Angermünde in alten Ansichten Band 2

Angermünde in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dietrich Kukla
Gemeente
:   Angermünde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6242-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Angermünde in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Angermünde - über 750 Iahre alt und von 1817 bis 1993 Kreisstadt eines Landkreises - ist als eine uckermärkische Kleinstadt auf dem Wege auf sich aufmerksam zu machen. Das Besondere an der Stadt ist der Altstadtkern, der unter Denkmalschutz steht, mit der Marienkirehe, dem Franziskanerkloster, der Heilig-GeistKirche, dem Pulverturm mit den Resten der Stadtmauer und Burganlage. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der fast alle Gebäude vernichtete, entstand in für märkische Städte typischer Fachwerkbauweise der Stadtkern wieder.

Während Angermünde in den vergangenen Iahrhunderten, insbesondere im 1 7. und 18. [ahrhundert, von vielen Zerstörungen und Bränden, die das Stadtbild veränderten, betroffen wurde, konnte sie das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 einigermaßen unbeschadet überstehen.

Die seit dem Mittelalter bestehende Struktur der Altstadt mit ihrem Straßenraster, der Einhaltung der Häuserfronten, und der Geschoß- und Dachfirsthöhe trägt zu dem Erscheinungsbild ebenso bei wie die Herausstellung einzelner Gebäude als Bliekfang an Straßenecken oder Abschluß eines Straßenraumes.

Die fast durchgehende Erhaltung der zweigeschossigen Ackerbürgerstadt, wie sie zu Beginn dieses jahrhunderts bestand, mit ihren noch mehr oder minder sichtbaren Fachwerkkernen, trägt ebenfalls zu dem Bild bei, das Angermünde heute seinen Besuchern bieten will.

Die ersten Bemühungen der Stadt wurden bereits mit einer Auszeichnung von Angermünde arn 18. Mai 1994 mit einer Goldplakette für die Leistungen im Bundeswettbewerb 'Erhaltung des historischen Stadtkerns' gewürdigt.

Dem ersten Band von 'Angermünde in alten Ansichten' stelle ich jetzt im zweiten Band weitereAufnahmen zur Seite, die einen Eindruck von der uckermärkischen Kleinstadt zu Beginn dieses [ahrhunderts vermitteln sollen. Es sind Häuser mit dabei, die der heutige Besucher der Stadt nicht mehr findet, weil sie vernichtet wurden, überaltert waren oder auch neuen Gebäuden Platz machen mußten.

Auch die Entwicklung der Stadt außerhalb des Kernbereiches mit neuen Straßenzügen vor den Toren im ersten Drittel dieses [ahrhunderts ist berücksichtigt worden.

Zur Gestaltung dieses Bandes habe ich von heimatkundlieh interessierten Einwohnern und früheren Bürgern Aufnahmen erhalten, die ich nicht alle hier mit unterbringen konnte. Ich möchte ihnen allen meinen Dank für ihr Interesse sagen. Gleichfalls danke ich meinen Freunden vom Verein für Heimatkunde Angermünde e.Y. EckhardWalther undVolkhard Maaß, dem HeimatmuseumAngermünde und nicht zuletztWalter Nölte und Walter Stephan für die Unterstützung bei der Bildbeschaffung. Dietrich Kukla

Ansicht auf Angermünde vom Osten her. Der Standort ist auf dem 1 877 entstandenen Friedhof Die Zeichnung ist von dem Baukondukteur Amerlan, der von 1840 bis 1880 auf die bauliche Gestaltung der Stadt Einfluß genommen hat. Mit der Schaffung der Eisenbahnverbindung nach Schwedt/O. 1872/73 fuhr am 13. Dezember 1873 'der letzte mûde Postwagen' . Bis zur Einrichtung des Friedhofes standen auf dem Berg Windmühlen. Der Standort der Mühle entspricht dem der heutigen Feierhalle. Sie gehörte dem Mühlenmeister Handt.

2 Das Wohnhaus Schwedter Tor 7 wurde im Zuge der Bebauung des Vorlandes der Stadt entlang der Ausfallstraßen 1851 als massives Gebäude vom Mühlenmeister Kohn errichtet. Seine Windmühle stand erwa 50 m östlich sowohl vom Haus als auch von der Straße entfernt, auf einer Anhöhe oberhalb der versumpften Wiesen all Mündesee. Bedingt durch die 1810 verkündete Gewerbefreiheit entstanden vor der Stadt in Richtung Schwedt/O, vier Windmühlen, die Getreide verarbeiteten. Kohn baute 1859 an derWestseite seines Hauses massiveine Ölmühle an, die durch einen pferde-

göpel angetrieben wurde, Der Eingang am östlichen Giebel wurde 1912 angebaut.

3 Zwischen den Gymnasien von Angermünde und Schwedt/O, wurden ab 1 929 im Herbst Staffelläufe auf einer 20 km langen Strecke durchgeführt. [ede Schule stellte eine Mannschaft von fünfzig Schülern. Der Start sollte in Angermûnde am Obelisk 'XI Meilen bis Berlin' bezw. in Schwedt am Obelisk 'XII Meilen bis Berlin' in Wechsel erfolgen. Viermal wurden die Staffelläufe durchgeführt, am 1 8. September 1 92 9, am 5. September 1930, am 25. September 1931 (unser Bild) und am

20. September 1932. Da der Staffellaufnicht in die Konzeption der NSDAP paßte, mußte er aufgegeben werden.

Dreimal konnten die Angermünder den Siegespreis nach Hause bringen.

4 Der Weltkrieg 1914 bis 1918 forderte aus Angermünde 2 13 Kriegsopfer. Ihnen zum Gedenken wurde im Zuge der Erweiterung des Friedhofes, nach Entwurf des Gartenbauarchitekten Arno Lehmann aus Rostock, eine Gedächtnisstätte errichtet. Auf einem Rondell, das von einer Mauer eingefaßt ist, auf der Tafeln mit den Namen von 149 Gefallenen liegen, befindet sich eine etwa 6 m hohe Säule von 75 cm Durchmesser aus Muschelkalkbeton, die von einem Kubus abgeschlossen wird. Auf der Säule steht: 'Ihren Helden von 19141918 in dankbarem Gedenken gewidmet von der Bürgerschaft der Stadt Angerrnûnde,' Auf dem Kubus

sind dargestellt: Eisernes Kreuz, Stahlhelrn, Schwert mit Lorbeerkranz undAdlerkopf Die Anlage wurde teilweise durch Spenden bzw. von den Angehörigen mit etwa 160 Mark je Gefallenen

finanziert, daher sind nicht alle Gefallenen namentlich erwähnt. Das Denkmal wurde am 3. Juli 1921 eingeweiht.

5 Blick auf Angermünde vom Friedhofsberg um 1920. Herausragend aus dem Baumgürtel, der mit dazu beitrug, daß Angermünde 'die Stadt im Grûnen' genannt wurde, rechts die Franzlskanerklosterkirche. Daneben der am Bahnhof stehende Wasserturm der Städtischen Wasserke, dann der Ostgiebel und .derTurm der Heilig-GeistKirche in der Berliner Straße und ganz links der Pulverturm bei dem Friedenspark. Im Vordergrund der 'Bürgerkamp', das heißt die zu den Häusern des Stadtkerns gehörenden Gärten, die seit 1 840 im Zuge der Stadterweiterung mit Wohngebäuden, statt der bis dahin vorhandenen Scheunen, bebaut~rurden.

AngermOnde

Total

6 Das Schützenhaus unterhalb des Friedhofberges am SchwedterTor. 1779 für die Schützengilde für 374 Taler und 17 Groschen erbaut. Ab 1849 durften zur Gestaltung des Schützenfestes vor dem Haus Verkaufsstànde von Kleinhändlern und Schanstellern aufgebaut werden. 1 878 konnte die Gilde das Haus nicht mehr bewirtschaften, es wurde verkauft. Der Wirt war verpflichtet die Schießstände und den Kugelfang in gutem Zustand zu halten und für die Gilde zur unentgeltlichen Nutzung zur verfügung zu stellen.

7 Ausmarsch der Schutzengilde Angermünde arn 23. August 1937 zum Vogelkönigsschießen durch die Schwedter Straße zum Schützenhaus. An der Spitze der Schützenkommandeur Max Holtzmann. Das Vogelkönigsschießen war das dritte Hauptfest der Gilde. Im Frühjahr ging es im Wettkampf um den Titel eines Blumenkönigs, dann kam am Dienstag und Mittwoch nach Pfmgsten derWettkampfum den Schutzenkönig und seine Ritter. Das Fest war verbunden mit einem stark besuchten Rummel. Geschossen wurde mit Kleinkalibergewehren.

Der Schützenkommandeur verkündete: Vogelkönig Richard Muras, 1. Ritter Emil

Beehs, 2. Ritter Hermann Sichter. Das Fest endete mit einem Eisbeinessen und gemütlichem Beisammensein.

8 Zur Mitgliedschaft in der Schützengilde gehörte unter anderem der Hausbesitz als Voraussetzung. Daher entstanden neben der Gilde 1902 der Schützenverein 'Diana' und 1922 der Schützenverein 'Hubertus' . Nach langwierigen Verhandlungen wurde es dem Schützenverein 'Diana' gestattet auch die Schießstände des Schützenhauses zu nutzen. [edoch gegen Bezahlung beim Schützenwirt. Neun Mitglieder des Vereins haben sich am 15. Juli 1912 zum Schießen getroffen. Der Vereinsvorsitzende Ernst Kaplick hat die Mitglieder mit Familienangehörigen vor

dem Schießstand aufgenommen.

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