Bad Laer in alten Ansichten Band 2

Bad Laer in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeente
:   Bad Laer
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4832-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Laer in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Der 1976 erschienene erste Band 'Bad Laer in alten Ansichten' hat über unsere Grenzen hinaus eine freudige Aufnahme gefunden. So schrieb der Wuppertaler Internist H.H.: 'Ich kann an Hand des Buches nur immer wieder schwärmen vom vertrauten und verträumten Laer.' Die Anregung des Verlages, einen zweiten Band folgen zu lassen, stieß überall auf großes Interesse.

Im Jahre 1836 wurde im 'Osnabrücker Oeffentlichen Anzeiger' von dem Colon Springmeier 'auf dringendes Ersuchen mehrerer Ärzte die Eröffnung einer Badeanstalt' publiziert.

Das in früherer Zeit kostbare, lebensnotwendige Salz wurde laut Schatzregister im Jahre 1580 in der Salzsiederei des Erbkötters Pelster gewonnen. Dem Wasser des Salzbaches verdanken viele alte Flurnamen ihre Herkunft. Das gilt für Soaltenkamp, Soaltenbrock, Soaltenbeeke, Soaltenwisken und Soaltenweg,

Der schon um das Jahr 1050 erbaute Kirchturm war ursprünglich ein Wehrturm. Mit seinen 2 Meter dieken Mauern und seinen Schießscharten ist er bis heute unversehrt erhalten geblieben. Er trotzte allen Unbilden der Witterung und im Mittelalter den angreifenden Horden. Der Turm war die letzte Zuflucht der Bevölkerung, die sich bei Fehden und

Überfällen in die Kirchburg zurückgezogen hatte.

Die Kirche war eine der ältesten Taufkirchen des Osnabrücker Raumes. Ihr Turm wurde gebaut aus einem unverwüstlichen Naturstein, der an Ort und Stelle gebroehen wurde. Es ist ein harter Sinterkalk, den die hiesige Solquelle im Laufe von Jahrtausenden abgesetzt hat. Im ganzen Mittelalter und bis zur Wende unseres Jahrhunderts wurde dieses 2 Millionen Kubikmeter umfassende Vorkommen abgebaut und als 'Loarsker Steen' nach auswärts verkauft zum Bau von Kirchen, Brücken und Festungen.

Noch etwas machte Laer damals bekannt: Das 'Seidook'. Es handelte sich um ein besonders widerstandsfähiges, dichtes Leinen, das von Ausländern für Segelschiffe gekauft wurde. Der Holländer Van Deeken wurde sogar hier wohnhaft. Der Name und das Warenzeichen des Leinenhändlers und Erbkötters Cordes findet sich in den Geschäftsbüchern alter Handelshäuser in

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Amsterdam, Bremen, Dreven, London und Zwol-

le.

Trotz der verheerenden Pest, die 1598 auftrat und in zwei Jahren 4 000 Menschen dahinraffte, und eines Großbrandes (1767) erfolgte ein ständiger

Aufstieg des Kirchspiels mit seinen Bauerschaften Hardensetten, Müschen, Westerwiede und Winkelsetten und der mittelalterlichen Wallfahrtsstätte Remsede.

Im Laufe der Jahrhunderte hat man die heilsame Wirkung der Natursole erkannt und zu nutzen gelernt. Hand in Hand mit dem ausgeglichenen Klima des Blombergs hat hier die Natur schon ungezählten Kurgästen entscheidend geholfen.

Wer sich für Einzelheiten der Entstehung der Sole interessiert, der findet in dem 1974 mit dem Schwerpunkt der Entstehung der Sole aufgebauten Heimatmuseum durch Schaustücke belegte Informationen.

Während im ersten Band 'Bad Laer in alten Ansichten' die Volkskunde mit 23 Tafeln in Erscheinung trat, wird hier Wert darauf gelegt, viele bisher unbekannte Ansichtspostkarten zu bringen. Dank des Entgegenkommens von Heinrich Böning, Quakenbrück, und Erwin Lemke, Bad Laer, wurde dieses möglich gemacht. Letzterer hat im Rahmen des Fördervereins Heimatmuseum solche Karten möglichst vollständig gesammelt. Eine wichtige Ergänzung bedeuten die drei Pastellskizzen, die Pfarrer Joseph Eichholz als Gymnasiast in den Jahren 1912 und 1913 zeichnete. Auch die später gemachten Fotos des Hagener Lehrers

Hans Hasekamp und Eugen Bilik waren eine wesentliche Hilfe.

Ich danke allen, die mir durch Bereitstellung von Unterlagen halfen. Ebenso bin ich Frau Ursula Richard für Hinweise und die Durchführung der Schreibarbeiten zu Dank verpflichtet.

Dem Thema dieses Bandes entsprechend werden hier die heute noch erhaltenen Bauten nicht gebracht. Auf diese wird aber im 'Kleinen Führer' eingegangen.

Eine wesentliche Ergänzung zu den jeweiligen Erläuterungen bilden die zum Schluß genannten Aufsätze und Schriften des 'Kleinen Führers'. Darin sind die meisten der noch heute gut erhaltenen Fachwerkhäuser abgebildet und außerdem insgesamt 143 vollständige Titel übersichtlich nach Sachgebieten getrennt zu finden. Hier soll nur auf drei wichtige Informationsquellen hingewiesen werden:

Hiltermann, H. (1988) Kleiner Führer durch Bad Laer. T.W. Suderberger Hefte, Nr. 1,3. Auflage. Nonte, B. (1985) Remsede, Überlieferungen und Erinnerungen Festschrift der St. Antonius Gemeinde.

Schockmann, H. (1978) 1125 Jahre Kirchspiel Laer T.W. SuderbergerHefte, Nr. 2.

1. Im Jahre 1767 hatte ein ._-- ...... _-- ...... -_ .. _ ... _--- .... __ .......... 1;;- - -9lJu{J ----
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2. Das Kurhaus Springmeyer, das 1836 seinen Badebetrieb eröffnet hatte. Diese kurz vor 1900 herausgegebene Postkarte zeigt auch das 1875 am Quellkolk erbaute Badehaus des Vollerbenhofes.

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3. Die aus dem Verlag J .M. Schürbrock, Gastwirtschaft, Geschäftshaus und Postagentur, stammende Postkarte ist 1897 verschickt worden. Die zart kolorierten Kupferstiche sprechen für sich.

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4. Dieses alte Fachwerkhaus fällt auf durch seinen sehr tief verbretterten Giebel, die niedrige Traufenseite und das große tief reichende Dach. Es soll dem Hardensettener Markkötter Knappmeyer gehört haben. Derselbe Name erscheint auf einem Bild, das W. Heimsath um 1900 von einem Kotten fotografieren ließ (siehe Bild 2 im ersten Band von 'Bad Laer in alten Ansichten').

5. Die frühere Südostecke des Thieplatzes. In der Hälfte des hellen Fachwerkhauses war die Werkstatt des Tischlers Mersch-Hiltermann und dann 1935 Asehenbergs Scheune. Die beiden anderen Giebel waren Wirtschaftsgebäude von Becker, zu dem auch der Busken-Wagen gehört. Die Backsteinwand von Plantholt-Knemeyers Scheune schließt das Foto nach links ab.

6. Die Ostseite der Kirchenburg um 1890. Auf diesem Friedhof sind die Toten jahrhundertelang begraben worden. Nach zehnjähriger Frist wurden die untersetzten Knochen in einem Beinhaus gesammelt. Erst ab 1884 fanden hier keine Bestattungen mehr statt.

7. Der Thieplatz mit der 1898 eingeweihten und 1979 abgetragenen Schule. Zusammen mit dem Paulbrink der hier von Bäumen verdeckt wird, läßt er die Form eines altsächsischen Doppelrundlings erkennen. Dieser Besonderheit ist im neu aufgelegten 'Kleinen Führer von Bad Laer' ein eigenes Kapitel gewidmet.

8. Solche um die Jahrhundertwende noch üblichen Lithographien haben mit der Wirklichkeit wenig zu tun, wie etwa gleichartige Fotos zeigen. Stolz war die Bauerschaft Müschen darauf, schon eine zweiklassige Schule zu haben. Das Gasthaus Klaphecke ist heute ein Wohnhaus.

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