Burg auf Fehmarn in alten Ansichten

Burg auf Fehmarn in alten Ansichten

Auteur
:   Georg Laage
Gemeente
:   Burg auf Fehmarn
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2742-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burg auf Fehmarn in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der Eintritt der Insel Fehmarn in die Geschichte ist vor etwa 900 Jahren erfolgt, als der Chronist Adam von Bremen in seiner Hamburgischen Kirchengeschichte (l 075) das Eiland in der Ostsee erstmals erwähnt. Damals wohnten hier Menschen slawischer Herkunft. Nach der Kolonisation des Wendenlandes und damit der Christianisierung lesen wir im 'Waldemarschen Erdbuch' (1200-1231) zum erstenmal von einer Siedlung 'castrurn' , die sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte als 'to der Borch uppe Vemeren' zu einer Stadt mit 1übschem Recht entwiekelt hat.

Eine günstige Hafenlage verschaffte ihr Wohlstand durch Schiffahrt, Handel und Gewerbe. Fehmarnsche Graupen, Gerste und Wollprodukte waren Ausfuhrartikel. Ende des 16. Jahrhunderts verschlechterten sich die Hafenverhältnisse infolge Versandung; Handwerker wanderten von der Stadt aufs Land, weil es

ihnen in Burg an Arbeit mangelte; Kriegsschäden beschworen wirtschaftliche Schwierigkeiten herauf. So wurde die Stadt 1713 zu einer Kontribution von 6 500 Reichstalern veranlagt. Sie konnte nur 2 000 Reichstaler zahlen. Ein Oberkriegskommissar hatte den Auftrag, die fehlende Summe innerhalb von 24 Stunden zu kassieren, widrigenfalls Geiseln abgeführt würden. Der einstige Wohlstand verwandelte sich in Armut. Noch Ende des 19. Jahrhunderts wird über die enorm hohe Verschuldung der Stadt geklagt. Dieser Zustand währte bis in die Mitte des 19. J ahrhunderts. Damals entschloß sich der Magistrat der Stadt, einen neuen, modernen Hafen anzulegen. Als dieser in den siebziger Jahren fertig war, entstanden auf Burgstaaken, dem Hafenplatz der Stadt, größere Getreidefirmen. Auch die Fischerei belebte sich. Zu dieser Zeit (1867) kam die Insel zu Preußen. Die

Verkehrsverhältnisse wurden grundlegend verbessert, als Fehmarn 1905 eine Eisenbahnlinie und eine Fährschiffsverbindung vom Festland (Großenbroder Fähre) zur Insel (Fehmarnsund) erhielt und nunmehr auch Badegäste in größerer Zahl die Insel, besonders das Bad Burgtiefe, belebten.

Seit 1963 die Fehmarnsundbrücke den Fährbetrieb ersetzt, vollzog zich verkehrsmäßig und auch durch den Fremdenverkehr ein vollständiger Strukturwandel, von dem besonders die Stadt Burg betroffen wurde.

Als Ostseeheilbad Burg auf Fehmarn steht diese Stadt an der Spitze der schleswig-holsteinischen Badeorte an der Ostseeküste.

Die Ansichten stammen aus der Postkarten- und Fotosammlung im Burger Stadtarchiv. Neben Privat-

fotos (Heydel, Laage) und Reproduktionen sind folgende Postkartenverleger festgestellt worden:

Diakonie-Werk 'Tabea e.V.', Hamburg Dose, N., Burg

Düring, Kurt, Das Siedlungsbild der Insel Fehmarn Glückstadt, M. und Münden, Hamburg

Grambow, Richard, Burg

Hansen, P., Burg

Hartmann, Georg, Burg

Lafrenz, Heinrich, Burg

Martens, Carl, Burg

Rasmussen, W., Burg

Saalfeldt, Hugo, Burg

Simonsen, Julius, Oldenburg

Sternberg, A., Hamburg

Thüringer Fahnen-Fabrik, Coburg

Willbrandt, Paul, Burg

)I.'les Rathaus (Südseite).

1. Das alte Rathaus in Burg auf Fehmarn wurde 1520 erbaut und 1899 abgebrochen. Es bestand aus zwei Gebäuden, dem eigentlichen Rathaus (rechts) und der Stadtvogtei (links). Im Rathaus selbst waren die große Ratsdiele, auf der die Ratswaage stand, und die Wohnung des Ratsdieners, sowie im ersten Stockwerk die Ratslaube und der 'Bürgergehorsam', in dem Bürger ihre Strafen 'absitzen' mußten. In Anbauten nach Osten lagen zwei Gefängniszellen für Nichtbürger, die 'Ratslöcher' , sowie Gelasse für die Unterbringung der Feuerspritzen. Hier war auch der städtische 'Kaak' (Schandpfahl) angebracht. In einem westlichen Anbau befanden sich der Sitzungssaal der Stadtvertretung und die Büroräume, in der Stadtvogtei die Wohnung des Bürgermeisters, der zugleich als Stadtvogt (Polizeimeister) fungierte.

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2. Das Bild zeigt den Marktplatz mit dem alten Rathaus (Rückseite). Es ist eine Postkarte aus dem Jahre 1899, kurz vor dem Abbruch. Links am Bildrand sieht man die Wohnung des Bürgermeisters. In der Bildmitte steht die 'Befreiungslinde' , die 1865 zur Erinnerung an die Befreiung aus dem dänischen Staatsverband gepflanzt worden war. Die Errichter waren: der Schifferverein, der Landwirtschaftliche Verein, der Bürgerverein, der Patriotische Verein und die Liedertafel.

3. Wir sehen das neue Rathaus, das 1901 nach den Plänen des Architekten Carl Voß aus Kiel (geboren 1850, gestorben 1934) erbaut worden ist. Bis in die Gegenwart hinein ist das Gebäude kaum verändert worden. Im Erker unter dem Turm befindet sich das Burger Stadtarchiv, im 1. Stockwerk rechts der städtische Sitzungssaal.

4. Der Burger Jahrmarkt an der Marktstraße war das Jahresereignis für die Bevölkerung der kleinen Stadt. Er begnügte sich damals mit einer doppelten Budenzeile und wurde zweimal im Jahr ausgerichtet: als Johannimarkt und als Herbstmarkt. Die Ansicht stammt aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende.

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5. Man sieht die Ostseite des Marktplatzes und hat einen Einblick in die Breite Straße (1898). Damalige Hausbesitzer waren (von links); Bauer Carl Scheel, Schleswig-Holsteinische Bank, Hansens Gasthof, Augustesen und Dobert, Café Meinke, Jürgen Anton Bundies und Fehmarnsches Wochenblatt. Die Anlage ist bis in die Gegenwart hinein so geblieben, nur daß viele parkende Kraftfahrzeuge heute den freien Marktplatz füllen und ein Fußsteig vor den Häusern entlangführt. Der Fußsteig am rechten Bildrand wurde 1884 als 'Promenade' angelegt.

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6. Die Nord-Ost-Seite des Marktplatzes mit der Einmündung der Niendorfer Straße war immer ein beliebtes Fotoobjekt. Auf der Ansicht aus dem Jahre 1910 erblicken wir das Eckhaus des Goldschmieds Heinrich Heide (heute Juwelier Ralf Schmidt) und den Neubau des Buchhändlers Georg Körner (heute Fehmarnsche Volksbank/Raiffeisenbank e.G.).

7. Ein Blick in den Marktplatz von Norden (um 1930) erinnert an die Häuser (von links nach rechts): Goldschmied H.W. Heide, Buchbinder und Buchhändler Theodor Körner, Fotograf Kurt Kunitz und Kreditbank e.G.m.b.H.

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8. Café Meinke, Am Markt NI. 29, aufgenommen im Jahre 1895. Das Haus mit dem reich verzierten Giebel stammt aus dem Jahre 1887. In der Haustür stehen der Konditor Matthias Meinke und seine Frau. Das Café hat seinen guten Ruf über die Grenzen Fehmarns hinaus bis in die Gegenwart bewahrt.

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