Blankenese in alten Ansichten Band 2

Blankenese in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Fritz Lachmund
Gemeente
:   Blankenese
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4864-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Blankenese in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Das schöne Blankenese, malerisch am Ufer der Elbe gelegen, hat seit jeher die Phantasie der Künstler beflügelt und die Blicke eines zahlreichen Publikums auf sich gezogen. So mancher Dichter, Maler und Fotograf hat die zeitlose Schönheit dieses ehemaligen Fischerdorfes in seinen Werken schöpferisch verewigt. Bedeutende Vertreter niederdeutschen Schrifttums - so zum Beispiel Gustav Frenssen, Richard Dehmel und der erst kürzlich verstorbene Hans Leip - fanden hier zeitweilig eine Heimat. Die Frenssenstraße und Richard-Dehmel-Straße erinnern noch heute daran.

Blankenese darf für sich in Anspruch nehmen weltweit bekannt zu sein, liegt es doch am großen Elbstrom, einem internationalen Schiffahrtsweg, und Fahrzeuge aller Nationen haben seit Jahrhunderten mit ihren Kielen die Wasser der Elbe bewegt; sie alle mußten am Süllberg und dem 'Bull'n', der alten Hauptlandungsbrücke, vorbei, denn ihr Ziel war die große Handelsmetropole Hamburg und später auch Altona, das am gleichen Strom lag.

In Blankenese, das erstmalig 1302 erwähnt wird, vollzog sich im Laufe der letzten 100 Jahre ein ent-

scheidender Wandel vom einstmals kleinen Fischerdorf zum Ortsteil Altonas (1927). Ein Jahrzehnt später ging es dann - zusammen mit Altona und den übrigen ehemaligen Elbdörfern - letztendlich durch einen 'Verwaltungsakt' in Hamburg auf.

Die rasante Entwicklung der Ortschaft setzte vor allem durch den 1867 eröffneten Bahnhof ein, der eine schnelle Verbindung von Hamburg und Altona aus gewährleistete. Immer mehr Bürger ließen sich an Sonn- und Feiertagen die frische Brise am Elbstrand um die Nase wehen und bald setzte auch eine vermehrte Bautätigkeit ein, denn man begann nun besonders die landschaftlichen Reize zu entdecken. Zwischen die vielen urtümlichen Fischerhäuser in Holzfachwerk mit Reetdach drängten sich bald die großen Villen gutsituierter Bürger im damals so beliebten 'Schweizerhausstil'. Um die Jahrhundertwende begann dann für einige Jahre der 'Jugendstil' zu dominieren, von dem noch etliche hübsche Beispiele Zeugnis ablegen, so unter anderem das ehemals Behrmann'sche 'Strandhotel', das 1902 erbaut wurde. Neben der seit langem bestehenden Wasserverbindung nahm im Jahre 1899 auch noch eine Straßenbahn

ihre Fahrten auf, um so das schon vorhandene Verkehrsensemble weiter zu vervollständigen. Diese erste 'Elektrische' bewältigte ursprünglich die Riesenstrecke zwischen dem 'Zoll' in Barmbek und dem Mühlenberger Weg in Blankenese. Ab 1901 fuhr die Bahn dann nur von Altona-Ottensen aus, bis sie im Januar 1921 ganz eingestellt wurde. Als die Straßenbahn gegen 1900 in Erscheinung trat, hatte der Ort erst rund 4 000 Einwohner mit Ausnahme der benachbarten Gemeinden Dockenhuden und Mühlenberg, die erst 1918 zu Blankenese kamen.

Der Bildteil des vorliegenden Bandes setzt sich aus zeitgenössischen Fotos und Ansichtskarten zusammen. Schon früh nahmen sich die Fotografen der reizvollen Gegend an. So geht zum Beispiel eine handkolorierte Aufnahme des Strandweges auf die Zeit um 1850 zurück; sie stammt aus der Werkstatt von Charles Fuchs, der bereits in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dieser neuen Technik huldigte. Zu den bekanntesten Interpreten darf man bis zur J ahrhundertwende - neben dem schon erwähnten Fuchs - die Herren Champé, Koppmann, Strumper, Priester, etc. zählen.

Man darf die Ansichtskarte ruhig als Kind der Fotografie bezeichnen, diente sie doch den meisten Stücken als Vorlage. Schon 1879 erschien ein Motiv mit Ansicht des Süllberges, der hier noch ohne die heute bekannte, burgähnliche Restauration zu sehen ist. Im gleichen Jahr etabliert sich der Verlag Johannes Kröger, der dann durch fast ein volles Jahrhundert Herausgeber der so beliebten 'Norddeutschen Nachrichten' war. Er wird - neben dem altbekannten Papiergeschäft von Carl Roth - einer der frühesten und eifrigsten Verleger von Ansichtskarten.

Bis Ende der neunziger Jahre ist eine kaum übersehbare Zahl von Verlagen hinzugekommen. So unter anderem die Firmen Knackstädt & Näther, Kumm Gebr., Glückstadt und Münden, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Nach dem Ersten Weltkrieg verflachte die Ansichtskartenproduktion. Phantasieund Mannigfaltigkeit der Motive ließen zu wünschen übrig. Freuen wir uns daher an den hier wiedergegebenen Ansichten, die in reicher Auswahl einen Querschnitt durch das Blankenese von gestern und vorgestern zeigen.

Fritz Lachmund

Gruss aus ct m Bahnhof Blankenese

1. Der alte Bahnhof zu Blankenese, hier in einer Aufnahme aus der Zeit um 1905, hat in seiner Indienststellung 1867, wohl Millionen Passanten gesehen, die an den nahen Elbstrand eilten. Die frische und reine Luft, die von der EIbe herüberwehte, und der noch reine Sandstrand, luden zum Verweilen ein.

Hotel. Restaurant u. Café, Inh. Paul Hartig, Blankenese, Femspr. 112

2. Auf ihrem sonntäglichen Gang zum EIbestrand kam man etlichen Bierquellen vorbei und viele gelangten erst spät oder gar nicht zum Elbstrand - sie hatten ihren Durst schon vorher gestillt und ließen sich nun vollaufen; und der Strand erst, hier reihte sich ein Restaurant an das andere. Eine Ansicht von 1923 zeigt das Café Hartig mit den derzeit noch stehenden Häusern.

Bahnhofs-Hotel - Café-Restaurant Be s.: PAUL HARTIG. Blankenese.

3. Der erste Tempel wo Gambrinus geopfert wurde lag schon am Anfang der Bahnhofstraße. Es nannte sich ganz passend 'Bahnhofs-Hotel'. Eine Aufnahme von 1923 zeigt die Bahnhofstraße in völlig verändertem Zustand. Die schönen alten Bäume sind verschwunden und auch die meisten Häuser stehen nicht mehr. Interessant eine Innenansicht aus dem Jahr 1919.

4. In der Dormienstraße, unter der Nr. 9, befand sich seit etlichen Jahren das Café und Restaurant 'Sängerheim'; ein gemütliches Lokal, das in der Bevölkerung großen Anklang fand. Gegen 1972, nach erfolgtem Umbau, zog hier später die Fa. Carl Seemann & Söhne ein. Die vorliegende Ansicht stammt noch aus dem Jahr 1924.

5. Das hier gezeigte Blatt, gesehen aus Richtung Strandweg, etwa 20 Meter hinter 'Krögers Treppe', kam um die Jahrhundertwende heraus. Die großen Bäume in der Bildmitte stehen seit langem nicht mehr. In der Ferne kann man noch das SüllbergRestaurant erkennen.

;ßlanßenese.

Hauptstrasse.

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6. Ein origineller Einfall, ein Straßenbild auf eine Palette zu bannen. Man zeigt einen Abschnitt der Blankeneser Hauptstraße um 1900. Vorn links das Feinkostgeschäft von Börcherts und gleich daneben die Papierwarenhandlung von Ostermann, im Hintergrund die große Villa von Hesse, die einem stocknüchternen Neubau weichen mußte.

7. Bei der hier gezeigten Aufnahme 'Grube' dürfen wir einen Bliek in eine Straße tun, die - nach einem zeitgenössischen Adreßbuch - als die älteste Straße von Blankenese gilt. Sie wird auf 600 bis 800 Jahre geschätzt und in früherer Zeit 'In de Grov' genannt. Die langsam ansteigende Straße mündet in die Blankeneser Hauptstraße.

Gruss aus Restaurant zum Bäcker Inhab. R. Holz

ßlank~n~s~ Strandweg

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8. Zwischen 'Rutsch' und 'Strandweg', am oberen westlichen Teil dieser Straße, präsentiert sich seit vielen Jahren das Restaurant 'Zum Bäcker', derzeit von R. Holz geführt. Ganz hinten kann man rechts, umlagert von einigen Fischereifahrzeugen, die Hauptlandungsbrücke, den sogenannten Bull'n erkennen.

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