Beratzhausen in alten Ansichten

Beratzhausen in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Lassleben und Franz Wein
Gemeente
:   Beratzhausen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4733-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Beratzhausen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die geschichtliche Entwicklung des Gemeindegebietes Beratzhausen.

Das Gemeindegebiet Beratzhausen ist uraltes Siedlungsgebiet. Beratzhausen und Pfraundorf sind bereits 866 urkundlich nachgewiesen. Schrotzhofen wird erstmals zwischen 889 und 891 in der Grafschaft Engildeos (Westermannmark) erwähnt, Mausheim 1007. Auf die Besiedelung in der sogenannten Ausbeuzeit der bayerischen Landnahme (-hausen, -heim und -hofen - Orte) weist außer bereits genarmten Orten der Ortsname von Schwarzenthonhausen hin. Auf frühe Besiedlungstätigkeit (Rodung) ist aus den Ortsnamen Hinterkreith, Vorderkreith, Hirschstein, Rufenried und Katharied zu schließen. Beratzhausen lag in seiner Frühzeit an der wichtigen Handelsstraße Regensburg- Bamberg, die im 10. und 11. Jahrhundert durch das Labertal führte und beherbergte das wichtigste Königsgut (Königshof) der Umgebung. Außerdem besaß der Regensburger Bischofim 10. Jahrhundert in Beratzhausen einen Hof. 972 trat hier eine Grafschaftsversammlung zusammen, die mit dem Regensburger Bischof und seinem Gefolge König Otto den Großen und seinen Sohn, der sich mit samt Gefolge auf dem Heimwegvon Italien befand, erwartete. Diese sicher nicht unbeträchtliche Menschenmenge mußte hier standesgemäß mehrere Tage lang verpflegt werden, eine entsprechend königliche und reichskirchliche Wirtschaft muß mithin vorausgesetzt werden. Neben dem bischöflichen Hof in Beratzhausen befand sich auch ein Sitz der Regensburger Burggrafschaft. König Konrad 11 urkundete 1025 und 1034 in Beratzhausen, das weist den Ort als wichtige Strassenstation mit bedeutendem Königshof aus. Nach dem Eintrag im Fuldaer Codex Eberhardi verfügte Herzog Otto (von Schwaben, vorher Graf auf dem Nordgau, gestorben 1057) über das oppidum

Berharteshusen. Danach mußte Beratzhausen um diese Zeit bereits befestigt gewesen sein (oppidum = befestigte Stadt).

Im 13. Jahrhundert kommt Beratzhausen in den Besitz der Ehrenfelser, die Ministeriale des Regensburger Bischofs waren. 1256 ist erstmals die Burg Ehrenfels in Urkunden nachzuweisen. Die Burg westlich von Beratzhausen bot nach allen Himmelsrichtigungen einen ausgezeichneten Überblick. Es könnte die Absicht bestanden haben, die alte Verkehrsstraße von Regensburg über Beratzhausen und See nach Nümberg neu zu beleben und zu schützen, nachdem seit dem Ende des 12. Jahrhunderts eine neue Straße über den Tangrintel in Gebrauch genommen war. Die Ehrenfelser entstammten mit großer Sicherheit dem Hohenfelser Geschlecht und nahmen unter den Regensburger Ministerialen eine hervorragende Stellung ein, die in zahlreichen Schiedsurkunden bewiesen ist. Um diese Zeit hat die Siedlung städtischen Charakter angenommen. 1323 werden Bürger des Ortes genannt, 1410 sind Juden nachweisbar, das läßt auf einen Handelsort schließen.

Aufgrund seiner Verschuldung war Heinrich von Ehrenfels gezwungen, seine Burg Ehrenfels und den Markt Beratzhausen 1335 an Kaiser Ludwig zu verkaufen, der die Burg und den Markt noch im gleichen Jahr an Dietrich von Stauff weiter verkaufte. Dieses Geschlecht, das in der bayerischen Geschichte einen führenden Platz einnimmt (Hieronymus war als Hofmeister des Herzogs Wilhelm erster Mann im Staat, zwei Stauffer waren in Straubing Viztum = Stellvertreter des Herzogs) nennt sich die 'Stauffer auf Ehrenfels' . Das Geschlecht soll seinen Stammsitz bei Heideck gehabt haben. Die Stauffer haben die Herrschaft Ehrenfels besitzmäßig stark ausbauen können. Es gelang ihnen, für die Herrschaft die Reichsunmittelbarkeit durchzusetzen (1418 bei Kaiser Sigismund), am 20. März 1465

wurden die Stauffer in den Freiherrnstand erhoben. Beratzhausen war Hauptort einer reichsfreien Herrschaft geworden, was dem Markt (seit 1335 als 'Markt' bezeichnet) Vor- und Nachteile brachten. Vorteile waren die Stärkung der Siedlung Beratzhausen als Kernort für das Umland, der Ausbau der Befestigungsanlagen, eine gewisse politische Bedeutung durch den Besuch hoher Persönlichkeiten; nachteilig für die Entwicklung waren die politischen Verwicklungen der Stauffer, so zum Beispiel wurden im Löwlerkrieg (ein Stauffer war der Anführer) 1492 dem Markt Schäden (vor allem in der Befestigung) zugefügt, die Burg Ehrenfels wurde gebroehen und nicht mehr aufgebaut. Da die Stauffer auf ihrem Gebiet Landeshoheit ausübten, kam es oft zu Zwistigkeiten mit dem Bayernherzog und mit der Pfalz Neuburg. Die Stauffer schufen 1521 die erste 'Landeskirche' im Deutschen Reich, als sie den lutherischen Glauben einführten, Ausfluß der Reichsunmittelbarkeit 34 Jahre vor dem Augsburger Religionsfrieden. So wurde Beratzhausen die erste evangelische Gemeinde Deutschlands.

Wegen der hohen Schulden verkaufte der letzte Stauffer Johann Bernhardin Il. 1567 die Herrschaft an die PfalzNeuburg in dessen nordgauischen Teil die Herrschaft wie eine Insellag. 1568 nahm Herzog Wolfgang (Huldigung) sie in Besitz. Das Gebiet der Herrschaft deckt sich mit dem jetzigen Gemeindegebiet. Pfalz Neuburg bildete das Pflegeamt Ehrenfels mit dem Pflegegericht Beratzhausen. Das Gebiet blieb bis zur Auflösung des Alten Reiches (1806) Reichsgut und mußte als Reichsleben bis dahin jeweils verliehen werden. (Pfalz Neuburg, Herzogtum Bayern). In die pfalzneuburger Zeit fällt die Gegenreformation, die in Beratzhausen 1620 auf erbitterten Widerstand stieß, der verheerende Dreißigjährige Krieg, in dem der Markt 1633 halb abgebrannt ist, die schweren Schäden der Spanischen

und Österreichischen Erbfolgekriege, die Napoleonischen Kriege sowie 1827 der Große Brand, dem 46 Häuser zum Opfer fielen. Einzuteilen war das Pflegegericht Ehrenfels in den Markt mit der Selbstverwaltung und das 'Land' , aus dem 1821 die vier vormaligen Gemeinden Mausheim, Oberpfraundorf, Rechberg und Schwarzenthonhausen entstanden. Eine Sonderentwicklung hat dieses 'Land' nicht durchgemacht, auch wenn Pfraundorf und Schrotzhofen (ab dem 16. Jahrhundert) Landsassengüter mit wechselnden Besitzern waren. Mit va vom 24.März 1802 über die Neuorganisation der Landgerichte im Kurfürstenturn Pfalz Neuburg verlor Beratzhausen sein Gericht. Der Pflegegerichtsbezirk wurde aufgelöst. Mit der Bildung der politischen Gemeinden 1821 wurde das ehemalige Pflegeamtsgebiet verwaltungsmäßig zersplittert, aber die Entwicklung blieb auf den Zentralort Beratzhausen ausgerichtet. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist gezeichnet von wirtschaftlicher Not. Erst der Bau der Bahnlinie Nürnberg - Regensburg trug zu einer gewissen Aufwärtsentwicklung bei (1870-1874). Die Landwirtschaft bildete bis zum Ersten Weltkrieg die Hauptexistenzgrundlage der Ackerbürger , wenn auch das alte Marktgebiet gut handwerklich durchsetzt war. Industrie fehlte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte in Beratzhausen eine stürmische Aufwärtsentwicklung ein, an der zum Teil auch die ehemalige Gemeinde Mausheim teilnahm. In Beratzhausen verschwand die Landwirtschaft fast vollständig, heute ist die Struktur industriell-gewerblich. Der Markt konnte fast alle kommunalen Einrichtungen auf den Stand der Zeit bringen und der Zeit entsprechend ergänzen. Die Infrastruktur entspricht einem Kleinzentrum. Mit der kommunalen Gebietsreform wurde die alte Einheit wieder hergestellt.

Beratzhausen u. Umgebung

1. Zu Anfang dieser Bilddokumentation soll diese Zeichnung einen Überblick über die Umgebung von Beratzhausen aus der Vogelperspektive vermitteln. Besonders wird hier der Verlauf der Schwarzen Laber von Beratzhausen nach Laaber und die Bahnlinie Regensburg - Nürnberg dargestellt. Diese Karte stammt etwa aus dem Jahre 1905.

2. Das obige Bild zeigt den Markt Beratzhausen im Jahre 1801. Es ist das älteste Gemälde von Beratzhausen und wurde angefertigt von Lehrer Hammerl von Kallmünz. Das Original befindet sich im Schloß Dietldorf, eine Kopie davon ist im Städtischen Museum Regensburg verwahrt, dem wir für die Überlassung einer Farbreproduktion recht herzlich danken. Besonders erwähnenswert ist auf obigem Foto die Wehrmauer und das untere Tor.

3. Dieses Bild zeigt das Schloß Beratzhausen mit der Wehrmauer und den beiden Wehrtürmen. Während der rechte Turm noch sehr gut erhalten ist, wurde der linke Turm, der bis Anfang der dreißiger Jahre bewohnt war, abgerissen. Die Wehrmauer links im Bild führt zur Marktstraße. Diese Zeichnung dürfte etwa 1830 erstellt worden sein. Der Zeichner ist unbekannt.

4. Eine der ältesten Fotografien von Beratzhausen ist hier abgebildet. Neben dem Zehentstadel ganz rechts, dem Schloßhof, ist links die Bahnhofstraße und im Hintergrund der Hennenberg mit der Friedhofskirche St. Sebastian abgebildet. Auffallend hier die kahlen, unbewachsenen Talabhänge.

5. Dieses Bild zeigt die Marktstraße von Beratzhausen vor der Jahrhundertwende. Das erste Haus rechts ist das Haus des früheren Schmiedes Xaver Fries mit einer Karbidlampe als Straßenbeleuchtung. Im Vordergrund spielende Kinder auf der Straße und vor dem Rathaus die Abhaltung eines Viehmarktes.

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6. Hier ist die Marktstraße etwa um 1910 bis 1915 fotografiert. Zu beachten ist die erstmalige Anpflanzung entlang der Marktstraße, die der Verschönerungsverein Beratzhausen in den Jahren 1908-1910 durchführte. Diese Anpflanzung, lauter Lindenbäume, mußte der Straßenerweiterung und -teerung in den dreißiger Jahren weichen. Der Ausschnitt zeigt das Café Brüderlein, später die Bäckerei Goldammer, jetzt Elektro Hegelein.

7. Dieses Foto zeigt die Gesamtansicht des Marktes mit Zehentstadel und Mädchenschulhaus, im Hintergrund der SchloBberg. Links unten ein Bliek von der Spitalkapelle über den alten Sportplatz Bengler zur Maria-Hilf-Kirche. Rechts unten die Marktstraße mit den schon etwas größeren Lindenbäumen.

8. Von links: die Konditorei Prock, die Spar- und Darlehenskasse Beratzhausen, die Metzgerei Kraus, der Brauereigasthof Wiendl (noch mit Erker) sowie das Rathaus, in dem sich im ersten Stock noch die Schulräume für Knaben der Klassen 3-7 und im Erdgeschoß die Viehwaage befand.

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