Bardowick in alten Ansichten

Bardowick in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Jenczyk
Gemeente
:   Bardowick
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5707-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bardowick in alten Ansichten'

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VORWORT

Die Bilder und Texte des vorliegenden Bandes 'Bardowick in alten Ansichten' sind vom Verfasser mit Liebe und Sorgfalt zusammengetragen und geschrieben worden.

In den Bildern der 'guten alten Zeit' zeigen sich die Mühen der Zeit und die Vergänglichkeit gewohnter Lebensweisen. Es zeigen sich aber auch die Veränderungen in gar nicht so vielen Jahrzehnten und die Verbindungslinien zu unserer Vergangenheit, die in der Moderne und der stürmischen Veränderung der Nachkriegszeit vergessen zu sein schienen.

In den Bildern können wir die Gelassenheit wiederentdecken, die gegen die Hektik unserer Zeit notwendig ist.

Wenn Sie, lieber Leser, an Hand der Texte und Bilder dieses Buches durch Bardowick gehen, können Sie einen guten Einblick in die Struktur des Ortes gewinnen. Manches Haus und viele Namen sind heute noch zu sehen und manchen Bardowicker könnten Sie nach Betrachtung eines Bildes mit dem Namen anreden, so viel Familienähnlichkeit ist dabei zu erkennen.

Auch heute noch wird Bardowick in weiten Teilen von der Landwirtschaft geprägt; aber neue Tätig-

keitsbereiche wie Handel und Handwerk zeigen in steigendem Maße ihren Einfluß auf unser Leben im Flecken Bardowick. G. Körner schrieb einmal: 'Im Bliek aufunser Bilderbuch bemerken wir, daß, nach der Entdeckung des Kunstdüngers, die große Umwandlung der Heide in einen fruchtbaren Garten Gottes beginnt ... ' Diesen Garten Gottes können wir in den Bildern vom Gemüsebau erkennen und heute noch in Bardowick bewundern.

In den Bildern vom Umzug in Hamburg zeigen sich Parallelen zum Erntefest in Bardowick zu heutiger Zeit. Nur der Gemüsetransport findet heute nicht mehr mit der Schubkarre und auf dem Kopf getragenen Korb statt, sondern mit modernen Lastkraftwagen.

So gilt unser besonderer Dank unserem pensionierten Gemeindedirektor Gerhard Jenczyk und allen Helfern, die ihm Auskünfte zu diesem Buch gaben, das die Erinnerung an die Vergangenheit unserer Gemeinde, den Flecken Bardowick, so trefflich zeigt und wachhält.

O.-A. Naegeli (1. Rathmann)

1. Eine Klappbrücke über die Ilmenau in Bardowick an gleicher Stelle wie jetzt auch ist nach bisher zugänglichen Unterlagen bis in den Anfang des 16. Jahrhunderts nachzuweisen (Kreisarchiv). Daniel Frese stellte eine solche Brücke auf seinem Stich von 1588 dar. Die Ilmenaubrücke in Bardowick ist eine selbständige Abhandlung wert. Interessant ist dabei, daß diese Holzbrücken kaum länger als achtzig bis hundert Jahre hielten und dann stets wieder erneuert werden mußten. Die letzte Holzbrücke wurde im Jahre 1888 erbaut. Bei ihrem Abbruch im Spätsommer 1964 stellte sich heraus, daß im Flußbett ein Pfahl neben dem anderen steckte, jeweils zu den Trägern früherer Brückengenerationen gehörend. Diese Aufnahme wurde ein paar Jahre vor dem Abriß gemacht.

2. Unser Bardowicker Trachtenpaar wurde leider durch den Tod des Partners im Jahre 1986 getrennt. Sonst trug man keine Trachten mehr. Eine erfreuliche Ausnahme bildeten Ernst Blanquett und seine Lisa, wenn es sich um besondere Anlässe handelte. Diese waren beim Erntedankfestumzug gegeben, wenn Ernst die gestickte Fleckensfahne trug. Dann gingen beide dem Zug voran. Auf Ausstellungen repräsentierten sie den Bardowicker Stand. Die Tracht, die von Ernst und Lisa getragen wurde, entsprach nicht der Bardowicker Markttracht, die im Museum für Hamburgische Geschichte beschrieben und dargestellt ist, Auf seinen Zylinder aus Rehfell war Ernst besonders stolz. Wie schmuck beide aussahen, zeigt dieses Bild.

3. Diese junge Bardowickerin versinnbildlicht das Schaffen, den Charme und das Selbstbewußtsein unserer Bardowicker Frauen beim Gemüsehandel. Sie wird in Hamburg ihre Grünwaren angeboten haben. Bei mehreren Befragungen, wer sie wohl sei, gab es verschiedene Antworten mit vielen wohl möglichen Namen. Hier haben wir's aber:

Sie war eine echte, gleichsam alle anderen syrnbolisierende, fleißige Bardowickerin!

4. Dieses Foto zeigt die Mitglieder des 'Garten- und Landwirthschaftlichen Vereins zu Bardowick' vom 1. Oktober 1902. Sein Zweck war insbesondere 'die gemeinschaftliche Besprechung von praktischen Erfahrungen und Berathung über neue Betriebsarten, neue Gemüsesorten, Dünge- und Futterrnittel, sowie die gerneinschaftliche Anschaffung von Sämereien, Düngemitteln und Futtermitteln ... für die Vereinsmitglieder' . Dem Vorstand gehörten N. Schröder, H. Kuchel, N. Meyer, H.Ch. Meyer und H.N. Gade an. Nachfolger dieser Gemeinschaft wurde bald darauf der 1905 gegründete Bardowicker Gemüsebauverein .

5. Die Bardowicker Windmühle konnte erst 1813 errichtet werden, nachdem bereits ab 1786 die ersten Baupläne an den Widerständen der Stadt Lüneburg wegen der Konkurrenz zur dortigen Raths- und Abtsmühle scheiterten. Erbauer unserer Mühle war Ludwig Hartel. Dann wurde sie bald von der Gemeinde Bardowick übernommen. Es folgten verschiedene Müller als Eigentümer. Am 7. September 1907 erwarb Georg Meyer, ein Sohn des Mühlenbesitzers Georg Meyer zu Handorf, die Bardowicker Windmühle. 1936 übernahm sie dessen älterer Sohn, der sie zwischenzeitlich stets technisch verbesserte. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle wurde während der Polenbesetzung 1945/46 stark beschädigt. Deshalb nahm Müller Meyer 1952 die Flügel ab; die Mühle arbeitete ohnehin nur noch mit elektrischem Antrieb. Sie konnte bisher leider noch nicht wieder instandgesetzt werden. Seit 180 Jahren ist sie eines der Bardowicker Wahrzeichen. Besser wär's wieder mit Flügeln!

6. Gottfried Martin verstand sich darauf, Schuten für den Gemüsetransport aufzustellen. Das machten aber auch noch Matten Gade, Hein Höpfner und dessen Vater, der Nachtwächter war. Diese Genarmten machten außerdem die großen Kopfkiepen, mit denen die Frauen nach Hamburg fuhren oder-wenn's sein mußte- zu Fuß nach Lüneburg zum Wochenmarkt gingen. Bestes Holz für die Schuten waren Haselstöcke; sonst wurde Weidenholz genommen. Fast jeder Gemüsebauer hat die aufgestellten Schuten dann selbst 'getünt', das heißt, es wurden die Rippen und Rosen eingeflochten.

7. Die Bäckerei Hiltscher in der Kuhstraße geht zurück auf Gottlieb Hiltscher, der als Wanderbursche und Bäckergeselle aus Oberschlesien nach Bardowick kam. Er arbeitete vorübergehend bei Bäcker Wilhelm Bergen. Gottlieb Hiltscher machte sich dann selbständig und 1899 wurde das jetzige Haus gebaut. Damals war das Backhaus noch im Keller, auch die Küche. Frau Frieda Hiltscher erzählte: 'Wenn für 30 Pfennig gekauft wurde, gab es für 5 Pfennig zu und wenn der Kaufpreis 60 Pfennig betrug, waren es als sogenanntes Upbrot 10 Pfennig.' Vor dem Haus stehen, von links nach rechts gesehen, die Hiltscher's: Paul, Gottlieb, Adolf (der Mann von Oma Frieda) und Anna Hiltscher.

8. In diesem gepflegten Fachwerkhaus an der Spitze zwischen Krugstraße und Hinter der Schmiede befand sieh früher die Stellmacherei Körner. Der Handwerksrolle konnte entnommen werden, daß der Wagner Adolf Körner, geboren am ersten Weihnachtstag 1899, am 1. September 1926 seine Meisterprüfung ablegte und 1954 starb. Seine Frau Hilda Körner führte die Stellmacherei noch bis zum September 1955 fort. Auf dem Türbalken steht: 'Hinrich Ludwig Blohm Anna Catharina Blohmen -1753.·

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