Büren in alten Ansichten

Büren in alten Ansichten

Auteur
:   Aloys Wüller-Cubick
Gemeente
:   Büren
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1743-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Büren in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Auf einer Erhebung zwischen den Flüssen Alme und Afte stand die Burg der Edelherren 'von Büren', urngeben von vielen Gehöften der Bauern und Handwerker. Im Jahre 1195 erhielt die ganze Ansiedlung Stadtrechte. Burg und Stadt wurden durch gerneinsame Befestigungsanlagen geschützt.

Obwohl die Stadt nie eine überragende Bedeutung erlangte, hat sie zeitweilig doch einige Handelsbeziehungen zum kolonialen Ostland (Baltikum) gehabt.

Im 17. Jahrhundert starb die Familie 'von Büren' aus. Der letzte dieses Namens, Moritz von Büren, vermachte sein gesamtes Vermögen dem Jesuitenorden. Dieser mußte dafür in Büren eine Niederlassung einrichten. Auf den Fundamenten der alten Burg errichteten die Jesuiten dann ihr Kolleg, das heute noch besteht.

Im Jahre 1816 wurde Büren Kreisstadt. Damals lebten etwa 1 350 Menschen in Büren, das durchweg von Landwirtschaft, Handwerk und Handellebte. Die Gebäude in der Stadt ließen dies auch äußerlich erkennen. Mit der Jahrhundertwende setzte eine mäßige Industrialisierung ein. Zementwerke und Holzverarbeitungsbetriebe entstanden, und bis zum Jahre 1926 stieg die Zahl der Einwohner auf 3 400 Personen. Große Bedeutung hatte in Büren schon lange das Schulwesen. Bereits im Jahre 1825 wurde in Büren ein Lehrerseminar eingerichtet und 1830 kam die Gehörlosenschule hinzu. Heute ist Büren eine Schulstadt

mit erheblichem Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten.

Von alters her spielte das Schützenvereinswesen in Büren eine große Rolle. Lange bevor die Jesuiten nach Büren kamen, nämlich am 15. August 1490, wurde die Sankt-Sebastians-Schützenbruderschaft gegründet. Ihren Statuten entsprechend nahmen die 'Sebastiöner' nur solche Männer als Mitglieder auf, die katholisch, verheirat, eingesessene Bürger der Stadt Büren, Hausbesitzer und ansonsten unbescholten waren. Diese Bestimmung gilt auch heute noch.

Als immer mehr Leute in Büren ansässig wurden, die die gestellten Bedingungen nicht erfüllen konnten, die aber auch gern Schützenfest feiern wollten, wurde im Jahre 1828, also vor zirka 150 Jahren, der Bürgerschützenverein gegründet, der einen guten Aufschwung nahm und heute eine große Rolle spielt. Mancher 'Sebastiöner' gehört auch gleichzeitig zum Bürgerschützenverein. Beide Vereine feiern in jedem Jahr 'ihr' Schützenfest. Man kann sie leicht unterscheiden; denn die 'Sebastiöner' tragen zum Festanzug eine schwarze Hose, während die Bürgerschützen in weißen Hosen erscheinen.

Viele interessante Dinge gibt und gab es in Büren. Hier ist ein kleiner Teil davon. Die nachfolgenden Bilder mit ihren Begleittexten sollen an mancherlei Zustände und Ereignisse der alten Zeit erinnern. Mögen sie vielen Lesern Freude bereiten.

1. Als im Frühjahr 1927 zwei junge Autofahrer mit ihrem 'Laubfrosch' unterwegs nach Fürstenberg waren, hielten sie auf dem Kapellenberg an, um das malerisch gelegene Städtchen Büren zu betrachten. Dabei fiel ihnen ein großes Gebäude, das sie für ein Schloß hielten, besonders auf. Sie nahmen sich vor, es zu besuchen. Sie fanden das Schloß aber gar nicht, und als sie auf der Aftestraße waren, fragten sie sich: 'Wo ist denn nun das Schloß? ' ... Die auf dem nächsten Bild gezeigte Mauer, an der sie entlanggefahren waren, hatte es vollständig verdeckt. Später erfuhren sie dann, daß es sich um das Lehrerseminar gehandelt hatte. Heute ist es ein Gymnasium.

2. Hinter dieser großen Mauer liegt das Kolleg mit seinem großen Innenhof. Die Mauer ragte auch so weit in die Straße hinein, daß sie den Verkehr behinderte. In einer nach rechts abzweigenden kleinen Straße, 'Im Kühling', hatte Herr Johannes Wollschläger eine auf dem Bilde nicht sichtbare kleine Tankstelle. Wenn der Verkehr nicht reibungslos lief, was immer dann passieren konnte, wenn zwischen Fuhrwerken mal ein Auto auftauchte, dann regelte Herr Wollschläger den Verkehr nach Art eines Verkehrsschutzmannes; denn seine Tankstelle ließ ihm genügend Zeit dazu. Später wurde die große Mauer abgebrochen und weit zurück eine neue, viel niedrigere Mauer gebaut, die den Bliek zum Kolleg nicht mehr behinderte.

3. An der Bahnhofstraße, sozusagen am Eingang von Büren, stand der stattliche, etwa zweihundert Jahre alte Bauernhof Kaup-Uphoff da, wo heute ein Mehrfamilienhaus steht. Auf dem Bild von 1927 ist die Bäuerin, Frau Bernhardine Kaup-Uphoff geborene Gödde-Daubejost, und ihre Tochter Bernhardine, jetzt Frau Steinkämper, zu sehen. Der landwirtschaftliche Betrieb ist nach auswärts verlegt, denn nachdem mit dem Bau der Eisenbahn um 1900 der Verkehr auf der Bahnhofstraße immer mehr anwuchs, wurde dies für den landwirtschaftlichen Betrieb immer lästiger, weshalb zur Fürstenberger Straße ausgesiedelt wurde.

4. Daß das Gehöft des Bauern Kaup-Uphoff an der Bahnhofstraße recht stattlich war, sieht man erst richtig, wenn man diese Aufnahme betrachter, die von Werners Garten her aufgenommen wurde. Der niedrige Schuppen ganz links reichte bis an die Bahnhofstraße. Stall und Scheune haben recht beträchtliche Ausmaße. Über dem Schuppen sieht man ein Stück Giebel vom Haus des evangelischen Pastors.

5. 'Alte Linde an der Post', so heißt dieses Bild, das in der Zeit um 1912 entstanden ist. Man sieht links einen Teil des Postgebäudes und die Vorgartenmauer. Auch der Fahnenmast fehlt nicht. Die Linde hat noch viele Jahre gestanden, doch mußte später durch eine Eisenklammer das Auseinanderbrechen verhindert werden. Das große Haus im Hintergrund, das der Familie Evers gehört, war damals gerade gebaut worden. Der schmale Weg im Vordergrund ist die Bahnhofstraße. Rechts ist ein Stück der Almebrücke zu sehen.

r ~t P,

I

. ,

6. Das 'Kaiserliche Postamt' hatte seine Diensträume in diesem Gebäude an der Bahnhofstraße. Es war nicht Eigentum der Post, vielmehr war dies eine der Villen, die der Nisthöhlenfabrikant Scheid in Büren gebaut hatte. Eine Nachfahrin der Familie Scheid, Fräulein Olga Scheid, hat später das Gebäude auf Rentenbasis an die Post verkauft. Da es für einen modernen Postbetrieb später nicht mehr geeignet war, mußte es verschwinden. Heute steht dort ein modernes Postamt.

7. 'Briicke am Seminar' heißt dieses Bild. Es ist die gleiche Almebrücke, die auch auf einem der vorigen Bilder zu sehen war. Auch hier erkennt man, wie schmal die Bahnhofstraße damals war. Das Fassungsvermögen dieser Brücke war bei Hochwasser zu gering und die Bahnhofstraße wurde von Zeit zu Zeit so hoch überflutet, daß kein Verkehr mehr möglich war.

8. Der 'Lustgarten' war ein parkartiges Gelände zwischen Alme, Afte, der Gartenmauer der Stiftsverwaltung und der Bahnhofstraße. Der 'Lustgarten' diente den Jesuiten als Erholungsgelände, Der berühmte Baumeister Konrad Schlaun hatte das hier gezeigte Kapellehen hineingesetzt. Am Mühlengraben, ganz nahe bei der 'Niedermühle' (die heute Sängerheirn ist), betrieb die Firma Scheid die Herstellung von Beriep' schen Nisthöhlen. Sie benutzte die gleiche Wasserkraft wie die 'Niedermiihle '. Es drehten sich dort nahe beieinander mehrere Wasserräder. Heute ist der Lustgarten sehr stark bebaut. Mitten darin steht noch verlassen das Schlaun 'sche Kapellchen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek