Boppard in alten Ansichten Band 2

Boppard in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ferdinand Benner, Hans-Dieter Kreuz und Prof. Dr. Ferdinand Pauly
Gemeente
:   Boppard
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5156-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Boppard in alten Ansichten Band 2'

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ZUMGELEIT

Die Stadt Boppard - Perle am Rhein im Tal der Loreley - hat eine rund 2 OOOjährige Geschichte:

Keltische Besiedlung: 500-55 v. Chr. Römische Herrschaft: 55 v. Chr.-406 n. Chr. Fränkischer Machtbereich: 406-919

Mittelalterlicher Winzer- und Bauerngerneinde: 919-um 1200 Freie Reichsstadt: um 1200-1312

Kurtrierische Grenzstadt: 1312-1794

Französische Besatzung: 1794-1815

Preußische Kleinstadt: 1815-1945

Rheinland-pfälzische Fremdenverkehrsstadt: ab 1945

Der erste heimatkundliche Bildband 'Boppard in alten Ansichten' erschien 1978 und wurde bearbeitet vom früheren Bopparder Bürgermeister und VVV -Vorsitzenden Dr. Alexander Stollenwerk. Der Herausgeber des vorliegenden zweiten Bandes ist der Verkehrs- und Verschönerungs-Verein Boppard 1872 e.V. (VVV Boppard). In dem Buch soll ein kleiner Abschnitt aus der Geschichte der Stadt in Bild und Text dokumentiert werden. Es handelt sich um die Zeitspanne von 1880 bis 1930. Was in diesen fünfzig Jahren unter anderem in Boppard geschah, ist in nachfolgender Übersicht zusammengefaßt:

1882 Gründung einer Fortbildungsschule (Berufsbildende Schule) in Boppard;

1883 Boppard erhält ein Postamt 1. Klasse;

1883 zwei Söhne von Michael Thonet (1796-1871) - Erfinder der Möbel aus gebogenem Holz - kehren von Wien nach Boppard zurück;

1885 Pauline Herber gründet in Boppard den Verein Katholi-

scher deutscher Lehrerinnen;

1886 Einweihung des 'Alten Rathauses' am Markt; 1887 Großbrand zwischen Oberstraße und Markt;

1887 Gründung der Oberen Niedersburger Nachbarschaft; 1887 Einweihung des Erweiterungsbaues der evangelischen

Christuskirche ;

1887 Viehzählung in Boppard: 332 Rinder, 64 Pferde;

1888 Joh. Bapt. Berger, von 1833 bis 1888 Katholischer Pfarrer in Boppard, verstorben;

1892 Bürgermeister Josef Syree, von 1848 bis 1892 Stadt-

oberhaupt, tritt in den Ruhestand;

1892 Gründung der Tumgesellschaft Boppard (TG); 1894 mehrere Großbrände in der Stadt;

1895 Prof. Dl'. Franz Büchner, Pathologe, in Boppard geboren;

1896 Bau des Lehrerinnenheimes in der Simmerner Straße ab 1973 Altenheim St. Marien;

1898 Eröffnung des Aussichtspunktes 'Gedeonseck';

1898 Bopparder Winzer schließen sich zu einem Verein zusammen;

1899 Boppard erhält Fernsprechbetrieb;

1901 der Komponist Engelbert Humperdinck (1854-1921) wechselt seinen Wohnsitz von Boppard nach Berlin; 1902 Prof. Dr. Fritz Straßmann, Mitentdecker der Atomkernspaltung, in Boppard geboren;

1904 Eröffnung des Alumnats St. Michael, heute Gemeindezentrum;

1906 Einweihung des Neubaus des Bopparder Gymnasiums in der Mainzer Straße;

1908 Eröffnung der Hunsrückbahn Boppard-Simmern;

1909 Niederlassung der Barmherzigen Brüder - Krankenbrüder - im ehemaligen Karmeliterkloster;

1910 Maria Terwiel, Juristin und Widerstandskämpferin im Dritten Reich, in Boppard geboren;

1911 die Franziskanerinnen - ambulante Krankenpflege kommen nach Boppard;

1912 Gründung des Bopparder Heimatmuseums;

1918 im Gebäude der ehemaligen Kaltwasserheilanstalt Marienberg richten die Ursulinen eine Schule mit Internatein;

1921 500 Jahre Orgelbornskirmes;

1922 Gründung des Ruderclubs Germania;

1923 die Separatisten wollen in Boppard die Anerkennung der Rheinischen Republik erzwingen;

1926 das Bopparder Lehrerseminar schließt seine Pforten;

1930 125jähriges Bestehen des Gymnasiums.

Fotos waren schon immer wichtige Erinnerungsstücke längst vergangener Zeiten. Sie können für uns heute ungewöhnliche und der Vergangenheit angehörende Situationen und Traditionen dokumentieren. Nicht immer sprechen Fotos für sich allein. Sie bedürfen der Information durch Kurztexte, damit sich der Betrachter 'ein vollständiges Bild' über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten machen kann.

Für die Bereitstellung der Fotos bedanke ich mich bei den Herren Hans-Dieter Kreuz, Claus Daiber, Erich Martin Hermanspahn, Robert Beringer und Kurt Rollfinke.

Die notwendigen Bilderläuterungen des vorliegenden zweiten Bandes schrieben Hans-Dieter Kreuz und Prof. DDr. Ferdinand Pauly, denen ich für ihre Arbeit vielmals danke.

Ich freue mich, daß der Verleger - die Europäische Bibliothek, ZaltbommellNiederlande - an der Bewahrung und Aufarbeitung heimatkundlicher Geschichte interessiert ist. Möge der vorliegende Bildband mit dazu beitragen, die Liebe zur Stadt Boppard weiter zu wecken und zu fördern.

Boppard, Januar 1991

Ferdinand Benner VVV -Vorsitzender

1. Alles, was eine Landschaft verschonem kann, findet sich hier beisammen: der Strom fließt voll und prachtig in seinem weiten Bette, dunkle Waldberge erheben sich in gewaltigen Massen und werden durch tiefe Klüfte unterbrochen, deren dûsterer Schatten mit dem hellen Grûn einiger iippiger Wiesen schön kontrastiert, gut angebaute Ackerstücke mit blühenden Obstbaumen besetzt, lagern freundlich am Fuße der Berge ... , und es bleibt ausgemacht, daß BOPPARD einer der schönsten Punkte der Rheinufer ist! P. Rosenwall (1824).

2. WIE FREUNDE UNTER ALTEN FREUNDEN. Es war ein Sonntag, kein Wölkchen trûbte das Himmelsblau, die Glocken lauieten von [erne, und als sie verstummten, war es so still ringsum, daß man nur das leise Rauschen des wirbelndflutenden Stromes hörte ... Man hatte die glücklichste Form gewählt, uns (W.H. von Riehl und Joseph Victor von Scheffel) die landschaftlichen Reize Boppards zu zeigen: einen gemeinsamen Spaziergang zu einer freien Bergeshöhe. Dort lagerten wir uns behaglich und überblickten Stadt und Tal im reichsten Gesamtbild. Wir blieben droben bis gegen Abend in heiterem Gespräch und im Genusse der herrlichen Natur. Es wurden keine Reden gehalten, keine Trinksprüche ausgebracht, ... wir bewegten uns wie Freunde unter alten Freunden. .. Wilhelm Heinrich von Riehl (t1897).

3. Kirchen und Rhein bestimmten seit jeher das Bild der Stadt Boppard - zumindest von der gegenüberliegenden Rheinuferhöhe aus gesehen. Während in den Sommermonaten Gedränge an den Steigern herrschte, ist es - wie hier zu sehen (die Aufnahme entstand im November 1924) - ruhig geworden. Wie die 'Weiße Flotte' wieder Farbe erhält, so wird auch mancher Steg über Winter angepinselt, um in frischem Farbenkleid für die nächste Saison zu glänzen. Mit Ausnahme des Hauses 'Bethesda' fehlte damals noch weitgehend die Hangbebauung Boppards.

4. Anläßlich der Befreiungsfeiern im Rheinland - das linksrheinische Gebiet war von den Besatzungstruppen geräumt worden - besuchte Reichspräsident von Hindenburg am 22. Juli 1930 Koblenz. Dichtgedrängt säumten die Menschen das Rheinufer, als Hindenburg auf dem Dampfer 'Mainz' in Ufernähe an Boppard in Begleitung der Dampfer 'Preussen', 'Hindenburg' ,'Elberfeld', 'Goethe', 'Overstolz' und 'Rheingold' vorbeifuhr. Die Feierlichkeiten in Koblenz wurden allerdings von einem schlimmen Unglück überschattet, als nach Beendigung des Riesenfeuerwerks eine auf Schwimmern montierte Stegbrücke unter der Last der zahlreichen Zuschauer zusammenbrach. 38 Menschen kamen hierbei leider zu Tode.

5. Im Dezember 1919 reichte das Hochwasser bis zur halben Höhe des 'Sandtores' , rechts im Bild, daneben das 'Ritter-Schwalbach-Haus'. Im Winter 1919/20 stand die gesamte Bopparder Rheinfront derart unter Wasser, daß der Verkehr entlang des Rheines nur mittels Nachen bewältigt werden konnte.

? Burg

6. Als ein Wahrzeichen der Stadt gilt die kurtrierische Burg, mit ihrem mächtigen Bergfried - eine der wenigen unversehrten Wehrbauten am Mittelrhein. Sie wurde vom trierischen Kur- und Kirchenfürsten Balduin 1340 und in den Folgejahren zur Festung der erzbischöflichen Zwangsherrschaft errichtet. Bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts flankierten vier mächtige Türme die Anlage. (Das Foto entstand um 1920.) Vorne links: die Bierhalle und Restauration 'Maurer', das heutige Hotel 'Rheinlust'. Rechts im Bild: die SchwimmBade-Anstalt von Theo Böhmer, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hier vor Anker lag.

7. St-Severus-Kirche. Das erste christliche Gotteshaus in Boppard wurde im Bereich des römischen Militärlagers etwa Anfang des 5. Jahrhunderts auf den Mauern des früheren Kastellbades errichtet. In karolingischer (9. Jahrhundert) und in ottonischer Zeit (10. Jahrhundert) entstanden Kirchenneubauten. Die heutige Kirche, Baubeginn etwa Mitte des 12. Jahrhunderts, ist das vierte Gotteshaus an derselben Stelle. Sie gilt als rheinische Emporenbasilika und ist wesentlich größer als ihre Vorgängerinnen. Rechts im Bild das ehemalige Rathaus und davor der alte Marktbrunnen, der Dank der Bopparder Schützenbruderschaft im Jahre 1990 auf den Marktplatz zurückgeführt werden konnte.

8. Nördliche Seitenschiffwand der St-Severus-Kirche: Fresken mit der Severuslegende. Sie wird in neun Bildern erzählt, die man in der oberen Reihe von rechts nach links, in der unteren von links nach rechts lesen muß. Im Pfeilerzwickel darunter ist Severus als Weber dargestellt. Severus war im 4. Jahrhundert Bischof von Ravenna. In Deutschland gibt es lediglich vier Kirchen, die nach ihm benannt sind, eine in Erfurt, eine in GemündenJWesterwald, die Severikapelle in Fulda und die unsere in Boppard. Die Gebeine des heiligen Severus wurden 836 durch den Mainzer Erzbischof Otgar nach Mainz und kurz danach nach Erfurt überführt.

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