Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Waldemar Becker
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5196-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Der großartige Festzug anläßlich des siebenhundertjährigen Stadtjubiläums hat im letzten Herbst in beeindruckender Weise gezeigt, daß bei den Gestaltern der zahlreichen Festwagen und den Zehntausenden von Besuchern ein großes Interesse für die Vergangenheit der Stadt Bad Driburg besteht. Der Verlag Europäische Bibliothek hat sich deshalb entschlossen, den nunmehr vor fünfzehn Jahren erschienenen Band 'Bad Driburg in alten Ansichten' durch einen zweiten Band zu ergänzen, um so ein noch vielfältigeres Bild der früheren Zeit, besonders der ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts, zu dokumentieren.

Bei der Betrachtung der alten Ansichtskarten und Fotos wird deutlich, wie sehr sich die Stadt Bad Driburg im Laufe dieses Jahrhunderts - vor allem

durch die sogenannte Stadtkernsanierung - verändert hat. Wer heute von der Iburg auf die Stadt herunterblickt, sieht nicht mehr wie am Jahrhundertbeginn eine kleine Stadt mit wenigen tausend Einwohnern. Die Stadt hat sich nach allen Richtungen hin ausgedehnt und ihre Einwohnerzahl in den letzten fünfzig Jahren mehr als verdoppelt. Mehrere alte Hotels und die Glasfabriken mit ihren hohen Schornsteinen, die das Stadtbild früher stark geprägt haben, sind abgebrochen worden. Viele alte Wohnhäuser sind abgebrannt oder ebenfalls abgerissen worden. Mit der stetig gestiegenen Zahl der Kurgäste hat sich auch die Stadt in ihrem Aussehen wesentlich verändert. Viele neue Häuser und Straßen sind gebaut worden.

In diesem Band sollen aber nicht nur markante

Gebäude, einfache Wohnhäuser und Straßen der früheren Zeit, wie sie vor allem auf alten Postkarten zu sehen sind, gezeigt werden, sondern auch einige Bürger und Einwohner der Stadt, die in jenen Jahren dort gelebt haben. Dabei stehen der Fabrikant, der Arzt, der Speditionswagenfahrer , das Schulkind und einige andere nur stellvertretend für alle Bewohner der Stadt.

Die Textbeiträge enthalten ergänzende Informationen zu den Bildern und sollen zudem einen vertiefenden Einblick in die geschichtliche Entwicklung unserer Stadt geben.

Einige der in diesem Band veröffentlichten Ansichtskarten und Fotos stammen aus dem Stadtarchiv. Außerdem haben folgende Privatpersonen Bildmaterial zur Verfügung gestellt: Ludolf

Abraham, Elmar Becker, Geschw. Becker, Irene Eilebrecht, Maria Focke, Franz Fritzsche, Theo Hagemann, Renate Heidenreich, Bernd Humborg, Dr. Heinrich Lambert, Edith Mastracci, Willi Mergard, Christian Möhring, Oskar MülIer, Thea Pfennig, Hans Scharren berg (KielAltenholz), Dr. Franz Schuknecht, Inge und Edelhardt Sondermann, Bernhard Tegethoff, Rudolf Thöne, Eugen Waldhoff und Jakob Wilhelm.

Der Herausgeber dankt der Stadt Bad Driburg und allen genarmten Privatpersonen für ihre freundliche Unterstützung.

Bad Driburg, irn April 1991

Waldemar Becker

1. Die Ansichtskarte 'Gruss aus Bad Driburg' aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zeigt neben den drei Motiven der Stadt und des Bades auch das Hermannsdenkmal und das Schloß in Detmold als lohnende Ausflugsziele. Bei dem Motiv 'Driburg v.d. Promenade aus' steht der Betrachter an der Eichenallee zwischen der Stadt und dem Bad, etwa am Bahnübergang. Die Kirche in der Stadtmitte ist noch die aus dem Mittelalter stammende alte katholische Pfarrkirche, die 1894 wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte.

2. Der 'Gruß aus Driburg' ist vor mehr als neunzig Jahren geschrieben worden. Offenbar waren die Driburger damals stolz auf die neue katholische Pfarrkirche , die 1894-1897 errichtet wurde und das Stadtbild stark verändert hat. Zu dieser Zeit war der Steinberg, wie auf dem Bild oben rechts zu sehen ist, bis auf ein Haus noch völlig unbebaut.

3. Der Brunnenplatz mit der Trink- und Wandelhalle ist seit 1822, als der Bau nach Plänen des Architekten Krahe errichtet wurde, der Mittelpunkt der Anlagen des Driburger Bades. Der Spruch über der Hauptquelle im Inneren des Gebäudes, den jeder Kurgast in Bad Driburg beherzigen soll, lautet: In otio et sine cura bibe et spera salutem (In Muße und ohne Sorge trinke und hoffe auf Genesung).

Bad Driburg

I. Logierbaus

4. Das früher als 1. Logierhaus bezeichnete Gebäude des Bades ist 1796 errichtet worden. Seit einigen Jahren wird es in Erinnerung an Friedrich Hölderlin, der 1796 als Kurgast in Driburg weilte, Hölderlin-Haus genannt. Das Haus am linken Bildrand ist das Wohnhaus der gräflichen Familie, das Caspar-Heinrich von Sierstorpff 1803 gebaut hat.

Bad Df'ibuf'g

Partie im Rosenberg.

5. An Caspar-Heinrich von Sierstorpff erinnert ein dreieckiger Marmor-Obelisk auf der Höhe des Rosenberges. Eine Seite des Obelisken trägt unter einern Relief Caspar-Heinrichs die Inschrift:

Dem Andenken des Grafen Caspar-Heinricli v. Sierstorpff, geb. d. 19. Mai 1750, gest. d. 29. März 1842. Begründer des Bades Driburg. Auf den beiden anderen Seiten sind die Namen der ersten und zweiten Frau Caspar-Heinrichs eingemeißelt: Maria Sophia geb. v. Brabeek, gest. 9. Sept. 1808, und Charlotte geb. v. Vincke, gest. 2. Mai 1833. Das kunstvolle schmiedeeiserne Geländer ist von dem Driburger Schlossermeister C. Humborg angefertigt worden.

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6. Diese Ansichtskarte aus dem Jahre 1904 sollte offenbar nicht nur für das Bad, sondern auch für die Driburger Zeitung und deren Beilage 'Bade-Anzeiger und KurListe' werben, die eine ganze Reihe besonders für Kurgäste interessanter Informationen enthielt, z.B. die Namen des Bürgermeisters, des katholischen und evangelischen Pfarrers und der in Driburg angekommenen Kurgäste. Das kleine Bild in der Mitte der Karte zeigt die alten Veranden am Kurrestaurant auf dem Brunnen.

7. Die Aufnahme ist 1914 oder 1915 bei der Heuernte auf dem Brunnen gemacht worden. Das Bild zeigt den damals auf dem Brunnen beschäftigten Gärtnermeister Josef Thöne, den späteren Friedhofsgärtner, beim Heuladen. Hinten auf dem Wagen steht der Gärtnergehilfe Wilhelm ZengIer aus der Nordstraße; auf dem Pferd sitzt Kutscher Wilhelm Seidensticker.

8. Der im Jahre 1907 gegründete Männerchor Frohe Einigkeit trat des öfteren auf dem Brunnen zusammen mit dem Kurorchester zur Unterhaltung der Kurgäste auf. Der Lehrer und spätere Rektor der Katholischen Volksschule Johannes Sievers (rechts hinter dem Notenständer in der vorderen Bildmitte ) war viele Jahre lang Leiter des Chores.

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