Braubach in alten Ansichten

Braubach in alten Ansichten

Auteur
:   Angust Schlusnus
Gemeente
:   Braubach
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4756-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Braubach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Braubach, am romantischen Mittelrhein gelegen, gehört zu den vielen altertümlichen Orten, die sich noch einen Hauch bezaubernder und besinnlicher Romantik erhalten haben. Der schmückende Beinamen 'Wein- und Rosenstadt' weist darauf hin, daß neben dem Weinbau der Fremdenverkehr von Bedeutung ist. Schon in der ersten urkundlichen Erwähnung Braubachs Anno 691 werden hier Weingärten genannt. Diese Urkunde ist zugleich der älteste Beleg für rechtsrheinischen Weinbau überhaupt. Zur Entwicklung des Fremdenverkehrs hat besonders die Marksburg beigetragen, eine der stolzen und trutzigen Rheinburgen, die einzige die in all den stürmischen Jahrhunderten unzerstört blieb. Neben der Marksburg ziehen drei Schornsteine auf Bergeshöhe schon aus weiter Entfernung den Bliek auf sich. Sie gehören zu der Blei- und Silberhütte, die abseits vom Rhein in einem Seitentalliegt. Für die Entwicklung des wirtschaftlichen Lebens der Stadt spielte diese Blei- und Silberschmelze neben dem Weinbau, dem Bergbau, der Fischerei, dem Handel und dem Handwerk eine ausschlaggebende Rolle.

Aus Ausgrabungen geht hervor, daß das Gebiet um Braubach schon in vorchristlicher Zeit von Kelten besiedelt war. Sie gaben der Siedlung auch ihren Namen. 'Bru' bedeutet schützender Berg, 'ach' bedeutet Wasser. Braubach heißt also der schützende Berg (Burgberg) , der von Wasser (Rhein und Großbach ) umgeben ist. Germanische Ubier drangen ein, dann fühlten sich die Römer 300 Jahre lang bei uns wohl. Die blei- und silberreichen Berge des Taunus, die fruchtbaren Täler und Höhen und der fischreiche Rhein bildeten eine natürliche Lebensgrundlage. Ab dem 9. J ahrhundert gehört Braubach zum fränkischen Einrichgau. Um 1200 untersteht Braubach den Grafen von Eppstein. Gottfried von Eppstein erwirbt 1276 aus der Hand König Rudolfs von Habsburg die Stadtrechte für Braubach. 1283 werden die Grafen von Katzenelnbogen die Herren von Braubach. Sie erhalten 1288 das Recht in Braubach einen Wochenmarkt abzuhalten, 1301 im Gebiet um Braubach Bergbau zu treiben. 1437 wird auf der Burg Brubach eine Markuskapelle eingerichtet, nach der dann die Burg Markusburg oder Marksburg genannt wird. 1479 kam Braubach an die Landgrafen von Hessen-Darmstadt, unter deren Herrschaft es über 300 Jahre bis 1803 verblieb. Dann kam die Stadt an das Herzogtum Nassau, das 1866 Preußen einverleibt wurde. Seit 1945 gehört Braubach zu RheinlandPfalz.

Zahlreiche alte Bauten, Denkmäler und die Reste der Stadtmauer sind die wertvollen Zeugen dieser wechselvollen Geschichte. Dazu gehört in erster Linie die Marksburg mit dem 40 m hohen Bergfried, dem Pallas, dem Rheinbau und den beiden Batterien, Bastionen und Nebengebäuden. Ursprünglich eine ritterliche Wohn- und Wehrburg, diente sie später viele Jahre als Festung, Gefängnis und Invalidenhaus. Im Jahre 1900 erwarb die Burgenvereinigung das mächtige Bauwerk und bewahrte es vor der Verwahrlosung. Die Burg wurde unter der Leitung des Geh. Hof-

baurats Prof. Bodo Ebhardt gründlich restauriert und bildet seitdem ein begehrtes Reise- und Ausflugsziel für Tausende von Besuchern.

Von 1561 bis 1571 erbaute Philipp Il., Landgraf von Hessen, am Südende der Stadt die Philippsburg, die heute Wohnzwecken dient und deren große Keller zur Lagerung von Wein benutzt werden. Die älteste Kirche, die kleine Sankt-Martin-Kapelle, stammt aus dern 12. Jahrhundert. Sie erhebt sich südöstlich der Stadt in einem Bergsattel. Vor einigen Jahren renoviert, hat man von dem sie umgebenden Friedhof, auf dem auch der Ehrenbürger Braubachs und weltbekannte Sänger Heinrich Schlusnus beigesetzt ist, einen herrlichen Bliek auf den schimmernden Rheinstrom und die gegenüberliegenden Rheinorte Spay, Brey und Rhens. Mitten in der Stadt steht die Barbarakirche, die aus dem 14. Jahrhundert stammt. Der Glockenturm war ursprünglich der nordwestliche Pfeiler der Braubacher Stadtbefestigung. 1928 wurde die Kirche zum Gemeindehaus umgebaut und in den letzten Jahren auf's schönste erneuert.

Gute und böse Tage sind in den vergangenen Jahrhunderten an Braubach vorübergegangen. Mannigfaltig sind die Zeugen. Seit rund 100 Jahren ist die Kunst des Fotografierens dazugekommen, die uns einen tiefen Einblick in das Leben dieser Zeit gewährt. Schnappschüsse, Momentaufnahmen sagten oft mehr aus als kunstvolle Gemälde oder langatmige Beschreibungen. Dieses Büchlein enthält nun eine Auswahl von Bildern aus den Jahren 1880-1930. Mögen sie den Betrachter dazu anregen, sich weiter mit der Geschichte Braubachs und dem Leben seiner Vorfahren zu beschäftigen.

1. Der Rhein reichte bis an die Stadtmauer heran. Nur ein Weg führte am Ufer entlang. Nach dem Bau der Bahn 1859-1861 reichte der Rhein bis an den Bahndamm.

Ringe am Turm der Barbarakirche und am Bahndamm dienten zum Anbinden der Schiffe. Nur auf der anderen Rheinseite gab es eine Fahrrinne. Bei Niedrigwasser konnte man vom Braubacher Ufer bis auf die Sandbank im Rhein gehen. Erst bei der Rheinregulierung um 1880 wurde eine zweite Fahrrinne vor Braubach ausgebaggert und mit dem ausgebaggerten Kies das Braubacher Ufer auf die heutige Ausdehnung verbreitert.

Rechts das Salmenhäuschen. In dem flachen Wasser vor Braubach tummelten sich gern die Salme. Da die Fischer schon mit Tagesanbruch ausfahren mußten und die Stadttore nachts geschlossen blieben, übernachteten die Fischer zur Fangzeit in dem Salmenhäuschen und bewahrten dort auch einen Teil ihrer Geräte auf. Das Gelände unterhalb der Martinskapelle trägt heute noch den Flurnamen 'Salmenwasser' .

Als die Holländer den Salm überfischten, sie spannten von Ufer zu Ufer die Netze aus, blieben die Salme nach und nach aus.

2. Die Marksburg zwischen 1907 (der runde Aufsatz auf dem Bergfried (Wempel) ist wieder errichtet) und 1914 (der Saalbau über der Burgschenke ist noch nicht gebaut).

3. Tor der Marksburg mit Zugbrücke vor 1914.

Nach einem tödlichen Unfall (ein Stein, der als Gegengewicht diente, hatte sich gelöst und einen jungen Mann erschlagen), wurde die Zugbrücke abgebaut.

Auch die Burgbewohner waren Selbstversorger und hielten Ziegen.

4. Auf diesem Bild, dass um 1910 aufgenommen wurde, sehen wir die Martinskapelle inmitten von Weinbergen.

5. Die Marksburg um 1906.

Der Bergfried der Marksburg trägt seit 1905 wieder den runden Aufsatz. Am Beginn des alten Burgweges (heute Ritterpfad) wird gerade an der neuen Fahrstraße gebaut (heller Bogen).

Rund um die Burg wird noch Wein angebaut.

Im Vordergrund sehen wir wiederum die Martinskapelle .

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