Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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EINFÜHRUNG

Aumühle in der Europdischen Bewegung

Im Rahmen dieser Bewegung, die auch dem Sinne der 'Europäischen Bibliothek' entspricht, ist die Gemeinde Aumühle zwei Verschwisterungen mit anderen europäischen Gemeinden eingegangen: mit der niederländischen Gemeinde Sleen bei Emmen in der Provinz Drenthe und mit der franzözischen Gemeinde Mortagne-surSèvre südlich der Loiremündung in Westfrankreich.

Eine loekere Partnerschaft besteht mit zwei anderen Gemeinden: der dänischen Gemeinde Humlebaek am Öresund nördlich von Kopenhagen und der Stadt Biesenthal in Bundesland Brandenburg nördlich von Berlin. So erinnern stets außer zwei Schildern unter dem Ortsschild 'Aumühle' auch die beiden Aumühler Straßennamen 'Sleener Straße' und 'Mortagneweg' daran. In Sleen gibt es als Gegengabe die 'Aumühlelaan'.

Bei den Europawahlen gehören Aumühle und seine Nachbargemeinde Wohltorf nach ihrer Wahlbeteiligung zu den Spitzenreitern im Lande Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Aumühle hat 1986 die blaue Flagge des Europarates mit dem goldenen Sternenkranze erhalten. Es besteht außerdem ein bedeutender Ortsverband Aurnühle- Wohltorf der Europa- Union.

Allgemeine Situation unserer Gemeinde

Aumühle liegt 25 Kilometer ostwärts von Hamburg am

Rand des Sachsenwaldes. Es gehört zum Landkreis Herzogtum Lauenburg des Landes Schleswig-Holstein, aber ebenso als Pendlergemeinde zum Hamburger Einzugsbereich: Viele Aumühler üben ihren Beruf aus oder erhalten ihre Ausbildung in Hamburg.

Eine elektrische Schnellbahnlinie verbindet Aumühle mit Hamburg. Die Fernbahnstrecke Hamburg-Berlin führt ebenfalls über Aumühle.

Aus der Geschichte unserer Gemeinde

Vor rund zweihundert Jahren wurden die Ortschaften Aumühle und Billenkamp als Anbauernsiedlungen, nach heutiger Sicht als Armeleutedörfer, auf der Feldmark eines aufgelassenen herzoglich-lauenburgischen Vorwerkes angelegt. Ein kleiner Gutshof hieß damals Vorwerk, meistens verbunden mit einem größeren wie bei uns in Schwarzenbek. Das Vorwerk stand nahe der herzoglichen Kornwassermühle, der Au-Mühle , auf dem Gelände des Forsthofes am heutigen Wohnstift Collegium Augustirturn. Wahrscheinlich wurde in den restlichen Gebäuden des Vorwerkes eine Försterei eingerichtet.

Zwischen Billenkamp und Aumühle entstand vor rund hundert Jahren die Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede. Begünstigt wurde diese Gründung durch ihre Lage:

- die Nähe Hamburgs mit guten Verkehrsverbindun-

gen, denn seit dem Jahre 1846 verkehrte die Berlin-Hamburger Eisenbahn;

- die schöne Lage am windungsreichen Tal der Bille, eines Nebenflüßchens der Eibe;

- die schöne Landschaft am Rand des Sachsenwaldes, das mit 65 Quadratkilometern Fläche größte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins.

Die Villenkolonie wurde 1921 in Aumühle-Billenkamp eingemeindet. Seit 1950 heißt unsere Gemeinde nur noch Aumühle.

Wegen der Hamburg-Berliner Eisenbahn entwickelte sich mitten im Sachsenwald der idyllische Ort Friedrichsruh zu einem besuchten Hamburger Ausflugsorte. Ende des vorigen Jahrhunderts war Friedrichsruh weitbekannt als Wohnsitz des Reichskanzlers und Altreichskanzlers Fürst Otto von Bismarck.

Nach der Reichsgründung 1871 hatte Kaiser Wilhelm I. seinem Reichskanzler und dessen Erben den Gutsbezirk Schwarzenbek mit dem Sachsenwald zum Eigentum übereignet.

Der Name Friedrichsruh stammte noch aus der Zeit, als das Herzogtum Lauenburg von 1705 bis 1805 zum Kurfürstentum Hannover gehörte. Ein hannöverscher Statthalter, Graf Friedrich von der Lippe, besaß von 1767 bis 1781 an der Stelle des jetzigen Bismarckschen Marstalles ein Jagdhaus. 1929 wurde Friedrichsruh ebenfalls nach

Aumühle-Billenkamp eingemeindet.

Viele weitere geschichtliche Einzelheiten finden sich im Buch 'Aumühle im Sachsenwald' , das 1976 erschien.

Zur Bildfolge

Das Aufnahmedatum der Bilder liegt mit einer Ausnahme zwischen 1880 und 1930. Je nach dem Alter unserer Betrachter und Leser ist das die Zeit unserer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Ururgroßeltern ...

Zur besseren Orientierung in den Örtlichkeiten wechseln Übersichtsbilder mit Detailaufnahmen ab.

Die 76 Bilder werden in sieben Bildgruppen aufgeteilt, von denen die ersten fünf etwa der geschichtlichen Entwicklung unserer Gemeinde entsprechen:

1. Die Au-Mühle und die Umgebung des Mühlenteiches

1-8

2. Ortschaft Billenkamp 9-21

3. Ortschaft Aumühle 22-29

4. Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede 30-43

5. Der Bismarckturm 44-48

6. Kirche, Schule, Eisenbahn und Post 49-62

7. Friedrichsruh 63-76

Die Bilder entstammen mit freundlicher Genehmigung der Bildersammlung des Gemeindearchives.

Aumühle im Herbst 1991

Friedrich Nehlsen

1. Die Au-Mühle um 1850. Dieser reetgedeckte Fachwerkbau wird nicht der erste Mühlenbau gewesen sein, denn die Hamburger Kämmereirechnungen erwähnen bereits 1350 die 'Owmole': Der Hamburger Stadtbote Stropehaveren wird dorthin geschickt und erhält einen Solidus (Schilling) als Botenlohn. Die Kornwassermühle besitzt zwei Mahlgänge mit Mühlsteinen und daher auch zwei Mühlräder. Ein Wassergerinne unterhalb des Wasserfalles treibt das eine an, das andere dreht sich kaum sichtbar unter dem Wasserfall selbst. Das Feldsteinmauerwerk am Wasser ist großenteils noch heute erhalten.

J'Iumühle

Bei der Mühle

2. Die Au-Mühle um ]900. Im Jahre 1890 brennt die Mühle ab, als die Müllersleute gerade auf der Müllerkoppel arbeiten. Die Grundmauern des bald errichteten Backsteinbaues tragen das heutige Restaurant und Hotel. Anstelle der Mühlräder treibt nun eine Wasserturbine das Mahlwerk an, das erst nach 1950 seinen Betrieb einstellt. Bis um 1870 müssen wegen des herrschaftlichen Mahlzwanges die Bauern von Aumühle-BilIenkamp, Besenhorst, Börnsen, Brunstorf, Dassendorf, Escheburg, Fahrendorf, Hamwarde, Hohenhorn, Kröppelshagen, Wentorf, Wohltorf und Worth ihr Getreide auf der Au-Mühle mahlen lassen.

3. Die Au-Mûhle mit dem Mûhlenteich um 1919. Für die Bauern dieser teils weit entfernten Dörfer gilt der Grundsatz: 'Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.' Wer aber warten muß, nimmt die Schankgerechtigkeit des Müllers in anspruch. Auf dem Bild spiegelt sich die Mühle in ihrem Wasserschatz. Aus der Schwarzen Au und ihren Nebenbächen im Sachsenwald strömen jährlich wohl zwanzig Millionen Kubikmeter Wasser in den Teich, der bei mittlerem Wasserstand vier bis fünf Meter hoch aufgestaut wird. 1921 besteht der Plan, an die Wasserturbine mit ihren 25 Pferdestärken Leistung eine Dynamomaschine zur Stromerzeugung anzuschließen.

4. Bismarck-Museum im Forsthof um 1927. Der Name Forsthof stammt von der ehemaligen Försterei Aumühle an dieser Stelle. 1892 errichtet der Hamburger Bankier Emil Voigt, ein Jagdpächter im Sachsenwald und Wirtschaftsberater des Altreichskanzlers, das mit allerlei Jagdschmuck versehene Gebäude. Jetzt enthält es Verwaltungsräume des benachbarten Wohnstiftes Collegium Augustinum. Das erste Bismarck-Museum entsteht 1891, ein Jahr nach der Entlassung des Reichskanzlers, im Bismarckschen Stammsitz Schönhausen an der Obereibe. Der Forsthof beherbergt es nur wenige Jahre. Schon um 1935 wird es nach Friedrichsruh verlegt und ist dort seit 1951 im ehemaligen Gasthof'Landhaus' ansässig.

Frscherhaua Aumühle

.J

Wlih. Sehrmann

5. Fischerhaus Aumühle 1911. Vom Mühlenteich aus gesehen stehen nebeneinander das Restaurant im Schweizervillenstil und der reetgedeckte Fischerkaten, der Wohnsitz des Anbauern und Fischereipächters für den Teich und die Schwarze Au. Sogar Forellen sind gefangen worden. Das Restaurant besteht seit 1893. Trotz des Umbaues vor zwanzig Jahren ist sein ursprüngliches Aussehen noch gut erkennbar. Anstelle des Katens liegt jetzt der Parkplatz. Der heutige Fachwerkbau mit den Hotelzimmern steht auf den Fundamenten des 'Alten Gasthofes', der auf den beiden nächsten Bildern gezeigt wird.

6. Auto-Rallye am Fischerhaus um 1926. Die gerade eingebaute Benzinpumpe der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft begünstigt das Fischerhaus als Rallye-Ziel. So stehen die offenen Sportwagen dicht geschart auf dem Parkplatz. Damen und Herren mit Lederkappen und Schirmmützen fahren sie. Das HH-Kennzeichen gilt noch heute, nur reichte damals eine einfache Nummernfolge aus. Den Parkplatz umgeben links der alte Fischerkaten, dahinter der bereits erwähnte' Alte Gasthof' und rechts eine Wagenremise. Das Restaurant liegt rückwärts in Richtung der Autokühler.

Waldesr..ub -

7. Waldesruh Aumûhle um 1910. Der' Alte Gasthof' hinten rechts ist ursprünglich eine AnbauernstelIe neben der Fischerkate gewesen und trägt nun einen neuen Namen, heißt aber bei den Einheimischen 'de ruge Sier'. Dennoch locken ein großer Kaffeegarten und ein Tanzsaal mit offener Veranda die Ausflügler vom nahen Bahnhof heran. An der Mühlenteichseite verwandelt sich ein früheres Anbauernhaus schon vor 1900 in ein weiteres Gasthaus 'Waldesruh' . Um 1910 gehören beide zusammen. Das ältere 'Waldesruh' brennt 1913 durch Blitzschlag ab, und ein neues Hotel und Restaurant entstehen. Die 'ruge Siet' wird später abgebrochen.

8. Waldesruh um 1919. Das heutige Gebäude im niedersachsischen Heimatstil wird von einem Atelier für Architektur und Kunstgewerbe entworfen: Fachwerk, Backsteinmuster , Türen und das Walmdach mit seinen Gauben zeugen davon. Dieser Neubau wird an den Saal des alten 'Waldesruh', der beim Brand von 1913 erhalten geblieben ist, kunstvoll angefügt. Die Eröffnung des neuen 'Waldesruh' erfolgt am 2. August 1914, dem ersten Mobilmachungstag des Ersten Weltkrieges. Die Aufnahmezeit des Bildes liegt schon in der beginnenden Inflationszeit.

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