Bamberg in alten Ansichten

Bamberg in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Bamberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5740-7
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bamberg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Bamberg ist die Stadt der sieben Hügel, das deutsche Rom. Eine Stadt, bei deren Namensnennung wir in Ehrfurcht erschauern vor der Größe der Geschehnisse, die sich in ihren Mauern seit einem Jahrtausend abgespielt haben. Bamberg ist das Mekka aller Gebildeten, so sie Sinn für deutsche Art und deutsche Geschichte haben. Hier wird der deutsche Gedanke aus der Vergangenheit geboren. In majestätischem Zug rauschen die Jahrhunderte vorüber. Steinbauten von erdrückender künstlerischer Kraft reden zu uns, in einer Sprache, die uns in Demut verharren läßt und der wir andächtig lauschen wie das Kind der Großmutter. Mit letzterer hat einer, Karl Immermann, vor hundert Jahren die Stadt Bamberg launig verglichen. 'Das ist eine Stadt, die steekt voller Raritäten, wie die Kommode einer alten Großmama, die viel zusammenscharrte.' Und ein anderes geflügeltes Wort besagt: 'Wein, Reben und Meßgeläut, das ist Bamberg.'

Mit einem Besuch allein ist es in Bamberg nicht getan. Bamberg muß man erleben, für eine bloße 'Besichtigung' ist diese wundervolle Stadt zu heilig, zu bedeutsam. Sie will genossen werden. Und man muß in ihre Seele dringen, dann wird man diese Stadt lieben, und sie liebt uns.

Wie entsetzlich klein und unbedeutend kommen wir uns vor, wenn wir durch die krummen Straßen der Altstadt hinaufsteigen zum Dom! Als ein hehres Denkmal deutscher Geschichte ragt er herein in unsere nüchterne Gegenwart. Romanische Wucht und gotische Zierlichkeit klettern an ihm empor zur Höhe. Gleißender Sonnenschein ruht auf dem grünen Patina seiner vier herrlich durchbrochenen Spitztürrne. Form und Standort, Entstehung und Kunstwert dokumentieren die Majestät der Kirche. Er allein ist es, der in seinem Schoß einen in deutscher Erde ruhenden Papst birgt, er ist es, der das schönste kaiserliche Reiterstandbild beherbergt und die lieblichste Frauengestalt Deutschlands sein eigen nennt. Ein heiliges

Fürstenpaar, Heinrich und Kunigunde, schläft in seinen Grüften seit neunhundert Jahren der Ewigkeit entgegen. Vom Glanz geblendet, betrachten wir dann die goldstarrenden Krönungsmäntel der Kaiser und Könige in den mit feenhaften Kleinodien gefüllten Schatzkammern des Domes. Namen wie Tilmann Riemenschneider , Peter Vischer und Schwanthaler tauchen auf. Daneben stehen die ersten nackten Menschen der deutschen Großbildhauerei.

Und wie hier, so stürmen auch anderwärts in der alten Kaiserund Bischofsstadt unvergängliche, ergreifende Eindrücke auf uns ein. Wie wundervoll steht der Renaissancebau der alten Hofhaltung an der Nordseite der Domfreiung! Welch ein pompöses, in seiner Raumwirkung fein abgestimmtes Schloß ist die gegenüberliegende Neue Residenz mit ihrem Kaisersaal! Von welch großzügiger Prachtentfaltung zeugen die beiden bedeutendsten Profanbauten, die herrliche Concordia und das in fast erdrückender Barockplastik aufragende Böttingerhaus: Paläste von einzig dastehender architektonischer Schönheit! Vom Rathaus, freskengeschrnückt und auf einer Insel thronend, sehen wir an der Regnitz laubumsponnen das entzückende 'Klein-Venedig' liegen. Dazu auf den sieben Hügeln sieben prachtvolle Kirchen. Kühn ragt der Monumentalbau des Michelsberger Klosters über den Giebeln und Dächern der Stadt empor. Stolze Domherrnhöfe und Adelspaläste mit Wappen und Heiligenfiguren begegnen uns auf dem Weg durch die Altstadt. Kostbare Schätze ruhen in den Bibliotheken, Galerien und Sammlungen. Altmodische Häuser, mit Gedenktafeln und berührnten Namen versehen, lugen aus engen Gassen und verschwiegenen Gärten; eines davon, zwei Fenster breit, trägt den Namen E.T.A. Hoffmanns, des phantastischen Dichters, Kapellmeisters und Theaterdirektors, der in Bamberg fünf seiner Jahre verbracht hat. Im Westen grüßt uns die stolze Altenburg, die einstige Residenz der Bamberger, in neuer Pracht.

Von ihrem schlanken Bergfried aus sieh hinunter auf die zu deinen Füßen sich ausbreitende Stadt der sieben Hügel und sieben Kirchen, rnit den sie umgebenden Höhen des Maintales, des Steigerwaldes und der Fränkischen Schweiz! (Entnommen dem Buch, Erwin Stein, Monographien Deutscher Städte, Band 23, 1927).

Aus der Geschichte des Bistums

Auf der Reichssynode in Frankfurt, die am 1. November 1007 begarm und die von acht Erzbischöfen und 27 Bischöfen besucht war, erwirkte König Heinrich Il., der 1014 die Kaiserwürde erlangte, die Gründung des Bistums Bamberg aus Teilen von Würzburg und Eichstätt. Noch auf der Synode wurde Eberhard, des Königs Kanzler, vom Mainzer Erzbischof Willigis zum Oberhirten des neuen Grenzlandbistums geweiht. Ebenfalls noch auf der Synode wurden dem Bisturn reiche Schenkungen verbrieft, um es auf eine solide Basis zu stellen. Heinrich wollte in seiner Lieblingsstiftung Bamberg die mönchische Strenge des Hildesheimer Dornstiftes - dort war er selbst erzogen worden - und den damals gefeierten Studieneifer der Kirche von Lüttich miteinander verbunden wissen. Das Bisturn war Rom unmittelbar unterstellt und erlangte eine besondere Bedeutung bei der Christianisierung der zwischen Main und Regnitz wohnenden Slaven. Suidger, der zweite Bamberger Bischof, wurde 1046 zum Papst gewählt und nahm bei seiner Inthronisation den Namen Clemens Il. an. Erwurde als einziger Papst nördlich der Alpen im Bamberger Dom beigesetzt.

Unter Bischof Otto I. dem Heiligen, 1102-1139, erlebt die Domschule eine neue Blütezeit. Zahlreich sind die Klöster, die er gegründet oder erneuert hat; man zählt etwa 27 in sieben Diözesen von Kärnten bis Halberstadt. Mit der Einrichtung des Aegidienspitals und des Gertrudenhospitals beginnt Bi-

schof Otto I. die karitative Tätigkeit der rnittelalterlichen Kirche auch in Bamberg - noch heute in den Spitälern alter Städte erkennbar.

Die Reformation hat im fränkischen Land tiefe Spuren hinterlassen: So fielen damals beispielsweise von 190 Pfarrkirchen irn Laufe des 16. Jahrhunderts 105 rnit den meisten Filialkirchen dem Protestantismus zu, und 1648 standen für 110 Pfarreien noch 64 Priester zur Verfügung.

Die Bischöfe der Barockzeit, zugleich Landesherren des Hochstiftes mit über 200 000 Einwohnern, waren Freunde und Förderer der Künste und Wissenschaften. Die Nachwelt verdankt ihnen großartige Kirchenbauten, repräsentative Schloßanlagen, eine allgerneine kulturelle Hochblüte, was aber keinesfalls heißt, daß die pastoralen Aufgaben von ihnen vernachlässigt worden wären, So führte Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1779-1795) den barocken Lebensstil bewußt nicht weiter. Er wollte als 'Fürst für das Volk' dessen Wohl. Er sorgte für die Kranken und Armen durch Gesetze und Einrichtungen, die dem modernen Sozial- und Versicherungswesen den Weg bereiteten. So schuf er das Arrneninstitut, das sich in Form einer ständigen Kommission systematisch in Bamberg, Forchheim, Kronach, Lichtenfels und Weismain der Notleidenden annahm. Im Jahre 1789 errichtete er das Allgemeine Krankenhaus in Bamberg und förderte die Einführung einer Krankenkasse.

Die Säkularisation des Jahres 1803 beendete die weltlichen Regierungsaufgaben der Kirchenfürsten: Das Hochstift Bamberg fiel an Bayern. Als 1818 die Neueinteilung der kirchlichen Sprengel erfolgte, wurde Bamberg Sitz eines Erzbischofs rnit den Suffraganbistümern Eichstätt, Speyer und Würzburg. (Quelle: Erzbischöfliches Ordinariat, Pressestelle)

1. Das Bamberger Stadtwappen.

Das Stadtwappen zeigt in rotem Schild einen Ritter in silberner Rüstung, mit einem roten Kreuz und einem Langschwert am Gurt, in der rechten eine Lanze mit silbernem Fähnlein haltend. darauf ein rotes Kreuz, die Linke auf einen blauen Schild mit silbernem Adler gestützt.

2. Erzbischof Dr. Elmar Maria Kredel.

Seit 1977 leitet Dr. Elrnar Maria Kredel als 73. Bischof (11. Erzbischof) das Erzbistum. Kredel war von 1978 bis 1990 auch Militärbischof für die Bundeswehr. Die Erzdiözese Bamberg gliedert sich in 354 Pfarreien, Kuratien und Seelsorgestellen, die in 21 Dekanaten zusarnrnengefaßt sind. Mit einer flächenmäßigen Ausdehnung von rund 10 288 qkrn und etwa 820 000 Katholiken ist das Erzbistum Bamberg das größte Diasporabisturn in Bayern.

3. Das Wappen des Bamberger Erzbischofs Dr. Elmar Maria Kredel

Wappenbeschreibung:

In geviertem Schild Feld 1 und 4 auf Gold ein mit einem silbernen Schrägfaden überdeckter rot bewehrter schwarzer Löwe, Feld 2 und 3 geteilt oben auf Blau wachsend ein goldener Bischofsstab mit in die Krümme eingestelltem lateinischen Kreuz, unten eine blaue Lilie auf von Rot und Silber fünfmal schräggeteil tem Grund; auf dem oberen Schildrand das Pallium, hinter dem Schild ein goldenes Vortragskreuz mit zwei Querbalken, darüber ein grüner Prälatenhut mit beiderseits zehn in vier Reihen angeordneten (1, 2, 3,4) grünen Quasten; unter dem Schild ein goldenes Schriftband mit der Devise: 'Pro Christo legatione fungimur' in schwarzen Majuskeln.

Wappenerklärung:

Feld 1 und 4 zeigen das Wappen des Erzbistums Bamberg. Feld 2 und 3 nehmen im oberen Teil auf den Wahlspruch Bezug mit Bischofsstab (legatione fungimur) und eingefügtem Kreuz (pro Christo), zugleich Zeichen für den Namenspatron Bischof Elmar; unten erinnert die Schrägteilung an Nürnberg (Geburtsort des Wappenträgers), die Lilie an die Verehrung der Gottesmutter Maria als zweite Namenspatronin des Erzbischofs.

PRO CHRISTO LECjATIONE FVNCjIMVR

4. 'Bamberg, die reichgesegnete Stadt, der Lieblingsaufenthalt des frommen Kaisers Heinrich, ist gleich der Hauptstadt der Christenheit auf sieben Hügeln gegründet. Die Regnitz durchschneidet die Stadt in zwei Armen, die sich unterhalb derselben wieder vereinigen. Die meisten Häuser zeigen dem Geschmack der Zeit bei ihrem Baue huldigend den Renaissance- und Rococostil, was der Stadt ein gewisses freundliches Aussehen verleiht. Großartig in Form und Umfang erhebt sich der weltberühmte Dom, eine der schönsten Basiliken in Deutschland. Den großen vor dem Dom sich ausbreitenden freien Raum nimmt die Residenz ein. Der Miehelsberg trägt auf seiner Spitze die einst reichbegüterte Benedictinerabtei. Das alte Bamberg war reich an Kirchen und Klöstern, wie die vielen noch vorhandenen Gebäude und Thürme erkennen lassen. Berühmt auch in weiteren Kreisen sind die Tabak- und Ofenfabriken, Gerbereien, Essigfabriken, Bierbrauereien, der Schiffbau und andere Gewerbe. Schwunghaft wird die Gärtnerei betrieben. Bamberger Gemüs, besonders das durch Frühcultur gewonnene, findet seinen Weg in die fernen Gegenden' (Friedrich Schultheis, Der LudwigKanal, 1847). Holzschnitt aus der Weltchronik des Hartmann Schedel, 1493.

5. 'Bamberg liegt in einer der schönsten Gegenden Deutschlands, weit schöner als Würzburg, mitten in Gemüsegärten, Süßholz-, Fenchel- und Anisländern, beherrscht vom Kloster Miehelsberg. und cntzückt, zumal wenn man aus Sachsen kommt. Die Stadt mit 18 000 Seelen liegt in der Mitte dreier Täler, die gegen Coburg, Schweinfurt und Erlangen sich hinziehen. Die Regnitz teilt die Stadt in drei Teile , deren westticher auf Anhöhen liegt, aus denen die Schrneichler sieben Berge gemacht haben, um Bamberg mit Rom zu vergleichen' (Kar! Julius Weber, Reise durch Franken, 1826).

6. 'Die Stadt liegt sehr angenehm und heiter. Gegen Mittag ist sie mit einem Wald eingeschlossen. Gen Norden hat man eine der schönsten Pläne vor sich, aufwelcher teils freundliche Dörfer, teils fruchtbare Felder abwechseln' (Johann Wolfgang Goethe, Tagebucheintrag am 16. November 1797).

7. 'Bamberg ist stattlich und vornehm durch die alte bischöfliche Residenz, den Dom, viele Kirchen und Paläste. Reges Leben herrscht in den Mauern der gar freundlichen Stadt, alter strenger Glaube unter den braven Bürgern' (C, Gottlieb Frege, Reiseblätter aus Baiern, 1846).

8. 'Bamberg zeigt sich in einer großen Ferne , und seine Thürme verspreehen einen sehr wichtigen Ort. In der That ist es eine recht hübsche Stadt, mit mehreren sehr breiten Gassen und einer großen Menge guter Gebäude, unter denen mehrere von gehauenen Steinen sind' (Carl Gottlob Küttner, Reise durch Deutschland, 1804).

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