Birkenwerder in alten Ansichten

Birkenwerder in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Gerald Quint
Gemeente
:   Birkenwerder
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6738-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenwerder in alten Ansichten'

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Einleitung

Birkenwerder ist ein herrlich gelegener Ort mit seinem Briesetal im Norden von Berlin, in der Mitte Brandenburgs. Mein Heimatort seit nunmehr über 40 [ahren soll in diesem kleinen Büchlein gewürdigt werden, begeht er doch irn Iahre 2005 den 650.Jahrestag der Ersterwälmung, durch den Markgraf'Ludwig der Römer' in einer Urkunde vom 24. Februar 1355.

Die überaus wechselvolle Geschichte Birkenwerders war immer vom Schicksal der umliegenden Gemeinden, einschließlich dem Amte Oranienburg, geprägt.

Die Kurfürstin Luise Henriette von Oranien erwarb den Ort im [ahre 1654 von einem Herrn von Kleist und teilte ihn wenige Iahre später unter sechs Freibauern auf Er wurde ein Vorwerk von Oranienburg. Seine Einwohner hatten ihren Beitrag für die kurfürstliche Hofhaltung in Oranienburg durch Hand- und Spanndienste, sowie Naturalabgaben zu leisten.

Mitte des 18. [ahrhunderts bemühte sich Friedrich der Große, die Einwohnerzahlen 'seiner' Dörfer zu erhöhen, denen man immer noch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und des gerade zu Ende gegangenen Siebenjährigen Krieges (17561 763) anmerkte.

So wurden um 1770 außer den sechs Freibauern noch vier Kossäten, zwei Müller, ein Krüger, ein Hirte sowie ein Küster im Dorf gezählt. Insgesamt bildeten etwa vierzehn Familien mit etwa 70-80 Personen die Dorfbevölkerung.

Das am 14. September 1811 von Friedrich Wilhelm lIL verkündete Gesetz über die gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse war nicht nur für Birkenwerder, sondern für die ganze Mark Brandenburg bedeutungsvoll. Es besagte, dass die ehemaligen Erbpächter der gutsherrschaftlichen Besitzungen durch Kauf zu freien Eigentümern ihrer Äcker werden konnten. Nun also waren die Bauern unseres Ortes auch Besitzer ihrer Grundstücke. Allerdings zog sich die Übertragung der Gehöfte noch einige Iahre hin, unter anderem durch die am 7. Juli 182 1 beschlossene Neuaufteilung der Feldmark (Separation).

Um 1840 begann in Birkenwerder die Produktion von Ziegeln, die in den nächsten 65 [ahren die Entwicklung des Dorfes prägte. Ziegeleiarbeiter und Schifferfamilien, die für den Transport der Ziegel zuständig waren, siedelten sich an.

Am 1 û.Iuli 1877 wurde der Betrieb der Nordbahn aufgenommen. Zwischen Berlin und Oranienburg fuhr eine Vorortbahn mit Halt in Birkenwerder, zuerst mit einer Dampflok bespannt, ab Herbst 1925 rollte der elektriflzierte Betrieb mit der S-Bahn.Viele Berliner entdeckten die Schönheit des Briesetals und der zahlreichen Seen in und um Birkenwerder, an so manchen Wochenenden kamen mehr als 11 000 Ausflügler. Viele von ihnen wurden zuerst 'Laubenpieper' und später dann 'Häuselebauer' und damit auch 'Neu-Birkenwerderaner' .

Um 1894 gab der letzte Bauer seine Äcker zur Parzellierung durch

die neu gegründete Terrainentwicklungsgesellschaft frei. Birkenwerder wurde damit endgültig zu einem gutbürgerlichen Villenvorort mit Gartenstadtcharakter, insbesondere das Territorium östlich der Bahnlinie. Dort wurde am 1. Juni 1898 ein Sanatorium eröffnet. Es wurde im Stilgemisch orientalischer und antiker Elemente erbaut. Der bekannte Schriftsteller Christian Morgenstern suchte zwischen 1905 und 1906 hier Heilung. Weitere herausragende Bauten, die den nun zügig aufstrebenden Ort kennzeichneten, waren die evangelische Kirche (1849) und das Rathaus. Im Kalender für den Kreis Niederbarnim aus dem [ahre 1914 ist hierüber folgendes zu lesen:

Und Birkenwerder kann stolz auf den arn 6.August 1912 eingeweihten Bau sein, der in Orten von der Größe dieset Gemeinde seinesgleichen nicht oft finder.

Der zu seiner Zeit sehr bekannte Städtebauer Prof Genzmer konzipierte Anfang 1 92 0 die großzügige Anlegung des ehemaligen Birkenplatzes, heute August-Bebel-Platz. Hierin integrierte Prof Genzmer den neuen Bahnhof von Birkenwerder sowie die am 20. Januar 192 8 neu in Betrieb genommene Post. Die ständig wachsende Einwohnerzahl führte auch zu mehr Schûlern, und so wurde 192 7 der Schulneubau mit einerTurnhalle und dem darunter liegenden Feuerwehrdepot für die bereits seit dem Iahre 1900 bestehende freiwillige Feuerwehr fertig gestellt. Schon 1929 war der 2. Bauabschnitt (neun Klassenräume) im Rohbau fertig. Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass Birkenwerder im [ahre 1938 zum zweiten Male hintereinander zum 'bestgepflegten Ort im Kreis Niederbarnim' gewählt wurde.

Wie sehr sich unsere Vorfahren um unsere Heimat bemühten, lässt sich auch heute noch an so manchen Stellen im Ort eralmen. Der Kreis Niederbarnim umfasste im [ahre 1932 eine Fläche von rund 140 000 ha und hatte etwa 170 000 Einwohner.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges begann auch für Birkenwerder die schwere Zeit des Wiederaufbaus.

In der ersten Juniwoche des [ahres 19 SS beging die Gemeinde ihr 600-jähriges Jubiläum und stolz blickte man auf das bis dahin erreichte zurück. Die Zeit der DDR hinterließ viele Wunden, die bis heute nicht verheilt sind.

Für die mehr als vierzig Gaststätten, die teilweise mitTanzsälen für mehrere hundert Personen ausgestattet waren, gab es keinen Bedarf mehr. Sie wurden zu Wohnräumen umgebaut.

Die finanziellen Mittel, aber auch Baumaterialien, waren sehr knapp und wurden rationiert. Wenig Neues entstand und so mancher hatte Mûhe, das Vorhandene zu bewahren.

Erst nach der (politischen) Wende, die durch den Mauerfall eingeleitet wurde, begann ein neuerlicher Aufschwung der Bautätigkeit. Dieser hält bis heute an und so wurden viele Häuser saniert bzw. neu gebaut.

Unsere Gemeinde wird wieder schöner und erlebenswerter.

Es gäbe noch viel zu berichten - nun - vielleicht im nächsten Büchlein. Zuerst einmal viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Bandes.

Frank Gerald Quint 23.Juli 2003

1. Das Wappen Birkenwerders ist noch recht jung. Ein unbekannter Künstler aus Kleinmachnow soll es entworfen haben. Die Gemeindeverwaltung von Birkenwerder stellte einen Antrag zur Führung eines eigenen Wappens. Der Oberpräsidem der Provinz Brandenburg besiegelte diesen Antrag am 3. September 1937. Damit erhielt die Gemeinde Birkenwerder erstmals das Recht ein eigenes Wappen zu führen.

2. Die ältesteAnsicht Birkenwerders stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es ist einAquarell eines unbekannten Künstlers. Das Bild zeigt das Fließ gleich hinter der Briesebrücke. Gut zu erkennen ist die Obermühle nnd auf der linken Bildseite die alte Kirche. Wo sie einst stand, erhebt sich heute das pfarrhaus.

Panorama

3. Dieser Kartengruß aus dem Iahre 1909 zeigt uns Birkenwerder im Wandel vom Bauerndorf zur Gartenstadt. Weitläufige Wiesen und Felder prägten das Landschaftsbild. Ganz rechts im Bild ist die alte Schmiede mit ihrer hohen Esse sehr gut zu erkennen.

4. Bei Einheimischen undAusf1üglern waren der Boddensee mit seiner Badeanstalt und das Briesetal mit seinem Bad sehr beliebt. Rechts im Bild durchzieht das Gleis der Nordbahn unsere wald- und wasserreiche Umgebung. Die Aufnahme wurde Anfang 1940 gemacht.

5. In einer Ausgabe des Briesetalboten aus dem [ahre 192 9 steht zu lesen, dass das Seebad Boddensee im [ahre zuvor gänzlich umgebaut und mit modernen Einrichtungen versehen worden ist. In Planung befand sich eine offene Terrasse, die direkt auf das Wasser gebaut werden sollte. In den siebziger [ahren des vergangenen Iahrhunderts brannte die Badeanstalt völlig nieder, wurde wieder aufgebaut und ist heute leider nicht mehr öffentlich zugänglich.

J

Badljirkenwerder

parti~ am "Boddensu

6. Das Angeln und, wie auf dieser Ansichtskarte sichtbar, das Kahn fahren auf dem See bereiteten besonderes Vergnügen. Spaziergänger flanierten auf der Boddensee-Promenade, die rund um den See führte, vorbei an weit über unseren Ort hinaus bekarmten Lokalen, wie das 'Japan' oder das 'Seeschlößchen'

7. Das Restaurant 'Seeschlößchen' besaß im Außenbereich einen Konzertgarten, der sehr idyllisch gelegen, direkt an den Boddensee grenzte. Die Gäste saßen arn Sonntagnachmittag gemütlich beim Tanztee und genossen den Tag. wie auf einer Karte aus dem [ahre 1 939 zu lesen stand.

8. Noch run 1905 sah das Restaurant 'Seeschlóßchen' so aus. Der Kaisersaal des 'Seeschlößchens' , mit seinem guten Parkett und der hervorragendenAkustik war schon weit über unsere Ortsgrenzen hinaus bekannt. Selbst 1974, als das Restaurant bereits als Kinderferienlager genutzt wurde, konnten wir Birkenwerderaner noch unsere Jugendweihe hier festlich begehen.

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