Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl und Barb Zerning
Gemeente
:   Bergen auf Rügen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5197-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bergen auf Rügen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Bergen - es gibt mehrere Städte und Orte dieses Namens, nicht nur in Deutschland, auch in Belgien, Holland und Norwegen. Wir möchten Sie anhand alter Ansichtskarten und Fotos vom Anfang unseres Jahrhunderts mit der Stadt Bergen auf der Insel Rügen bekanntmachen.

Rügen, die mit 962 km2 größte deutsche Insel und bereits seit mehreren tausend Jahren von Menschen bewohnt, fasziniert vor allem durch seinen Reichtum landschaftlicher Formen, zu denen unter anderem die berühmten Kreidefelsen, die Halbinsel Wittow, Jasmund und das Mönchgut gehören. Aber auch Flora und Fauna verspreehen dem Kenner manche interessante Entdeckung. Durch das gegenseitige Durchdringen von Land und Meer liegt auf Rügen kein Ort weiter als fünf bis acht Kilometer von der Küste entfernt. Zahlreiche Bodden und Wieken bewirken, daß Bergen, die Stadt auf dem Berg, der zentrale InseIkern ist, umgeben von einem Kranz großer und kleiner Halbinseln und Inseln.

Bergen, die Hauptstadt der Insel Rügen, wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf einer Anhöhe errichtet und ursprünglich als 'Dorf Gora' bezeichnet. Die Roeskilder Matrikel von 1294 erwähnt den Ort als 'Villa Berghe' , der sich 1613 von Herzog Philipp Julius von Pommern für 8 000 Mark die ersten städtischen Privilegien erkauft. 1627 begann auch für Pommern und Rügen die leidvolle Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Allein 1628/29 starben in Bergen an den Kriegsfolgen und der Pest 1220 Menschen, so daß die Einwohnerzahl von 1 650 bis auf 400 zurückging.

Brände wie der von 1445 vernichteten fast den gesamten Ort, äscherten das Kloster und Teile der Kirche ein; bei den großen Feuersbrünsten von 1690 und 1726 wurden sechzig Häuser und das Ratsarchiv ein Opfer der Flammen. Das aufstrebende Bürgertum, die Handwerksgilden waren gezwungen, ihre Stadt immer wieder neu und schöner erstehen zu lassen. Im Jahre 17881ebten in Bergen unter etwa 1 500 Einwohnern z.B. 43 Schu-

ster, 13 Bäcker, 13 Fischer, 12 Weber (daher die Gründung der Schuster-, Bäcker- und Weberzünfte in Bergen), 8 Tischler, 7 Schneider, 5 Müller und 2 Roßmüller, 4 Riemer, 5 Radmacher, 6 Töpfer, 2 Krüger (Gastwirte), 3 Brauer, 3 Branntweinbrenner , 16 Ackerrnänner, weiterhin Krämer, Jäger, Perückenmacher, Kesselflicker, Schornsteinfeger, Wasserfahrer, Nachtwächter, Scharfrichter und Totengräber.

Zu denen, die die Geschicke der Stadt leiteten, zählte man: 2 Bürgerrneister, 4 Ratsherren, 4 Sekretarius, 4 Carnerarius, 1 Amtshauptmann, 1 Stadtaltermann , Apotheker, Chirurgus, Visitor, Assessor, Amtsreiter und andere mehr.

In einem Nachschlagewerk von 1892 ist zu lesen, daß Bergen um 1890 4000 Einwohner zählte, an die Preußische Staatsbahn angeschlossen war, Post und Telegraph, Landratsamt, Arntsgericht, Zoll- und Steuerarnt, eine spätromanische Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert, eine HöhereTöchter-Schule, ein Fräuleinstift für Mitglieder

des Rügenschen Adels, ein bürgerliches Stift, ein Kreiskrankenhaus, ein Waisenhaus, Lederfabrikation, Färbereien, Druckerei und zahlreiche Windmühlen hatte und daß Ackerbau und Viehzucht betrieben wurden.

Einen Kilometer nordöstlich von Bergen liegt der 98 m hohe Rugard mit einer Erdumwallung, dem einzigen Überrest einer 1316 zerstörten Burg der Rügenschen Fürsten - Hinweis auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit unserer Stadt, in der nach über siebenhundert Jahren wechselvoller Entwicklung heute etwa 20 000 Menschen zu Hause sind.

Lassen Sie sich, lieber Leser, mit diesem historischen Bildband durch das alte Bergen führen, lassen Sie sich vom Zauber der Vergangenheit. von der Beschaulichkeit und Romantik alter Straßen und Gassen, vom Leben und Treiben unserer Stadt gefangennehmen.

Folgen Sie uns auf unserem Rundgang durch das Bergen der Jahrhundertwende.

1. Spezialwanderkarte von der lnsel Rügen um 1920. Diese Karte zeigt die größte Insel Deutschlands, 962 km2 groß. Im Mittelpunkt der Insel die Kreisstadt Bergen. Durch sie führen die Hauptverkehrsstraßen zu den Halbinseln Wittow, Jasmund und Mönchgut. Interessant ist, daß die Insel zu der Zeit noch nicht mit dem Festland verbunden und nur mit Fähren erreichbar war. Am 5. Oktober 1936 wurde der Rügendamm fertiggestellt, der den 2,5 km breiten Strelasund überbrückt und heute zu einer Straße internationaler Bedeutung geworden ist.

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2. Panoramaansichien von Bergen um 1897. Sie zeigen den Marktplatz, die Dammstraße , den Arndtturrn, das Kriegerdenkmal und die Pumpenanlage für die Stadt, die die Wasserversorgung der Einwohner sicherstellte. Vom Bahnhof führt die etwa 1 km lange, noch unbebaute alleeartige Bahnhofstraße zum Stadtkern.

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3. Bahnhof mit Bahnhofsvorplatz. Auf dem Bahnhofsvorplatz warteten Kutschen, um die angekommenen Reisenden zur Stadt zu bringen. Nach amtlicher Taxe kostete eine Fahrt für zwei Personen zur Stadt 1 Mark, nach dem Rugard mit Aufenthalt von 1 Stunde 3 Mark inclusive Chausseegeld. Ein Einspänner war 113 billiger.

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4. Der Bahnhof von den Geleisen aus gesehen. 1881 beschloß der preußische Staat den Eisenbahnbau auf Rügen. 1883 wurde der Bahnhof Bergen eingeweiht. Am 1. Juli 1883 kam der erste Zug aus Richtung Stralsund an, neugierig erwartet und bestaunt von der Bergener Bevölkerung.

Bergen a. Rügon

Hêtol zum Bahnhof. Besitzor W. Linzrön

5. Hotel 'Zum Bahnhof. Den Reisenden empfing bei seiner Ankunft in Bergen eine gepflegte und freundliche Restauration, das Hotel 'Zum Bahnhof'. Besitzer war W. Lingrön, der seine Gäste mit einem Kleinbahnrestaurant, einem schönen Garten am Haus und soliden Preisen erwartete.

6. Mittlere Bahnhofstraße. Sicht von der Bahnhofstraße in die Calandstraße mit Kreiskrankenhaus, das 1847 als Allgemeines Krankenhaus mit etwa 150 Betten errichtet wurde. Amtierende Ärzte um 1900 waren der Kreisphysikus Dr. Settegast, Dr. Biel und Dr. Frank.

Zum Lindenhof. Bergen a. Rügen fern preche- O, _63

7. 'Lindenhof". Die Bahnhofstraße aufwärts kommen wir rechts am Kaufhaus Möller und dem 'Lindenhof' vorbei. Der 'Lindenhof' (jetzt 'Mecklenburger Hof') war eine gern besuchte Gaststätte. Vor dem 'Lindenhof", im Schatten der Bäume , tummeln sich Erwachsene und Kinder; links in der Gaststatte befand sich die Schlächterei Ernst Mau.

8. Schûtzenverein vor dem 'Lindenhof'. Der Schützenverein der Stadt Bergen nimmt Aufstellung vor dem 'Lindenhof' zum Festumzug durch die Stadt.

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