Bad Salzdetfurth in alten Ansichten

Bad Salzdetfurth in alten Ansichten

Auteur
:   F. Will Gröbitz und Hermann Dietrich
Gemeente
:   Bad Salzdetfurth
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3462-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Salzdetfurth in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Bad Salzdetfurth in alten Ansichten'; ein fehlendes Buch über den Kurort. Man findet hier eine Zusammenstellung von alten Postkarten, Lithos und Fotos, welche die Entwicklung des Ortes wiederspiegeln. Die Bilder stammen aus Bevölkerungskreisen, Schubladen und Börsen, mit Geduld und Spürsinn mühevoll gesammelt. Die Daten der Bildentstehung ließen sich verhältnismäßig leicht ermitteln, da sich immer wieder heimatverbundene Bürger fanden, welche zur Feder griffen um die Vergangenheit schriftlich festzuhalten. Bei vielen Salzdetfurthern werden noch Erinnerungen wach werden, aber auch der Kurgast von heute wird an der Ortsgeschichte Interesse mitbringen. Kein wissenschaftliches Werk, ein Nachschlagwerk für jedermann. Während zur Einleitung die Chronik aufgeschlagen wird, erläutert der Text nur knapp das Motiv.

800 Jahre Bad Salzdetfurth

Bedeutende Siedlungen sind im Mittelalter dort entstanden, wo Verkehrsknotenpunkte günstig für den Handel waren, auch da wo ein Kloster, ein Fürstensitz, oder auch Burgen positive Lebensbedingungen schufen. Die Siedlung Salzdetfurth (1195 salinae apud

Thietvorde, loca sartaginum apud villam Thietvorde, 1391 dat Solt to Detvorde, 1474 villa salis prope Detferde) verdankt ihren Ursprung den Salzquellen bei Detfurth, welche dem Hildesheimer Bischof zustanden. Am Fuße der Burg in dem engen Tal der Lamme entstand einst die Ansiedlung unfreier Salzsieder . Diese wurden im Lauf der Zeit zu Pfännern, also selbständigen Besitzern der Siedekoten. Die aus drei Brunnen hervorkommende Sole wurde im 12. Jahrhundert in ca 20 Salzkoten (Panstadein) versiedet. 1194 verkaufte Konrad von Steinberg, der älteste Ahn des Geschlechts, vier Pfannstellen, so daß der eigentliche Ursprung 30-40 Jahre, auch im Hinblick auf die Entstehung umliegender Orte, insbesondere der Urzelle Detfurth, früher einzureihen ist. Das Kloster St. Michaelis, Hildesheim, setze 1282 gegen Ritter Aschwin von Steinberg sein Recht aufweitere Panstadel in Salzdetfurth durch. Die von Steinberg gestatteten den Siedern weitere Anlagen, um nach dem Meierrecht jährliche Rentabgaben verfügbar zu machen. Die Pfännergilde erhielt die Erlaubnis zur Wahl eines Rates. Das alte Ratssiegel aus dem 14. Jahrhundert weist bereits drei Siedehaken auf, welche heute noch im Wappen geführt werden. 1396 wurde der Pfännerschaft eigener Waldanteil (Sehlen) überlassen. Grund

und Boden wurde durch den Erwerb der St. Godehardischen Klostergüter 1473 mit dem untergegangenen Dorf Roden vermehrt.

Im 15. Jahrhundert rückte das kleine Pfännerdorf mit seinem bescheidenen 'wicbeldes ingeseghele' zum Salzflecken auf. 1523 fiel Salzdetfurth durch den Frieden zu Quedlinburg an das Haus Wolfenbüttel, nach der schlimmen Plünderung durch die 'Hildesheimischen'. Das Landgericht befand sich im Ratskeller, bis die v. Steinberg 1836 ihre Patrimonialgerichtsbarkeit aufgaben. 1578 Einwohner bewohnten 103 Reihenhäuser.

1528 wurde Salzdetfurth selbstständige Kirchengemeinde. Die St. Georgskapelle wird von Detfurth abgetrennt und zur Pfarrkirche des Fleckens Salzdetfurth einbezogen.

Im Zeichen des Bruderkrieges mußte Salzdetfurth im Jahrhundert des 30jährigen Krieges leiden. Großfeuer vernichteten im 17. Jahrhundert mehrere Ortsteile. Heimatvertriebene und Arbeitslose drängten nach dem 30jährigen Krieg auf gleiche Rechte mit den Ansässigen.

Vom großen Hochwasser spricht man heute noch, welches 1738 den Ort heimsuchte.

Das erste Gradierwerk wurde 1746 erstellt. Zwei

größere Gradierwerke im Kurpark entstanden 3 Jahre später. Wieder versank Salzdetfurth 1814 im Hochwasser. 6 Bürger ertranken, während ca. 30 Häuser, 7 Brücken, 3 Brunnen und auch Salz, 1000 Taler wert, vernichtet wurden. Die Not und Verzweiflung machte auch hier Kräfte für Ideen frei und man überlegte, ob man nicht die mineralreiche und natürliche Sole für Heilzwecke nutzen könne. Eine Aktiengesellschaft wurde gegründet, eine Comrnission machte sich an die Arbeit und eröffnete 1857 das erste Solebadehaus am Markt.

Ca. 850 Einwohner zählte der Ort als im Jahre 1892 die erste Bohrung zur Erkundung des Kalivorkommens niedergebracht wurde. Vier Jahre später begannen die Abtäufarbeiten am Tidexer Ortsberg für Schacht I. Wieder stellte sich 1909 das Hochwasser ein. Die Badebetriebsgesellschaft wurde 1925 mit der Gilde, der Gemeinde und Hildesheim gegründet und 1928 das Kurmittelhaus gebaut. Nachdem die Gemeinde zur Stadt wurde, begann man Wohnungen, Schulen und mittlere Gewerbebetriebe zu bauen. Den Badebetrieb übernahm die Stadt 1950 von der Salzpfännergilde .

1. Eine der ältesten Postkarten zeigt als Litho den alten Stadtkern Bad Salzdetfurth mit der Lamme, die Pension Villa Thiele und die Kinderheilanstalt am Burgberg im Jahre 1892.

2. Litho als Ansichten-Kombination. Das Logierhaus, jetzt Gildehaus, Hotel Kronprinz, einst Kurhaus bis zum Neubau 'Alte Schenke' genannt, die Kinderheilanstalt, sowie den Kern des Ortes.

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3. Um 1900 boten sich diese Bilder der Gradierwerke und der alten Saline. In einem Prozeß von 1826 drehte es sich um die Entscheidung, ob die Salzpfännergilde als Miteigentümerin das ganze Bauholz für das Salzwerk, samt Unterholz und Abfällen, beanspruchen könne.

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4. Diese alte Aufnahme als Postkarte zeigt die frühere Hauptstraße, jetzt Marktstraße. Im Hintergrund das Hotel Kronprinz mit dem ersten Badehaus zum dem der Schornstein gehört.

BAD SALZDETFURTH. Am Markte.

5. So bot sich die Ortsmitte vom Kronprinz aus gesehen. In der Mitte das Flußbett der seichten Lamme, die wehe, wenn diese anstieg, viel Unheil über den Ort brachte. Links die Salzpfännerstraße. Auf der rechten Seite die Marktstraße mit der heute noch charakteristischen St.Georgs- Kirche.

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Blick gen östen, -

6. Diese Übersichtsaufnahme mit dem Bliek nach Osten blieb aus dem Jahre 1926 erhalten. Links ist die Kinderheilanstalt mit dem Gradierwerk und den Salinen erkennbar. Der Sothenberg rechts schließt den oberen Bildrand ab.

7. Die Gesamtansicht der Kaliwerke um 1925 zeigt im Hintergrund den Griesberg, sowie den Burgberg. (Im Vordergrund 'Die Horst'.) Im Jahre 1889 wurde die AG für Bergbau und Tiefbohrung zu Goslar gegründet. Mit der Bohrung von Schacht I erreichte man im Jahre 1900 die vorläufige Endteufe.

8. Partie vom Sothenberg aus gesehen mit Bliek auf den Ort mit dem Kaliwerk und Schacht I. Rechts Hotel Kronprinz mit den alten Gradierwerken. Das Tal zwischen Griesberg, Burgberg und Sothenberg bestimmte die langgestreckte Anordnung des Ortes.

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