Bad Bergzabern in alten Ansichten

Bad Bergzabern in alten Ansichten

Auteur
:   Günther Volz
Gemeente
:   Bad Bergzabern
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5413-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bad Bergzabern in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Bad Bergzabern liegt am Ostrand des Wasgaus, wo der Erlenbach in den Rheingraben eintritt. Die Siedlung erstreckt sich auf beiden Seiten eines Erlenbacharms, 170 m über NN, zwischen Hängen, die im Norden bis zu 315 m über NN und im Süden bis zu 225 m über NN ansteigen. Zum ersten Male wurde die Siedlung 'Zaberna' in einem Urbar des Klosters Weißenburg im 9. Jahrhundert erwähnt. Dem Siedlungsnamen liegt das lateinische 'taberna' zugrunde, das eine Gaststätte oder eine Raststätte bezeichnet. Am 21. April 1286 verlieh König Rudolf von Habsburg auf Bitten der Grafen Eberhard I. und Walram I. von Zweibrücken deren 'villa Zaberen' die Rechte der Stadt und der Bürger von Hagenau. 1312 wird die Siedlung als 'oppidurn' bezeichnet. Der Name 'Bergzabern' taucht erst 1385 auf.

Burg und Stadt waren 1394 Besitz der Kurpfalz. Sie fielen durch die pfälzische Erbteilung von 1410 an Herzog Stephan, den Gründer der Zweibrücker Linie des Pfälzer Hauses. Um 1525 wurden reformatorische Ideen in Bergzabern verbreitet. Der Herzog führte 1557 eine lutherische Kirchenordnung ein; 1588 wurde sie durch eine reformierte ersetzt. Die kriegerischen Ereignisse zwischen 1618 und 1714 führten zu schweren Zerstörungen. Ein Drittel der Stadt war eingeäschert; viele Bewohner waren in Länder geflüchtet, die die Kriegsfurie verschont hatte. Unter der Regierung von Gustav Samuel Leopold (1719-1731) wurden viele private und öffentliche Gebäude wieder aufgebaut. Der Herzog errichtete auch ein Hospiz für die Weißenburger Kapuziner, die den katholischen Pfarrdienst für Bergzabern und die Dörfer der Umgebung übernommen hatten. Die Lutheraner erhielten 1730 auf dem Berg ein eigenes Gotteshaus. Bis 1793 gehörte die Stadt zum Herzogtum Zweibrücken, als Bestandteil des Oberamtes von Bergzabern.

1792 beantragten Bewohner der Stadt und des Oberamtes Bergzabern ihren Anschluß an die französische Republik.

Sie riefen mit weiteren südpfälzischen Dörfern einen 'Freistaat' aus. 1793 beschloß der Konvent in Paris die Reunion des 'Bergzaberner Freistaats'. Bergzabern wurde Sitz eines Kantons im Arrondissement Weißenburg des Departements Niederrhein. Im 2. Pariser Frieden von 1815 verzichtete Frankreich auf den Landstrich zwischen Lauter und Queich; das Gebiet kam 1816 an das Königreich Bayern. 1818 wurde Bergzabern Sitz eines Landkommissariats des bayerischen Rheinkreises, das die Kantone Annweiler und Bergzabern umfaßte.

Der Zusammenbruch von 1945 löste die staatsrechtlichen Verbindungen zwischen Bayern und Pfalz. Die Pfalz wurde wie schon nach dem Ersten Weltkrieg von Frankreich besetzt. Sie bildete 1947 mit anderen rheinischen Gebieten das Land 'Rheinland-Pfalz'. Die Stadt Bergzabern blieb der Sitz von Behörden, die die bayerische Regierung schon errichtet hatte. Sie verlor jedoch 1969 eine Reihe von Funktionen, als der Landkreis Bergzabern mit dem von Landau vereinigt wurde. Der neue Landkreis bekam 1978 den Namen 'Südliche Weinstraße' . Die Stadt Bergzabern darf sich seit 1964 als 'Bad' bezeichnen, seit 1975 auch als 'Staatsbad' . Die Reform der Verwaltung von 1972 führte zur Bildung der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, zu der die Stadt Bad Bergzabern und zwanzig weitere Gemeinden der Südpfalz zählen. Der Sitz der Verwaltung ist das Schloß von Bergzabern, das 1980 durch die Stadt renoviert worden ist.

Die Siedlung erhielt nach 1286 eine Befestigung, die aus einem Mauerring, einem Wassergraben und einem Außenwall bestand. Die Mauer erreichte eine Höhe von 6 m; sie besaß auf der Innenseite einen Wehrgang, der teilweise an der Nordwestecke erhalten ist. Mauertürme standen an der Nordwest-, Südwest- und Südostecke der Befestigung; die Nordostecke nahm der Schloßbau ein. Der Mauer vorgelagert waren der Baechtelsturm im Süden und der Bauern-

turm im Osten. Die Stadt wies zwei Tore auf: das westliche Obertor und das östliche Untertor, vor denen schon 1600 Vorstädte entstanden waren. Das Straßennetz bilden Längszüge in südwest-nordöstlicher Richtung, die von Querzügen im rechten Winkel geschnitten werden.

Teile der Befestigung wurden am Anfang des 19. Jahrhunderts niedergelegt, vor allem die Stadttore wie der Baechtelsturm und der Bauernturm. Die Dämme wurden abgetragen und die Gräben zugeschüttet. Als Umgehung wurde der Breite Weg im Süden der Stadt ausgebaut, die heutige Weinstraße. Am Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen vor allem die beiden Vorstädte an: um 1870 die untere Vorstadt im Ostcn, als die Stadt Anschluß an das pfälzische Eisenbahnnetz erhielt; um 1890 die obere Vorstadt im Westen, als viele Villen am Talausgang gebaut wurden. Am Anfang des 20. Jahrhunderts war das Mühlental zum Kurtal geworden, wo viele Gasthäuser und Kurhäuser errichtet wurden. Nach 1950 wurden nicht nur die Kuranlagen der Stadt erweitert, vor allem durch den Bau eines neuen Kurzentrums auf der Rötz, wo eine Thermalquelle schon 1928 entdeckt worden war. Die Weingärten im Norden und die Obststücke im Süden wurden durch neue Wohngebiete verdrängt. Die Industrie nahm das Gelände zwischen KapelIer und Landauer Straße ein. Auf dem Südhang war das Schul- und Sportzentrum der Stadt entstanden.

Die Bewohner fanden bis ins 19. Jahrhundert ihr Auskommen vor allem in den Bereichen von Handel, Handwerk und Gewerbe. Es gab ein paar Händler, die ihre Waren in entfernte Gegenden liefern konnten, zum Beispiel die Getreide- und Holzhändler. Vor 1900 gab es eine Firma in Bergzabern, die eine Dampfmaschine besaß. Ein Drittel der Bewohner waren in dem Bereich der Landwirtschaft tätig; nur die Hälfte jedoch hauptberuflich. Auf einen Nebenerwerb durch Acker- und Weinbau waren noch viele angewiesen,

die ein Gewerbe oder ein Handwerk betrieben. Am Dienstag und am Freitag wurde ein Wochenmarkt abgehalten, wo vor allem Landleute der nahen Umgebung ihre Erzeugnisse anboten. Jahrmärkte fanden in der Regel an Ostern und an Martini statt.

Die Wirtschaft Bergzaberns sollte nach 1950 einen Aufschwung erleben, als der Kurbetrieb erweitert wurde. Neue Hotels, Gaststätten, Kliniken wurden gebaut. Die Zahl der Gäste stieg zwischen 1950 und 1990 von 5000 auf 30000 jährlich. Das Thermalbad zählte im Jahre 1990 mehr als 200 000 Besucher. Diese Entwicklung führte auch zur Belebung des städtischen Handels. Die Mannesmann Demag errichtete 1960 ein Werk der Fördertechnik, das mehr als 400 Beschäftigte zählt. Nach 1970 erhielt die Stadt auch eine Reihe von neuen Funktionen: als Sitz der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern und als Schul- und Sportzentrum. 1618 hatte die Stadt Bergzabern 1 000 Einwohner. Sie verlor durch die Kriege des 17. Jahrhunderts mehr als zwei Drittel ihrer Bürger. Die Stadt nahm im 18. Jahrhundert viele Zuwanderer auf, vor allem Reformierte aus der Schweiz und aus Frankreich. Nach 1800 lag die Einwohnerzahl schon bei 2000. 1930 lebten über 3000 Menschen in der Stadt. Dreißig Jahre später gab es über 5000 Bergzaberner , ein Fünftel waren Vertriebene und Zuwanderer aus der DDR. 1987 zählte die Stadt Bad Bergzabern 6 405 Einwohner.

Die Fotografen entdeckten nach 1870 die Baudenkmale Bergzabems, vor allem die Bauten aus der Zeit der Renaissance. Die ersten Aufnahmen stammen von Landauer Fotografen, vor allem von J.F. Maurer. Das erste Fotohaus Bergzaberns wurde 1919 von Franz Bücheler sen. gcgründet, 1973 von Rolf Goosmann übernommen. Diesem Atelier verdanken wir eine ganze Reihe von älteren Aufnahmen. Die Mehrzahl der Ansichten stellte uns freundlicherweise das Museum der Stadt zur Verfügung.

~(r.ß ~abem+

(1 ~ Je ~ómtr bAllen ,0: ;eyl'tn btr

~ ~ ~ ~ê '2'.bdn '9:(y tainrnm ober bö,

ree làgtt gebabt I nemlic~;ü teil fa~ ~abtrn I;ii 2'btin 3a.b«n ~nnb ;ii 23trg 5ab(m/~aa dn meyl U'ege "nbct 'Wey1Tenburg list I"" nb ifl ,,"bet ~tm btrr;ogê "on ?:)\'ttb:uctcn. '2lta 4btt b(C f~wa~ bttJ;og nÁllc~ betl;og CUbWi~ wib(r ~cn <l:bürftitfIê waal pfal~,grAuc .friberl~ ê,J na m Im ~et <CbiitfUttl ann~ (Ci.)~1,1, t4 5~. ~,u;semcltfl(tdiJt/gabß jm ~oc~wtbcrb(r ;"u(rfi,~t/(~\?ürb

mmrner met': VlOee ~it pfala;; tbiinfail9 cc ~o,~ nu ~tdro .

1. Diese älteste Ansicht der Stadt Bergzabern ist ein Holzschnitt aus der 'Cosmographia' von Sebastian Münster, Basel1544.

~~ .;: --~ --;-::: ~

-----.--~~-~§:--" =.-:-

2. Eine Ansicht der Stadt Bergzabern von Osten; ein Kupferstich aus der 'Topographia Palatinatus Rheni' von Matthäus Merian, Frankfurt am Main 1645.

3. Eine Ansicht der Stadt B b

B . . . ergza ern van W

enjamm ZiX von 1794. esten; eine Z . h

ere nung des Straßburgers

4. Hier sehen wir Bergzabern vom Altenberg aus, wie es im Jahre 1879 von J.F. Maurer fotografiert wurde.

5. Bergzabern vom Mühlental aus gesehen. Diese Aufnahme wurde im Jahre 1879 von J.F. Maurer gemacht.

6. Das ehemalige Schloß der Herzöge von Zweibrücken, eine Vierflügelanlage des 16. Jahrhunderts. Die Südfassade wurde 1879 von J .F. Maurer fotografiert.

7. Das Westportal von 1579 war der frühere Haupteingang des Schlosses, hier abgebildet auf einer Postkarte der zwanziger Jahre.

~--~ Schloßportal Bergzabern.

SchlotI 'Q'if.breod ëe- 8ra.o.~, westlicher Turm

Bergzabern

8. Im Jahre 1909 zerstörte ein Brand große Teile des Schlosses.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek