Bergneustadt in alten Ansichten

Bergneustadt in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Eberhard Stock
Gemeente
:   Bergneustadt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4748-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bergneustadt in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit diesem Büchlein möchte ich Ihnen meine Heimatstadt vorstellen. Gemeinsam mit Ihnen würde ich gerne durch die alten Straßen gehen. Einzelne Menschen, ganze Vereine haben unseren Ort geprägt. Bedeutende Firmen haben das wirtschaftliche Leben mitbestimmt. Viele Häuser erzählen eine lange Geschichte, haben vieles er- und überlebt.

Für den Durchreisenden zeigt sich Bergneustadt nicht als Sensation. Er sollte schon viel Zeit mitbringen und ein waches Auge für das Detail haben. Dann kann er auch heute noch malerische Winkel sehen oder von den nahen Hügeln die Geschlossenheit der Altstadt bewundern.

Unsere Stadt ist alt und jung. Schon 1301 wurden der soeben gegründeten Ansiedlung die Stadtrechte verliehen. Ruttger von Altena erbaute sie als Wehrfestung gegen seine südlichen Feinde. Eine stattliche Burg, eine Kapelle, Bürgerhäuser und eine doppelte Ringmauer entstanden auf einem Hügel, der nach drei Seiten steil abwärts führt. Durch die besondere Lage war die 'Feste Nystat' über Jahrhunderte eine zwar kleine, aber bedeutsame Stadt. Im Mittelalter war hier der Sitz von reichen Erzgrubenbesitzern. Ausgedehnte landwirtschaftliche Güter gehörten zur Stadt. Sehr lange war hier eine berühmte Gerichtsbarkeit.

Der Einfluß der Herrschaft Gimbom-Neustadt warweithin sichtbar.

Doch wie zu allen Zeiten und an allen Orten haben auch hier Kriege und politische Wirren unserer Stadt mehr geschadet als geholfen. Dazu kommt, daß durch die Art und Enge der Bebauung (überwiegend Fachwerkkonstruktionen mit Strohdeckung) und der windanfälligen Lage die Altstadt oft von Bränden heimgesucht wurde. 1548, 1717 und 1742 waren Totalbrände. Daher ist es zu verstehen, daß die ältesten Häuser erst aus dieser Zeit stammen. Mit Beginn der Industrialisierung dehnte sich die Stadt in das Tal aus. Das Wasser spielte dabei eine große Rolle. Der Dörspe-Bach trieb Eisenhämmer, lieferte Energie für Mühlen und half beim Leder gerben. Später verdrängte die lohnendere Textielindustrie die Hämmer.

Um die Wirtschaftsgüter schneller transportieren zu können, mußten bessere Verkehrswege gebaut werden. Die ursprünglich über die Höhen führenden Wege verloren an Bedeutung. In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Cöln-Olper Chaussee bis Neustadt fertig. 1829 wurde schon eine preußische Postexpedition eröffnet.

Zur besseren Unterscheidung der vielen Neustädte wurde

am 12. Juni 1884 unser Ortsname in Bergneustadt umgewandelt. (Der Beiname 'Berg' wurde wegen der langen Zugehörigkeit zu Fürstentum Jülich-Cleve-Berg gewählt). 1896 erreichte die erste Eisenbahn von Siegburg über Ründeroth kommend, unseren Bahnhof. Nun waren wir an die weite Welt angebunden.

Durch diese Entwicklung teilt sich unsere Stadt in den engen, ursprünglichen Kern, die Alt- oder Oberstadt und das ca. 5 Km lange Tal, entlangder Kölner Straße, der B 55. Im September 1988 hatten wir 19000 Einwohner.

Für die 'Neustädter' könnte dieses Buch alte Erinnerungen wachrufen. Eigene Erlebnisse mit Menschen und Häusern lösen plötzlich Schmunzeln oder Wehmut aus. Viele ältere Bürger haben mir eine Anzahl lustige und traurige Geschichten erzählt, als ich sie nach den Bildern befragte. Die Vergangenheit wurde lebendig und ich !ernte meine Heimat besser kennen. Ungeahnte verwandschaftliche Beziehungen kamen zum Vorschein ... Häuser und ihre Bewohner wurden transparent.

Vieles hat sich in unserer Umgebung verändert, vieles ist erstaunlich gleich geblieben. Jedenfalls hat sich das Rad der Zeit bis 1930 langsamer gedreht als heute. Bis etwa zu diesem Jahr wurden die Bilder ausgewählt.

Unsere Wanderung durch Bergneustadt, an Hand der Bilder, beginnen wir mit einigen schönen Steindrucken. Danach sehen wir uns die Altstadt von feme an und gehen hindurch. Der Gang durch das Tal beginnt im Westen, entlang der Dörspe und der Kölner Straße bis ins Zentrum. Dann machen wir einen Absteeher ins Othetal. Über die Schafsbrücke erreichen wir die Kölner Straße wieder. Dieser folgen wir ostwärts bis nach Kleinwiedenest.

Viele haben mir geholfen, die vorhandenen Bilder zu bestimmen, und die Daten herauszufinden. Allen möchte ich von ganzem Herzen Dank sagen. An erster Stelle gilt mein besonderer Dank meiner Mutter, die mir aus ihrem langen Leben viel berichtet hat. Ferner danke ich herzlich Frau Charlotte Kiel, den Herren Günter Finkenrath, Hermann Menn, Werner Ohrendorf, Eugen Ospelkaus und meinem Bruder Albrecht. Sollten trotz sorgfältigen Berichtens doch Fehler entstanden sein, so bitte ich um Nachsicht. Um weiter an Post- und Heimatgeschichte arbeiten zu können, bin ich auf die Mitarbeit vieler Mitbürger angewiesen. Wenn Sie Karren, Bilder und Briefumschläge haben, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Allen Lesern wünsche ich viel Freude an unserer gemeinsamen 'Wanderung'.

1. Im Jahre 1901 feierte Bergneustadt 600 Jahre Stadtrechte. Eine offizielle Postkarte wurde zu dem Jubiläum aufgelegt. Wie zu der Zeit üblich, wurde die aufwendige Druckart der Lithographie gewählt. Die Originalkarte wurde in Vierfarbendruck hergestellt. Das obere Bild zeigt den Bliek zur Altstadt. Die zwei Tore auf den unteren Bildern wurden für die Festtage und den großen Umzug nachgebaut. Das linke Tor stand im Norden, am Jägerhof, das rechte im Süden, gegenüber der Villa Adolf Krawinkel. Links das Wappen von Bergneustadt.

2. Ein Bliek zur Altstadt. In der Mitte vorne sehen wir den Bahnhof. Links daneben die Gebäude der Textilfabrik Chr. Müller und Sohn. Rechts die evangelische Kirche, daneben die Volksschule. Im Mittelpunkt sehen wir die Villa Adolf Krawinkel.

3. Eine besonders schön gestaltete, dreiteilige Lithographie. Das große Bild zeigt wieder die Altstadt. Rechts oben sehen wir das 1887 erbaute Krankenhaus, links den Bahnhof. Die Karte wurde 1899 abgestempelt und verschickt.

4. Die BergneustädterTextielfabriken um die Jahrhundertwende: Links oben die Fa. K.F. Wahlefeld, Schönental, gegründet 1827. Links mitte die Fa. Christian Müller und Sohn, 1869 gegründet. Links unten B.G. Viebahn. Rechts der älteste, schon 1806 gegründete Betrieb Leopold Krawinkel. Die gezeichneten Abbildungen waren bestimmt mehr auf Werbung als auf naturgetreue Wiedergabe ausgerichtet. Die Karte wurde von der Fa. Carl Heinrich Bick hergestellt, der ersten Druckerei in Bergneustadt.

5. Von großer Wichtigkeit waren wohl die Gaststätten. Links die Wirtschaft Hermann Schürfeid, heute Bisterfeld. Darunter: Restauration von Ferd. Formstein, heute Gaststätte 'Zur Burg'. Mitte: Wirtschaft und Handlung von A. Röttger, heute Foto Bestgen und Herrenbekleidung Schördling. Rechts:

Restaurant G. Helmus, heute Hotel 'Feste Neustadt' (Stremme). Rechts unten der Bahnhof mit seinem Restaurant von B. Hesse. Die Gaststatte ist noch in Betrieb.

]Jergneusfadt

6. Ein Bliek vom 'Langenlöh' auf Bergneustadts Altstadt 1912. Aus der fast Vogelperspektive kann man gut erkennen, wie in dem alten Stadtkern die Häuser dicht um die Kirche gebaut wurden. Hier hat alles 1301 angefangen. Gegenüber der Kirche, rechts, stand früher die Burg. Der Ort war durch eine doppelte Ringmauer befestigt. Obwohl in der Zwischenzeit viel gebaut wurde, besteht immer noch eine unmittelbare Nähe zu Wiesen und Wäldern.

BERGNEUSTADT. Oberer Stadtteil

7. Bergneustadt von Westen. Auch hier ist die steile Hanglage gut sichtbar. An dieser Stelle waren lange Zeit noch Überreste der Stadtmauer zu sehen. Die vorderen Häuser stehen alle an der Wallstraße. Diese Bezeichnung deutet noch auf die ehemalige Befestigung hin. Ganz rechts das jetztige Heimatmuseum. Links, kaum sichtbar, der alte Friedhof, auf dessen Gelände heute das evangelische Altenheim steht.

Bergneustadt

8. Ein Bliek auf die Altstadt aus nordöstlicher Richtung. Die 'Stadt auf dem Berge' trägt zurecht diese Bezeichnung. Nach allen Seiten, bis auf Norden, fallen die Hänge steil ab. Diese Aufnahme wurde vom gegenüber liegenden Hügel, dem Bursten, fotografiert. Von links: Die Volksschule, Mittelschule (J ahre lang auch Kindergarten mit Tante Dora Meisenburg) , die evangelische Kirche, davor der abgerissene Konfirmandensaal. An seiner Stelle wurde 1938 der große Gemeindesaal gebaut. Daneben das Pastorat mit der Küsterwohnung. Das erste Fachwerkhaus war das Geschäft Bremiker, davor Bockemühl, jetzt kirchliches Gebäude, das 'Georg-Hollmann-Haus'. Das große Fachwerkhaus war Lager der Fa. Bockemühl. Ganz rechts das inzwischen auch abgerissene Haus des Schusters Heidorn.

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