Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 2

Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rudolf von Nolting
Gemeente
:   Bad Soden am Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0144-8
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 2'

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GRUSSWORT

Bereits der erste Bildband 'Bad Soden in alten Ansichten' hat bei den Bürgern dieser Kur- und Badestadt am Rande des Taunus großen Zuspruch gefunden. Doch auch die vielen Gäste aus aller Welt, die immer wieder gerne nach Bad Soden reisen, konnten so in Bildern der Vergangenheit die Geschichte der Stadt kennenlernen.

Nun legt derselbe Verfasser, ein Kenner der Heirnatgeschichte Bad Sodens, einen Folgeband vor, wiederum mit bisher unveröffentlichten Ansichten Bad Sodens, nunmehr mit dem Akzent auf dem Stadtteil Neuenhain, der sich an den Hängen des Taunus hinaufschlängelt und schon immer - neben dem eigentlichen Kurort Bad Soden und vor dem 1977 erfolgten Zusammenschluß - ein beliebter Erholungsort war. Auch in diesem zweiten kleinen Bildband über Bad Soden erlebt der Betrachter Überraschung und Freude über diese Zeitgeschichte in Bildern. Beim Blättern in der Vergangenheit der Stadt zeigen sich hier und da die Hinweise auf die Gegenwart, finden sich plötzlich - und da bildlich, ja viel intensiver - Begründungen für Vorhandenes, zeigt sich das Wachsen einer Stadt, aber auch die Zerstörung.

Die alten Ansichten sprechen für sich, sehr anschaulich berichten sie von damals. Das heutige Bad Soden,

noch immer ausgesprochen idyllisch am Südhang des Taunus gelegen, liegt aber gar nicht so fern, und wer in diesen Ort kommt, wird ein harmonisches Nebeneinander von Gestern und Heute finden. Keine Industrie hat Wälder und Grün der Stadt verschwinden lassen und keine Städteplaner haben Mietskasernen zum dominanten Stadtbild gemacht. Natürlich ist die Zeit nicht vorbeigegangen an Bad Soden. Erhalten, was in der Vergangenheit gut war, bedeutet nicht Verzicht auf Fortschritt, auf höhere Lebensqualität für die Bürger. Bebauungsgebiete entstehen, Menschen ziehen hinzu, die Stadt wächst, und bald wird sie die 20 ooo-Grenze überschreiten. Die Aufgaben der Stadt gegenüber dem Bürger mögen sich im Grundsatz nicht verändert haben - dem Bürger einen akzeptablen Lebensrahmen zu geben, aber die Vielfalt und die Schwierigkeiten sind größer geworden ... Mit der Bewältigung dieser Aufgaben beschäftigen wir uns heute, in der Hoffnung, daß wir das Gestern nie aus dem Auge verlieren. Dem Leser dieses Bildbandes wünschen wir die Freude, die wir alle empfinden, wenn wir in die Geschichte unserer Stadt blieken,

Dr. Volker Hodann Bürgermeister der Stadt Bad Soden am Taunus

EINLEITUNG

Ich freue mich, daß ich schon nach zwei Jahren den Bürgern, Kurgästen und ungezählten Freunden unserer Stadt nah und fern den zweiten Band mit alten Ansichten vorstellen kann. Der erste Band hatte so großen Anklang gefunden, daß er schon sehr bald vergriffen' war. So habe ich mich zu diesem völlig neuen Band entschlossen. Besonders froh bin ich darüber, daß der Stadtteil Neuenhain mit zahlreichen Ansichten vertreten ist. Für freundliche Unterstützung in diesem Teil darf ich Herrn Graphiker Hans Jung besonderen Dank aussprechen. Die Bemühungen um Altenhainer Ansichten blieben leider erfolglos. Seit dem 1. Januar 1977 sind die Stadtteile Altenhain und Neuenhain mit Bad Soden 'arntlich' verbunden. Die vorausgestellten Wappen symbolisieren diese Einheit, der vorliegende Bildband möge diese Einheit festigen helfen, damit die Stadt einer friedvollen und harmonischen Zukunft entgegengehen darf.

Der größte Teil dieser Aufnahmen stammt aus der Zeit um 1900, als Soden ungefähr siebzehnhundert Einwohner zählte. Neuenhain hatte etwa zwölfhundert Einwohner. So lohnt sich ein kleiner Rückbliek, auch über das Jahr 1900 hinaus.

Soden gehërte mit dem benachbarten Sulzbach und den in Bayern gelegenen Dörfern Sennfeld und Gochsheim zu den vier Reichsdörfern. Die Freiheiten wurden bei jedem Kaiserwechsel neu verbrieft. 1282 schlossen Soden und Sulzbach mit kaiserlicher Bestä-

tigung mit Frankfurt (Main) ein Schutz- und Trutzbündnis. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß 1803 fallen Soden, Altenhain und Neuenhain an Nassau. Seit 1866 bildete das Herzogtum Nassau mit dem Kurfürstentum Hessen die preußische Provinz HessenNassau.

Untrennbar ist die Geschichte Sodens mit der Kur verbunden. Es ist wahrscheinlich, daß bereits die Rörner um 200 hier siedelten, was römische Funde im Altenhainer Tal beweisen könnten. In den Jahren 773 und 817 wurden in dieser Gegend Salzquellen erwähnt, die vermutlich auf Soden bezogen sind. Mit Sicherheit wird Soden urkundlich 1191 in einem Schutzbrief des Erzbischofs Konrad von Mainz für das Kloster Retters bei Schneidhain nachgewiesen. Die Geschichte des Bades beginnt mit dem Jahre 1701. Es ist das Jahr, in dem der Frankfurter Arzt J.G. Gladbach eine Schrift über den wiedergefundenen Gesundbrunnen (Milchbrunnen Nummer I) verfaßte. Erstmals wird eine warme Quelle 1437 erwähnt, die während des Dreißigjährigen Krieges von den Sodenern verschüttet wurde, da sie zur Flucht gezwungen waren. Die von Gladbach verfaßte Schrift war Anlaß, daß zahlreiche Frankfurter Patrizierfamilien alljährlich ihren Aufenthalt in Soden nahmen. 1841 wurde der Höchster Medizinalrat Dr. Otto Thilenius durch das nassauische Ministerium als ständiger Badearzt nach Soden berufen. Viele berühmte Kurgäste mit

klangvollen Namen suchten hier Erholung. Besondere Beachtung verdienen die fünf Sodener Ärzte Dr. Hughes, Dr. Haupt, Dr. Günzel, Dr. Isserlin und Dr. Provok, die durch die Übernahme von Bürgschaften den Bau des Inhalatoriums im Jahre 1912 ermöglichten. Es gilt noch heute als das größte Inhalatorium Europas.

Altenhain wird erstmals in der Zeit zwischen 1204 und 1232 unter dem Namen Aldenhagen erwähnt. Um 1400 hatte es ein eigenes, von der Vogtei Sulzbach unabhängiges 'Königsgericht' . F. Grossmann nannte noch 1863 Altenhain einen unansehnlichen Ort. Der Besucher wird heute allerdings feststellen, daß sich hier eine gründliche Wandlung vollzogen hat. Zu fast allen Zeiten war und ist die 'Rote Mühle' ein beliebtes Ausflugsziel.. Nach der Sage soll Hch. von Ofterdingen zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf der Wartburg im Sängerkrieg als Gegner Wolframs von Eschenbach durch die Künste der Hölle gesiegt haben. Sein Leben habe er dann. hier als Klausner beschlossen. Entzückt über seine Lieder sollen die Bewohner dem das Tal durchfließenden Bache den Namen 'Liederbach' gegeben haben.

Neuenhain findet im Jahre 1191 in einer Urkunde des Erzbischofs von Mainz seine erste Erwähnung. Das 1146 gestiftete Kloster Retters besaß zu dieser Zeit in Neuenhain, das damals noch Nuwenhagen hieß, vier Weingärten. Noch bis zum Beginn unseres Jahrhun-

derts wuchs in Neuenhain der gute 'Neuenhainer Schellberg' . Im 17. Jahrhundert wütete gleich zweimal die Pest mit allen ihren Folgen. Die heutige evangelische Kirche wurde von 1762 bis 1771 gebaut und diente bis 1912 als Simultankirche. Neuenhain war mit einer schützenden Hainbuchenhecke umgeben, die nur nach Norden einen Zugang zum Dorf zuließ. Erst 1823 bis 1829 wurde diese Hecke durchstoßen, um einen Zugang zu der 1817 fertiggestellten Landstraße nach Königstein zu schaffen. An dieser Landstraße wurde 1833 die beliebte Gaststätte 'Batzenhaus' erbaut, in der teilweise die Balken der inzwischen abgebrochenen Sodener Saline verwendet wurden. Heute trinkt man dort zwar keinen 'Neuenhainer Schellberg' mehr, dafür den nicht minder beliebten 'Ho h enasth eim er' .

Altenhain und Neuenhain waren schon immer beliebte Ausflugsziele von Bad Soden aus. Aus dem 'Arntlichen Tarif für die Benutzung der Esel' geht hervor, daß ein Ritt nach Altenhain zwei Mark kostete, nach Neuenhain siebzig Pfennig.

Für die unermüdliche Unterstützung meiner Arbeit sei auch meiner Frau an dieser Stelle herzlich gedankt.

Rudolf von Nolting

1. Soden von Südwesten im Jahre 1913. Im Stadtteil Neuenhain war schon die katholische Kirche gebaut (1912). Der Schornstein rechts neben der evangelischen Kirche gehörte zur Fabrik zur Herstellung der Sodener Minera1pastillen. Diese Anlage soll im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen werden.

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2. Soden von Süden im Jahre 1901. Der Bliek streift von rechts über den Burgberg und Schellberg, einst beliebte Hänge für den Weinbau. Heute ist dieses Gebiet nahezu geschlossen bebaut, der Wein lebt bestenfalls in der Erinnerung weiter.

3. Soden etwa um 1900 von Südwesten. Der Bliek reicht ungetrübt bis zum höchsten Taunusgipfel, dem Feldberg (881 Meter), ehemals wohl Stätte des heidnischen Kultdienstes. So, wie auf diesern Bild , war auch der Sodener Schäfer Busch häufig in der Gemarkung anzutreffen.

4. Soden von Südwesten wie man es noch vor dem Zweiten Weltkrieg kannte. Der Schellberg war inzwischen zum Obstanbaugebiet, meistens Mirabellen, geworden. Den Feldbergturm mit den Gebäuden hat ein Zeichner schlecht plaziert.

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5. Königsteiner Straße in Höhe der Lindenallee (Alleestraße) im Jahre 1910. Das Haus 'Rheinfels' der Familie Neuhof erfährt zur Zeit eine gründliche Wandlung. So sind die Souterrainfenster neuen großen Fenstern gewichen. Kellerräume haben die Häuser an der Königsteiner Straße meist aus Feuchtigkeitsgründen nicht.

6. Das Hotel 'Europäischer Hof' im Jahre 1902. Zu dieser Zeit waren die beiden Gebäude noch nicht durch einen Zwischeribau verbunden, das geschah erst 1909. Das obere Gebäude wurde auch noch aufgestockt.

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