Bretten in alten Ansichten

Bretten in alten Ansichten

Auteur
:   Emil Ludin
Gemeente
:   Bretten
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1968-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bretten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Über die alte Stadt, den zentralen Ort im Kraichgau an uralten Verbindungswegen gelegen, existiert eine bemerkenswert weitgefaßte Literatur vielfältiger Gattungen, in historischer Abhandlung, wirtschaftspolitischer Darstellung, in Sage und heimatkundlichem Bericht, ja selbst die Belletristik ist in diesen Bereich einbezogen. Von der mittelalterlichen ReimChronik bis zu romanhafter Deutung hat dieses Gemeinwesen mannigfache Würdigung erfahren. Dem geschriebenen Wort standen dagegen Bildersammlung, oder umfassend illustrierte Publikationen, nicht in gleichem Maße zur Seite, Im Bewußtsein der Bürger präsentiert sich Bretten, durch die Zerstörung im späten 17. Jahrhundert fast ausgelöscht, eigentlich im kurz zuvor entstandenen Panorama nach dem Stich Merians, der freilich weit mehr idealisierende, als unbedingt bildgetreue Einzelheiten realistischer Sicht wiedergibt. Ebenso fällt Schmalkalders Skizze aus der

gleichen Zeit für den Zweck eingehender Betrachtung nicht allzu ergiebig aus. Nahezu ein und ein halbes Jahrhundert mußten darüber vergehen, ehe Gemälde, Zeichnung oder Lithographie Kunde von dem wiedererstandenen Stadtbild schenkten. In oft liebevoller Detailmalerei ersteht nun die biedermeierliche Welt der Bürger-Schützen und ihren Festlichkeiten vor den Toren der Stadt. Die Fotografie, zwar nur wenig später erfunden und alsbald verbreitet, dokumentiert sich in ersten Belegen gleichwohl erst nahezu fünf Jahrzehnte später.

Zwar böte Bretten in der Folge lichtbildnerisches Dokumentarmaterial in Fülle, doch auch die reichen Archive der Fotografen-Familie Mühlich fielen im Jahr 1945 als mittelbare Kriegsfolge gänzlicher Vernichtung anheim. So stellte sich nun die Aufgabe, jene frühen Bildbelege zusammenzutragen, zu sichten und zu bewahren. Mehr als manches geschriebene

Wort sind sie wohl geeignet, jene Epoche einer scheinbar heilen Welt der 'guten alten Zeit' zu beleuchten und ein dokumentiertes Zeugnis einer Wirklichkeit zu bieten, die sich uns oftmals eher in der verkennenden Deutung gefälligen Kolorits darstellt.

Aus einer erheblichen Zahl fotografierter Begebenheiten des Zeitraums der Jahre 1870 bis etwa 1930, fanden in diesem Band Bilder Aufnahme, die bislang meist weithin unbekannt geblieben waren, zumal manche davon privatem Bereich entstammen. Sie sollen hier zunächst dem Versuch dienen, Mensch und Umwelt in ureigener Darstellung zu zeigen und damit einen bescheidenen Anfang wagen, diesem bisher fehlenden Abbild Brettens in seiner Literatur erstmals Gesammeltes beizusteuern. So ist dieses Album alter Fotografien aus unserer Heirnatstadt keineswegs eine Hinneigung zur gegenwärtigen Mode der 'nostalgischen Rückerinnerung', sondern eben ein Versuch

sammelnder Zusammenfassung dessen, was sonst allzu leicht wohl bald schon unwiederbringlich der Vergessenheit anheimgefallen wäre.

Die Volkshochschule Bretten hat sich gerne der ihr, vom Oberbürgermeister der Stadt, Alfred Leicht, gestellten Aufgabe unterzogen, diese Arbeit zu gestalten. An dieser Stelle hat der Autor D. Dr. Otto Beuttenmüller für die überlassenen Bilder und Inforrnationen, die mit unendlicher Geduld und Nachsicht auf so viele Fragen erteilt wurden, aufrichtigen Dank abzustatten. Den Herren Otto und Willy Bickel, wie Vereinsvorständen und jenen Bürgern, die manche, längst verlorengeglaubte, Bilder zur Verfügung gestellt haben, sei herzlich Anerkennung und gleichermaßen Dank gezollt.

1. Baustelle der Kraichgaubahn bei der Rehhütte. Die Aufnahme vom Jahre 1873 entstammt einem Serienwerk mit Bildern von diesern Streckenbau. Der Ortsteil Rehhütte, heute die östliche Stadtgrenze Brettens, war damals noch ein Weiler mit einigen Häusern um die Mühle, durch eine Pappelallee mit der Stadt verbunden und wohl identisch mit dem einstigen Flecken Weißhofen. Die Ortsgrenze Brettens lag damals bei dem Gebäude der 'Alten Volksschule',

2. Baukolonne beim Tunneldurchbruch. Die Aufnahme ebenfalls von 1873, entstand beim Tunnel im Bereich 'Wanne' nächst dem Schießplatz des Schützenvereins.

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BREnEN

I (

Bahnhof

3. Bahnhof Bretten. Aufnahme 1912. Das Bahnhofsgebäude stand ursprünglich im Vorortbereich Mannheims, wurde abgetragen, um danach in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Bretten wieder aufgebaut zu werden, wo es noch über achtzig Jahre hindurch seine Dienste tat, um dem Neubau des Bahnhofs zu weichen, der am 25. Juni 1956 in Betrieb genommen wurde.

4. Westlicher Ortseingang. Der Platz an der Straßengabelung Melanchthon-Bahnhofstraße, wo heute das Denkmal Wilhelms I. steht, zeigt ein einzelnes Wohnhaus, davor einen eisernen Zierbrunnen, der nach Errichtung des Denkmals beim Viehmarkt an der Wilhelmstraße aufgestellt wurde, um im Jahre 1916 endgültig demontiert zu werden. Die Aufnahme stammt wahrscheinlich vom Jahre 1895.

5. Bahnhofstraße-Ecke Wilhelmstraße. Das später hinter dem Gedenkstein stehende Postgebäude war noch nicht errichtet, die Straße noch ungepflastert und ohne Gehsteige. Aufnahme kurz nach der Jahrhundertwende.

Br-e u.eri

6. Stadtansicht von Süden. Die Ortsgrenze folgte in der Bebauung lange Zeit parallel dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer, als deren Befestigungsrest der Simmelturm (Bildmitte) zu erkennen ist. Auch die nördliche Begrenzung der Stadt war dem einstigen Verlauf der Ummauerung gleichzusetzen, in deren Verlauf sich noch der Pfeiferturm (Mitte oben) erhebt. Rechts im Bild die alte Gewerbe-Schule, die Anfang der sechziger Jahre dem Neubau des Gymnasiums-Traktes weichen mußte.

,,~

Gruß vom goldenen

Jubiläum

der

Freiwilligen Feuerwehr Bretten.

7. Eine Festpostkarte der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Jahr 1911 (die Aufnahme entstand wahrscheinlich sehr viel früher!) zeigt die damals noch weithin unbebaute Wilhelmstraße zwischen Viehmarkt und dem Ammann'schen Zimmerplatz. Links unten im Bild der hölzerne Sprungturm der Feuerwehr, davor an der Straße der kleine Brunnen, der erst an der Stelle des Kaiserdenkmals stand.

8. Bliek vom Pfeiferturm auf die südliche Stadtgrenze. Die Bebauung endete auf der Höhe des Sägewerkes Harsch und folgte weithin dem Verlauf der einstigen Stadtmauer. Die vier Zierpfeiler auf dem Turmumgang der Stiftskirche wurden, wahrscheinlich wegen Baufälligkeit, vor 1910 abgetragen. Die Postkarte datiert in das Jahr 1905.

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