Braunschweig in alten Ansichten Band 1

Braunschweig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ralf Busch
Gemeente
:   Braunschweig
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3147-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Braunschweig in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Braunschweig in alten Ansichten ... das ist ein Thema besonderer Art. Es fordert das Bild einer Stadt, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig vernichtet wurde. Dieses Buch enthält ausschließlich Aufnahmen aus der Zeit vor der Katastrophe. Somit führt es ein längst vergangenes, seit Jahrhunderten überliefertes Ensemble historischer Bauten wieder unserer Erinnerung vor Augen. Ein Vergleich mit der Gegenwart ist fast nicht denkbar, es sei denn, man wolle den unwiederbringlichen Verlust historischer Substanz verdeutlichen. Dieses Buch enthält zwangsläufig Blätter der Erinnerung.

Die Bildauswahl bedingt, daß man den Gesamteindruck der Stadt aus einzelnen Motiven zusammensetzen muß. Die Erläuterungen wollen weder ein Ersatz für eine Stadtgeschichte anstreben, noch sich in architekturgeschichtliche Einzelheiten verlieren. Doch sollen einige Daten aus der Stadtgeschichte angeführt werden, da sie möglicherweise einige verbindende Hinweise vermitteln können. Urkundlich ist Braunschweig 1031 erstmals belegt. Seine Anfänge reichen zweifelsohne weiter zurück. Schon im 9. Jahrhundert ist in Verbindung mit der Burg eine erste

Ansiedlung zu vermuten. Mehrere Teilstädte wuchsen im Verlauf des 13. Jahrhunderts zusammen. Entscheidende Impulse zu dieser Entwicklung verdankt Braunschweig seiner Wahl zur Residenz des Herzogs Heinrich des Löwen, zu dessen Regierungszeit bedeutende Kirchbauten begonnen wurden.

Die aufstrebende Stadt geriet bald in Gegensatz zur Landeshoheit, die 1432 Wolfenbüttel als ständige Residenz wählte. Die bald einsetzende wirtschaftliche Blüte der Stadt führte rasch zum Anschluß an die Hanse und damit wurde eine mehrere Jahrhunderte andauernde Grundlage für Braunschweigs Fernhandel gelegt. Die eigenständige Politik fand durch die Wiedergewinnung der Stadt durch Herzog Rudolf August im. Jahre 1671 ein Ende. Die Verlegung des Hofes nach Braunschweig brachte der Stadt aber auch Nutzen und in der zweiten Hälfte des 18. J ahrhunderts erlebte sie eine neue wirtschaftliche und geistige Blüte. Die Selbstverwaltung erhielt die Stadt aber erst 1834 erneut zugesprochen. Die älteste deutsche Staatsbahn wurde 1838 in Braunschweig begründet. Damit war eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung in der Stadt

geschaffen, die aber erst nach 1871 voll zum Tragen kommen sollte. Um 1890 zählte die Stadt rund 100000 Einwohner, 1813 waren es etwa 30000 gewesen. Nach 1919 wurde dann die Stadtauch flächenmäßig durch Eingemeindungen vergrößert. Trotz entscheidender politischer Veränderungen hat die Stadt bis zum Zweiten Weltkrieg ihr mittelalterliches Bild weitgehend erhalten können. Hiervon berichten die folgenden Seiten. Sie bilden wohl auch den Hintergrund für die wenigen heute noch erhaltenen historischen Inseln in der Altstadt, etwa den Burgplatz, den Altstadtmarkt und die engere Urngebung der meist restaurierten Kirchen. Wer diese überlieferten traditionellen Stätten mit dem einst vorhanden gewesenen Baubestand in der näheren und

INHALTSVERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN

Gesamtansichten Öffentliche Bauten Kirchen

Burgplatz

1-3 4-31, 107,144-145 32-43 44-52

weiteren Umgebung dieser Stadtzentren in Verbindung setzt, wird leicht verstehen, daß unsere Zeit aufgefordert ist, die jetzt noch überlieferte historische Bausubstanz zu pflegen und zu erhalten.

Die hier vorgelegten Bilder, von denen viele erstmals veröffentlicht werden, stammen aus dem Archiv des Braunschweigischen Landesmuseums für Geschichte und Volkstum. Seinem Direktor, Herrn Dr. Rolf Hagen, wird für die bereitwillige Zustimmung zur Veröffentlichung und für manchen Rat gedankt. Eine große Hilfe bei der Zusammenstellung dieses Bandes war die kürzlich erschienene Veröffentlichung von R. Fricke, Das Bürgerhaus in Braunschweig (Tübingen 1975).

Regenten und die herzogliche Familie Menschen und Gesichter aus der Stadt Straßen und Plätze

Einzelne Häuser

Villenvororte und Parkanlagen

53-67 68-86 87-97

98-147 148-155

Braunschweig

Gesamtansicht

1. Gesamtansicht der Stadt. Das Panorama (um 1930) wird von Kirchtürmen bestimmt, aber auch die zahlreichen Grünanlagen um die Altstadt lassen das Stadtbild harmonisch erscheinen. Dieses unwiederbringliche Bild einer mittelalterlichen Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört.

2. Bildpostkarten der Zeit um 1910 wurden häufig lithographisch gestaltet, markante Ansichten aus dem Stadtbild betonend, aber sie beziehen auch nicht selten persönliche Erinnerungen mit ein. Hier erscheint der Regent des Landes, Prinz Albrecht von Preußen, neben einer Stadtansicht von Süden (links die Ägidienkirche).

3. Ein 'Gruß aus Braunschweig' bietet mehrere Ansichten, monumentale Bauten neben Denkmälern und in diesem Fall auch einen Bortfelder Bauern in historischer Tracht, in der er als Einwohner einer nahe gelegenen Landgemeinde, die am längsten volkstümliche Überlieferungen konservierte, in die Stadt kam.

Braunschweig.

Alfsfadfmarkt.

4. Das Zentrum der Altstadt bildet der Altstadtmarkt mit dem Altstadtrathaus (aus der Mitte des 1 S. Jahrhunderts) und der Martinikirche, einem gotisch erweiterten Bau mit romanischem Westwerk, ein Bild, das sich heute fast unverändert darbietet.

5. Der Wochenmarkt auf dem Altstadtmarktplatz ist bis heute ein wichtiger kommerzieller Mittelpunkt, dessen geschäftiges Treiben unverwandelt von Dauer ist. Die Kulisse der mittelalterlichen Bauten gibt den stimmungsvollen Rahmen für ein traditionelles Handelstreiben ab.

3505

6. Der Altstadtmarktbrunnen ist ein kunstvolles Zeugnis mittelalterlicher Gußtechnik, er entstand 1408. Über. den drei Schalen erhebt sich ein Baldachin mit der Mutter Gottes und den vier Evangelisten. Harmonisch fügt er sich in die Randbebauung des Platzes ein (1904).

7. Die Alte Waage von 1534 in der Neustadt (im Zweiten Weltkrieg zerstört) war ein Beispiel für ein repräsentatives öffentliches Gebäude in Fachwerkbauweise. Es ist noch ganz vom gotischen Stil geprägt gewesen, was die reich ornamentierten Schwellen belegen. Alle Stadtteile Braunschweigs wiesen einst öffentliche Waagen auf als sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Handels in der Stadt.

Braunschweig.

W-,," " Srüdernkirchhof.

8. Braunschweig war einst eine Stadt der Fachwerkbauten, profane Steinbauten waren dagegen selten. Ein Beispiel hierfür war das ehemalige Zeughaus, das schlicht und funktionsgemäß errichtet war. Architektonisch hebt es sich deutlich von den aufwendiger errichteten Steinbauten der Renaissance ab (1909).

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