Bad Peterstal-Griesbach in alten Ansichten

Bad Peterstal-Griesbach in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Müller
Gemeente
:   Bad Peterstal-Griesbach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4780-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Peterstal-Griesbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Bad Peterstal-Griesbach in Vergangenheit und Gegenwart!

Es ist beeindruckend, wie die Wellen einer reichen Vergangenheit und einer lebenskräftigen Gegenwart so vielstimmig an das Ufer des Lebens schlagen. Bad Peterstal-Griesbach schöpft aus dem reichen Schatz landschaftlicher Schönheit und kultureller Eigenart im Oberen Renchtal im Schwarzwald, in das unser Ort eingebettet ist.

Es liegt in einern der Rench durchflossenen Seitental des Schwarzwaldes am Fuß des Kniebis, 400-1 000 m üdM. Der Ort .ist vermutlich durch Mönche gegründet worden. Anlaß dazu gab zweifellos die Entdeckung heilsamer Mineralquellen im 13. Jahrhundert. Der Name rührt von der durch die Mönche errichteten Kapelle 'St. Peter' her, die dem heiligen Petrus geweiht war. Aus ihr ist nach mehrmaligem Umbau und Erweiterung im Jahre 1803 die heutige katholische Pfarrkirche 'Peter und Paul' entstanden. Zuletzt wurde dieselbe von 1923 bis 1927 gewaltig erweitert und ein großer neuer Turm wurde angebaut. Grundlage der Entwicklung des Ortes sind die klimatischen Vorzüge in einern waldreichen Gebiet und der Reichtum an Mineralquellen mannigfacher Art. Aus den ursprünglichen Rotten Freiersbach und Bästenbach entstand die Gemeinde Petersthai und aus Döttelbach und Wilde Rench entstand Griesbach. Den Rotten standen damals Vogte vor, während bei den Gemeinden es dann die Bürgermeister wurden. Im Jahre 1920 wurde Petersthal das Prädikat 'Bad' verliehen und hieß dann Bad Peterstal. Dasselbe geschah 1931 für Griesbach und hieß dann Bad Griesbach. Erst im Jahre 1973 wurde auf Grund der neuen Gemeinde-Ordnung die beiden Gemeinden zu Bad Peterstal-Griesbach zusammengeschlossen. Durch die Nutzung der Mineralquellen in den vergangenen Jahrhunderten, welche sich auf mindestens fünfzig Quellen erhöhte, fanden Kranke und Erholungssuchende durch die heilsamen Quellen Heilung und Hilfe. So entwickelte sich der Ort zu einern Kur- und Heilbad. Mit über 400 000 Übernachtungen im Jahr sind wir, auch international, bekannt geworden. Im Jahre 1985 feierten wir '400 Jahre Kur in Bad Peterstal-Griesbach', wofür Chefarzt Dr. B. Huber, ein Sohn unserer Gemeinde, überwiegend verantwortlich zeichnete. Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Privatquartiere in bester Aus-

stattung sorgen für die Gäste unter ärztlicher Betreuung. Neben dem Kurbetrieb haben sich auch Handwerk, Handel und Industrie in einer gesunden Basis entwickelt. Die Säge- und Holzindustrie verarbeiten die heimisehen Hölzer meistens bis zum Endprodukt. Von den Mineralquellen her haben sich vier Mineralwasserbetriebe mit zusammen etwa 350 Beschäftigten entwickelt. Die Gesamtgemeinde zählt heute 3 300 Einwohner.

Eine Vielzahl von Vereinen und Institutionen wirken zum Segen des kulturellen Lebens in unserer Gemeinde. So besteht offiziell seit dem Jahre 1860 eine 'Bürgermiliz' , welche an hohen Kirchenfesten (Fronleichnam, Peter und Paul) und auch bei weltlichen Anlässen durch den Ort paradiert zu Ehren der Gäste und der Einheimischen. Die Miliz besteht aus einem Spielmannszug, einer Milizkapelle, zwei Züge unter Gewehr, Trachtenmädchengruppe und einem Kindertrachtenpaar mit zusammen 140150 Personen. Die Miliz befehligt ein Hauptmann. Sie trägt eine bunte Tracht, die aus der allgemeinen Renchtäler Tracht entstanden ist.

Als besondere Ereignisse für unsere Heimat können wir verbuchen: im Jahre 1871 weilte Kaiser Alexander Il. von Rußland mit Gemahlin und dem russischen Hofstaat mit 33 Personen während des Sommers zur Kur im Kurhaus PetersthaI. Der Holchenwasserfall war der Lieblingsplatz der Großfürstin Maria Alexandra. Im Jahre 1876, also fünf Jahre später, weilte Kaiser Wilhelm I von Deutschland mit Gemahlin, Kronprinz Friedrich und Großherzog Friedrich von Baden mit Familie in PetersthaI. Am 30. September 1876 wurde im Kurhaus Petersthal der Geburtstag der Kaiserin festlich gefeiert.

Dieser vorliegende Bildband versucht in 38 Ansichten aus der Zeit von 1880 bis 1930 die Vergangenheit unseres Kur- und Heilbades, unserer Heimat, zu zeigen.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Gebhard Boschert, Ratschreiber a.D., für die Unterstützung bei der Zusammenstellung dieses historischen Bildbandes.

Bad Peterstal-Griesbach, im März 1989

Adolf Müller

1. Dorfansicht von Petersthal um 1895 mit der Rückansicht vom alten Gasthof 'Schlüssel'. Die alte kleine Kirche ohne großen Turm, rechts alter 'Bären', links ohne Neues Schulhaus.

Links oben beim Friedhof 'der Kirchbergerhof.

2. Vorderansicht vom alten Gasthof 'Zum Schlüssel', mit Pferdedroschken davor mit einer Zuschauermenge. Das Bild stammt von 1890-1895.

Das neue Kurhaus 'Schlüsselbad' wurde 1900 fertig gestellt.

3. Kurhaus PetersthaI in der guten alten Zeit um 1928. In der Mitte der Tempel der Sophienquelle. Die Mineralquelle wurde 1835 entdeckt und gefaßt und dann der Tempel darüber errichtet.

Zu Ehren der Großherzogin Sophie, welche um diese Zeit zur Kur hier weilte, wurde die Quelle Sophienquelle getauft.

4. Die Musik- und Milizkapelle Petersthai wurde im Jahre 1865 gegründet. Das Bild zeigt die Kapelle im Jahre 1925 beim 60jährigen Jubiläum,

Der Dirigent war 1925 der Militär-Musiker Ringleb.

5. Die Peterstaier Bürgermiliz wurde bereits im Jahre 1860 ins Leben gerufen.

Alljährlich marschiert sie seitdem mit Spielmannszug, Milizkapelle und zwei Züge Soldaten mit Gewehren mit ca. 140 Mann zu den kirchlichen und weltlichen Festen auf.

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