Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 1

Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Rochow
Gemeente
:   Bad Doberan-Heiligendamm
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5184-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Herzlich Willkommen - lieber Leser und Betrachter - zu einem wahrhaft nostalgischen Spaziergang durch ein Kapitel der Geschichte des ältesten deutschen Seebades, Bad Doberan-Heiligendamml Dabei wird unsere Sicht durch einen interessanten Bliekwinkel bestimmt. Der Entwicklung der Fotografie ist es zu danken, daß uns heute ihre Dokumente behilflich sind, einzelne geschichtliche Momentaufnahmen - hier in Form von Ansichtskarten - zusammenzutragen. Auf diese Weise entsteht ein bemerkenswertes optisches Panorama. Einem Mosaikbild gleich fügen sich die einzelnen Fotodokumente zu einem Gesamtblick auf eine Epoche etwa zwischen 1890 und 1930, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Ende des 18. Jahrhunderts kam das Kuren und Baden in große Mode. Der Atem der französischen Revolution und der Aufklärung gelangte auch nach dem damals noch rückständigen Mecklenburg. Herzog FriedrichFranz I von Schwerin-Mecklenburg galt als ein für seine Zeit moderner und aufgeklärter Fürst. Deshalb folgte er auch dem Rat seines Leibarztes Dr. Vogel - Professor für Medizin an der Universität Rostock - am Heiligen Damm, dem Strand von Doberan, im Jahr 1793 das erste deutsche Seebad zu gründen. Damit begann die eigentliche Blüte Doberans.

Bereits 1798 weilte der berührnte Arzt Hufeland in Heiligendamm und spendete seinen 'ganzen Beyfall und seine besten Glückwünsche' für die Arbeit Professor Vogels. Huteland lobte die Zweckmäßigkeit, Ordnung, Reinlichkeit, ja selbst Eleganz der Badeanstalten in Do-

beran, die ihrem Stifter und ihren Direktoren unendliche Ehre machten und erklärte unter anderem: 'Nirnmt man dazu die anerkannte große Kraft des Seebadens, die in manchen Fällen einzig ist (besonders zur Belebung und Stärkung der Haut etc.), rechnet man dazu den herrlichen Anblick der See und den unbeschreiblich erhebenden Eindruck, den diese auf das Gemüth und Nervensystem machen muß ... und selbst auch die Seeluft, die bekanntlich bey vielen Krankheiten ihre entscheidenden Heilkräfte hat, so ist nicht zu zweifeln, daß diese Anstalt bald eine der besuchtesten und heilbringendsten Teutschlands seyn werde.'

Die schon 1794 ins Lèben gerufene Spielbank trug wesentlich zur Finanzierung des Seebades bei. Der aus der Berliner Architektenschule um Gilly kommende Baumeister CT. Severin versah das Seebad mit einer noblen, klassizistischen Architektur. Kenner behaupten, das säulengeschmückte Kurhaus (1814-1816) in Heiligendamm gehöre zu den schönsten Gebäuden an der gesamten Ostseeküste!

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wohnte man in Doberan und fuhr vormittags zum Baden und zur Promenade an 'den Damm'. Die Konkurrenz der anderen an Nord- und Ostsee entstandenen Badeorte, in denen man oft direkt am Seeufer wohnen konnte, zwang dazu, daß zwischen 1840 und 1860 auch in Heiligendamm entsprechende, angemessene Wohnunterkünfte errichtet wurden. Auf diese Weise entstand die für Heiligendamm so unverwechselbare Silhouette der 'weißen Stadt am Meer'.

An dieser Stelle scheint es wichtig zu unterstreichen , daß

dieses etwa 150 Jahre alte Baudenkmal in seiner wesentlichen 'Optik' - abgesehen von vielen kleinen Bausünden und einem erbärmlichen Bauzustand - erhalten werden konnte. Es stellt einen einmaligen kulturellen Schatz dar, den es zu erhalten und zu bewahren gilt. Dessen Bedeutung ist noch klarer zu erkennen, wenn man sich auch die folgende Tatsache bewußt macht:

Doberan-Heiligendarnm ist das einzige hochrangige deutsche Seebad, das ausschließlich zum Zwecke des Badens - also der Erhaltung und Pflege der Gesundheit - errichtet wurde. Alle anderen Seebäder haben sich mit der in Mode gekommenen 'Sommerfrische' aus kleinen Fischer- oder Hafenorten entwickelt.

Der Ortsname Heiligendamm hängt mit einem Naturereignis zusammen. Die Legende erzählt: Noch im 14. Jahrhundert war der Conventer See eine offene Meeresbucht. Schwere Winterstürme drückten oft die Ostseewellen bis an die Klostermauern in Doberan. So auch geschehen im Jahre 1302. Die Gebete der Mönche wurden erhört. In der Nacht hatte das Meer die Bucht durch einen gewaltigen Steinwall aus Flint selbst verschlossen. Fortan nannten die Mönche den Wall zwischen dem heutigen Börgerende und Heiligendamm den 'Heiligen Damm'!

Schon weit vor der Gründung des ersten deutschen Seebades konnte Doberan auf eine bemerkenswerte Geschichte zurückblicken. In einer slawischen Siedlung gründeten Zisterzienser Mönche aus Amelongsborn 1171 ein Kloster.

Das wunderbare Doberaner Münster wurde zwischen 1294 und 1368 erbaut. Es ist in seiner wesentlichen Ge-

staltung erhalten geblieben und erinnert an eine bedeutende Epoche baukünstlerischer Leistungen. Es darf als das schönste Denkmal norddeutscher Backsteingotik betrachtet werden. Der Innenraum wird von mächtigen Bündelpfeilern und kunstvollen Gewölben geprägt und birgt eine Vielzahl mittelalterlicher Kunstschätze .

Das Schwerinsche Herzogshaus verkaufte 1873 das Seebad an Baron von Kahlden, der dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft vorstand. Es entstand eine rege Bautätigkeit. Neubauten und Modernisierungen wurden durchgeführt. Aus dieser Zeit sind auch die ersten Fotodokumente erhalten. Sie stammen zum Teil von dem durch den Großherzog seit 1867 lizensierten Hoffotografen Beckmann.

In den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 diente Heiligendamm einer Marineschule und später einem Lazarett. Die 'weiße Stadt' wurde wegen des vermeintlichen Schutzes vor Luftangriffen schwarz gestrichen. In den ersten Nachkriegsjahren verkam Heiligendamm zu einer Ruine.

Die ursprüngliche medizinische Zielstellung Prof. Dr. Vogels, die 1873 verlorenging, gelangte 1947 durch die Einrichtung eines Sanatoriums wieder zu ihrem Recht. Der Doberaner Baumeister und Architekt Lutz Elbrecht sanierte in den fünfziger und sechziger Jahren einen Teil der Bausubstanz und richtete sie für den Kurbetrieb her. Nach der Vereinigung Deutschlands profilierte sich aus dem Sanatorium die Ostseeklinik Heiligendamm. Heilung und Linderung finden Kurgäste mit Hautkrankheiten, Asthma, chronischer Bronchitis und Krankheiten des allergischen Formenkreises.

1. Am Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre kam die Luftbildfotografie in Mode. Hier begrüßt uns Bad Doberan aus der Vogelperspektive! Seine besonderen landschaftlichen Reize: liebliche Hügel und Waldreichtum! Das berühmte Doberaner Münster heißt uns ein herzliches Willkommen!

2. Die landschaftlichen Qualitäten Doberans wußten bereits die Zisterzienser Mönche im 12. Jahrhundert zu schätzen. Sie kamen aus Amelongsborn, gründeten ein Kloster und errichteten von 1294 bis 1368 das Doberaner Münster, das als das schönste Denkmal norddeutscher Backsteingotik gilt. In nördlicher Richtung blieken wir auf das Stadtzentrum von Bad Doberan.

3. Nicht aus dem Flugzeug, sondern vom Tempelberg genießt man diese schöne Aussicht auf Doberan. Das Münster ist am Horizont zu erkennen. Ein großer Teil der alten Häuser ist erhalten geblieben. Sie befinden sich allerdings oft in einem bedenklichen Bauzustand.

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4. Nun blieken wir aus südlicher Richtung auf Doberan. Im Mittelgrund des Bildes erkennt man den Bahnhof und hinter ihm die anschließende Stadtlandschaft. Übrigens: das 'Bad' wurde Doberan erst 1921 zuerkannt.

5, Das Münster von Osten gesehen. In allen Ja~reszeiten zieht es viele Tausende Besuch~r an., Sie bewundern auch im Innenraum - rmt semen mächtigen Bündelsäulen und kun,stvollen, Gewölben - eine große Anzahl mittelalterlicher Kunstschätze.

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Altes Klostergeb,äyae und Kirche _ l'

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6. Im südlichen Teil des Klosterbereiches befinden sich noch bedeutende Gebäude des ehemaligen Klosters. Dazu gehört auch das frühere Kornhaus. Es wurde um 1250 errichtet. Außerdem befand sich hier im Mittelalter eine Mühle, die durch den von den Mönchen angelegten Wallbach betrieben wurde.

Bad Doberan

Ruine Im Englischen Garten.

7. Die Ruine im Englischen Garten des Klostergebäudes wird im Volksmund 'Wolfsscheune' genannt. Sie war einmal das Siechenhaus des Klosters. Später wurde das Gebäude als Wollager des Kammerhofes benutzt. Aus Wollscheune wurde 'Wolfsscheune'.

31. MECKLE BURGISCHES BUNDESSA GERFEST (1. GAUSÄNGERFEST)

BAD DOBERAN VOM 6.-8. JULI 1929

8. Neben anderen gibt es zwei Sehenswürdigkeiten in Doberan: das Münster und der Kamp. Er ist ein dreieckiger Platz, geschmückt mit zwei chinesischen Tempeln und altehrwürdigen Bäumen. Er war auch der Schauplatz legendärer Volksfeste.

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