Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ursula Wichert-Pollmann
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1566-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Bad Driburg ist heute eine moderne Badestadt. Besonderen Wert legt man hierzulande auf das Beiwort 'modern'. Infolgedessen hat sich in den letzten Jahren das Stadtbild gründlich geändert. Die meisten der hier gezeigten Ansichten können wir uns kaum noch vorstellen, geschweige denn in natura finden.

Die seit etwa 1290 bestehende Stadt erlebte zwischen 1880 und 1930 einen beachtlichen Aufschwung, der sich vor allem in großen Neubauten niederschlug. Schon damals hatte man ein großes 'Sanierungsprogramm': Nach längerem Überlegen riß man die etwa seit Gründung der Stadt bestehende romanische Kirche ab und baute an gleicher Stelle ein großes neugotisches Gotteshaus. Im Stolz auf den Neubau wurde ein guter Teil der Altstadt umgestaltet. In der Zeit zwischen 1880 und 1930 zeigten die Driburger viel guten Willen, der - wie auch heute - nicht nur Gutes hervorbrachte.

Auf der mehr als eintausend Jahre alten Iburg wurde der Kaiser-Karls-Turm gebaut, in der Stadt entstanden die ersten großen Heime, das Krankenhaus nannte sich 'Kur-Pension J osefinum', der Fremdenverkehr wurde voll in die Stadt integriert; das Bad existierte damals aber schon einhundert Jahre! Der Heirnat- und Eggegebirgsverein wurde gegründet , Wanderwege wurden gezeichnet, es wurden Hunderte von Bäumen gepflanzt, vor allem im Stadtinnern. Es war eine aktive Zeit, die auch der Erste Weltkrieg nicht beendete.

Die hier gezeigten Ansichten habe ich großenteils für das Stadtarchiv gesammelt, ein Teil stammt aus meinem Privatarchiv. Mit dieser Arbeit möchte ich allen Driburger Familien meinen Dank abstatten, die für das Stadtarchiv Ansichtskarten zur Verfügung gestellt haben.

QUELLENVERZEICHNIS

Bad Driburg. Vom Landstädtchen zur Badestadt, 1945-61. Bearbeitung: DI. Wichert-Pollmann.

Bericht des Magistrats zu Driburg über den Stand und die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten für die Verwaltungsjahre 1910, 1911 und 1912.

Festschrift 30 Jahre Studienheim St. KIemens. Belecke-Bad Driburg, 1952. Festschrift 75 Jahre Sport in Bad Driburg, 1968. Redaktion Waldemar Becker. Festschrift zum Jubelfest der Bürgerschützengilde Bad Driburg (1833-1958). 75 Jahre Josephinum, 1939.

75 Jahre Ortsvereinigung Bad Driburg des Gaststätten- und Hotelgewerbes. 75 Jahre Spar- und Darlehnskasse Bad Driburg, 1972.

50 Jahre Städtisches Gymnasium Bad Driburg, 1970.

Heimatbuch Bad Driburg, Landschaft, Geschichte, Volkstum, 1965. 100 Jahre Glas-Koch, 1959.

130 Jahre Handelsverein, 1927.

Kriele: Geschichte der Entstehung und Entwicklung der evangelischen Diaspora-Gemeinde in Bad Driburg, 1930. Wichert-Pollmann: Hundert Jahre unter dem Schutz des Heiligen Joseph, 1962.

Ludorff, A.: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Höxter, 1914.

BAD DR/BURG

1. Diese Gesamtansicht von 1908 zeigt, wie sehr sich die Häuser um die Kirche konzentrierten. Im Vordergrund links ist die Bebauung entlang der Pyrmonter Straße zu erkennen. In dem Grün- und Gartengebiet nordwestlich der Kirche im Vordergrund wurde um 1850 der städtische Bleichplatz eingerichtet; es wurde sogar ein Bleichwärter eingestellt. 1899 erwog man sogar den Bau eines Bleichhauses. Der bewaldete Hügel rechts ist das Aliserbett, das als Weide verpachtet wurde. Über allem schwebt Schützenoberst Wolff, offensichtlich eine sehr bedeutende Persönlichkeit. Immerhin wurde diese Ansichtskarte anläßlich der 650-jährigen Jubelfeier der Schützengilde herausgegeben.

2. Bad Driburg hatte schon immer eine besondere Beziehung zum Schützenfest. Dieser Tatsache verdanken wir das Foto von 1902. Es zeigt den Schützenzug in der oberen Langen Straße kurz vor der Schützenstraße. Rechts der Vorläufer der heutigen Gastwirtschaft 'Zur Linde' Heinemann (Pilster).

3. Diesen Eindruck von der oberen Langen Straße hatte der von Paderborn eintreffende Reisende im Jahre 1925. Links sehen wir das große 'Krusekampsche' Haus, heute Dr. med. Groddek und Familie, damals Rind- und Schweinemetzgerei Joseph Jolmes. Rechts steht die Blurnenhandlung BöhIer, dann Gasthof Pauly, Bauunternehmung Ridder. Auffallend sind die weit in den Bürgersteig hineinragenden Treppen, die man zum großen Teil erst nach 1945 entfernt hat.

4. Diese alte St. Peter- und Paul-Kirche stand hierseit dem 13. Jahrhundert bis 1894. Sie wurde mehrfach umgebaut, angebaut und repariert. Im Dreißigjährigen Krieg brannte sie ab und wurde 1636 im Stil der Renaissance wiederaufgebaut. Wir wissen von Reparaturen 1677, 1731 und 1749. Im Kern war sie eine romanische Basilika mit drei Schiffen und zwei Joehen mit nördlichem Querschiff. Im Chor stand ein Allerheiligenaltar, Nebenaltäre waren der Heiligen Katharina, Nikolaus und dem heiligen Kreuz gewidmet.

5. Die letzte Fotografie des Innenraumes der alten Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert. Die Altare zeigten barocke Stilelemente. Die Patrone St. Peter und Paul standen direkt auf dem Hauptaltar. Sie sind - ebenso wie die meisten Heiligenfiguren - in die neuen Kirchenräume übernommen worden. Die drei Schiffe sind deutlich erkennbar. Der große flämische Leuchter ist eine Stiftung des Caspar Heinrich von Sierstorpff.

6. Hier haben wir die letzte Außenaufnahme vor dem Abbruch der alten Kirche 1896. Die Abbrucharbeiten haben bereits begonnen, das Turmdach ist abgedeckt. Die AbbruchsteIle ist abgesperrt, aber fünfundzwanzig große und kleine Driburger haben sich noch ein letztes Mal vor ihrer alten Kirche aufgestellt und haben sich 'verewigen' lassen.

7. Auf diesen Neubau war man in Driburg besonders stolz, wenn auch viel Unruhe damit verbunden war. Bereits um 1850 sind Neubaupläne bekannt, aber die Finanzierung war schwierig. 1859 wurde ein Kirchenbaufonds-Pfennigverein gegründet, 1875 legte der bekannte Dornbaumeister Güldenpfennig einen Plan vor, der gar nicht bestellt war. Erst 1893 beschlossen Magistrat, Stadtverordnete und Kirchenvorstand den großen Neubau. Dieses Foto entstand beim Richtfest 1896.

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8. Wenn man im Jahre 1906 von Westen nach Osten näher auf die Pfarrkirche zukam, bot die Lange Straße diesen Anblick. Links verkaufte Bernhard Schettel Möbel und Matratzen. Am Alten Markt hatte man neue Bäume angepflanzt. Das Gelände fiel zur Langen Straße hin allmählich ab. Erst etwa 1925 hat man die großen Mauern vor dem Hotel Jakobs (heute Brand) errichtet. Wo sich im Hintergrund die drei Männer für den Fotografen aufgebaut haben, stand eine der vielen öffentlichen Pumpen. Rechts erkennen wir wieder die fast in die Straße reichenden Treppen.

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