Badenweiler in alten Ansichten

Badenweiler in alten Ansichten

Auteur
:   Johannes Helm
Gemeente
:   Badenweiler
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2931-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Badenweiler in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Schriftstellerin Annette Kolb (1870-1967), eine unermüdliche Repräsentantin europäischer Humanität, machte oft in ihrem schlichten Haus in Badenweiler Station, wenn sie zwischen Paris und München hin- und herpendelte. Ihrem Buch 'Westliche Tage' entnehmen wir folgende Zeilen über unser Heilbad:

Wie andernorts manche Bildungen der Felsen Sturm und Regen an sich ziehen, so loekt der Hiigel, auf dem es ruht, die Sonne. Jede Kuppe tst hier noch bewaldet, alle Berge stelgen als schwarze Wälder an. Ihr Inneres aber ist bläulichgrûn durchleuchtet: über kleine Täler, die sich plötzlich auftun, flutet toskanisches Blau, und sogar die Schatten der Tannen sind siidlich. Es hat die Ebene im Angesicht, und sie gemahnte wohl die Römer an ihre eigene Heimat, denn sie richteten hier ihre Bäder häuslich ein. Und so ist dieser Ort schön nicht zum mindesten deshalb, weil er fort und fort an die Schönheit anderer Gegenden anklingt, und weil er zugleicn einem beruhigenden Himmel so weiten Spielraum beläßt. So lugt Badenweiier von seiner Höhe recht wie aus Gottes Mantelfalte. Der Park hat denkbar glückliche Partien. Dort steht die Zeder in unverkiimmerter Pracht. Früh kommt der Frûhling und lange schleicht sich der Herbst. Das Entscheidende an diesem Ort ist seine

geographische Lage sowie sein Klima. Eine halbe Stunde von der Schweiz, näher noch an Frankreich, mit einem Himmel, der an Italien erinnert, liegt er ein wenig wie die Insel Nirgendwo im Schoße des Raumes, umweht von einer Luft, welche die Menschen gütig stimmt.

Kürzer und ausgewogener kann man die Eigenart unseres Ortes mit seiner fast zweitausendjährigen Geschichte und seiner einzigartigen Umgebung kaum ausdrücken. Einheimische und Gäste empfinden gleichermaßen die Atmosphäre der 'himrnlischen Landschaft', wie sie René Schickele (1883-1940), ein anderer Wahlbürger Badenweilers, einmal nannte. Auf den folgenden Seiten werden fünfzig Jahre, die Zeit von 1880 bis 1930, herausgegriffen - nicht aus Sentimentalität, sondern um den jungen Menschen und denen, die hier eine zweite Heimat gefunden haben, zu zeigen, wie es zu Großvaters und Großmutters Zeiten ausgesehen hat.

Den Fotoarchiven der Gemeinde- und Kurverwaltung sowie der Staatlichen Bäderverwaltung sei gedankt für die Bereitschaft, ihr Material diesem Vorhaben zur Verfügung zu stellen.

L Von dei Schildmaner der Burg Baden, die sich über dem Ort erhebt und die 1122 erstmals als Gründung der Herzöge von Zähringen urkundlich genannt wird, blieken wir in östlicher Richtung. Die evangelische Kirche in der Bildmitte zeigt sich noch in der Form, die sie in den Jahren 1782-1785 erhielt, Davor stehen die sogenannten Kavaliershäuser am Schloßplatz. Dort wohnten die Mitglieder des großherzoglichen Hofstaates, wenn sich der Landesflirst in Badenweiler aufhielt und im Palais (rechter Bildrand) Wohnung nahm, Das große Gebäude vorn rechts ist das Hotel 'Römerbad' (nach seinem Umbau 1880/81). Hinter dem Ort erheben sich die tannenbedeckten Höhenzüge des Schwarzwaldes.

2. Wie kam der Gast nach Badenweiler? Während man um die Mitte des 19. Jahrhunderts unseren Kurort nur mit privaten Pferdedroschken oder mit der Postkutsche, die am Bahnhof Müllheim (seit 1847) auf Gäste warteten, erreichen konnte, wurde 1895/96 nach mühevollen und langwierigen Verhandlungen unter Bürgermeister Ernst Krautinger eine Lokalbahn von Müllheim nach Badenweiier eingerichtet. Sie übernahm den Personen- und Güterverkehr und bummelte und bimmelte das Tal hinauf und hinunter. Zu Fuß kam man von Badenweiler nach Oberweiler eventuell schneller ans Ziel als mit dieser Fahrgelegenheit!

3. Teils in den Straßenkörper einbezogen, teils in freier Trasse durch Wiesen und Felder führend, schnaufte unser 'Bähnle' von der damaligen Amtsstadt Müllheim beziehungsweise vom dortigen Bahnhof durch die Dörfer Nieder- und Oberweiler hinauf nach Badenweiler. Auf unserem Bild kommt die Lokalbahn die Weilertalstraße in Oberweiler herauf, das 1935 nach Badenweiler eingemeindet wurde. Haltestellen waren beim Gasthaus 'Zur Blume' und bei der 'Hasenburg', heute ein Hotel, das an der Stelle des ehemaligen Schmelzofens des Hüttenwerkes Oberweiler entstand. Das Gebäude in der Bildmitte - im Volksmund kurz "s Türmle' genannt - beherbergte den Ortsarrest und die Feuerwehrremise. Es diente zeitweilig auch der Unterbringung armer Leute.

4. Und was erwartete den Kurgast in Badenweiler? Das prächtige Badegebäude der Römer - seine Ruine wurde 1784 wieder freigelegt - existierte nicht mehr. Vom 15. Jahrhundert an sind Badegasthäuser bekannt, in denen der Gast Unterkunft und balneologische Betreuung fand. Das blieb so bis 1875. Da erst erbaute der Staat das stattliche 'Marmorbad' in der Ortsmitte, wo er die Grundstücke zweier Badewirtshäuser und deren Wasserrechte aufgekauft hatte. Nach Plänen des großherzoglichen Baurates Heinrich Leonhard erbaute man eine am klassischen Vorbild römischer Badeanlagen orientierte Schwimmhalle mit den dazugehörigen Nebenräumen. Wegen der Auskleidung des Beckens mit weißem Marmor wurde es das 'Marmorbad' (heute 'Markgrafenbad') genannt.

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