Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 3

Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Dr.phil. Martin Gesing
Gemeente
:   Beckum, Neubeckum und Vellern
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6745-1
Pagina's
:   84
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 3'

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Beckum, Neubeckum und Vellern in alten Ansichten Band 3

Dr. Martin Gesing

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15BNIO: 90 288 6745 7 15BN13: 978 90 288 6745 1

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Einleitung

Nach den zwei Bildbänden 'Beckurn. Neubeckum undVellern in alten Ansichten' von 1978 und 1992 liegt nun ein dritter Band vor, der sich mit historischen Ansichten der Stadt Beckum befasst. Im Unterschied zu den früheren Ausgaben liegt diesmal der Schwerpunkt der präsentierten Bilder auf den fünfziger bis siebziger [ahren des vorigen Jahrhunderts. Aus dieser Zeit steht eine ungleich größere Zahl aussagefähiger Fotos zur Verfügung als für die früheren Bände, so dass neue und andere Themen präsentiert werden können. Die Auswahl und Zusammenstellung der Fotografien weicht bei diesem Band daher ein wenig von den früheren Bänden ab.

Nicht nur das ehemalige Aussehen der Gebäude in der Stadt schien diesmal vorzeigenswert, sondern auch die in dieser Stadt lebenden Menschen, die sowohl in ihren Lebensverhältnissen als auch in ihren Alltagsgewohnheiten vorgestellt werden. Dies trägt auch der Feststellung Rechnung, dass die gute alte Postkarte, mit der früher kurze Nachrichten über das persönliche Wohlergehen oder einfach nur eine Grußzeile aus dem momentanenAufenthaltsort übermittelt wurde, mehr und mehr dem Telefonkontakt weichen musste. Während früher die offizielle Postkarte eine wichtige Dokumentationsquelle für das

Aussehen einer Stadt war, so sind dies heute überwiegend private Aufnahmen. Diese zeigen vor allem Personen in bestimmten Situationen und bei besonderen Begebenheiten. Abbildungen von Gebäuden und Straßenzügen hingegen treten in den Hintergrund.

Ein Schwerpunkt liegt diesmal auch auf den besonderen Sitten und Gebräuchen in der Stadt. Manche davon gibt es vielerorts, wie zum Beispiel die zahlreichen Schützenfeste, Umzüge der Abiturienten oder die Karnevalsfeiern. Andere hingegen haben sich nur in Beckum erhalten wie beispielsweise der Heischegang der Bruderschaft der Bauknechte. Bemerkenswertes und Alltägliches liegen daher in den alten Aufnahmen oftmals nah beieinander. Während heute schnell auf den Auslöser der Kameras gedrückt wird, wurde früher schon allein wegen der ungleich höheren Kosten einer Fotografie sehr wohl überlegt, ob sich eine Aufnahme lohnte und ob das Motivauch 'bildwürdig' war. Wer sich die Fotos sorgfältig anschaut, wird daher mit liebevollen Details belohnt.

Die früheren Bände der 'alten Ansichten' begannen mit den ältesten erhaltenen Fotos und griffen somit weit in die städtebauliche Entwicklung zurück. Diesmal stehen die Verände-

rungen während der Nachkriegszeit, der Wirtschaftswunderjahre und die Phase der Stadtsanierung im Vordergrund. Große städtebauliche Veränderungen suchten ab den siebziger [ahren aus dem mittelalterlichen Kern Beckums eine moderne und vor allem verkehrs- und einkaufsgerechte Stadt zu machen. Aus der Nordstraße wurde 1973 die erste Fußgängerzone des Kreises. Die kleinen Tante-Emma-Läden mussten verschwinden und größeren Einkaufshäusern weichen, über deren Dimensionen wir heute nur lächeln können. Die oft über Generationen in Familienhand geführten Geschäfte wurden durch Ladenketten ersetzt. Spezifizierte Einzelhandelsgeschäfte in den Innenstädten wurden mehr und mehr von Shopping-Giganten an den Stadträndern verdrängt. Nachdem in Beckum fast alle alten Ackerbürgerhäuser, die das frühere Wirtschaftsleben der Stadt charakterisierten, wegsaniert worden waren, besann man sich auf denkmalpflegerische Rettungsaktionen.

Neubeckum erhielt mit dem Bau eines Rathauses ein großzügiges Ortszentrum und ein modernes Gesicht. Der Bau von Sportanlagen trug wesentlich zur Wohnraumverbesserung bei, was die rasch ansteigenden Einwohnerzahlen belegen. Nur Vellern behielt weitgehend seinen alten Charakter und wurde hierfür 2002 aufKreisebene mit der Auszeichnung als 'Golddorf', und 2003 auf Landesebene mit der Silbermedaille belohnt. Zwar wurden auch dort Gebäude und Plätze ständig verändert und umgestaltet, aber nie wurde radikal in die historische Substanz eingegriffen.

Auch dieser Band mit alten Ansichten von Beckum, Neubeckum und Vellern will zeigen, dass früher bei weitem nicht alles besser war, sondern einfach nur anders. In einer vielfach als schnelllebig empfundenen Zeit wird man manche rapide Veränderung bestätigt finden, aber auch erkennen, dass sich manches fast gar nicht verändert hat. Diese Konstanten können helfen, den Blick für kommende Veränderungen zu schärfen.

Die abgebildeten Postkarten und Fotos befinden sich im Bildarchiv des Stadtmuseums sowie im Bildarchiv Heinz Schembecker.

1. Die um 1900 angelegte und abwechselnd mit Rot- und Weißdorn gesäumte Alleestraße mit ihren stattlichen Bürgerhäusern entwickelte sich rasch zu einer beliebten Flaniermeile. Die zunächst gepflasterte Straße wurde 1927 betoniert, weil Betonstraßen die 'Straßen der Zukunft' sind, wie in der 'Clockc' zu lesen war.

Alleesirasse.

2. Blick auf die Bürgerhäuser am Marktplatz im [ahre 1913.

3. Stadtbekannt war Anna Reiling mit ihrem 'Bollerwagen'. Sie sammelte die Reste des Wochenmarktes und verfütterte diese an ihre Tiere. Foto um 1930.

4. Im Iahre 1913 wurde in der Clemens-August-Straße ein Mädchenhort errichtet, das so genannte Marienstift (Abbruch 1974). Es diente dem Nähunterricht, der Zusammenkunft für Dienstmädchen und Arbeiterinnen an Sonntagen sowie der Aufnahme von Kleinkindern als Bewahrschule. Aus den [ahren um 1927 stammt dieser Einblick in die Lehrküche des Marienstiftes, wo junge Frauen auch in die hohe Kunst des Backens und Koehens eingeführt wurden. So sauber und adrett, wie es auf diesem gestellten Foto aussieht, dürfte es aber wohl nicht zugegangen sein.

5. Das weithin sichtbare Wahrzeichen im Zentrum der Stadt: die altehrwürdige Stephanuskirche. Die bis ins späte 8. Jahrhundert nachweisbare Kirche gehört zu den ältesten Pfarreien des Münsterlandes. Foto 1959.

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6. Zur Unterbringung des Amtsgerichts wurde 1879 das alte Rathaus aufgestockt und es erhielt einen neugotischen Schaugiebel. Foto 1936.

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