Bad Camberg in alten Ansichten Band 1

Bad Camberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   G. Welter
Gemeente
:   Bad Camberg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3166-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Camberg in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Die Ansichtskarte soll 1870 von einem Oldenburger Buchhändler 'erfunden' worden sein. Ihre kommerzielle Verwendung begann wenig später. 1875 gab es bereits 100 verschiedene Karten, bis 1915 stieg ihre Zahl ins Unermeßliche. 1903 wurden in Deutschland rund 400 Millionen Ansichtskarten befördert. Im klassischen Steindruck wurden die farbigen Lithokarten 'Gruß aus .. .' hergestellt, von denen dieses Buch mehrere schöne Beispiele zeigt. Sie gab es selbst vom kleinsten Ort oft mehr- und vielfach. Ab 1896 war das Ansichtskartensammeln auch zum Hobby geworden.

Bei der zweijährigen Vorbereitung dieses kleinen Werkes - niemand zählte die Wege und Fahrten, die zu Ortserkundungen unternommen wurden - erwies es sich, daß es um die Jahrhundertwende rund 400 Karten von Camberg und den umliegenden Ortschaften, den heutigen Stadtteilen, gegeben haben muß. So war die Auswahl nicht immer leicht. Neben dem Photographischen Atelier von Albert Schorn (siehe Karte Nr. 12) sind noch weitere Namen als Verleger oder Herausgeber von Ansichtskarten der Camberger Heimat jener Zeit bekanntgeworden: Hch. Brück, K. Dietz, Peter Haber, Philipp Hassler Ww., Georg Held, Peter Krohmann, Carl Meurer, Joh. Peuser, Ph. Rösgen und Photo-Schmidt, sämtlich Camberg, sowie

Josef Faßbender, Limburg, und August Kilb, Niederselters.

Die hier veröffentlichten Postkarten sind nicht nur Sammelobjekte, sondern vielmehr kulturhistorische Belege und Dokumente, die das Stadt- und Dorfbild einer nun 90 Jahre zurückliegenden Zeit - der guten alten? - festhalten und in einem Querschnitt das alte Camberg und seine Nachbargemeinden zeigen. Sie wecken Erinnerungen, bereiten Vergnügen und sollen zuerst einmal für sich selbst sprechen. Was darunter steht, dient der Erläuterung und Ergänzung. Es soll weder Geschichte noch exakte Chronologie geboten werden. Wer sich für diese interessiert, findet in Bad Cam berg ausreichend Literatur, die ihm weiterhilft. Die Kartenbilder der Ortschaften haben wir bewußt zusammengelassen und als letzten Teil des Buches gebracht.

Zur Auswahl: Von Ausnahmen abgesehen, haben wir auf alles verzichtet, was der Leser heute noch 'in natura' so gut wie unverändert betrachten kann. Auch haben wir kaum etwas von dem gebracht, was schon allzu häufig veröffentlicht wurde, ohne deshalb auf Wahrzeichen Cambergs und seine beliebtesten Motive verzichtet zu haben.

Die Deutung und Beschreibung der Ansichten stieß bisweilen auf Schwierigkeiten. In vielen Fällen erhiel-

ten wir widersprechende Angaben, manches haben wir mutig gebracht, anderes weggelassen oder in Frage gestellt, trotzdem kann sich selbst das, was uns mit Bestimmtheit mitgeteilt wurde, als unrichtig erweisen. Für die wenigsten Karten steht das Herausgabejahr fest, manchmal helfen Datum oder Poststempel weiter. Das Wort haben nun 'die Camberger'. Es wäre schön, wenn sie noch mehr alte Häuser, Straßenzüge, Einblicke oder abgebildete Personen identifizieren könnten. 'Sieh da, das war mein Großvater als Kind ... !' Die Herausgeber freuen sich über jede Mitteilung. Sie wünschen viel Vergnügen mit den alten Ansichten van Bad Camberg.

Geschichtlicher Überblick

Tonscherben aus Bandkeramik der Jungsteinzeit sind Belege dafür, daß im Bad Camberger Raum vor rund 6000 Jahren Menschen lebten, und die über 100 Hügelgräber im Wald oberhalb der Stadt zeugen von jenen, die in der Hallstattzeit hier siedelten und begraben wurden. Erste genauere Auskunft über Camberg gibt eine Urkunde aus dem Jahre 1000, laut derer Kaiser Otto Ill. den 'Königshof Cagenberg' dem Kloster Burtscheid zum Geschenk gab. Die Forschung weist jedoch darauf hin, daß Cambergs Entstehung in der Karolinger Zeit zu suchen ist.

Am 27. August 1281 verlieh Rudolf I. von Habsburg Camberg die Stadtrechte, die von späteren Herrschern noch dreimal bestätigt wurden. Diese Verleihung war für die Stadt im Jahre 1981 Anlaß zu einer großen Feier mit der Entgegennahme des Titels 'Bad'.

Aber zurück: Die Grafen von Diez machten aus dem Ort eine befestigte Stadt, bis 1360/1380 zog sich der Bau der Mauer und ihrer 13 Türme hin. Ein Stadtsiegel aus dem Jahre 1404 bildete die Vorlage für das heutige Stadtwappen (siehe Karte Nr. 3). Ab 1420 stand Cam berg bis 1803 unter verschiedenen Zweiund Dreiherrschaften, nach außen dokumentiert durch den die jeweiligen Amtmänner beherbergenden Amthof. Danach lag die Stadt im Herzogtum Nassau, kam 1866 nach Preußen, Provinz Hessen-Nassau, und gehört seit 1945 zum Bundesland Hessen.

Für die Mitarbeit und Überlassung von Karten gebührt vielen Mitgliedern und Bürgern herzlicher Dank, insbesondere: Friedrich Angst, Hartrnut Biegel, KarlHeinz Braun, Karl Göbel, Manfred Kunz, Siegfried Nicklas. Ludwig Ochs, Hans Palzer, Bernd Reimer, Josef Schmidt, Paul Stahlheber, Helmut Thuy, Anton Traut, Klaus Ullmann, Herbert Wenz, Otto Wenz, Hermann Weyrich sowie dem Verein Historisches Camberg e.V.

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Cam berg im T. im Jahre 1835 Xaeh einem Btahlstich von Huber

1. Eine alte Postkarte, geschrieben im August 1907, mit zwei 150 Jahre alten Stichen von Huber, Darmstadt: dem Obertorturm mit Hohenfeldkapelle und einer Ansicht des heutigen Guttenbergplatzes mit Untertorturm, der Spitze der Pfarrkirche und dem späteren 'Weißen Turm'. Es lohnt sich, die auf den Stichen zu sehenden Bürger, Wagen und Tiere mit der Lupe zu betrachten. Über den vorn an der Stadtmauer, am Eingang der 'Schlucht', erkennbaren Brunnen ist nichts überliefert.

2. Eine 'Gruss aus Camberg'-Karte, von denen rund dreißig bekannt sind. Hier mit drei Ansichten: der Gastwirtschaft von Heinrich Bach gegenüber dem Bahnhof, einem Bliek in die Bahnhofstraße von der Einrnündung der heutigen Gebrüder-Grirnm-Straße aus - vom eine zweispännige Kutsche - und einer der ältesten Zeichnungen des 1876 eingeweihten Bahnhofes. Auffallend die schon damals große Güterhalle.

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3. Auch das Carnberger Wappen wurde um 1900 als Postkarte verschickt, Es ist nach einern Stadtsiegel aus dem Jahre 1404 gestaltet und hier umgeben von der Cam berger Geschichte in Kurzform: Camberg, früher gemetnschaftlicb Kurtrier und Nassau-Dietz gehorig, fiihrt im Wappen die beiden Löwen der alten Grafen von Dietz - Konigreich Preussen, Provinz Hessen. Diese Karte war als Titel des Buches gedacht. Da sie jedoch nicht farbig zu bringen war, wurde darauf verzichtet.

4. Wieder eine Gesarntansicht, diesmal mit der Kreuzkapelle, dazu das Stadtwappen. Rechts kommt ein Eisenbahnzug angedampft. Als neue Ansicht der Marktplatz mit dem alten Brunnen, den 'Vier Jahreszeiten', dem Stadt-Haus (Rathaus) und der Korbmacherei von Anton Hoffmann (poststempel 12.2.1906).

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5. Fremdenverkehrswerbung Ende des vorigen Jahrhunderts: 'Waldesrauschen, Tannenduft, Vogelsang und reine Luft, Seelenfrieden, Herzenfreud, die dir des Taunus Berge beut.' Dementsprechend Gruß aus Camberg 'im Taunus', verschickt am 27. September 1899. Als neue Ansichten das Hospital und die Kreuzkapelle.

6. Schon 1479 wird von einem Jahrmarkt in Cam berg berichtet, später gab es davon jährlich zwei: Am Sonntag nach Bartholomäus und am Montag nach Allerheiligen. Die Karte vom 3. November 1897 wurde als Rahmenkarte verkauft und zeigt den Schaustellerbereich eines Jahrmarktes. Wer wohl den Gummistempel 'vorn Cam berger Markt' hergestellt haben mag, die Schausteller? Die Stadt? Oder die Vorgängerin einer Werbegemeinschaft im Kur- und Verkehrsverein?

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7. Die Camberger wußten schon immer Feste zu feiern. Neben der Fastnacht war Höhepunkt injedem Jahr die Kirchweih oder Kerb, das Kerwefest (in Schwickershausen die 'Quetschemeß'), früher am Sonntag nach Martini. Hier auf einer 1900 verteilten Rahmenkarte der dazugehörige Vergnügungspark. Der Schreiber hat gedichtet: 'Schweinebraten, stark gewiirzt, Bauerndirnen, hoch geschürzt, überall nur frohe Mienen, Kirmeßkuchen und Rosinen, und zum Schlusse rauft man feste, Gruß vom ... Kirchweihfeste.'

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d. Kirchweih Camberg. /cfJ/,

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8. Eine sehr seltene Karte mit Stadtansicht und dem Porträt Kaiser Wilheims II. zur Fahnenweihe des Cam berger Militärvereins anläßlich eines Kreis-Krieger-Verbandsfestes 1904. Der Verein wurde Anfang 1897 mit fünfzig Mitgliedern gegründet und hatte, wie alle seiner Art, als Ziele die Liebe zu Kaiser und Reich, kameradschaftliche Treue, nationale Gesinnung, Feier vaterländischer Gedenktage und Beerdigungen von Mitgliedern mit militärischen Ehren.

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