einzige Hinweis auf die Existenz dieses wahrscheinlichen Eigenklosters. 1138 gibt es den ersten urkundlichen Nachweis einer Herrschaft Ort und der damit verbundenen hohen Gerichtbarkeit. In dieser frühen Zeit decken sich Landgerichts- und Pfarrsprengel der Pfarre Altmünster. Wahrscheinlich ist die Herrschaft Ort als Bauherr der vorgotischen Kirche anzusehen. Als Bauzeit ist vermudich das 12. [ahrhundert anzugeben.

Urkundlich erstmals erwähnt wird die Kirche 'in Münster bei Ort' (Item eccIesiam in Munster apud Ort) am 1. Mai 1269 bei ihrer Einverleibung dem Kloster Imbach bei Krems in Niederösterreich. Altmünster scheint im 15. [ahrhundert bereits als Sitz eines De-

chanten auf Neben dem Herrschaften von Ort und Ebenzweier verfügte die Kirche über Grund und Boden und hatte ein beträchtliches Einkommen.

Bauernkriege, Reformation und Gegenreformation mit einem beträchtlichen Strom von Exulanten nach Siebenbürgen sowie die Franzosenkriege anfangs des 19. [ahrhunderts brachten viel Leid über die Bevölkerung. In diesen Zeiten waren die Bewohner von Altmünster Untertanen von Herrschaftsinhabern, von denen es gegen 16 gab. Die größten Herrschaften waren Ort, Ebenzweier und die pfarrkirche.

Das Revolutionsjahr 1848 brachte schließlich eine entscheidende Wende. Durch die Auf1ösung des Untertanenverhältnisses wurde die Herrschaft derTerritorialherren beendet; es entstanden politische Ortsgemeinden. Im nördlichen Traunseebereich scheinen Traunkirchen, Neukirchen, Altmünster, Ort und Gmunden als Gemeindeauf

Auf Grund des Reichsgemeindegesetzes vom [ahr 1849 bildete sich zunächst auf der Grundlage des Seelsorgebezirkes der Pfarre Altmünster die politische Gemeinde (ohne Neukirchen und Ort). Am 31. Dezember 1849 endete auch die Geschäftsführung der bisherigen Verwaltungsbehörden, der k.k. obderennsischen Regierung und der k.k. Kreisämter und derer erster Instanzen, daher auch das Pflegegericht. Dafür kam am 1. [ànncr 1850 die k.k. Statthalterei unter der die Bezirkshauptmannschaften standen. Für Altmünster war die Bezirkshauptmannschaft Gmunden zuständig.

Die erste Wahl des Gemeindeausschusses und des Gemeindevorstehers (Bürgermeisters) wurde am IS. Juni 1850 in feierlicherWeise vorgenommen. Gewählt wurde der Chirurg Franz Sülzl als Bürgermeister, dazu drei Räte und 14 Ausschüsse. Die Amtsdauer der Gemeindevertretung war nach dem Gesetz mit dreijahren befristet. Im Iahre 1853 war für eine Neuwahl bereits alles vorgesorgt, als eine Verordnung des Ministeriums des Inneren die Wahlen aussetzte; Österreich wurde von 1851 bis 1860 wieder absolut regiert. 1861 wurde nach einer Verfassungsänderung eine Wahl ausgeschrieben, in der Erzherzog Maximilian, der Besitzer der Herrschaft Ebenzweier, zum Bürgermeister gewählt wurde. Er lehnte aber wegen seiner häufigen Abwesenheit von Altmûnster ab. An seiner Stelle wurde sein Gutsdirektor, Maximilian Rischner, gewählt. Bereits nach Bildung der Gemeindevertretung im Iahre 1851 gab es Bestrebungen, Altmünster, Neukirchen, Traunkirchen, Pinsdorf und Ort zu einer Großgemeinde mit dem Namen Altmünster zusammenzuschließen. Entsprechende Verhandlungen zerschlugen sich. 1861 aber kam es dann doch zu größeren Gebietsveränderungen. Neukirchen wurdeAltmünster zugeschlagen und die ehemals selbständige Gemeinde Ort aufgelöst. Teile kamen zu Altmünster (die 1939 an Gmunden abgetreten werden mußten), die restlichen Ortschaften bilden ab diesem Zeitpunkt die Gemeinde Pinsdorf

Da die Gemeinde Altmünster zunächst kein eigenes Haus besaß, wurde ihr für die Sitzungen und als Gemeindekanzlei im Schloß Ebenzweier ein Raum zugewiesen, der am 16. April 1861 bezogen wurde. Die kleine Kanzlei im Schloß reichte im Laufe der [ahre nicht mehr aus, daher kaufte die Gemeinde 1904 von den Erben der Frau Maria Derf1inger, das Haus in Paumgarten, das heutige Gemeindehaus, ließ es entsprechend umbauen und schuf so die Möglichkeit der Unterbringung der Kanzleien und der Sekretärswoh-

nung zu ebener Erde. Durch Aufstockung schuf man Räume fur die Gendarmerie und Wohnungen für weitere Gemeindeangestellte. Altmûnster hatte im Iahre 1869940 Häuser und etwa 5500 Einwohner. Es wurde, was die Zahl der Häuser anbelangt, in Oberösterreich nur von linz (1 4 56 Häuser) übertroffen, während Steyr nur 857 hatte.

Der Ort erlebte insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg als Fremdenverkehrsgemeinde und beliebtes Wohngebiet einen großen Aufschwung und wurde 1952 zum Markt erhoben.

1981 zählte man 8500 und 1987 8 800 Einwohner. Die Zahl ist weiterhin steigend. Entsprechend stieg auch die Zahl der Gebäude. 1971 waren es 1 902, 1981 aberschon 2 391. Daneben istAltmünster seit 1951 Fremdenverkehrsgemeinde und verzeichnete 1986/87 etwa 117 600 Gästenächtigungen.

Zahlreiche Postkarten vonAltmüuster gibt es bereits um die [ahrhundertwende. Sie wurden zumTeil selbst inAltmüustervom Verlag l-l.O Margelik hergestellt, der sich auch dieAlleinvertriebsrechte von anderen Herstellern sicherte. Eigene Postkarten stannnen auch vom Holz- und Spielwarenerzeuger Franz Pesendorfer aus Nachdemsee bei Altmûnster und vom Kaufmann Franz Grasberger aus Neukirchen bei Altmünster, der zudem seine Postkarten mit dem Vermerk 'Verlag undAlleinvertrieb' versah. Die meisten Postkarten wurden aber in der renommierten Firma EE. Brandt in Gmunden hergestellt. Auch JosefVesco, Gmunden, der Verlag der Salzkammergut -Druckerei in Gmunden und das Atelier Guldinger in AttnangPuchheim sind mit Postkarten vertreten.

Fehlen durften auch die damals beliebten Küustlerkarten nicht, wie die Wiener Künstlerkarte oder die etwas später erschienenen Federzeichnungen undAquarelle vonAlois Lebeda zeigen. Lebeda hatte einen eigenen Verlag und vertrieb über diesen seine Erzeugnisse auf

Postkarten. Er war Lehrer in Altrnünster und hat viele Motive aus den zwanziger [ahren aus Altrnünster und dem Salzkarnmergut festgehalten.

Noch vor der Jahrhundertwende waren große Verlage in Wien, Dresden, Leipzig, München, Tübingen und Darmstadt in die Ansichtskartenproduktion eingestiegen und belieferten auchAltmünster. Von diesen auswärtigen Kunstanstalten gibt es sehr schöne Postkarten von Karl Schwiedernoch, Wien; Ledermann, Wien; Stengl u. Co., Dresden; 0. Schleich Nachfg., Dresden; Regel u. Klug, Leipzig; Feldbauer, München; R. Metz, Tübingen; sowie [aritz und Isenbeck, Darmstadt.

Ein Großteil der hier verwendeten Postkarten stammen aus der Sammlung Dr. Grobstein, Gmunden; Dr. Koch, Kitzbühel; und Pesendorfer - Dr. Wolfram, Altmünster; für deren Überlassung ich hiermit herzlich Dank sage. Zu weiterem Dank bin ich ferner verpflichtet Herrn FerdinandAuinger und seiner GattinAuguste, Herrn Heinrich Derflinger, Herrn Karl Derflinger und seiner Gattin Rosemarie, Frau Moser, Direktorin des Mädchenpensionates, Herrn Höiler, Herrn Weichselbaumer, Herrn WTomitza, Herrn Friedrich Fuchs und seiner Gattin Karoline, Herrn Karl Göschlberger, Herrn Hegmar Keiler, Herrn RudolfSperl und seiner Gattin Ingrid, Frau Hermine Straschik, Herrn Oberst dG HubertusTrauttenberg, Herrn Dechant Kainberger und Frau Wiesmayr vom Pfarramt Altmünster, der MarktgemeindeAltmünster mit seinem Bürgermeister LAbg. Dr. Hugo Scheuba, seiner Sekretärin Frau Lüftinger sowie der Frau LandtagspräsidentinJohanna Preinstorfen. Mein besonderer Dank aber gebührt Herrn OSR Karl Rauch für die Beisteilung verschiedener Bildtexte und die Korrektur des Entwurfes.

2 DerTraunsee (Umfang 34.25 km, Flächeninhalt 24.4 km') ist nach dem Bodensee, dem Neusiedlersee undAttersee der viertgrößte See Österreichs. Die größte Länge des Traunsees (in älteren Schriften wird er auch GmundnerSee genannt) beträgt zwischen Gmunden und Ebensee 12,1 km, die mittlere Breite nahezu 2 km. Die größte Breite mit 3 km erreicht der See in seinem unteren Teile an mehreren Stellen, so zwischen Altmünster und dem Grünberg. Er liegt 420 Meter über dem Meeresspiegel. Seine tiefste Stelle liegt bei 190 Meter zwischen der oberen Eisenau und Traunkirehen. Der Traunsee ist also weitaus der tiefste aller Salzkammergutseen.

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3 Der Photoplatz 'Brennbû hel' scheint überhaupt sehr beliebt gewesen zu sein. Das zeigt auch diese Karte aus dem [ahre 1924. Kirche, See und Traunstein waren als Motiv immer dankbar, gleich ob im Winter oder im Som-

mer.

4 Altmünster am Traunsee vom Osten. Nur wenige Häuser befanden sich um die Jahrhundertwende zwischen Friedhof und dem Ortskern von Altmünster mit der Kirche. Die Hauptstraße nach Traunkirchen führte noch mitten durch den Ort. Einsam ist im Hintergrund über der Kirche das Bahnhofsgebäude zu sehen.

Altmünster Im Trlun ???

5 Altmünster am Traunsee vom Westen. Knapp zwanzig Häuser zählte der Ortskern von Altmünster, wie er auf dieser Korrespondenzkarte dargestellt wird. Man beachte die bis heute kaum verbaute Fläche zwischen Ortskern und Schloß Ebenzweier.

Altmünster om Traun ???

6 Der Traunsee wird von der Stadtgemeinde Gmunden (63,50 km', 12 653 Einwohner), der Marktgemeinde Altmünster (79 km', 8 886 Einwohner), der Gemeinde Traunkirchen (18,40 km',

1 608 Einwohner) und der Marktgemeinde Ebensee (194,36 km', 9005 Einwohner) umschlossen. Im Vordergrund der Gmundnerberg (864 m) und der Grasberg (749 m), die beide im Gemeindegebiet vonAltmünster liegen. Im Hintergrund der Grünberg (1 004 m), Traunstein (1 691 m), Erlakogel

(1 575 m) und Schönberg

(2 093 m).

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Sal.Rawmurguf. Der Traunse« (WS der Vogelschau. ~.q

7 Einen bedeutenden Aufschwung erlangte der Personen- und Frachtenverkehr auf dem Traunsee durch die Einführung der Dampfschiffahrt. Es war der Engländer [ohn Andrews, welcher auch die Elbe-Dampfschiffahrt ins Leben gerufen hatte, der sich das Privilegium, auf allen oberösterreichischen Seen die Dampfschiffahrt zu betreiben, sicherte. Den ersten hölzernen Raddampfer 'Sophie' baute er aber nicht selbst, sondern ließ ihn durch seinen Ingenieur Josef Ruston im [ahre 1837 in Ebensee ausführen. Nach einer Probefahrt am 11. Mai 1839 wurde am

1 S. Mai 1839 der Schiffsverkehr zwischen Ebensee und Gmunden aufgenommen.

Der Fahrpreis Gmunden-Altmünster betrug für Einheimische 10 Kreuzer, GmundenEbenzweier 1 5 Kreuzer. Auf dieser Karte die 'Gisela' , mit einer Länge von 48.3 m, einer Breite von 4.86 m und einem

Tiefgang von 0.98 m. Die Fahrgeschwindigkeit betrug 11. 872 Knoten ( 1 Knoten = 1 5.463 m). Das Schiffwurde 1870/71 gebaut, 1872 in Dienst gestellt, 1983 -1986 von der Gesellschaft Freunde der Stadt Gmunden generalsaniert und befährt seit 1986 wieder den Traunsee.

8 Diese Karte zeigtAltmünster von Ost nach West mit dem Höllengebirge im Hintergrund. Ganz rechts der Brunnkogel (etwas über

1 708 m), die höchste Erhebung der Gemeinde, davor der bewaldete Grasberg (749 m).

SalakammerC'.t. EóenAweie,.-Alt",ûnsler mIl cUm I:lö/kngebirge.

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