Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeente
:   Bad Bramstedt
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Bad Bramstedt in alten Ansichten' heißt dieses kleine Buch, dessen Aufgabe es sein soll, diese Stadt zu zeigen, wie sie unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern gesehen haben.

So manches ist erhalten geblieben und wird dem Betrachter das Erlebnis des Vergleichens vermitteln, vieles ist aber auch verändert, und wird dem Leser ein persönliches Urteil des 'Besser oder Schlechter' abverlangen. Vieles aber ist auch gänzlich verschwunden und wird bei dem einen, der sich noch zu erinnern vermag, vielleicht eine wehmütige Erinnerung erwekken - bei dem anderen, der es noch nicht so kannte, das Gefühl des Entdeckers hervorrufen.

Die Aufnahmen stammen fast alle aus der Zeit zwischen 1870 und 1930, aus der Gründer- und der Kaiserzeit. Es ist sicherlich nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß in diesen Jahren die Wurzeln unseres modemen Bad Bramstedts liegen.

Der aufmerksame Betrachter wird vermerken, daß in diesen Jahren viele Häuser und Gebäude entstanden, die noch heute unseren Ort oder auch nur einzelne Straßenzüge prägen.

Es muß insgesamt eine recht wohlhabende Zeit gewe-

sen sein, die lange Friedenszeit zwischen 1871 und 1914. Handel und Handwerk waren im Aufschwung und die Begüterten verliehen ihrem Wohlstand im Bau neuer, prachtvoller Häuser Ausdruck. Doch ist der Bau der Häuser, der Straßen und Gehwege nur ein Teil der Entwicklung dieser Jahre - zweifellos derjenige, den man fotografisch gut erfassen kann. Doch der Mensch braucht zum Leben nicht nur eine Behausung. Es gehört ferner der geistige, kulturelle Teil zum Lebensgefühl dazu.

Indes, in diesem Punkt braucht sich die genannte Zeit nicht zu verstecken, Schulwesen, Vereinsleben und die Kommunalpolitik vollzogen in jenen Jahren ganz entscheidende Schritte. Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, darauf näher einzugehen, doch wird jeder, der sich mit Bad Bramstedts Geschichte befaßt, auf diese Zeit stoßen.

Doch nun genug der Vorrede, denn dieses Buch soll nicht den Anspruch einer Chronik erfüllen.

Sei es Kennenlernen des Vergangenen, sei es wehmütiges Erinnern oder freudiges Wiedererkennen das Ihnen beim Durchblättern dieses Buches widerfährt, wir hoffen, daß es für Sie eine Freude ist.

1. Die historische Einfahrt für den aus Richtung Hamburg kommenden Besucher auf Bad Bramstedts Bleeck zeigt diese um die Jahrhundertwende entstandene Aufnahme. Die gepflasterte Altonaer Straße führt über den gesamten Platz gen Norden, zur Linken der Roland, das Wahrzeichen der Stadt, zur Rechten das 1967 abgerissene Hotel 'Holsteinisches Haus' in dem manch alter Bramstedter eingekehrt war. Die kräftige Begrünung auf der Bleeck-Ostseite ist heute leider verschwunden.

2. Die älteste existierende Fotografie Bad Bramstedts - damals noch Bramstedt - zeigt eine Aussicht vom Höhenzug des Herrenholzes auf die Kreuzung Dahlkamp-Schäferberg-Klingbarg. Der Klingbarg heißt heute Maienbeeck, wie der vordere Teil des Straßenzuges auch. Die Aufnahme soll um 1860 entstanden sein, als die alten Bäume des Herrenholzes gerade gefällt waren und die Wiederaufforstung beginnen sollte. Die damals gepflanzten Bäume sind diejenigen, unter denen unsere heutige Generation im Schatten von Bad Bramstedt nach Hitzhusen gehen kann.

Bad Bramstedt

Am Bleeek, Alte Kirchspielvogtei

3. In der Nordwestecke des Bleeckes steht - glücklicherweise noch heute - dieses historische Gebäude. Doch nur wenige Bad Bramstedter wissen, daß es sich hier um die Kirchspielvogtei handelt und damit sozusagen um einen Amtssitz. Erfreulich ist, daß sich die heutigen Eigentümer der Historie des Hauses bewußt sind und das Gebäude äußerlich nur wenig Veränderung erfahren hat.

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4. Die Schlütersche Gastwirtschaft etwa zur Jahrhundertwende zeigt diese Aufnahme. Auf dieser Parzelle soll im 17. Jahrhundert das Anwesen des 'Fleckenbefreiers' Jürgen Fuhlendorf gestanden haben. Davon zeugt noch heute der Felsstein mit den lnitialien 'J.F.D.' an der Westfront des heutigen Hauses. Das oben abgebildete Haus mußte übrigens wenige Jahre nach dieser Aufnahme einem Neubau weichen, der auch den jüngeren Einwohnern noch als 'Rolandseck' bekannt ist.

5. Das Bramstedter 'Schloß' und der Roland um 1910 sind auf diesem Foto zu betrachten. Die Allee vor dem Schloß war Ende des 18. Jahrhunderts von Ferdinand Lawaetz angepflanzt worden. Leider sind diese Bäume in unserem Jahrhundert gefällt worden; glücklicherweise hat man sich aber vor einigen Jahren zu einer einreihigen Neupflanzung entschlossen. Das Gitter um den Roland wurde im Zuge einer Neugestaltung entfernt, es tut aber unserer Tage weiter seine Dienste als Gartenzaun im Bissenmoorweg.

6. In der Bildmitte sieht man hier das Geschäft des Johann Fülscher an der Ostseite des Bleecks. 'Coloniál-, Eisenwaren, Spirituosen' steht über der Eingangstür geschrieben. Das Haus steht noch heute in nur wenig veränderter Form und gehört immer noch der Familie Fülscher. Links neben dem Haus führt der Weg zur Paustianschen Wassermühle und ganz links steht das Geburtshaus der Johanna Mestorf. Dieses wurde 1906 abgebrochen und diente damit der Verbreiterung der Straße, die uns heute als 'An der Mühle' oder Mühlenstraße bekannt ist.

7. Ein herrlicher Bliek in die Lindenallee vor dem Schloß. Ganz links im Bild ist als noch junger Baum die 1898 gepflanzte Doppeleiche zu sehen. Dieses Sinnbild des schlweswig-holsteinischen Wahlspruches 'Up ewig ungedeelt' ist heute zu stattlicher Größe herangewachsen, während die Nachfolger der Alleebäume noch lange Jahre zur Erlangung der Größe ihrer Vorgänger warten müssen. Das Foto gestattet uns übrigens auch einen kleinen Geschmack der seinerzeitigen Mode.

8. Gleich zwei Erinnerungen an den Krieg 1870n1 stehen im Südosten des Bleecks. Zum einen ist es die am Kriegsende gepflanzteFriedenseiche - auf diesem Foto schon in recht stattlicher Größe -, zum anderen ist es das 1896 gesetzte Denkmal. Beides steht noch heute, wenngleich das Denkmal hinter die Eiche gesetzt worden ist, um dem Straßenverkehr Raum zu geben. Der Adler auf der Spitze und die beiden Bildnisse an den Seiten sind heute nicht mehr da; sie verschwanden zum Ende des Zweiten Weltkriegs und blieben es auch.

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