Arolsen in alten Ansichten Band 2

Arolsen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Annemarie Noll
Gemeente
:   Arolsen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0755-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Arolsen in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Vor drei Jahren wurde durch die Europäische Bibliothek in Zaltbommel, Niederlande, der erste Band 'Arolsen in alten Ansichten' herausgebracht, der ein starkes Echo in der Bevölkerung fand. Im Vordergrund dieses Bandes stand die Geschichte unserer Stadt. Ziel des zweiten Bandes soll es sein, über die Menschen und das Geschehen zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Bildern zu berichten. Postkarten und Fotografien spiegeln deutlich die beschauliche Ruhe der Zeit von 1880 bis 1930, in der man in Arolsen lebte, wieder.

Dem Verlag Europäische Bibliothek ist es zu danken, daß er die Geschichte vieler Städte um die Jahrhundertwende durch diese Bücher wieder wach werden läßt. Sie bieten mit den alten Ansichten nicht nur dem Beschauer, sondern auch dem Autor, der sie zusammenstellt, viel Freude. Heimat- und Geschichtsvereine haben es sich zur Aufgabe gemacht, noch vorhandenes Material an Bildern zu sammeln und zur Dokumentation sicher zu stellen.

Die Residenzstadt Arolsen des ehemaligen Fürstentums Waldeck und Pyrmont ist sich schon immer ihrer Tradition als Sitz des Fürstenhauses bewußt gewesen und so läßt es sich erklären, daß die Bürger dieser Stadt sich sehr stark für ihre Geschichte interessieren. Arolsen ist im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört worden. Die 'Alteingesessenen' haben ihre Wohnungen, ihr Hab und Gut behalten können, sodaß eine Vielzahl an Bildern von Straßen, Häusern und Begebenheiten in den Familien erhalten blieb. Gerade in

Arolsen ist hierfür das Interesse groß, da Nachkornmen mancher Familien aus der Zeit des Schloßbaues (1713-1729) und der Stadtgründung (1719) noch heute hier leben.

Jahrelang stand der Fortschritt und der Weiterbau der Stadt im Vordergrund. Heute gilt es, das Vorhandene zu erhalten und zu pflegen. Persönliche Initiative und fördernde Maßnahmen des Staates in der Denkmalspflege versuchen, den unter Denkmalschutz stehenden Teil der Stadt (Schloß, Schloßstraße und Kaulbachstraße) zu renovieren, um den barocken Charakter des Stadtbildes zu erhalten.

Es ist nicht immer leicht, die Zeit, aus der die Bilder stammen, zu bestimmen, so mußte man sich mit der Allgemeinbezeichnung 'um die Jahrhundertwende' begnügen. Mancher Bürger, der in Arolsen geboren ist, wird einzelne Personen wiedererkennen, ohne daß sie im Text namentlich genannt werden.

Die Zeit um die Jahrhundertwende wurde in Arolsen weitgehend durch den fürstlichen Hof bestimmt. Der höfische Stil wirkte sich unbewußt auf die Bevölkerung aus. In Arolsen sprach man ein reines Hochdeutsch (im Gegensatz zur Landbevölkerung, die zum Teil noch heute Plattdeutsch spricht). Viele Ausländer, die in den letzten Jahren das frühere Goetheinstitut besuchten, betonen die akzentfreie Aussprache der Einheimischen. Der Bürger hatte einen guten Bildungsstand - dieses mag auch die vielen in Arolsen beheimateten Persönlichkeiten erklären. Fürst Friedrich (1743-1812) zog Anfang des vorigen Jahrhun-

derts Künstler, Gelehrte und Handwerker an seinen Hof, deren Nachkommen heute hier noch leben, so die Kaulbachs, Rauchs, Klapps und so weiter. Zu den Besonderheiten im kulturellen Leben der Stadt zählen die Schloßkonzerte, die im Sommer im 'Steinernen Saal' des Alten Schlosses durchführt werden. Sie haben ein hohes Niveau und werden von Künstlern internationalen Ranges durchgeführt. Die Arolser Bevölkerung genießt die Konzerte sehr. Sie geben dem schönen Barocksaal eine gesondere Atmosphäre. Seine Stuckarbeiten wurden von den Italienern Gallasini und die Deckenmalereien von Castelli zu Anfang des Schloßbaues ausgeführt. Die Konzerte sind nicht nur in Arolsen und Umgebung geschätzt; viele Freunde der klassischen Musik aus der weiteren Umgebung besuchen sie regelmäßig.

Dr. Helmut Nicolai in seinem Buch 'Arelsen - Lebensbild einer deutschen Residenzstadt': Ein Regiminalrescript vom 22. November 1819 lässt deutlich erkennen, wie man bewusst mit der Vergangenheit abschloss. Als vor 100 Jahren diese Residenz entstand. musste das Hauptaugenmerk des Gouvernements dahin gerichtet sein, die Ansiedlungen daselbst auf alle mögliche Art zu fördern, und Jedem, ohne Ausnahme, dort freien Gewerbebetrieb zuzusichern, damit nur erst eine Stadt entstände. Jetzt ist dieser Zweck erreicht und Arolsen hat seiner Lage und seinem Zwecke nach keine Vergrässerung seiner Einwohner mehr nötig, wenn es nicht solche sind, die durch sicheren Gewerbesgang oder Vermögen zu der

Erwartung berechtigen, dass sie hier fortkommen und daher sich selbst und anderen nicht zur Last fallen werden.

So also betrachtete man den Aufbau der Stadt als abgeschlossen und dieses blieb bis in unser Jahrhundert. Arolsen war eine Residenz, eine geruhsame Kleinstadt. Dieses änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkriege durch den Zuzug der Menschen aus dem Osten, die hier eine neue Heimat fanden.

Für den Bildteil stellten freundlicherweise alte Aufnahmen, Postkarten und Zeichnungen zur Verfügung: das Fürstenhaus zu Waldeck und Pyrmont, die Stadtverwaltung Arolsen, das Archiv des Waldeckischen Geschichtsvereins und die Familien: Erler: 1 - Fernau: 3 - Fiege: 2 - Geese: 4 - Gottmann: 1 Huffert: 12 - Küster: 3 - Meister: 4 - Moldenhauser: 27 - NoH: 10 - Schröder: 3 - Stöcker: 6 Vogell: 1.

Quellennachweis:

Dr. Helmut Nicolai: Arolsen - Lebensbild einer deutschen Residenzstadt.

Mein Dank gilt allen Freunden und Bekarmten für Ihre tätige Unterstützung.

1. In den zwanziger Jahren erschien diese Postkarte des Kasseler Städteheraldikers Hans Nagel im HandeL Sie zeigt das Wappen und gibt in kurzen Worten die Geschichte der Stadt wieder: Einst Hof eines sächsischen Edlen und mit 'Haroldeshusen' bezeichnet. Von 1131-1526 Kloster unter dem Namen 'Aroldessen' und danach Residenz der Grafen und späteren Fürsten zu Waldeck und Pyrmont. Der kunstliebende Fürst Friedrich Anton Ulrich ließ von 1710 bis 1720 das Residenzschloß (Barock) erbauen, das als eines der schönsten Fürstensitze Deutschlands gilt. Durch das Edikt vom 20. September 1719 bestimmte der Fürst die Gründung der Stadt Arolsen. Er begünstigte die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten durch Privilegien und verlegte die Waldeckischen Regierungsbehörden nach Arolsen ...

2. Um die Jahrhundertwende sind die Bäume und Sträucher in den Anlagen um das Kaiser-Wilhelrn-Denkmal noch klein. Sie verbanden den nicht bebauten Teil der barocken Schloßanlage mit dem Marstall (links). Durch die Anlagen führte ein Fußgängerweg direkt am Marstall vorbei zur Stadt. Wegen der Gefährlichkeit beim Überschreiten der Straße wurde die Anlage nach der linken Seite hin später geschlossen. Man erreicht nun die Schloßstraße durch einen am Denkmal vorbeiführenden Spazierweg.

3. Der Bliek geht auf das Eckhaus am Marstall und auf das von Stockhausen'sche Haus in der Schloßstraße. Im Hintergrund die Große Allee und der Witwensitz des Fürstenhauses, das Neue Schloß. Im Vordergrund eine alte Kanone, die man bei der Besichtigung des Residenzschlosses dort noch sehen kann.

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4. Oben: Die Aufnahme zeigt den zur Bauzeit des Schlosses (1713-1729) fertiggestellten Marstallteil, vom Schloßhof um die Jahrhundertwende aus gesehen. Zur Zeit des Barock mußte die Symmetrie der Anlage in jedem Falle gewahrt werden. Dieses ist bis in die jüngste Zeit außer geringen Änderungen auch so geblieben. Auf der linken Seite sieht man die alten Gewehrständer für die Soldaten der Wache.

Unten: Die 'Grafft', ein Wassergraben zum Schutze des früheren alten Renaissanceschlosses, wurde beim Bau des heutigen Residenzschlosses trockengelegt. Vor dem Ersten Weltkriege zierten Rosenbögen und Blumenrabatten den Graben zu beiden Seiten der Steinbrücke. In Notzeiten wurden hier Hausgärten angelegt.

Arolsen - Parlit am Schlob

5. Das Residenzschloß mit dem Teepavillon, von Osten gesehen. Das Schloß wurde von dem Fürsten Friedrich Anton Ulrich im barocken Stil im Anklang an Versailles (1717-1729) erbaut.

6. Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont (1865-1945) und Fürstin Bathildis, geborene Prinzessin zu Schaumburg-Lippe (1873-1962), im Jahre 1916. Das Fürstenpaar wurde im Wa1decker Land sehr geschätzt und verehrt. Fürstin Bathildis gründete 1912 das 'Bathildisheim' für körperbehinderte Landeskinder. Diese Anstalt wurde ausgebaut und ist heute als Rehabilisationszentrum eines der größten in Hessen.

Neues Schloss

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7. Unser Bild links zeigt das 'Neue Schloß', den Witwensitz des Fürstenhauses. Es wurde 1763 bis 1778 durch die Fürstin Christiane gebaut. Hier wohnte bis 1916 die zweite Frau des Fürsten Georg Viktor, Fürstin Luise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg als Fürstinmutter. Der einzige Sohn dieser Ehe, Prinz Wolrad, fiel 1914.

Das rechte Bild zeigt den Wohnsitz der Prinzessin Albrecht von Waldeck und Pyrmont. Lange Jahre war in diesem Haus das Goetheinstitut untergebracht.

8. Im Park ihres Witwensitzes wurde 1816 die Frau des Fürsten Carl, Fürstin Christiane, bestattet. Die Grabstätte war mit einem Gitter umgeben. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebrochen. Im Zuge der Umgestaltung des Parkes als Kurpark ist das Gitter entfernt worden. Nur noch die Platten erinnern an diese Ruhestätte.

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