Bredeney in alten Ansichten

Bredeney in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Schmitz
Gemeente
:   Bredeney
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6538-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bredeney in alten Ansichten'

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Einleitung

Die großflächige Essener Vorortgemeinde Bredeney war bis zur Jahrhundertwende dünn besiedelt und erstreckte sich von der Grenze Rüttenscheids bis zum Ruhrtal hinunter und entlang der Ruhr bis zur Schuirer Grenze.

Im Bredeneyer Südzipfel stieß die Gemeinde noch an die bis 192 9 selbständige Stadt Werden, die 1915 bei der Eingemeindung Bredeneys in die aufstrebende Großstadt Essen einen Teil Unterbredeneys erhielt.

Dieser gesamte Ortsteil gehörte bis zur Aufhebung (= Säkularisation) der alten Reichsabtei Werden zu ihrem Territorium. 1796lebten in Bredeney auf der Grundfläche von 3 607 preußischen Morgen (1826) ganze 428 Einwohner - 1995 waren es genau 11 163 Einwohner.

Das alte Bredeney in der übersetzten Bedeutung 'zur breit hingelagertenAue' wird als 'Bredanaia' im [ahre 875 erstmalig in einer abteilichen Beurkundung erwähnt.

Der östlichste Landzipfelliegt um den kleinen ehemaligen Rittersitz Haus Baldeney herum. Dieses Gelände erhielt den Namen Baldeney - 'kleine abschüssige Aue'.

Nach Norden hin wird diese Flur durch den steil abfallenden und bewaldeten Baldeneyer Berg begrenzt, in dem sich etwa dreißig Bergmannsfamilien von Mitte des 1 8. bis Anfang des

19. Jahrhunderts ansiedelten. Einige Kotten stehen heute noch. Nach dem Untergang der Abtei Werden fiel das gesamte Herrschaftsgebiet an den preußischen Staat.

Nach französischem Zwischenbesitz innerhalb des Großherzogturns Berg (1 806-1813) gelangte die sogenannte Honnschaft Bredeney verwaltungsmäßig erst nach Werden (bis 1843) und dann zur Landbürgermeisterei Kettwig.

Im Iahre 1902 schieden Bredeney und Schuir als sogenannte Zweihonnschaften aus der Landbürgermeisterei Ketrwig aus; beide wurden zu einer selbständigen Gemeinde zusammengefaßt. Und damit setzt die großartige Planung des Ortsbildes ein, die mit den folgenden Bildern überwiegend dokumentiert wird.

Die durch den privaten Wohnsitz des bedeutenden Industriellen Krupp auf ihrem Grund und Boden zu enormen Wohlstand gelangte Gemeinde Bredeney hatte das Kapital zu planen und zu bauen.

Und so entstanden in dieser bis dahin überwiegend ländlichen Bergbaugemeinde stolze Villen in Kolonien, eine eigene Wasserversorgung, ein stattliches Realgymnasium mit diversen weiteren Schulgebäuden, die Beleuchtung des Bredeneyer Berges,

ein schönes Verwaltungsgebäude (Rathaus), die Übernahme von 'Communalstraßen' in Gemeindebesitz, ein weiteres vergrößertes Eigentum durch laufend zugekaufte Grundstücke usw.

Das alles ging am 1. April 1915 mit der Eingemeindung Bredeneys/Haarzopfs in der Großstadt Essen auf, die diesen 'Edelstein' mit offenenArmen aufnahm.

Herhert Schmitz

1 Bredeney mit Unterbredeney, wie es sich heute darstellt. Noch immer ist der große Waldreichtum des Kruppwaldes, des Stadtwaldes, des Gemeindewaldes und des Heissiwaldes von großer Bedeutung.

2 Die Gestaltung des modernen Bredeney begann mit der Parzellierung der Hoffläche dieses stattlichen alten Hofes Ostermann, der älter ist als seine erste Beurkundung von 1336. Er lag an der heutigen Graf-Bernadotte-Straße, die bis 1949 Tirpitzstraße hieß und davor Wusthoffstraße. Auf den Ländereien des Hofes Ostermann - richtigerWüsthoff - entstanden in seiner unmittelbaren Nähe das Bredeneyer Rathaus, die bekarmte Gaststätte 'Bredeneyer Krone' und das Kurhaus 'Ruhrsteiri' . Nach 1912 erfolgte der Abriß des Hofes.

3 Auf diesem Foto, entstanden um 1886, istWilhelm Ostermann mit seiner Frau Anna Maria geborene Wüsthoff und den acht Kindern abgelichtet. Die Parzellierung ihres Hofes leitete die Neugestaltung des Ortskerns Oberbredeneys ein. Stellvertretender Gemeindevorsteher war der Guts- und Mühlenbesitzer von 1888 bis 1899. Sein Sohn August Ostermann blieb dem Bredeneyer Gemeinderat als sogenannter 'Meistbegüterter' und zusätzlich' gewähltes Mitglied' bis zur Auflösung im Jahre 1915 verbunden.

4 Ursprünglich von Kettwig aus verwaltet, wurde die ausgedehnte Gemeinde Zweihonnschaften laut Erlaß des preußischen Innenministeriums von 21. Juli 1902 zur selbständigen Bürgermeisterei erhoben. 1901 harte der Gemeinderat vom Landwirt Wilh. Ostermann bereits das Rathausgrundstück erworben. Am 24. Mai 1901 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits Ende 1 902 zog die Verwaltung in das vom Architekten Oskar Kunhenn im Renaissancestil errichtete Rathaus ein. Im Hintergrund rechts ist neben einerVilla noch der Mühlenturm, später Aussichtsturm, des Hofes Ostermann sichtbar. Foto von 1903.

5 Bei dieser Aufnahme - um 1905 - sind neben dem Kurhaus 'Ruhrstein' erst wenige Villen rund um den Hof Ostermann sichtbar, dessen Scheunenecke rechts unten noch erkennbar ist. Weit geht der Blick über die entstehende Villenkolonie, der Villa Hügel der Krupp-Dynastie und das Ruhrtal ins Velberter Land. Die Villa links außen trägt heute die Haus Nr. 33 der Straße Am Ruhrstein.

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6 Nach 1894/95 entstand die Landhauskolonie 'Ruhrstein' rund um das aufwendig gestaltete Kurhaus. Gründer waren die Herren Batrunternehmer A. DiehI und Baurat A. Philippi, die in diesem jahr von Gutsbesitzer Ostermann

8 ha Bauland erworben. Wilhelm Hartmann war der erste Eigentümer des 'Luftkurhauses Ruhrstein in staubfreier Lage rnit wunderschönem Ausblick auf das Ruhrtal, das Bergische Land, Villa Hügel und dessen Parkanlage . Dazu gab es . ozonreiche WaIdesund Höhen-Luft'. So eine Beschreibung van 1 905, der Entstehungszeit des Fotos,

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Ruhrstein m. Ruhrta! u. Villa Hügel.

7 Diese Karte von 190 I zeigt rechts den 'Ruhrsteiri' und in der linken Ecke neben dem Turm der alten Mühle noch die Scheune des OstermannHofes. Das davor liegende Ackerland des abfallenden Geländes wird aufgeforstet.

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8 August Ostermann, Sohn des Hofbesitzers, errichtete auf dem Gelände des elterlichen Hofes im Bereich der entstehenden Landhauskolonie Ruhrstein in den [ahren 1894-1898 das weithin bekannte Restaurant 'Bredeneyer Krone'. Zunächst von ihm selbst geleitet gelangte es danach an Gustav Schlesinger und später anAloys Kleinheidt. Postkarte von 1899.

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