Borna in alten Ansichten Band 2

Borna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Borna
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5657-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Borna in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Die weit über ihre Grenzen hinaus bekannte Stadt Borna war und ist reich an Traditionen, vor allem auf Grund des jahrzehntelangen Zwiebelanbaus, der Braunkohlenindustrie sowie als Stadt des Orgelund Pianobaus und Heimat des Königlich-Sächsischen Karabinier-Regiments.

Von ungefähr 1880 bis in die dreißiger Jahre hinein wurde auch Borna von einem 'Ban-Boom' geprägt. Attraktive und architektonisch wertvolle Bürgerhäuser entstanden unter anderem in der damaligen Inneren und Äußeren Altenburger Straße, in der Grimmaer und Königsstraße. Zahlreiche Verkehrswege wurden erweitert. So verschwand zum Beispiel oberhalb des Reichstores die Gasse in Richtung 'Zimmerhof , wobei das alte Malzhaus weichen mußte. Die ehemalige Postgasse links neben dem 'Zimmerhof' wurde zur stattlichen Heinrichstraße ausgebaut, die damit zu einer wichtigen Verkehrsverbindung zur Leipziger Straße wurde.

Mit dem Entstehen der Königsplatzschule 1823, dem Bau des Realgymnasiums am Breiten Teich

1908 und der Erweiterung des Lehrerseminars in den Jahren 1911-1913 (heute Pestalozzi-Gymnasium) wurde Borna ein wichtiges Bildungszentrum in dieser Region. Veränderung des Stadtbildes brachte auch der Bau des neuen Bahnhofes 1904 am Westrand der Stadt. Durch den Bau von zwei Unterführungen und einer Brücke wurde die Verkehrssituation weiter verbessert.

Die starke Belastung durch Braunkohlenabbau bzw. - verarbeitung zwang die Stadt, Erholungsgebiete in und um den Stadtkern anzulegen. Mit Hilfe und Unterstützung der Bevölkerung gelang es dem 'Verschönerungsverein' , solche Ruhepunkte wie die Anlagen um den Breiten Teich und die Löscheranlagen mit dem Poetenweg neben dem Gymnasium zu schaffen und weiter auszugestalten.

Bereits während des Baus des Gymnasiums wurden die angrenzende Goethestraße und das ehemalige Gelände des Beyrischen Kohlenwerkes am Fuße der Dennhardtshöhe in die Landschaftsgestaltung einbezogen. Auch die neue Technik hielt unter ande-

rem 1896 in Form des Gasglühlichtes auf Bornas Straßen Einzug. Über dreißig Fernsprechanschlüsse, besonders eine öffentliche Fernsprechstelle am Postamt ab 1900 sorgten für eine bessere und schnellere Kommunikation mit der Außenwelt.

Das gesellschaftliche Leben zu jener Zeit war in Borna vielfältig und reichhaltig. Bezeichnend dafür war die Entwicklung des Gemeinwesens: Um 1910 gab es allein 36 gemeinnützige und politische Vereine. Darüber hinaus waren 26 gesellige und Sportvereine wirksam - vom alten Sächsischen Jahnturngau bis zum Bergmännischen Verein 'Glück auf'. Ausdruck der Verbundenheit der Bornaer Bürger mit ihrer Stadt waren unter anderem auch die 39 Stiftungen zur Förderung der Freistellen an den Schulen und für andere gemeinnützige Zwecke. Die Eingemeindung der Altstadt Borna und der Ortschaft Gnandorf - wie bereits im ersten Band erwähnt führte nicht nur zur territorialen Erweiterung sondern war gleichzeit ein ökonomischer Zuwachs für die Stadt.

Der vorliegende zweite Teil zu 'Borna in alten Ansichten' soll Ergänzung sein zu den bereits vorgestellten markanten und weniger bekannten Ansichten von Gebäuden und Straßenzügen sowie Plätzen Bornas. Es soll ein weiterer bescheidener Beitrag sein, den Einblick in das Leben und Wirken der Bornaer Bürger in der Zeit von 1880 bis Anfang der dreißiger Jahre zu vertiefen.

Regionale mundartliche Ausdrücke oder Begriffe sind im Text durch An- und Ausführungsstriche hervorgehoben. Die Erklärung zu den Personen auf den Bildern erfolgt von links nach rechts und von unten nach oben, wenn nicht anders im Text angegeben. Für die den Autoren unbekannte Personen steht N.N. bzw. für unbekannte Vornamen ein Fragezeichen.

Wir möchten allen Bürgern nochmals auf diesem Weg Dank sagen, die uns mit ihrem Wissen um Details und Brauchtum sowie Bildmaterial bei der Erstellung des Bandes behilflich waren.

1. Wir sehen hier eine historische Ansicht der Nordseite des Marktplatzes. Links ist das Geschäftshaus für Wäsche und Konfektion von Erich Handwerck. Daneben schließen sich das Warenhaus von Otto Bauer und das sogenannte Lutherhaus an, in dem sich Dr. Martin Luther wiederholt aufgehalten hatte. An der Ecke zur Kirchstraße steht der vermutlich älteste GasthofBornas 'Zum goldenen Stem', der in den letzten Jahren vollständig restauriert wurde. (Trinks & Co., Leipzig.)

2. Der 'RathskeIler' stand den Bornaer Bürgern mit verschiedenen Räumlichkeiten zur Verfügung. Auf der vorliegenden Karte aus dem Jahre 1904 sehen wir im einzelnen das Gesellschaftszimmer , den Sitzungssaal sowie das Restaurant. Der Pächter der Gaststätte, Benno Otto, warb mit reichhaltiger, der Saison entsprechenden Speisekarte zum Mittagstisch. Als Service bot man im Ratskeller auch Speisen außer Haus an. (Richard Hauenstein, Altenburg.)

3. 'Konditorei und Café Kirsten' war einst das älteste und größte Bestellgeschäft am Platze. Wir sehen hier die Lokalität von innen. Das Foto ist wohl ein Beweis, daß es sich mit recht 'schönstes Café' inmitten der Stadt nennen konnte. Es befand sich rechts hinter dem Rathaus am Rande des sogenannten Hasenwinkels, Im Angebot waren unter anderem Spezialitäten wie Fürst-Pückler-Eis, Obsttorten, Wein- und Dessertgebäck, Baumkuchen, Christstollen und bunte Schüsseln. (Richard Hauenstein, Altenburg S.-A.)

4. Wir blieken in die Roßmarktsche Straße um die lahrhundertwende in Richtung Amtsgericht, was in der Ferne schwach zu erkennen ist. Links ist ein Teil des 'Hornschen Klosters', benannt nach dem ehemaligen Besitzer Hermann Horn, der in seiner Kolonialwarenhandlung neben Weinen und Spirituosen auch eine Kollektion der Königlich-Sächsischen Landeslotterie bereitliegen hatte. Rechts ist Ernst Lehmanns 'Größtes Kaufhaus für Garderobe und Modewaren', das bereits 1859 gegründet wurde. Interessant in der Straße ist der Wechsel zwischen eingeschossigen und stattlichen Bürgerhäusern. Im Haus Nr. 13 wurde unter anderem Clemens Thieme am 13. Mai 1861 geboren, der mit Recht Schöpfer des Völkerschlachtdenkmals bei Leipzig genannt wird.

Jjorna, Jjez. Leipzig

Roßmarkisdu Straße

5. Die Ansichtskarte aus den dreißiger Jahren zeigt links das Restaurant 'Zum Oelturm' in der Roßmarktschen Straße. Der Besitzer Emil Nebe erwarb es nach dem Tod von W.E.H. Wiegand 1899 für 35 000 Mark. Im 'Oelturm' wurde durch die Kegelklubs 'Radau' und 'Oelmänner' manche Kugel geschoben. Der Name 'Oelturm' kommt vom Namen eines der vier Stadttore Bomas, in dem das Öl für die Stadtbeleuchtung aufbewahrt wurde. Es befand sich einst an jener Stelle. (Trinks & Co., GmbH, Leipzig-Straße Nr. 6.)

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6. Wir blieken hier in den historischen Stadtteil Bornas 'An der Maner', wo einst die ehemalige Stadtmauer verlief. Rechts im Vordergrund ist das Reiehstor zu sehen, welches als einziges von vier Stadttoren erhalten geblieben ist, Es wurde 1723 abgerissen und im gleichen Jahr von Grund auf wieder errichtet. Es hat vier Stockwerke, in denen sich früher Arrestzellen befanden. Heute ist im Reichstor und im anschließenden Gebäude das Stadtmuseum untergebracht. An der Tordurchfahrt sind eine Gaslaterne und ein Briefkasten der Reichspost zu erkennen, die heute nicht mehr vorhanden sind. (Verlag: Glass & Tuscher, Leipzig.)

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7. Vom 1. bis 3. Juni 1907 war Boma Gastgeber für das 11. sächsische Posaunenfest. Eigens dafür entstand die abgebildete offizielle Festpostkarte. Sie zeigt Ansichten von Boma: oben den weiträumigen Marktplatz mit dem alten Brunnenhäuschen, links unten die Stadtkirche St. Marien, und rechts daneben sind zwei zeitgenössische Posaunenbläser zu sehen.

Borna.

8. Wir blieken auf Boma aus östlicher Richtung. Auf der Karte, die 1913 verschickt wurde, sehen wir die Stadtkirche herausragen. Im Vordergrund die kleinen Häuser der Teichstraße sind bis auf wenige Ausnahmen verschwunden. Hier befanden sich unter anderem die Bäckerei A. Tischer, die Materialwarenhandlung B. Doberenz sowie Wohnungen zahlreicher Berg- und Fabrikarbeiter. Hinter der Teichstraße sehen wir Gebäude der evangelisch-lutherischen Kirche wie die alten Pfarrhäuser und die Superintendentur am Kirchplatz. (Broek & Sohn, Meißen.)

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