Arbeiten im Bayerischen Wald in alten Ansichten

Arbeiten im Bayerischen Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerischen Wald, Arbeiten im
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1775-3
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Arbeiten im Bayerischen Wald in alten Ansichten'

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von

Horst Sauer

Europäische Bibliothek - Zaltbornmel/Niederlande MCMLXXXII

Zum Titelbild:

Das Feld ist gepflügt. Mit der großen 'Öggn' hat der Waldlerbauer bereits den größten Teil seines Ackers 'voargstraft' und sich eine Rast verdient. 'Auswärts ist's' und das Feld kann bestellt werden. Die Aufnahme stammt von Anton Pech aus Zwiesel. (Foto: Sammlung Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

D ISBN 90 288 1775 1

Im Verlag Europäische Bibliothek in Zaltbommel Niederlande erscheint unter anderem die nachfolgende Reihe:

IN ALTEN ANSICHTEN, eine Buchreihe in der festgelegt wird wie eine bestimmte Gemeinde zu 'Großvaters Zeiten', das heißt in der Zeit zwischen 1880 und 1930, aussah. In dieser Reihe sind bisher in etwa 400 Einzelbänden Gemeinden und Städte in der Bundesrepublik dargestellt worden. Es ist geplant, diese Reihe fortzusetzen. Unter dem Titel In oude ansichten sind bisher etwa 1250 Bände ûber Städte und Dorfer in den Niederlanden erschienen. In Belgien ist die Buchreihe mit In oude prentkaarten beziehungsweise En cartes postales anciennes betitelt und umfaßt 400 Bände. In Österreich und in der Schweiz sind unter dem Titel In alten Ansichten bisher 40 beziehungsweise 15 Bände erschienen. Weitere 150 Bände beschreiben Gemeinden und Städte in Frankreich, und zwar in der Buchreihe En cartes postales anciennes.

Näheres über die erschienenen und geplanten Bände der verschiedenen Buchreihen erhalten Sie bei Ihrem Buchhändler oder direkt beim Verleger.

Dieses Buch wurde gedruckt und gebunden von dem Grafischen Betrieb De Steigerpoort in ZaltbommeljNiederlande.

EINLEITUNG

Über Jahrhunderte hinweg hat sich das Bild des Bayerischen Wald nicht verändert. Jahr für Jahr haben Bäuerinnen und Bauern, Mägde und Knechte mit dem unermüdlichen Fleiß ihrer Hände den kargen Böden immer gerade noch das Lebensnotwendige abringen können, haben Holzhauer und Förster in den weiten Wäldern unter Einsatz ihres Lebens Verdienst gefunden, haben Glasbläser bei unerträglicher Hitze und stickiger Luft am glühenden Ofen ums Überleben gekämpft und haben Steinhauer mit den einfachsten Geräten im Schweiße ihres Angesichtes Steine zu Brot gemacht.

Die harte Arbeit hat ihre rauhen, schwieligen Hände geformt und die furchigen, abgehärmten Gesichter geprägt, Mit gottergebener Genügsamkeit haben Waldlerinnen und Waldier ihr Leben meistern müssen.

Die Arbeit unserer Vorfahren war nicht vergebens. Sie haben bleibende Zeugnisse ländlicher Kultur geschaffen und uns allen eine liebenswerte Heimat überliefert, für die es sich auch in einer von Krisen geschüttelten, technisierten Welt einzusetzen lohnt.

DANK AN DIE LEIHGEBER

Folgenden Damen und Herren sei für ihre Mithilfe herzlichst gedankt. Sie haben dem Verfasser Fotos, Negative und Glasplatten geliehen.

Hernn Metzgermeister Bruno Brunner, Kirchdorf im Wald; Gemeindearchiv Büchlberg bei Passau; Frau Anna Ebner, Hintberg bei Untermitterndorf; Herrn Franz Freisinger, Zachenberg bei March; Herrn Geschäftsinhaber Josef Fromholzer, Regen; Herrn Paul Friedl, genannt Baumsteftenlenz, Zwiesel; Herrn Geschäftsinhaber Alois Gröller, Arnbruck; Herrn Karl Schlager, Stadtarchiv Hauzenberg; Herrn Forstrat S. Kutscher, Nationalparkarchiv Grafenau; Herrn Xaver Holler, Untermitterndorf bei Regen; Frau Johanna Höltl, Thyrnau bei Passau; Herrn Geschäftsinhaber Otto Huber, Regen; Frau Ober!ehrerin Katharina Hundsrucker, Eging am See; Herrn Hans Kraus, Schöneck bei Regen; Herrn akademischen Kunstmaler und Grafiker Walt er Mauder, Zwiesel; Herrn E. Kühlein vom Archiv der Landesbildstelle Nordbayern, Bayreuth; Herrn Schmiedemeister Peter Oswald, Regen; Herrn Stadtarchivar Glück vom Stadtarchiv Passau ; Herrn Bundesbahnbetriebsinspektor Friedrich Pech, Regen; Herrn Alois Per!, Kirchdorf im Wald;

Herrn Otto Pledl, Bischofsmais bei Regen; Frau Johanna Plet!, U nternaglbach bei Kirchberg im Wald ; Herrn Landwirt Max Pletl, Unternaglbach bei Kirchberg im Wald; Frau Lisl Krämer, Kötzting; Herrn Senatspräsidenten Hippolyt Freiherr Poschinger von Frauenau; Herrn Archivpfleger Paul Praxl, Waldkirchen; Herrn Geschäftsinhaber Hermann Popp, Viechtach; Herrn Geschäftsinhaber Michael Rankl, Regen; Herrn Uhrmachermeister Hans Rauscher, Regen; Herrn Oberamtsrat Fritz Weber vom Stadtarchiv Regen; Frau Friedelinde Rosenberg, Oberlehrerin, Zwiesel; Herrn Anton Rosenberger, Straßkirchen bei Passau; Georg und Katharina Trauner, Trametsried bei Kirchdorf im Wald; Herrn Landwirt Xaver Triendl, March bei Regen; Herrn Schuhmachermeister Siegfried Wurm, Kirchdorf im Wald; Herrn Bundesbahnhauptsekretär Fritz Schosser, Gotteszell; Herrn Georg Schreiner, Schollenried bei Regen; Herrn Landwirt Xaver Steeher sen., Langbruck bei Bischofsmais; Frau Archivarin Iremtraud Rohrmayr vom Stadtarchiv Straubing; Herrn Heimleiter Georg Weikl, Regen; Herrn Studiendirektor Herbert Wolf vom Brauchtumsarchiv Cham.

1. Der Bayerische Wald, von den Waldlern 'Woid' genannt, ist ein Mittelgebirge, das sich zwischen Donautal und bayerischböhmischem Grenzkamm, zwischen dem oberösterreichischen Miihlviertel und dem Oberpfälzer Wald erstreckt. Den Hauptgebirgszug bilden der Hohe Bogen mit 1 079 Metern (Schwarzriegel), der Osser mit 1 292 Metern, der Arber mit I 455 Metern, der Falkenstein mit I 312 Metern, der Rachel mit 1 453 Metern, der Lusen mit 1 373 Metern und der Dreisessel mit 1 332 Metern (Hochstein). Diesem Hauptgebirgszug ist der Vorwald vorgelagert. Dazu zählen der Brotjackelriegel mit 1 016 Metern, der Dreitannenriegel mit I 092 Metern, der Vogelsang mit I 022 Metern, der Hirschenstein mit I 095 Metern und der Pröller mit 1048 Metern. Die vorliegende Aufnahme stammt von Anton Pech und zeigt den Arber. (Foto: Sammlung Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

2. Benediktiner aus St. Emmeran in Regensburg, aus Metten und Niederaltaich, Passauer Bischöfe und gräflich Bogensche Ministerialen haben den Bayerischen Wald kolonisiert. Das Bild, das Anton Pech aus Zwiesel um 1930 aufnahm, zeigt Kirchdorf im Wald am Südhang des Eschenberges Der Ort wurde im 11. Jahrhundert von Niedera1taicher Benediktinern zunächst wohl als Haufendorf um die Kirche angelegt und hat sich vermutlich im 12. Jahrhundert zu einem Angerdorf mit rechteckigem Dorfplatz, auf dem das Hirtenhaus, die Dorfschmiede und die Backöfen standen, entwickelt. Die gerodeten Gelängestreifen beginnen hinter den Hofgärten und ziehen sich bis zum Wald hin. Die Pointen befinden sich unterhalb des Dorfes. (Literatur: Horst Sauer, Kirchdorf - Portrait eines Dorfes in Vergangenheit und Gegenwart. Regen 1977, o.S. Foto: Sammlung Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

3. Karg und mit granitenen Felsbroeken durchsetzt sind die sandig lehmigen Felder und moorigen Wiesen im Bayerischen Wald, auf denen es sich oftmals nicht durchackern und durchmähen ließ. Mit unvorstellbarer Mühe hat jede Bauerngeneration seit Jahrhunderten immer wieder den 'wachsenden Stein' vom Felde geräumt und zu Steinriegeln aufgeschichtet. Noch in den dreißiger Jahren haben die Waldlerbauern mit Handmeißel und Schlegel die Sprenglöcher gebohrt. Mit Pickel und Brechstangen wurden die gesprengten Steine ausgegraben und auf eine Ochsenschleife gewälzt und weggefahren, Die Aufnahme entstand Anfang der dreißiger Jahre am Geierfeld in der Langdorfer Gemeinde. (Literatur: Walter Pilz, Die Landwirtschaft gestern und heute, in:

Das Bild eines altbayerischen Kreises - Grafenau. Grafenau 1972, S. 323-338. Foto: Sammlung Hans Kraus, Schöneck bei Regen.)

4. Fast in jedem Waldlerhaus, auf jedem Waldierhof lebten und arbeiteten zwei, drei Generationen zusammen. Und zu dieser bäuerlichen Großfamilie zählten auch die Knechte und Mägde und im gewissen Sinne auch die 'Häuslleut'. Bei den vielen Arbeiten in Haus und Hof, im Wald, auf Wiesen und Feldern waren der Bauer und die Bäuerin einfach auf jede Arbeitskraft angewiesen. Die 'Häuslleut' mußten mithelfen und die Miete, die paar 'Bifing Erdäpfel' und den Wiesfleck, den ihnen der Bauer zur Verfügung stellte, abarbeiten. Abgebildet ist die Familie des Weberbauem in Trametsried bei Kirchdorf im Wald. Auf dem 'Schrout' ist die 'Impnbank' (Bank mit Strohbienenkörben) aufgestellt. Über der Einfahrt ist der "Iroadkast'n' (Getreidekasten) aufgezimmert. Das Wohnhaus wurde 1952 abgerissen. Die Aufnahme entstand kurz vor 1925. (Foto: Sammlung Katharina und Georg Trauner, Trametsried bei Kirchdorf im Wald.)

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