Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Bad Hönningen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2147-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Die Stadt Bad Hönningen hat gerade in den letzten Jahrzehnten eine stürmische Entwicklung hinter sich gebracht. Durch rege Bautätigkeit wurde das äußere Bild sehr verändert. Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, sich das 'alte Hönningen' noch vorstellen zu können. Besonders junge Leute und Neubürger haben es damit schwer. Deshalb hat man sieh bemüht, das noch vorhandene Bildmaterial vergangener Tage zu sammeln, zu ordnen und wie hier darzubieten. Das konnte aber nur erreicht werden, weil viele Mitbürger aus alten Familienalben ihre Fotografien bereitstellten; eine große Anzahl von Hönningern der älteren Generation hat zudem ihr Wissen von jenen alten Zeiten weitergegeben. Ihnen allen soll an dieser Stelle dafür herzlich gedankt werden. Besonderer Dank gilt Herrn Siegfried Schwan, der bei den vorbereitenden Arbeiten sehr geholfen hat, und Herrn Jakob Weiler, mit dessen freundlicher Genehmigung etliche Informationen aus seinem Buch 'Bad Hön-

ningen, Chronik einer jungen Stadt' dienlich waren. Mit der Herausgabe dieses historischen Bildbandes wird ein seit Jahrzehnten angesammeltes Archiv mit vielen Bildern geöffnet. Dieses Buch gilt dem Rheinstädtchen Bad Hönningen der Zeit von etwa 1870 bis 1930. Eine Sammlung von Bildern ist immer lückenhaft. Hier müssen andere Quellen ergänzen und abrunden. In den Erinnerungsfotos dieses Buches finden wir mancherlei Komisches, Heiteres und Besinnliches. Es wäre ein Mißverständnis, hieraus zu schließen, das alte Hönningen sei eine einzige Idylle gewesen. Ganz sicher nicht. Doch dies können uns die Bilder zeigen: Wer die alten Ansichten der Häuser und Straßen mit denen von heute vergleicht, wird sich fragen müssen, ob jede Veränderung, die als Fortschritt oder 'Modernisierung' gepriesen wird, auf Dauer gesehen eine wirkliche Verbesserung des äußeren Bildes bringen wird.

Mit diesen Bildern wollte ieh allen Bürgern und

Freunden unserer liebenswerten Stadt eine Freude bereiten. Beim Betrachten werden Erinnerungen an vergangene Zeiten geweckt, an Personen und Situationen, die typisch waren für Hönningen. Alle Bilder reden ihre eigene Sprache; die Texte wollen nur Orientierung sein.

Aufgrund seiner hervorragenden Lage am Mittelrhein und begünstigt durch das reichhaltige Vorhandensein von Kohlensäure, setzte um die Zeit vor der J ahrhundertwende die örtliche Entwicklung des heutigen Bad Hönningen ein. Gezeigt werden die Jahrzehnte, in denen unsere Stadt die uralte, von den bodenständigen Berufen der Winzer und Landwirte geprägte Struktur abstreift und langsam aber stetig zu dem wurde, was eine moderne Kur- und Badestadt auszeichnet. Wichtige Faktoren waren früher wie heute auch eine vielgegliederte Industrie, ein leistungsfähiges Handwerk, ein überörtlicher Handel sowie eine aufgeschlossene Einstellung der Behörden.

Seitdem in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts erholungsbedürftige Großstädter das Rheinland, und somit auch Bad Hönningen als Urlaubsparadies entdeckten, wurde immer mehr fotografiert. Auch immer mehr einheimische Amateure schafften sich Kameras an und 'knipsten' Familie und Freunde, aber auch Stadt, Landschaft und Ereignisse. Fotos von Vereinsfesten, von Umzügen und Prozessionen füllten die privaten Alben.

Die etwa 6 200 Bürger unserer Stadt hoffen zuversichtlich auf eine friedvolle Zukunft und schauen dabei dankbar - wie in diesem Buch - zurück auf die ganz andere Welt ihrer Vorfahren. Möge der Bildband bei allen Lesern das Verständnis für das 'alte Hönningen' wecken und die Liebe zu unserer Heimatstadt vertiefen.

1. Die älteste bekannte fotografische Aufnahme der Stadt Bad Hönningen wurde 1872 vom Paffelter aus gemacht. Im Vordergrund rechts sieht man das leider abgerissene Kapellehen am Burgkreuz. Die neue Eisenbahnlinie dahinter ist leicht auszumachen. Links erkennt man das einzigste Privathaus, 'im Schleßte', Hohe-Haus-Straße, der Familie Nikolaus Sartor, heute Ringel, das ehemals bahneigene Haus davor gehört heute der Familie Probst. Auffällig ist, daß die Weingärten sogar bis über den Bahndamm hinausführten. Das letzte Gebäude an der Hauptstraße, rechts, wurde von dem Erbauer der rechtsrheinischen Eisenbahnlinie von Köln nach Mainz um 1870 errichtet. Vor diesem Haus (heute Zie geler) führte die ehemalige Mühlengasse zum Rhein.

llönningen 3. Rhein Bliek vom Schlossberg

2. Diese Aufnahme zeigt Hönningen etwa um das Jahr 1905 vom Schloßpark aus. Das Haus im Vordergrund ganz rechts war die herrschaftliche Villa der Familie Dr. Bunge, die in einern großen Park gelegen war. Links vorne ist das Haus Scholl zu erkennen. Ebenfalls im Vordergrund sieht der Betrachter noch das ehemalige bahneigene Haus, das zuletzt von den Eheleuten Engels bewohnt wurde. Am Bildrand rechts die im Jahre 1881 gegründete Tischfabrik Konrad Hall oHG, die heute in modernen Werkshallen alle Arten von Tischen und Eßgruppen herstellt; im Hintergrund die Kali-Chemie. Heute führt am unteren Rand des Bildes die neue, 1973 freigegebene, Umgehungsstraße vorbei.

3. Vom Ölsberg schauen wir im Jahre 1905 nach Westen zum Rhein. Vor dem Turm der Kirche ist links das Werk 'Rheinische Kohlensäureindustrie, Dr. Bunge & Co', kurz 'Rheinische' genannt, auszumachen. Dort wurde ein doppeltkohlensaures Natron gewonnen. Das Produkt wurde bis nach Übersee exportiert. Seit 1964 ist dieser Betrieb eingestellt. In der Bildmitte rechts ist das Werksgelände der Firma Kaballo zu sehen, in dem seit rund siebzig Jahren Fässer hergestellt werden, in denen Chemikalien und Farben aufbewahrt werden. Von der linken Rheinseite grüßt Bad Breisig.

Hönninqen-Rn.

Überschwemmung im Jenuer 1920

4. Wie schlimm das Hochwasser im Januar 1920 stand, wird auf vorliegendem Bild recht deutlich. Die Hauptstraße war aus nördlicher Richtung völlig überflutet. Rechts ist das Haus Kastor zu sehen. Die Zeitungsfrau Maria Probst ganz links hatte einige Mühe, ihre Zeitschriften zu den Lesern zu bringen. Auf großen Bohlen und mit Stangen bewegten sich die Anwohner über die Straße.

5. Die Hauptstraße, heute sehr belebt, zeigt sich um 1920 so, wie man es nun wieder anstrebt, als Fußgängerstraße. Früher wurde nach alter Überlieferung an einem Tag in der Woche Markt gehalten. Die Bauern brachten ihre Waren zum Marktplatz und die Hausfrauen kauften direkt von den Erzeugern. Voll sprühenden Lebens war die Hauptstraße bei Umzügen der Junggesellen zu Kirmes und während der Prozessionen der katholischen Christen. Gut zu erkennen ist das alte Kopfsteinpflaster mit den Abflußrinnen (Flößchen).

6. Als schöne Erinnerung gilt das vorliegende Bilddokument. Es ist auch ein Zeugnis christlicher Gepflogenheit beim Einzug des Trierer Oberhirten Erzbischof Bornewasser zur Firmung. Durch die mit Girlanden geschmückte Hauptstraße und mit Fahnen herausgeputzte Häuser zog der Festzug durch Hönningen am Marktplatz vorbei. In der Marktstraße wurden noch schnell die mitgeführten Handwagen abgestellt, um den hohen Besucher im Vorbeigehen zu sehen. Danach ist man sehr wahrscheinlich zu den Rheinwiesen gefahren, um für Ziegen oder Kaninchen Futter zu holen.

7. Anfang August 1909 flog der erste Zeppelin über das Rheinland. Die Rheinwiesen waren überlaufen mit Neugierigen. Eine Bildkarte, beschrieben von dem ehemaligen Direktor des Kronprinzensprudels, Konrad Kraus, an einen Freund, zeigt, mit welcher Freude dieses Ereignis in unserer Stadt aufgenommen wurde. Ein Auszug: Der Zeppelin ist 136 m lang und hat einen Durchmesser von 15 m. Du kannst Dir also denken, was das ein Koloß ist. Aber die Begeisterung am Rhein hättest Du sehen miissen, das war einfacli großartig. Wir haben den ganzen Tag gefeiert ... Gut zu erkennen ist die gepflasterte Straße mit dem ehemaligen Hotel 'Schloß Arenfels' , Inhaber Gülden (links im Bild mit Lorbeerbaum). Dort wohnte der damalige Ortsvorsteher August Gülden.

8. Im Bild das Wohnhaus und die Werkstatt Wilhelm Kösters an der Ecke SchultheißgasseHauptstraße. Ein Schild am Wohnhaus macht darauf aufmerksam, daß Benzin, OeI und Carbid käuflich zu erwerben sind. Die Aufnahme stammt aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Frau Kösters, Tochter und Sohn stellten sich mit Bekarmten vor die Haustüre für den Fotografen.

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