Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5887-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Beim Erstellen von 'Düben in alten Ansichten' mußte ich erkennen, daß mit einer Auswahl von 76 Bildern meine Heimatstadt Düben nicht umfassend darzustellen ist. Deshalb äußerte ich in der Einleitung des ersten Bandes den Gedanken, daß mit der Unterstützung Dübener BürgerInnen ein zweiter Band möglich sei.

Diese Hilfe wurde mir zuteil und die erhoffte starke Resonanz des ersten Bandes unter der Dübener Bevölkerung waren Anlaß genug für mich, diese angefangene Arbeit mit Hilfe des engagierten Ansichtskartensammlers Hans Funk mit der Erstellung eines zweiten Bandes abzuschließen.

Für die freundliche Unterstützung durch Bildleihga-

ben möchten wir uns sicher auch im Namen der Dübener Bevölkerung, bei den Mitarbeiterinnen des Landschaftsmuseums der Dübener Heide, bei den Damen J. Niepmann (Gevelsberg), 0. Hartinger, C. Volkmann, 0. Aleit, Fr. Pohle, M. Apitzsch, E. Sauermann, J. Müller und bei den Herren H. Melzer (Köthen), J. Grothe, L. Fritzsche, G. Feist und H. Bohrmann (Waldkirch) vielmals bedanken.

Möge dieser Band den gleichen Anklang wie der erste Band unter den Bad Dübenern finden.

Seebach und Bad Düben, im Juni 1994

Klaus Schmeil und Hans Funk

Düben a. Mulde - Am Alaunwerk

1. Von der Bitterfelder Straße dem Alaunwerksweg (-straße) folgend führt zu Beginn des Alaunwerkes geradeaus eine Lindenallee zum Hüttenhof. Das war die Bezeichnung für ein aus Bergwerksgebäuden gebildetes Viereck, hinter dem das große (60X35X 15 m) Gradierwerk stand. Beide, Hüttenhofund Gradierwerk, fielen 1901 einem Feuer zum Opfer. Die Straßenführung geht nach einer leichten Rechtskurve weiter in das Alaunwerksgelände hinein. Nach etwa 300 m beginnt links neben der Straße der Birkenweg. Er führt an den ehemaligen Halden des Bergwerks und an der Lochmühle, die früher vom Rißgraben getrieben wurde, vorbei zum 'hinteren' Wohngebiet des Alaunwerks.

2. Auf diesem Bild hat sich Erich Wözel im Jahr 1926 als stolzer Besitzer eines Ford-Liefcrwagens fotografieren lassen. Er war Mineralwasserhersteller und Getränkegroßhändler. 1927 errichtete er im Ortsteil Alaunwerk einen Abfüllbetrieb mit Lager. Gaststätten, Geschäfte, Ferienheime und Privatleute in der Umgebung waren seine Kunden, deshalb war er als 'Getränke- Wözel' in und um Düben ein Begriff. 1969 verstarb er mit 65 Jahren. Seine jüngste Tochter mit ihrem Mann führten den Betrieb bis zu seiner Schließung 1976 weiter.

3. Die Mulde schneidet mit ihrem Lauf beim Passieren des Alaunwerks die Bergwerkshalden an. Im Gegensatz zur sonstigen Uferhöhe von 2-5 m weisen die Halden eine von 10-15 m auf. Als unsere Eltern Kinder waren kamen schwarze Schlackenhalden zum Vorschein und dadurch hieß es das 'Schwarze Ufer', In unserem Jahrhundert wurden die mit dem hohen Eisengehalt geröteten Rösthalden freigelegt. Damit wandelte sich der Begriff in das 'Rote Ufer' bei Bad Düben. Dies ist ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Dübener, hat man doch von dem erhöhten Standpunkt einen weiten Bliek in die ausgedehnten Muldeauen.

6russ vom Alaunwerk b. vüben a. M.

Restaurant zum grünen Hain, Inh. Bruno 6riehl.

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4. Fast am Ende des Ortsteiles Alaunwerk befindet sich das beliebte Ausflugslokal 'Waldschänke', Als Schenkwohnung wurde es 1771 erstmals erwähnt. Aus alten Ansichtskarten und Zeitungen geht hervor, daß die ehemalige Bergwerksschänke bis in die zwanziger Jahre den Namen 'Zum grünen Hain' trug. Besitzer war über ein halbes Jahrhundert die Familie Griehl. Zwischen 1905 und 1923 erregte die Gaststätte besondere Aufmerksamkeit. Mittels eines Gleichstromdynamos erzeugte der Müller Griehl mit der Schiffmühle elektrischen Strom. Der Gastwirt Griehllud Batterien auf und speiste damit seine Beleuchtung in den Gasträumen, Diese Sensation loekte viele Gäste an.

aiser Wilhelmsbad bei 'J)üben a. )IT.

Kurhaus

5. Von 1560 bis 1883 war das Alaunwerk 'Gott meine Hoffnung' in Betrieb. In Spitzenzeiten wurden hier bis zu 6 000 Zentner ( = 300 Tonnen) reines Alaun, teils im Tagebau teils bis aus 20 m Tiefe gewonnen. Alaun ist ein sogenanntes Doppesalz (Kal (SO 4)z . 12 HzO) das man hauptsächlich zum Gerben, Färben und als Wundheilmittel (Blutstiller) benutzt. 1883 mußte das Alaunwerk mangels Rentabilität stillgelegt werden. Ab 1890 bot Herr Löbke als neuer Besitzer das Herrenhaus als 'Kaiser-Wilhelm-Bad' Erholungsuchenden zu Kuren an. Damit war praktisch der Startschuß für Düben als Kurort gefallen.

Dû ener Heide. Hammerrnühle ·.b. Düben a. M. mit der historischen Lutherlinde

6. Das erstmals im 14. Jahrhundert erwähnte Eisenhammerwerk im Norden Dübens gab diesem Ortsteil den Namen 'Hammermühle'. Dieses Foto zeigt eine Teilansicht des Mühlengebäudes mit der etwa 500jährigen Lutherlinde davor. 1964 vernichtete ein Feuer das Gebäude völlig und schädigte dabei auch die Linde schwer. Das Gebiet der Hammermühle zwischen Bitterfelder Straße und der Linie B 2-Spatenweg hieß bei unseren Vorfahren Groß-Drysul, mit einem befestigten Herrensitz etwa bei der Hammermühle. Das angrenzende Gebiet rechts vom Spatenweg bis zum Gleinerbach hieß Klein-Drysul. Beide zusammen bilden die Dreiseiler Mark, die wiederum zwischen der Mühldorfer Mark und der Hüfner Mark liegt.

7. Sie sehen hier die Gaststätte Hammermühle, die mitten im Ortsteilliegt. Anfang der zwanziger Jahre eröffnet, war und ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für Dübener, Urlauber, Wanderer und Kurgäste. Nahezu 65 Jahre war sie die einzigste Gaststätte für die Bewohner des Ortsteils. N ach dem Krieg war sie zugleich Ferienheim eines Betriebes, jedoch immer der Öffentlichkeit zugängig. In dieser Zeit erfolgte an der Nordseite des Gebäudes eine Erweiterung, ein Vereinszimmer mit fünfzig Sitzplätzen wurde angebaut.

8. Fast am Ende des Ortsteiles Hammermühle in Richtung Wittenberg steht das hier abgebildete Gebäude. Weithin war es bekannt und beliebt als Jugendherberge. Es wurde 1917 als Jagdvilla Weidmannsruh des Leipziger Kaufmann O. Eißing erbaut. 1927 kaufte der Kreis Bitterfeld das 17 000 m- umfassende Grundstück zur Errichtung einesJugendheims. Die Einweihung erfolgte als Landjugendheim am 8. Mai 1927. Seit den dreißiger Jahren wurde es dann Kreisjugendherberge und diente diesem Zweck bis zur Wende. Leider blieb sie seitdem geschlossen und wurde 1994 von der Stadt Bad Düben an einen Privatmann verkauft, der das Gebäude als Wohnung nutzen will.

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