Brigachtal in alten Ansichten Band 1

Brigachtal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Itta
Gemeente
:   Brigachtal
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5687-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Brigachtal in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Brigachtal ist eine südbadische Gemeinde, am Übergang vom Schwarzwald zur Baar an der Brigach gelegen, die im wenige Kilometer entfernten Donaueschingen zusammen mit der Breg den längsten europäischen Strom, die Donau, auf den Weg bringt. Die Brigach gab schließlich auch der neuen Gesamtgemeinde den Namen, als sich die ehemals selbständigen Ortschaften Kirchdorf, Klengen und Überauchen 1974 im Zuge der Gemeindereform zusammenschlossen.

Spuren der Besiedlung reichen in vorchristliche Zeit zurück; die Kelten gaben der Brigach den Namen. Ihnen folgten die Römer, die durch Ausgrabungen eines römischen Gutshofes sowie Ziegel- und Münzfunde nachgewiesen sind. An der Gemarkungsgrenze zu Bad Dürrheim verläuft die im Altertum bedeutsame Römerstraße von Hüfingen nach Rottweil. Zur Zeit der Alemannen beginnt im 6.17. Jahrhundert die Christianisierung,

In der nach langjähriger Renovierung seit 1991 wieder zugänglichen St.-Martins-Kirche besitzt die Gemeinde ein herausragendes historisches Zeugnis. Ihre ältesten Bauteile gehen zurück auf eine alemannische Grabkapelle aus dem 8. Jahrhundert. Mit ihren sieben Erweiterungs-, Umbau- und Ausbaupha-

sen bis in unser Jahrhundert stellt sie ein vielfältiges kirchen- und kulturhistorisches Dokument dar. Verschiedene Klöster, vor allem St. Gallen, Reichenau, Salem und St. Georgen im Schwarzwald, hatten hier Besitzungen. Die älteste Urkunde von Klengen aus dem Jahre 765 zeugt davon.

Bis in unser Jahrhundert lebten die Einwohner fast ausschließlich von der Landwirtschaft; andere Gewerbe waren höchst unbedeutend. In einer Darstellung aus dem Jahre 1861 heißt es: 'Kurz und wahr gesagt, das Brigachtal ist eine ertragsfähige, freundliche und romantische Landschaft.' Die Bewohner schildert der damalige Verfasser als 'schöne und starke Menschen. Sie sind ernst, redlich und gutmütig, aber wenig lebhaft und munter'. Und der katholische Generalvikar äußerte im Jahre 1820: 'Die Brigachtäler sind rechtschaffene und aufgeklärte Köpfe.' In wenigen Jahrzehnten unseres Jahrhunderts vollzog sich ein deutlicher Strukturwandel, verbunden mit einem raschen Anstieg der Einwohnerzahl und einer Veränderung des Erscheinungsbildes der ehemaligen drei Ortschaften. Als im Jahre 1893 ein Großbrand fast ganz Klengen in Schutt und Asche legte, standen die Häuser entlang der Hauptstraße und vier Seitengassen. Nach dem

raschen Wiederaufbau zählte im Jahre 1901 Klengen 659 Einwohner, Kirchdorf etwa 250 und Überauchen 235. In einer geradezu stürmischen Entwieklung wuchs die Gesamtgemeinde seit dem Zus ammenschluß 1974 auf nunmehr über 5 000 Einwohner an. Die Landwirtschaft als früher so bedeutender Erwerbszweig ging stark zurück; wenn auch nur noch gut zwei Dutzend Haupterwerbslandwirte zu zählen sind, so wird dennoch das Erscheinungsbild der Gemeinde stark geprägt vom Tal der Brigach, von Wiesen und Feldern.

Bald nach der Jahrhundertwende begann die Erwerbsarbeit in anderen Gewerben, meist verbunden mit Auspendeln in umliegende Städte und Gemeinden. Heute sind es etwa 1 800 Berufstätige, die täglich zur Arbeit, hauptsächlich nach VillingenSchwenningen, auspendeln. Daneben gibt es einige Gewerbebetriebe in den Ortschaften und in einem kleinen Gewerbegebiet entlang der Bahnlinie Offenburg-Konstanz.

So präsentiert sich Brigachtal heute als attraktive Wohngemeinde, die sich im nahen Einzugsbereich von Villingen-Schwenningen im Norden, Donaueschingen im Süden und der bekarmten Kurstadt Bad Dürrheim im Westen wohl behauptet. Die Ge-

meinde verfügt über alle notwendigen Infrastruktureinrichtungen, Kindergärten, Grund- und Hauptschulen, Sportanlagen sowie Sport- bzw. Mehrzweckhallen in allen drei Ortsteilen. Ein neues katholisches Pfarrzentrum sowie ein kommunales Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum mit umgebender Wohnbebauung ist in den letzten zehn Jahren in der Mitte der drei Ortsteile entstanden und trägt zur sichtbar gelungenen Integration der ehemals selbständigen Gemeinden bei.

Weil sich das Bild der Gemeinde so deutlich gewandelt hat, mögen die folgenden Bilder, etwa aus den Jahren 1880 bis 1930, wiedergeben, wie es 'früher' in den drei Brigachtalgemeinden aussah. Viele Privatpersonen, die Gemeindeverwaltung und vor allem die Gesellschaft für Altertums- und Brauchtumspflege haben bereitwillig Bildmaterial und Informationen zur Verfügung gestellt. Damit haben sie wesentlich zu Erstellung dieses Bändchens beigetragen. Allen gebührt dafür Dank. 'Alteingesessene' werden manches wiedererkennen, wiederfinden, sich erinnern und den Wandel feststellen. Den vielen 'Neubürgern' , die oft schnell und intensiv in Brigachtal heimisch wurden, möge das Büchlein ein 'altes Bild' ihren neuen Heimat vermitteln.

1. An der östlichen Gemarkungsgrenze liegt das Hofgut Ankenbuck. Das zunächst private Anwesen bestand 1874 aus Wohnhaus, Stallung und Scheuer. Die 'Arbeiterkolonie Ankenbuck' wurde 1885 vom badischen Landesverband für Arbeiterkolonien gegründet. Auf dem Gut waren bis zu 279 arbeitsfähige, nicht-seßhafte Männer untergebracht. Im Dritten Reich diente der Ankenbuck als Straflager, zum Teil für politische Gefangene.

2. In den letzten Kriegsjahren wurden die Schulkinder aus den Brigachtalgemeinden zum Arbeitseinsatz auf den Ankenbuck beordert. Inzwischen wurde der Besitz wiederholt verschiedenen Bedürfnissen zugeordnet. Heute befindet sich das Hofgut wieder in Privatbesitz.

Gruss aus Bekhofen.

3. Der idyllische Flecken Beckhofen ist ein beliebtes Malermotiv. Beckhofen, unmittelbar am Ufer der Brigach gelegen, bildet den südlichen Abschluß der Gemeinde. Bis 1923 war es ein selbständiger Weiler mit eigener Stabhalterei, dann erfolgte die Eingemeindung nach Klengen. Vom Gasthaus 'Ochsen' nahm so manches Ereignis, zum Beispiel die Gründung von Vereinen, seinen Lauf.

4. Diese Lithographie ist um die lahrhundertwende entstanden. Der Mesner und Handelsmann Andreas Stebinger firmiert am Bildrand als Verleger. Ein Original dieser Karte wurde am 14. November 1901 als Ansichtskarte mit Grüßen aus Kirchdorf versandt.

5. Eine der ersten Fotografien des kleinen Baardorfes mit seiner großen, markanten Kirche. Die Aufnahme mit der Gesamtansicht von Westen entstand vor 1925. Matthias Gißler übernahm 1891 durch Einheirat die Handlung. 1851 hatte die Witwe Karolina Riegger 'Ihre Liegenschaft mit Kramladen, der sich besonders gut zum Handel eignet und nahe bei der Kirche und Pfarrhaus gelegen ist', verkauft. Krämer Meinrad Kaiser bot 1857 dort 'Ellenware, Specereien und Kurzwaren' an. Das Gasthaus 'Zum Löwen' zeigt seit Jahrhunderten seine mächtigen Staffelgiebel.

6. Die St.-Martins-Kirche beherrscht das Dorfbild. Schon das Patronat des Heiligen Martin weist auf eine sehr alte Kirche hin. Im Bereich der Kirche ist ein römischer Siedlungsplatz durch Funde belegt. Die ältesten Gebäudeteile stammen von einer alemannischen Grabkapelle aus dem 8. Jahrhundert. Durch mehrere Um-, Erweiterungs- und Ausbauten ist die St.-Martins-Kirche ein interessantes kultur- und kirchenhistorisches Denkmal.

7. Die Bildhauer-Familie Schupp aus Villingen ist mit mehreren Werken aus der Barockzeit im Brigachtal vertreten. Dieses 'Vesperbild', 1718 von Joseph Schupp für die Totenkapelle in Kirchdorf gefertigt, befindet sich heute am nördlichen Seitenaltar in der St.-Martins-Kirche.

8. Innenansicht der St.-Martins-Kirche, wie sie sich von 1906 bis 1938 darbot.

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