Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

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VORWORT

Die Vergangenheit der Stadt Bad Düben ist reich an geschichtlichen Ereignissen, die schon mehrfach in Veröffentlichungen dargestellt wurden. Einige davon haben nationale und sogar internationale Bedeutung, wie der Aufenthalt Napoleons vom 10. bis 14. Oktober 1813 vor der Völkerschlacht bei Leipzig auf der 981 zum ersten Mal urkundlich erwähnten Burg Düben. Die Entwieklung einer Stadt, ihr Gesicht, ihren unverwechselbaren Stil prägten und prägen aber auch oder insbesondere die 'alltäglichen Dinge': der Fleiß und das Können sowie der Lebenswillen ihrer Bürger, die sich unter anderem im Handwerk, Gewerbe und Handel, im Vereins- und Kulturleben und in den Beziehungen der Bürger untereinander widerspiegeln.

In umfangreicher Kleinarbeit ist es dem Autor dieses Büchleins, Museumsdirektor Klaus Schrneil, hervorragend gelungen, die Geschichte unserer Stadt einmal in ganz anderer Form anzubieten.

Anhand von alten und neuen Ansichten und Fotos erzählt er - gewissermaßen bildbetrachtend vom Leben in Düben beziehungsweise Bad Düben.

Dabei geht er natürlich nicht chronologisch vor, erreicht aber infolge seiner gründlichen Nachforsehungen große Tiefenwirkung. Selbst dem Eingeweihten tun sich so Zusammenhänge und Querverbindungen auf, die er vorher noch nicht kannte. So ergibt sich schließlich mosaiksteinartig ein anschauliches Gemälde unserer Heimatstadt. Das kleine lesenswerte Büchlein ist sehr zu ernpfehlen. Dem Autor , meinem Freund Klaus Schrneil, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Dem Leser aber wünsche ich bei der Lektüre viel Vergnügen.

Wolfgang Apitzsch, Stadtverordneten- Vorsteher

EINLEITUNG

Mit dieser Auswahl an 'alten Ansichten' von Düben an der Mulde habe ich den Versuch unternomrnen, die Geschichte meiner Heimatstadt in dieser Form darzustellen.

Bei den 'alten' Dübenern sollten damit Erinnerungen geweckt und bei den 'jungen' Bad Dübenern die Vergangenheit etwas näher gebracht werden.

Die vorliegende Auswahl, die mit freundlicher Unterstützung von Herrn Hans Funk und der Familie Karl Schmidt zustande kam, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mir ist bewußt, daß es zu dem einen oder anderen Thema andere

und zum Teil bessere Aufnahmen gibt, die mir jedoch nicht zur Verfügung standen. Deshalb wäre durch größere Unterstützung bei der Zusammenstellung der Ansichten eine Verbesserung in Bild und Text bei einer Nachauflage durchaus möglich.

Hiermit möchte ich den beiden oben genarmten für ihre Leihgaben danken. Besonderer Dank gilt Herrn Wolfgang Apitzsch für die einleitenden Worte und für seine Hilfe bei der Durchsicht der Bildunterschriften .

Bad Düben, im März 1992

Klaus Schmeil

1. Diese Luftaufnahme zeigt Düben im Jahr 1938 vom Süden her. Das ist aus heutiger Sicht die komplette Altstadt. Links unten am Bildrand ist ein Stück Muldeufer mit der ehemaligen Schwarzbachmündung zu sehen und in der rechten Bildecke die Ellenburger Straße von der Schwarzbachbrücke aus. Diese Häuserzeile bildeten sechs Scheunen, die in den siebziger Jahren einer Abwasserpumpstation und einer Parkfläche weichen mußten. Von der Schwarzbachbrücke aus in nördlicher Richtung führt die Ritterstraße, die nach der Kreuzung am Hotel 'National' in die Lutherstraße übergeht. An ihrem Ende sieht man den Kirchturm mit dem Kirchenschiff und gegenüber die alte Schule stehen. Am oberen Bildrand in der Mitte sind die 1937138 erbauten Häuser der Brunnenstraße sichtbar. An der Ecke Leipziger Straße und Lutherstraße sieht man bereits die Fundamente der zukünftigen Sparkasse angedeutet. Weiter rechts erkennt man den Marktplatz mit Rathaus und Kriegerdenkmal, das 1888 eingcweihtwurde.

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2. Düben a.d. Mulde vom Westen her aus der Vogelschau aufgenommen. Hier sieht man in der rechten Bildecke die Mulde mit der alten Brücke. Links am Ufer steht das kleine Pegclhaus, und daneben hängt auf einem der Wäschetrockenplätze auf den Muldewiesen noch Wäsche zum Trocknen. Weiter links ragt der Burgturm aus den Bäumen heraus, und dahinter ist der Kirchturrn zu sehen. Das große Gebäude in der Bildmitte war das ehernals zur Burg gehörige landwirtschaftliche Freigut, und darüber in gleicher Größe erkennt man wieder das Rathaus. An der Stelle des Freigutes steht heute die Sparkasse. Am Bildrand rechts in der Mirte sieht man Bäume in Reih und Glied stehen. Das ist der Stadtgarten, der zur Nutzung an den Obstbau- und an den Ziegen/ zuchterverein verpachtet war. In der Mitte am oberen Bildrand steht der Schornstein der ehemaligen Kisten- und Holzwollefabrik Hermann Biermann in der Torgauer Straße und etwas rechts der des Sägewerks Reinhold Böttke.

3. Der Mittelpunkt Altdübens - das Rathaus mit dem Marktplatz - ist hier wieder aus der Luft vom Westen her aufgenommen. Um das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz sind noch keine Bäume gepflanzt. Im Vordergrund ist der zusammenhängende Straßenzug von der Bäckerei Heine (Beckert) in die Lutherstraße bis zum Anger gut zu erkennen. Er wurde 1945 durch amerikanisches Artilleriefeuer zerstört, ebenso die Tischlerei Rennert links vom Anger - heute ist das der Parkplatz an der Sparkasse. Das große Gebäude links am Bildrand ist die 1914 eingeweihte Turnhalle der alten Schule. Eine Reihe Bäume ist zwar auf dem Turnplatz zu sehen, doch das alte Feuerwehrdepot noch nicht. Dieses wurde am 6. und 7. Mai 1933 feierlich eingeweiht. Hinter dem Rathaus ist der Paradeplatz mit seinen Linden nicht zu übersehen.

4. Bei dieser Luftaufnahme bildet der von Linden umrahmte Paradeplatz den Mittelpunkt. Er ist neben einer bronzezeitlichen Ansiedlung unterhalb der Gustav-Adolf-Straße und im Burgbereich der älteste Teil der Stadt Bad Düben, ein slawischer Rundling. Es war früher der Stadtteich, der auf Grund von Verlandung um 1830 aufgefüllt wurde. Seitdem diente er dem ansässigen Militär zu Übungen und Paraden. Nach Abzug des Militärs 1882 wurden auf ihm Vieh- und Krammärkte abgehalten. Das große Gebäude rechts unten ist die ehemalige Möbelfabrik Hermann Große (jetzt City Markt), und gegenüber links steht der Schornstein des Sägewerks Kar! Busse (jetzt Mercedes-Werkstatt). Am oberen Bildrand schließt die Mulde mit der Muldebrücke und den Flutbrücken das Bild ab.

5. Ein Bliek von Ottos Lederfabrik, einer bis 1939 in Betrieb befindlichen Weißgerberei, auf die Flutbrücken an der Mulde. Sie waren wie die Muldebrücke ursprünglich aus Holz und wurden 1882 in der heutigen Form erbaut. In den dreißiger Jahren bekam der Schlossermeister Paul Hußke mit seinem Sohn Erich den Auftrag zur Erneuerung des Brückengeländers. Da die Brücken damals nur mit 16 t Traglast ausgelegt worden waren, entsprechen sie den heutigen Anforderungen des Verkehrs nicht mehr und müssen durch neue Brücken ersetzt werden. Deren Baubeginn soll in diesem Jahr erfolgen.

6. Ehe man über die Muldebrücke in die Stadt geht, kann man auch heute noch links neben der Brücke die alte Burg mit dem mächtigen 'Lug ins Land' aus dern sie umgebenden Baumgrün herausragen sehen. Sie bildet den Ursprung der Stadt und diente als Befestigungsanlage zum Schutze des Muldeüberganges. Umgeben von einem großen Sumpfgebiet, dem Mündungsgebiet von vier Bächen (Schwarz-, Gleiner- und Hammerbach sowie dem Hechtgraben) war sie gut geschützt. Der Name Düben (Dieben, Dibin, Djebin) leitet sich von dem slawischen 'djeba' = Wachtort ab und bezieht sich auf die Burg Düben. Durch das Sumpfgebiet wurde dem Fluß an dieser Stelle die Strömung genommen, und deshalb war es gerade hier möglich. den sonst sehr reißenden Fluß zu durchqueren. Seit knapp 3 000 Jahren führt die heutige B 2 hier über die Mulde, eine der kürzesten Verbindungen zwischen Ostsee und Mittelmeer .

7. Eine Xylographie von Ernst Heyn aus Leipzig 1884 zeigt den Aufgang zur Burg Düben. Sie wurde urkundlich 981 erstmals erwähnt. Da bei dem letzten großen Stadtbrand 1716 mit dem Rathaus alle bis dahin vorhandenen Urkunden und Akten verbrannten, hat man bisher nur durch vergleichende Rekapitulationen folgende Fakten ermitteln können: Nachdem Heinrich I. die Slawen und Ungarn im 10. Jahrhundert bis an die Mulde zurückgedrängt hatte, ließ er neben Dibin (Düben) weitere acht Burgwarde an der Ostgrenze massiv befestigen. Danach folgte ein ständiger Wechsel der Besitzer und Lehnsherren der Burg Düben. Von 1531 an war sie der Sitz des Dübener Amtsgerichtes, bis es 1943 zur damaligen Kreisstadt Bitterfeld verlagert wurde.

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8. Von 1943 bis 1952 wurde die Burg als Wohnhaus genutzt. Doch bereits seit 1946 bemühte sich Herr Winkier, Buchdruckermeister und Bodendenkmalpfleger in Düben, in der alten Burg ein Museum einzurichten. Die Genehmigung dazu lag dann 1950 von der damaligen Provinzialregierung aus Halle/Merseburg vor, und zwei Jahre später konnte die untere Etage mit elf Räumen der Bevölkerung als Museum übergeben werden. Große Unterstützung erhielt Herr WinkIer beim Aufbau des Museums durch die Arbeitsgemeinschaft 'Natur- und Heimatfreunde Düben', durch Herrn Prof. Heinz Knorr aus Halle und durch den Leipziger Buchillustrator Paul Haffner, der das Museum mit seinen Bildern schmückte.

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