Bockenem in alten Ansichten Band 2

Bockenem in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Klaube
Gemeente
:   Bockenem
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5429-1
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockenem in alten Ansichten Band 2'

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VORWORT

Im Jahre 1982 erschien der Band 'Bockenem in alten Ansichten', der, stark nachgefragt, mittlerweile seine dritte Auflage erfahren hat. Dem mehrfach geäußerten Wunsch nach einem zweiten Band soll nun - zehn Jahre später - entsprochen werden.

In der Konzeption geändert sind der Aufbau und die Präsentation der Bilder sowohl zeitlich als auch thematisch geordnet. Die Zeitspanne der Betrachtung setzt wiederum vor 1900 ein und endet in den siebziger Jahren, als die Eigenständigkeit der 17 Dörfer rund um Bockenem am 1. März 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform ihr Ende fand und die Stadt ihren neuen Zuschnitt erhielt. Damit schließt dieser Bildband inhaltlich vor rund zwanzig Jahren ab. Mit Bedacht wurde in dem hier behandelten Zeitraum die Epoche zwischen 1933 und 1945 berücksichtigt, die im Ambergau bislang meist ausgespart blieb. Schließlich muß auch dieser Abschnitt als prägend eingeschätzt werden.

Die jeweilige Dokumentation fällt quantitativ

und inhaltlich unterschiedlich aus, und zwar bedingt durch die Menge des in der Gegenwart noch vorhandenen und damit greifbaren Bildmaterials. Dieses stammt zu einem großen Teil aus dem reichhaltigen Archiv des Bockenemer Heirnatmuseums, zum anderen von Privatpersonen, denen an dieser Stelle - der Museumsleiter Rudi Meiler eingeschlossen - herzlich Dank zu sagen ist.

Es versteht sich, daß nur solche Bilder eingebracht wurden, die im ersten Band noch nicht Verwendung fanden. Insofern zeichnen sich beide Bände durch eine große Reichhaltigkeit des Materials aus und stellen zugleich ein wichtiges Kompendium und ein Zeitdokument zur Geschichte der Stadt Bockenem und des Ambergaus in dem grob gegriffenen Zeitraum zwischen 1870 und 1970 dar.

Möge die Gesamtausgabe bei den Lesern zum Verständnis der gewachsenen Strukturen dieses Raumes beitragen.

Bockenem, den 26. Mai 1992

Manfred Klaube

I. Um auch dem Ortsfremden ein Gesamtbild von Bockenem zu vcrrnitteln, steht am Beginn eine Luftaufnahrne , die aus den Jahren 1967/68 stammt. Sie zeigt etwa SO Prozent der Fläche der damaligen Stadt; irn Mittelteil die Altstadt mit St. Pankratins und mil der noch bestehenden St.-Clemens-Kirche. Der Ausbau im Osten umfaßt die Stormstraße und ist übcr die Martin-Luther-Straße noch nicht hinausgcgangen. Die Hauptschule Ambergau steht in ihrer ersten Ausbaustufe. Das Weulesche Fabrikgelände ist cbenso noch vorhanden wie der voll mit Sommerlinden bestandene Markt, das Hotel Kaiserhof und die in jener Zeit noeh arbeitende Zentralmolkerei Ambergau. Sehr schön zeigt die Aufnahme den Abschluß des Ambcrgaubeckens irn Osten mit dem südlichen Hainberg und der Braunen Heide, dazwischen den Übergang von Mahlum nach Bodenstern. (Museum Bockenem.)

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2. Die Aufnahme ist vor 1918 von cinem Standort irn Südwesten der Altstadt gemacht worden, über den sich in der Gegenwart die Wilhelrn-Busch-Straßc zicht. Im Vordergrund fließt der Ortshäuser Bach. Es folgt die Anlage des vormals mittelalterlichcn Dorfes Bockenern mit Südwall, Winkel und Rodentau. und daninter erhebt sich der Kirchberg (Papenberg) mit St. Pankratius. Das Dorf Bockenem wird erstmals 1154 genannt: das Stadtrecht wurde (urn) 1300 verliehen. (Museum Bockenem.) Zur Gcschichte von Bockenem: I) Buchholz, Friedrich: Geschichte von Bockenem; Neuauflage, Hildesheim 1975; 2) Günther , Friedrich: Der Ambergau; Walluf 1974 (unveränderter Neudruck der Ausgabe von 1887); 3) Klaube , Manfred: Beitrage zur Entwicklung der Siedlungs- und Wirtschaftslandschaft im Arnbergau bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts: Bd. 15 der Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim. Hildesheim 1985.

3. Die Gastwirtschaft 'Zum Alten Amtshaus' erhielt ihren Namen in der Zeit nach 1850. Am 1. Oktober 1852 nämlich wurde im damaligen Königreich Hannover eine Justizreform in Kraft gesetzt und entstand das Amt Bockenem. In Ermangelung geeigneter Räumlichkeiten richtete man es zunächst in der Gastwirtschaft Friedrich Dormeyer (Ecke SchlangenwegIWasserstraße ) ein, und zwar im ersten Geschoß das Richterzimmer , in der Parterre die Haftzellen, in dieser Funktion die Gerichtsbarkeit betreffend. Da die Räumlichkeiten aber bald zu klein wurden, ergriff man die Gelegenheit, nach dem Großen Brand des Jahres 1847 einen Platz in der Königstraße, nämlich die vormalige Tabakfabrik Giesecke (das spätere Amtsgericht) zu kaufen. Als die obenstehende Aufnahme um 1900 gemacht wurde, firmierte das Gebäude längst wieder als Gastwirtschaft. (Museum Bockenem.)

lJcc1(el7em. Königstraße mit flmtsgericht

4. In der Aufnahme aus dem Jahre 1925 steht links das Brauergildehaus und als übernächstes das Amtsgericht. Das erstere bestand sowohl als Versammlungsstätte der Bockenemer Brauer als auch als Brauhaus. Das Anwesen des späteren Amtsgerichts dagegen hatte man um 1800 als Tabakfabrik (G.A. Giesecke Erben) gebaut; ein Unternehmen mit etwa 15 Bcschäftigten, in dern unter anderem Zigarren hergestellt wurden. Zusammen mit den umliegenden Gebäuden wurde es beim Großen Brand vom 9. auf den 10. April 1847 eingcäschert. Aufgekauft dann von der zuständigen Landesbehörde richtere man auf dieser Stelle das Bockenemer Amtsgericht ein; im linken Flügel die Richterwohnung. im rechten das Gericht. das mit der Gebiets- und Verwaltungsreform des Jahres 1974 aufgelöst wurde und mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten nach Hildesheim kam. (Museum Boekertem. )

5. Der Hohe Weg in Bockenem erstreckte sich zwischen der Kurzen Straße (heute Königstraße) und der Judenstraße. An ihn schloß sich bis zum Lappenberg hin die Lange-Burg-Straße an. Die Aufnahme aus den Jahren 1902103 zeigt links das Kaufhaus Wilhelm Grussendorf , das unter diesem Namen bis etwa 1943 bestand und in der Gegenwart - ab 1979 - in der Hand von Dieter Hoffmeister ist. Rechts an der Ecke bestand das Papiergeschäft Pichelmeyer. Dieses Anwescn, das einern Sattlermeister Fikuart gehörte , kaufte 1903 der Schuhmacher Louis Stallmann, der damit sein Geschäft aus dem Rodentau 22 in die Kurze Straße (Königstraße 22) verlegte. Der am Ende des Straßenzugs zu erkennende Schornstein gehörte zu damaligen Fabrik Weuie. (Museum Bockenem. )

Bockenem a. Harz

Kurze Siresse

6. Die Kurze Straße verlief zwischen der heutigen Marktstraße und der Bönnierstraße, mithin zwischen 'Dormeyer' und 'Stallmann' . Auf der linken Seite zeigt das vor dem Ersten Weltkrieg aufgenommene Bild das Geschäft des Schuhmachers Louis Stallrnann. auf der rechten das Anwesen des Landwirts AIIers. Im Hintergrund ist das Amtsgericht zu sehen, dieses in der Königstraße, die zwischen Marktstraße und Schlangenweg verlief. (Museum Bockenem. )

BOCKENEM Langeburgstrasse

7. Ganz idyllisch mutet die Lange-Burg-Straße an , auf der um die Jahrhundertwende verschiedene Schuhmacher und Tischler und zum Lappenberg hin zahlreiche Arbeiter und Tagelöhner wohnten. Deutlich erkermbar in der Verbindung von Wohnhaus/Scheune und Toreinfahrt bei den Anwesen wird der vormalige Ackerbürger-Charakter der Stadt; Ackerbürger nämlich in der ursächlichen Verknüpfung von Handwerk/Handel und Landwirtschaft. Am Ende der Straße steht die für die damaligen Bewohner unverzichtbare Wasserpumpe, Schucke genannt; und der Lappenberg. auf dem sich im Mittelalter die ehemalige Bockenemer Stadtburg befand, schließt um 1900 mit der Turmuhrenund Glockenfabrik Weule ab. (Museum Bockenem.)

8. Die beiden Anwesen Königstraße 14 und 15 gehörten um 1900 dem Kaufmann Otto Lindenberg. Die 'Sparkasse des Kreises Marienburg zu Bockenern' , hervorgegangen aus der 'SparCasse zu Bockenem' mietete 1887 Büroräume in dem Lindenbergsehen Haus Königstraße 14 (auf dem Bild links) und betrieb das Geschäft hier bis zum Jahre 1902. Otto Lindenberg selber unterhielt einen Gemischtwarenladen mit den beiden Hauptposirionen Lebensmittel und Eisenwaren. Die darunterstehende Aufnahme zeigt zur gleichen Zeit den Lindenbergsehen Garten, der von Rudolf Lindenberg irn Jahre 1938 in seiner Größe von 3 360 Quadratmetern an die Sparkasse Bockenem verkauft wurde, die darin den Neubau ihrer HauptsteIle - die heutige Kreissparkasse Bockenem - errichtete. (Ernst Lindenberg, Bockenem.) Verwiesen wird in diesen Zusammenhang auf den Beitrag '125 Jahre Sparkasse in Bockenem' in: Klaube , Manfred: Aus [rûherer Zeil, Hildcsheim 1982.

..R~~ &<~;t'~ L/- ~. Bockenem ""<I' dJ'.

rsonrnerstrasse.

9. Den Hauptzugang nach Bockenem hinein bildete stets die Bönnierstraße. Hier stand auch das Bönnierthor, die am stärksten befestigte Stelle der mittelalterlichen Stadt. Dicses Tor wurde 1828 abgerissen. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1900; die Brücke im Vordergrund verläuft über den vormaligen Mühlengraben. (Museum Bockenem.) Zur weiterführcnden Literatur wird verwiesen auf:

Klaube, Manfred: Die Stadt Bockenem 1847 im Iahr des Großen Brandes und die Gegebenheiten in den Iahren davor und danach; Bockenem (Braunschweig). 1988.

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