Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 3

Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Rudolf von Nolting
Gemeente
:   Bad Soden am Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2845-2
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Soden am Taunus in alten Ansichten Band 3'

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Rudolf van Nolting

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© 1984 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1984

Nachdruck und Vervielfältigung jeglicher Art von Bild und Text nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlegers.

EINLEITUNG

Nachdem nun mein erster Band in alten Ansichten auch in der dritten Auflage vergriffen ist, und der zweite Band sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut, stelle ich heute meinen dritten Band mit alten Ansichten den zahlreichen Freunden unserer Badestadt vor. Das Interesse an der Vergangenheit ist gewachsen, der Mensch wird nach allen negativen Erfahrungen wieder geschichtsbewußt. Dazu soll dieser Band beitragen.

Besondere Schwierigkeiten bereitete wieder das Sammeln von Bildmaterial aus den Stadtteilen Neuenhain und besonders Altenhain. Trotzdem können auch diese Stadtteile in 20 verschiedenen Ansichten vorgestellt werden.

Bei der Beschaffung des Bildmaterials haben mich uneigennützig die Herren Georg Eekhardt aus Bad Soden und Manfred Hornfeck aus Sulzbach unterstützt Ihnen sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen.

In der fast 800jährigen Geschichte unseres Ortes Neuenhain ist im gleichen Jahr 1191 erstmals erwähnt, Altenhain 1232 - spielen die letzten 283 Jahre (seit 1701) eine besondere Rolle durch das Aufblühen der Kur, Anfangs waren es vornehmlich Frankfurter Patrizierfarnilien, die hier ihren Kuraufenthalt nahmen, Veranlaßt waren sie dazu, daß der Frankfurter Arzt J.G. Gladbach eine Schrift über den wiedergefundenen Gesundbrunnen verfaßt hatte. In Eheverträgen sollen sogar die Frankfurter Damen sich einen jährlichen Kuraufenthalt in Soden ausbedungen haben, Der Frankfurter Mundartdichter Friedrich Stoltze hat diesem Sachverhalt ein Gedicht unter dem Titel 'Die Sodener Krankheit' gewidmet. Er selbst pflegte sich in den Sommermonaten in Soden und Königstein zu erholen. Soden nannte er liebevoll das deutsche Nizza.

Im 19. Jahrhundert konnten bereits stattliche Kurgastzahlen erzielt werden. So suchten 1872 insgesamt 3567 Gäste Heilung oder Linderung. Der gute Ruf des Heilbades drang nicht nur bis Rußland - es weilten oft über 400 Gäste von

dort hier - sondern auch über Europa hinaus. Selbst aus Amerika, Asien und Afrika kamen die Heilungssuchenden. Man möchte auch hier wieder geneigt sein, von der guten alten Zeit zu sprechen. Daß sie es aber nicht immer gewesen ist, das beweisen auch die Schattenseiten dieser Zeit. So starben nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 in den Orten Soden und dem benachbarten Sulzbach 46 Menschen an Nervenfieber. 1848 hatte sich ein 13jähriger Junge aus Angst erschossen, weil er sich Schulstrafen widersetzt hatte, Die kriegerischen Ereignisse zwischen Österreich und Preußen 1866 bilden einen tiefen Einschnitt in das Kurleben. Zahlreiche Kurgäste reisen ab, der hier weilende Kurgast Fürst von Waldeck wird abgernfen. Am 9. Oktober 1866 wird die Annexion Nassaus - Soden gehörte seit 1803 zu Nassau durch Preußen proklamiert, Das Gebet für den Herzog von Nassau in den Kirchen wird für den König von Preußen angeordnet. Auch die Beamten werden ihres Eides entbunden und müssen den Huldigungseid auf König Wilhelm I. von Preußen ablegen.

Am Beispiel des 19. Jahrhunderts sollte ein kleiner Bliek in die wechselvolle Geschichte getan werden. Auch andere Jahrhunderte hatten und haben ihre Licht- und Schattenseiten. Nur die Beschäftigung mit der Geschichte befähigt uns Menschen der Gegenwart eine Zukunft zu geben. Möge dieser Bildband dazu beitragen, daß möglichst viele unserer Mitbürger, Gäste und Freunde Freude an der Geschichte bekommen und so ihren Teil zur Gestaltung der Zukunft beitragen.

Als Bürger dieser Stadt, der seit seiner Geburt hier lebt, wünsche ich unserer Heimat und allen Landen eine friedvolle Zukunft.

Auch diesen Band hat wieder meine Frau tatkräftig unterstützt, wofür ich ihr ganz besonderen Dank sage.

Rudolf von Nolting

Bad Soden am Taunus um 1780 mit damaliger Saline

1. Bad Soden um 1780 mit der im Jahre 1812 durch Feuer vernichteten Saline. Die Salzgewinnung war unrentabel geworden, die Saline nicht wieder aufgebaut. Manches Haus hat die Balken zum Bau verwendet. Beim Bau des Parkdecks am Bahnhof stieß man noch auf Reste.

Gesamtansicht

2. Bad Soden von Süden um 1900. Der große Schornstein in der Mitte des Bildes ist ein Rest der alten Pastillenfabrik. Er wird bald der Vergangenheit angehören. Die jetzt dort befindliche Firma Sodenta wird noch in diesem Jahr ihre Produktion einstellen, das Gelände gehört zum Bezirk der Altstadtsanierung, die Gebäude werden abgebrochen.

3. Eine Ansicht aus dem Jahre 1911 vom Dachberg nach Süden. In dieser Form hat ein Zeppelin Soden nie überquert, aber nach der Stationierung der Luftschiffe in Frankfurt führte die Route nach New York tatsächlich über unser Städtchen.

4. Der Bliek schweift etwa 1920 weit über Soden hinweg bis zum Wasserturm auf der Wilhelmshöhe. Der hohe Schornstein ist schon längst gefallen. Er gehörte zur Ziegelei Kernbach, die ihren Betrieb eingestellt hat. Demnächst soll dieses Gelände bebaut werden.

5. Auf der Wilhelmshöhe im Westen der Stadt befindet sich noch heute die Großgärtnerei Sinai, eigentlich ein Betrieb aus Frankfurt. Sie nannte sich einst die schönste Anlage Deutschlands für Edelnelkenkulturen.

6. Als 1860 die Pension Wilhelmshöhe am Weg nach Niederhofheim eröffnet wurde, war es weit ab vom Ortskern und eigentlich nur ein AusflugszieL Der Stadtplan von 1868 zeigt die Alleestraße erst bis zur Brunnenstraße, der weitere Straßenverlauf war nur projektiert.

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