Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Michael Schlosser
Gemeente
:   Bad Windsheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2553-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Windsheim in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Erstmals für 741 belegt und 822 urkundlich erwähnt, 1234 Markt, bis 1284 Stadt und bis 1295 Reichsstadt geworden, 1530 Unterzeichnung der 'Confessio augustana' , 1802 Ende der Reichsstadtzeit, 1810 endgültiger Anschluß an Bayern, 1961 Erhebung zum Bad dies sind die wichtigsten historischen 'Eckdaten' von Bad Windsheim.

Der mit dem vorliegenden Buch im Bild dokumentierte Zeitraum 1880 bis 1930 ist dabei ein durchaus wichtiger und interessanter Abschnitt der Stadtgeschichte. Im 19. Jahrhundert zu einem kleinen Landstädtchen, zu einer Ackerbürgerstadt geworden, begann allmählich die Industrialisierung Windsheims. Es fand sozusagen der Aufbruch in die moderne Zeit statt, und der war eng verbunden mit dem endgültigen äußerlichen Abschied von der Freien Reichsstadt. Die Steine der 1876 abgebrochenen Stadtmauer wurden zum Grundbau der im selben Jahr eröffneten Eisenbahnlinie nach Neustadt verwendet.

Die Einführung von elektrischem Licht, Telefon und

Zentralheizung, der Bau einer Wasserleitung und damit verbunden das Ende der mittelalterlichen Brunnen, die Gründung einer Gipsfabrik und anderer Betriebe und nicht zuletzt die beginnende Entwicklung zum Kurort durch Erschließung der Heilquellen und Errichtung eines Kurhauses sind einige Beispiele, die die Bedeutung der Folgezeit veranschaulichen mögen.

Das Windsheim jener Jahre also wird anhand alter Postkarten und Fotografien vorgestellt, wobei die Abbildungen einen kleinen Rundgang vom Bahnhof durch die Altstadt zum Kurpark beschreiben. Die im Zuge der Gebietsreform zwischen 1972 und 1978 nach Bad Windsheim eingemeindeten Ortschaften schließen sich in geographischer Folge an.

Diese Veröffentlichung soll allerdings kein nostalgisches 'Bilderbuch der guten alten Zeit' sein, sondern ein Beitrag zur Stadtgeschichte in Bild und Wort. Es wurde daher versucht, wichtige bauliche Veränderungen zu dokumentieren und einen möglichst um-

fassenden Eindruck vom darnaligen Stadtbild zu verschaffen. Bei den einzelnen erläuternden Texten wird der interessierte Leser außerdem eine ganze Reihe neuer Daten und Fakten finden, die zum Teil erst durch die Arbeit an diesern Buch ermittelt worden sind.

Die älteste hier gezeigte Aufnahme stammt zwar aus dem Stadrarehiv. Alle anderen Bilder sind hingegen private Leihgaben. Nur aufgrund solch entgegenkommender Unterstützung wurde das vorliegende Buch möglich. Es ist mir eine willkommene Gelegenheit, an dieser Stelle allen Leihgebern der über 160 Fotografien und Postkarten, die schließlich zur Auswahl standen, zu danken: Heinrteli Delp und dem Verein Alt-Windsheim, Gertraud Bleichner, Wolfgang Bode, Maria Feldner, Karl Fellner, Wilhelm Gundel, Helmut Hofmann, Gertrud Huber, Gudrun Hummel, Walter Kareth, Karl Klein, Peter Koch, Luise Kohler, Ernst Kollert, Theo Krafft, Fritz Krahmer, Hedwig

Kunzelmann, Eberhard Mensel, Robert Müller, Erich Oesterer, Ernst Olsch, Hans Pfeiffer, Kurt Scheller, Georg Schirmer, Leonhard Schölier, Margaretha Schwarz, Kaspar Schwarz, Frieda Seitz und Dr. Gert Seubert.

Ihnen und den folgenden Personen möchte ich außerdem für viele bereitwillig gegebene Auskünfre und Hinweise danken: dem frilheren Biirgermeister Eduard Jaeckel, meinen Kollegen Karl Herrmann, Gustav Höhn und Alfred Pilsel, ferner Dr. Konrad Bedal, Hermann Bertlein, Hans Biërlein, Georg Dehner, Erna Deier, Georg Dietlein, Johann Espert, Rose Estermann, Dr. Alfred Estermann, Georg Fertinger, Max Frey, Johann Geuder, Christian Hertlein, Georg Meyer, Hermann Müller, Hans Mulfinger, Dr. Gerhard Rechter, Heinrich Schmidt, Georg Thiirauf, Erich Wieser und Hans Wüchner.

Michael Schlosser

1. Windsheim um 1925, von Nordosten aus gesehen: Auf einer Erhebung gebaut, überragen das Rathaus und die Stadtkirche St. Kilian die Ortschaft. In der Bildmitte erkennt man den Chor der Augustiner-Klosterkirche, weiter links den Turm der Kapelle Maria am See, der Seekapelle. Im Vordergrund liegen die Wallgärten, die Windsheims Altstadt mit einem Grüngürtel umschließen und den Verlauf der letzten Stadtmauer markieren.

2. Hier zeigt sich das Panorama der Stadt von Osten, vom Galgenbuck aus. Aus dieser Perspektive sind alle historischen Stadtansichten entstanden, so die 'Contrafactur' des Windsheimer Apothekers Scheller, die älteste bekannte Stadtansicht, oder auch der Merian-Stich von 1648. Links dominieren die Turnhalle und der Ochsenhof, und zwischen Seekapelle und Rathaus ist jetzt auch die Kapelle zum Heiligen Geist zu sehen, die Spitalkirche.

Windsheim Gesamtansicht

3. Der Rundgang durch die Stadt beginnt am Bahnhof. Die Gesamtansicht von hier aus zeigt Windsheim vor 1910 mit einem Bliek in die Bahnhofstraße, wie die Johanniterstraße über viele Jahre hinweg hieß. Im Vordergrund liegt das noch unbebaute spätere Postgelände, an dessen Ende man am Spitalwall das gemeinsame Dach von eigentlich zwei Häusern sieht, die einst an die Stadtmauer gebaut waren und 1912 zur Straßenerweiterung abgerissen wurden. Auffällig ist weiter rechts das 1427 erbaute Zeughaus. 1859 bis 1950 diente es als Gefängnis, von 1953 bis 1970 als Alumneum. Heute ist es ein Wohnhaus.

Windsheim Bahnhofstrasse

4. Eine andere Perspektive zeigt die Straße mit dem Bahnhofplatz, flankiert von dem Hotel 'Wittelsbacher Hof', hinter dem die Türme von St. Kilian hervorlugen, und dem 1885 gegründeten und bis 1887 erbauten Pfarrtöchterheim 'Stephanienstift'. Es war Bayerns einziges Altersheim für Pfarrtöchter und ist heute, erweitert und umgebaut, ein allgemeines Altersheim. An der Straßenecke dahinter bestand schon seit 1875 ein Gasthof. Manch anderer in jener Zeit begründete Gastronomie-Betrieb mußte später seine Pforten schließen,

Windsheim Bahnhof

5. So geschah es auch dem 'Wittelsbacher Hof' schräg gegenüber, der 1876/77 mit den Steinen des in der Nähe abgebrochenen Johannitertores erbaut worden war. Die hohen Erwartungen der Eigner erfüllten sich nicht. Äußeres Zeichen dafür ist, wie hier aus dem klangvollen Namen ein bescheidenes 'Bahnhof-Hotel' geworden ist. 1921 schließlich wurde es an die Stadt verkauft, 1966 machte es einem Bankgebäude Platz. Im Hintergrund liegt der Bahnhof. Nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen war 1876 mit der Eröffnung der 'Vizinalbahn' nach Neustadt a.d, Aisch die Anbindung an eine der schon länger bestehenden Hauptlinien gelungen, 1898 folgte die Strecke nach Steinach.

WINDSHEIM

Bahnhofstraûe mit Postamt

6. Das erste 'Postamtsgebäude' erhielt Windsheim 1911. Der damalige Postexpeditor Georg Hofrnockei ließ auf einem Gartengrundstück ein Wohnhaus errichten, dessen Erdgeschoß die Postverwaltung vom 1. April an mieten konnte. Aus der alten Reichsposthalterei am Holzmarkt war ein Postamt geworden und Georg Hofrnockei Windsheims erster Postmeister bis zu seiner Pension 1932. Das Bild, auf dem sieh die Briefträger so freundlich dem Fotografen stellen, dürfte noch im Jahr 1911 entstanden und eine Art Einweihungsfoto sein: Zwischen der Post und dem felgenden Eckhaus ist eines der bereits erwähnten Häuser zu erkennen, die 1912 abgerissen wurden.

Windsheim i. Bay.

Bahahoîstraße mil Post

7. In entgegengesetzter Richtung bietet sich ein reizvoller Bliek auf das Postgebäude, den Bahnhof im Hintergrund am Ende der Straße und rechter Hand das 1905 als 'Grabsteingeschäft & Firmenmalerei' erbaute Haus mit seiner sehenswerten Fassade. Auf der großen Kreuzung im Vordergrund stand bis 1876 das Johanniter- oder Hainsertor, das man in jenem Jahr als ersten der drei Tortürme abbrechen mußte - aus 'Sicherheits- und Verkehrsrücksichten', wie es in dem Beschluß des Bezirksamtes 1875 hieß.

8. Eine aufschlußreiche Fotografie zeigt den bisher beschriebenen Bereich aus der Vogelperspektive. Hinter dem Pfarrtöchterheim lag bis 1953 die 1874 erbaute alte Schäferei. Die Post ist bereits errichtet. An den 'Wittelsbacher Hof' schließt sich in dessen westlichem Flügel eine Malzfabrik an. Unterhalb davon steht ein kleines Fachwerkhaus mit Walmdach. Es wird als ehemaliges Zollhäuslein oder einfach als Wachhäuschen erwähnt und stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1936/38 wurde es an seinen jetzigen Standort am Westring verbracht. Die Häusergruppe am linken Bildrand existierte noch bis in die 1980er Jahre so.

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