Blomberg in alten Ansichten

Blomberg in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Schlingmann
Gemeente
:   Blomberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1206-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Blomberg in alten Ansichten'

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GELEITWORT

Wer sich mit Blomberg und den Bürgern dieser Stadt verbunden fühlt, begrüßt die Herausgabe des Bildbandes 'Blomberg in alten Ansichten', man könnte auch sagen: 'Blomberg, wie es unsere Großeltern oder Urgroßeltern kannten und erlebten.'
Vieles hat sich inzwischen geändert, und manches ist in der Erinnerung verblasst.
Ich danke der Stadtsparkasse Blomberg für die Initiative, in Form dieser Bildersammlung an die 'gute alte Zeit' zu erinnern.
Ich wünsche unserer Sparkasse zum 110jährigen Bestehen weiterhin eine gute Entwicklung.
Blomberg, eine in sieben Jahrhunderten 'gewachsene' Stadt im lippeschen Südosten, wird mit den in liebevoller Kleinarbeit zusammengetragenen Bildern aus vergangenen Zeiten sicherlich unter den Lesern dieses Buches weitere Freunde gewinnen.

Heinrich Fritzemeier Bürgermeister

ZU DIESEM BUCH

Der vorliegende Bildband, seit langem geplant und zum 110 jährigen Bestehen der Sparkasse erstellt, möchte alle Bürger, Gäste und Freunde unserer Stadt in dieser schnelllebigen Zeit zur Muße und zu einem Rückblick in die Lebensweise der 'Blomberger' von 1875 bis 1930 anregen.

Selbstverständlich war es nicht möglich, eine komplette Bildersammlung aus dieser Zeit zusammenzustellen. Allen, die durch die Überlassung alter Fotos und Postkarten zum Entstehen dieses Buches beigetragen haben, danken wir herzlich. Unser besonderer Dank gilt dem Verfasser dieses Bildbandes, Herrn Stadtamtsrat Rudolf Schlingmann aus Blomberg. Verfasser und Sparkasse bitten alle Leser, in Familienalben oder Kommoden schlummernde Bilder und Postkarten aus 'alten Zeiten' leihweise zur Verfügung zu stellen, da diese Arbeit fortgesetzt und vervollständigt werden woll. Möge dieses Buch eine freundliche Aufnahme finden und zugleich Ausdruck der traditionell engen Verbindung aller heutigen und ehemaligen Bewohner Blombergs mit IHRER Sparkasse sein.

ST ADTSP ARKASSE Blomberg/Lippe

Müller Vogt

EINLEITUNG

Die verkehrsreiche Bundesstraße 1 berührt auf ihrem weiten Lauf von Aachen bis Berlin innerhalb Lippes einen Raum, der schon in der Zeit der Hanse einen lebhaften Verkehr aufwies. Im Postbetrieb des Generalpostmeisters von Thurn und Taxis war Blomberg, die einstige lippesche Residenz, ein wichtiges Relais. Hier wechselten die Schnellposten ihre Pferde. Also schon in dieser Zeit pulsierte reges Leben in dem malerischen Städtchen. Der Besucher, der heute das 'Niedere Tor', das einzige erhaltene Stadttor in Lippe, durchfährt, wird augenblicklich von dem Zauber einer reizenden Kleinstadt eingefangen, dem er sich auch dann nicht entziehen kann, wenn der Besuch nur nüchternen geschäftlichen Aufgaben gilt. Aber die alte 'Nelkenstadt' - man sucht die Nelken heute zwar vergebens, jedoch man atmet noch ihren Duft - hat weitaus mehr zu bieten, als ein mittelalterliches Stadtbild und eine ehrwürdige Historie. (Apropos Nelkenstadt: In der Tat hat sich Blomberg dieses Attribut einmal verdient, denn einst waren Blomberger Nelken in weiten Teilen der Welt bekannt, und wenn sie sogar in Japan, dem Land mit einem ausgeprägten Gefühl für Stilfeinheiten, Heimstatt fanden, zeugte das für den Ruf der Blomberger Nelkenzucht.)

Heute verbinden sich in der Metropole des naturgesegneten lippeschen Südostens mit den Zeugen aus einer längst vergangenen Zeit moderne Einrichtungen, so dass Touristen, die Spuren einer historischen Vergangenheit suchen, ebenso befriedigt werden, wie jene, die auch modernes Leben verspüren wollen. Die nach der Gebietsneuordnung im Jahre 1970 15 000 Einwohner zählende Stadt ist eine der reichsten Waldbesitzerinnen des Landes. Davon zehrt nicht nur der Stadtsäckel. Ein solcher Reichtum kommt sowohl der eigenen Bevölkerung als auch den auswärtigen Besuchern zugute. Blomberg besitzt seit Jahren ein voll ausgebautes Schulzentrum ; Kulturelles Leben zeigt sich überall in den alten Straßen und Gässchen, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, in einem unversehrten 'Museum' zu weilen, in dem es nicht nach Moder riecht. Zahlreiche Sportanlagen (unter anderem ein idyllisch gelegenes Freibad) sind selbstverständliche Einrichtungen einer modernen und zugleich alten Kleinstadt, die seit dern Jahre 1283 Stadtrechte besitzt.

Der Verfasser hat aus einer Vielzahl zusammengetragener alter Fotos eine Auswahl aus der Zeit seit der Entstehung der Fotografie in der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zum Ende der zwanziger Jahre in diesem Bildband von Blomberg zusammengestellt. Sie sollen einen Überblick verschaffen über vergangene Tage, ihre Ereignisse, ihre Menschen, über ihre Lebensart, also schlechthin ein Bild davon vermitteln, wie es früher einmal war.

1. Die Keimzelle der Stadt Blomberg ist die mittelalterliche Bebauung nahe der Burg. Diese wurde in strategisch günstiger Lage auf einem nach Westen weit ausladenden Bergvorsprung errichtet, der überaus schroff in das Diestelbachtal abfällt. Die Altstadt hat ihre Grundstruktur, die das Luftbild aus den zwanziger Jahren deutlich erkennen lässt, bis heute erhalten. Ihre historisch gewachsene Geschlossenheit ist recht eindrucksvoll. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten eine wesentliche Ausdehnung nach Norden und Osten erfahren. Am Nordrand des Bildes der Schornstein des damaligen städtischen Elektrizitätswerkes.

2. Vom Hohen Feld aufgenommen ist dieses Bild im Jahre 1909. Es bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt. Deutlich erkermbar ist die alte Stadtmauer, die auch heute noch in großem Umfang erhalten ist. Entlang der Stadtmauer bis zur Burg verlaufen jetzt gut ausgebaute Spazierwege und bilden mit den übrigen dort befindlichen Anlagen die 'Stadtpromenade'. Das große Gebäude an der Stadtmauer, die frühere 'Bürgerschule', wurde im Jahre 1923 durch ein weiteres Stockwerk vergrößert und beherbergt jetzt die Grundschule der Kernstadt. Unterhalb der Schule, am Diestelbach, die ehemalige Rosshaarspinnerei Gebrüder Koch.

3. Auf dem nach Windmühlenart angelegten Marktplatz (die dort mündenden Straßen führen in den vier Ecken auf den Platz) steht das nach Art des Niedersachsenhauses im Jahre 1589 erbaute Rathaus. Es zeigt von allen Fachwerkbauten der Stadt die reichste Ausgestaltung. Auf zweigeschossigem Steinunterbau mit gekuppelten Fenstern erheben sich drei gleichartige Fachwerkgiebel mit starker, in allen Teilen der Konstruktion überraschend fein und reich gegliederter Auskragung. Ein vierter Giebel an der Neuen Torstraße ist gleichfalls überreich mit geschnitzten Gesimsen, Balkenköpfen und Füllhölzern geziert. Abwechslungsreiche Farbgebung steigert die Wirkung. Überall befinden sich sinnvolle Inschriften. Das Bild aus der Zeit um 1880 ist das älteste vorhandene Foto des Rathauses. An der Stelle des benachbarten Bürgerhauses befindet sich heute ein Verwaltungsgebäude der Stadt.

4. Durch die Reformen des Freiherrn vorn Stein wurde die ständische Verfassung abgelöst. Die Städteordnung vorn 16. März 1843 führte als allgemeine Vertretung der Bürger die Stadtverordneten ein, die aus allgemeinen Wahlen der Bürgerschaft hervorgingen. Daneben bestand der Magistrat, bestehend aus dem hauptamtlichen Bürgermeister und mehreren Ratsherren. Im Bild stellt sich der von 1896 bis 1904 amtierende Magistrat der Stadt Blomberg vor.

5. Der überall stark auffallende altertümliche Charakter der Stadt tritt am deutlichsten in der Burg hervor, die in allen Teilen so gut erhalten ist, daß nur die gepanzerten Ritter fehlen, um die Illusion mittelalterlichen Lebens hervorzuzaubern. Der Burghof ist als offenes Viereek von den drei Flügeln der Burg umgeben. Der Anblick der Holzfinnen auf dem im Jahre 1912 entstandenen Bild lässt ahnen, dass die einstigen Gemächer der lippeschen Fürsten zweckentfremdet sind. Sie dienten lange Zeit als Wohnungen einheimischer Bürgerfamilien. Ein besonderes Schmuckstück der Burg ist der Steinerker, der in seinem Aufbau und seiner Gliederung das Können des Baumeisters verrät. Um das wertvolle Kulturdenkmal der Allgemeinheit zu erhalten, übernahm der Landesverband Lippe im Jahre 1971 die Burg und baute sie zu einem Hotelkomplex besonderer Prägung aus.

6. Ein hervorragendes Beispiel vollendeter Fachwerkschnitzerei: Der Nordgiebel des Ostf1ügels der Blomberger Burg. Der Ostflügel entstand im Jahre 1569. Sein Nordgiebel weist eine Fülle an Schmuckformen auf; besonders charakteristisch ist der reich geformte breite Blattrankenfries. Das Bild aus dem Jahre 1911 zeigt den Giebel noch vor seiner völligen Renovierung.

7. Wir sehen im Bild die alte ehrwürdige Burglinde, schon damals ein Wrack, aber noch heute voll Kraft und Lebensmut. Sie ist immer noch die Erste, die mit ihrem frischen Grün den Frühling verkündet und weit ins Land hinausleuchtet. Ihre Zweige rauschen heute noch genau so stolz wie damals, als vor Hunderten von Jahren die Grafen zur Lippe hier ihre Lehnstage abhielten. Von dem Rondell, auf dem sich die Linde befindet, bietet sich ein herrlicher Fernblick ins blühende Blomberger Becken bis zu den Höhen des Teutoburger Waldes. An dieser Seite wird die Stadt in weitem Bogen von der noch vollständigen Stadtmauer umzogen.

8. Völlig verändert hat der Pideritplatz sein Aussehen. Die knorrigen Eichen sind verschwunden, sehr zum Leidwesen der Naturschützer. Das im Hintergrund erkennbare Haus Wedeking ist abgerissen, ebenso das rechts im Bild sichtbare Feuerwehrgerätehaus mit dem Steigerturm. Der Pideritgedenkstein, hier noch von einer Kettenabsperrung eingefasst, befindet sich jetzt im sogenannten Schweigegarten neben dem Amtshaus. Der gesamte Pideritplatzbereich wurde vor einigen Jahren zu einem großen Autoparkplatz umgestaltet.

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