Bad Pyrmont in alten Ansichten

Bad Pyrmont in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Dieter Alfter
Gemeente
:   Bad Pyrmont
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4683-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Pyrmont in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Bad Pyrmont hat als Badeort eine reiche Vergangenheit. Bereits in der Zeit um Christi Geburt war die Hauptquelle ein Anziehungspunkt für Heilsuchende - der sogenannte Brunnenfund mit Münzen, Fibeln sowie einer reich emaillierten Schöpfkelle dokumentieren dies. Die Gründung der Grafschaft Pyrmont ist für das Jahr 1184 überliefert; das Wundergeläuf von 1556 wurde für den Badeort zu Beginn der Neuzeit zu einem entscheidenden Markstein in seiner Entwicklung.

Es ließen sich in der Folgezeit, insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert, viele Ereignisse und Episoden darstellen, die deutlich machen, welches Ansehen Pyrmont in jener Zeit besaß, Hoher Adel aus dem nordeuropäischen Raum hatte Pyrmont ebenso zu ihrem Sommerbadeort erkoren wie vermögendes Bürgertum, Schriftsteller und Gelehrte. Dieses Renommee, internationaler Treffpunkt von Adel und Bürgertum zu sein, blieb auch im 19. Jahrhundert bestehen, auch wenn als Reiseziele mittlerweile ganz andere, ferner gelegene Orte aufgesucht werden konnten.

Bad Pyrmont blieb ein Anziehungspunkt für ein breitgefächertes Publikum, vor allen Dingen nun für bürgerliche und bäuerliche Gäste. Auf der Grundlage eines immer

dichter werdenden Postvertriebnetzes, mit Aufkommen der Postkarte, entwickelte sich etwa ab 1880-1890 zunehmend das Interesse am Versand von Grußpostkarten mit Motiven aus Bad Pyrmont. Die Postkarte wurde zum Werbeträger. Für den schriftlichen Gruß genügten wenige Zeilen, um Verwandten und Freunden kurz vom Wohlbefinden Notiz zu geben. Der Postkartenmarkt expandierte binnen weniger Jahre gewaltig; allein in Bad Pyrmont lassen sich für den Zeitraum zwischen 1880-1890 und 1950 etwa 150 Verlage und Herausgeber notieren, die Postkarten mit Pyrmont-Motiven anboten und vertrieben.

Eine repräsentative Auswahl von besonders beliebten, kulturhistorisch interëssanten Motiven sollen in diesem Band wie in einem Puzzle Bemerkenswertes aus Pyrmonts Vergangenheit zusammenfügen. Sie beschreiben im wesentlichen den Zeitraum zwischen 1880 und 1930. Frau Andrea Truckenbrodt bin ich für die Mitarbeit an diesem Buch sehr dankbar. Die Postkarten selbst stammen aus dem Besitz des Museums im Schloß Bad Pyrmont. Einige rare Postkarten hat dankenswerterweise Herr Stephan Hohmann, Bad Pyrmont, zur Verfügung gestellt.

1. Gruß aus Pyrmont, Verlag F. W. Rumpf!, Pyrmont um 1900. Zitat: 'Liebe Minna! Ansichtskarten sind modern. Darum schicke ich Dir diese gern. Die Grüße die sind auch dabei, damit Dein Herz sich davon erfreue! Liebe Minna, ich denke, Du wolltest mal nach hier kommen. Hoffentlich geht es Dir jetzt sehr gut. Herzlich grüßt Dich Lina. Grüße bitte Deine Eltern und Geschwister. Schreibe bitte bald wieder.' Dieser Text ist typisch für einen Gruß auf einer Postkarte zu jener Zeit. Die Bildmotive dieser Grußkarte gruppieren sich um eine Ansicht der Hauptallee, beschreiben in diesem Fall den Brunnenplatz mit der Hauptquelle und der Stadtkirche, den Brunnenplatz in Richtung Brunnenstraße, die Helenenquelle sowie das Fürstliche Schloß. Die im Jahre 1900 abgestempelte Karte bildet auf diese Weise attraktive Sehenswürdigkeiten des Badeortes gemeinsam ab.

2. Gruß aus Pyrmont, Kunstanstalt Rosenblatt, Frankfurt alM., C. Schrader's Nachfolger, Pyrmont. Der Brunnenplatz mit Bliek auf die Brunnenstraße steht im Zentrum dieser farbigen 'Gruss aus Pyrmont' -Karte, datiert vom 12. Juli 1897. Motivische Ansichten vom Schloß und der Dunsthöhle benennen zwei besonders reizvolle Motive, das Bückeburger Trachtenpaar nimmt Bezug auf eine traditionell dem Badeort verpflichteten Besuchergruppe aus dem ländlichen Umfeld. Die 1712 entdeckte Dunsthöhle ist eine Erdgrotte, aus der reines Kohlensäuregas entspringt; sie gilt als besondere Naturmerkwürdigkeit.

3. Gruß vom Restaurant Rasmussen in Pyrmont, Lith. Kunstanstalt Willy Hoehl, Hannover, Verlag Ernst Schnelle, Pyrmont. Die vom Verlag Ernst Schnelle herausgebrachte Grußkarte 'Gruss vom Restaurant Rasmussen in Pyrmont' ist am 27. Juni 1898 abgestempelt. Das Restaurant Rasmussen in der Hauptallee zählte damals wie heute zu den renommierten Gaststätten, in denen sich die Badegesellschaft traf. Nicht weit entfernt von der Hauptallee, am Eingang zum Kurpark, befand sich das 1898199 errichtete 'Neue Kurhaus'. Wiederum das Schloßmotiv , aber auch das Kriegerdenkmal am Kaiserplatz zum Gedenken an den Krieg 1870/71 wird als bemerkenswertes Motivauf dieser Postkarte abgebildet.

4. Bad Pyrmont, den 16. August 1895, ohne Bezeichnung. Diese Grußkarte aus dem Jahre 1895 vermittelt als Hauptmotiv einen Bliek vom Königsberg auf das Pyrmonter Tal. Im Vordergrund liegt das Dorf Oedorf. Brunnen, Schloß und Helenenquelle sind drei gängige Motive zu Pyrmonts Sehenswürdigkeiten, selten taucht auf früheren Karten die Post als eigenständiges Motivauf. Das historische Gebäude wurde 1891/92 in der Brunnenstraße errichtet und dient heute als Teil des Pyrmonter Rathauses.

5. Gruß aus Pyrmont, Druck von Louis Glaser, Leipzig, Verlag von G. Schrader's Nachfolger, Hannover. Als Grußkarte aus dem Jahr 1897 wird, gerahmt in Frühlingsblumen, der Bronnenplatz mit der dahinterliegenden Stadtkirehe (eingeweiht 1877) dargestellt. Der gußeiserne, pavillonartige Bau auf 24 Säulen markiert die Hauptquelle. Der Brunnentempel war zusammen mit der von Baumreihen getrennten, dahinterliegenden Wandelhalle 1868 errichtet worden.

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PYRMONT

8runnenplatz mit Brunnenhalle

6. Pyrmont, Brunnenplatz mit Brunnenhalle, Verlag von F. Pietsch, Pyrmont. Eine Fotografie vom Brunnenplatz mit Brunnenhalle aus der Zeit um 1908 macht noch einmal die besondere Platzsituation deutlich. Im Zentrum des Brunnentempels die in einer reliefierten Holzbrüstung eingefaßte Hauptquelle. Die Brunnenknechte schöpften damals das Quellwasser mit dem Glase des Kurgastes noch aus der offenen Quelle und reichten es dann dem Kurgast über die Brüstung hin.

7. Bad Pyrmont, Hauptbrunnen, Verlag von F. Pietsch, Bad Pyrmont. 1909 wurde im Verlag F. Pietsch, Bad Pyrmont die Postkarte vom Hauptbrunnen veröffentlicht. Sie zeigt die transparente, gußeiserne Konstruktion des Brunnentempels von Richtung Wandelhalle auf die Baumreihen der Hauptallee. Im Mittelgrund eine neue, aus hygienischen Gründen verbesserte Form der Ausschankvorrichtung, gerahmt von vier einheitlich gekleideten 'Brunnenmädchen' .

8. Bad Pyrmont, Stahlbrunnen, Verlag F. W. Rumpf!, Bad Pyrmont, Sammlung Stephan Hohmann, Bad Pyrmont. Ebenfalls aus dem Jahre 1909 stammt die Grußkarte mit dem Motiv des Pyrmonter Stahlbrunnens, auf der die Atmosphäre der Trinkgesellschaft spürbar wird. In den Morgenstunden zog es das Badepublikum zum Stahlbrunnen, um dort aus der Hand der Brunnenmädchen das Wasser in den Badebechem in Empfang zu nehmen und zu trinken. Kinder, Jugendliche, elegant gekleidete Damen sowie Bückeburgerinnen in ihren Trachten sind im Vordergrund zu erkennen. Nach Genuß des Wassers ging man die Hauptallee mehrmals zwischen den Lindenbäumen hinunter und herauf.

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