Burg in alten Ansichten

Burg in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Möbius
Gemeente
:   Burg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5276-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Stadt Burg wurde am 6. Oktober 948 in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg durch Kaiser Otto I. erstmals erwähnt. Demzufolge beläuft sich das Alter der Stadt heute auf fast 1 045 Jahr. Im vorliegenden Bildband wird aber nur die Zeit von 1890 bis 1930 vorgestellt. Damit verkörpert die vorliegende Bildauswahl nur eine geschichtliche Momentaufnahme aus einer langen Entwicklung von einer slawischen Siedlung, über eine frühe befestigte deutsche Grenzstadt des Elbgebietes, bis zu einer Industriestadt unserer Zeit. Allerdings wird hier ein Zeitabschnitt vorgestellt, zu dem noch mancher der heute lebenden Burger eine sehr persönliche Beziehung besitzt.

Es ist immerhin die Zeit der Großeltern! Aber nicht nur diese verwandtschaftliche Nähe macht die dargestellten Jahre interessant. Es sind auch

entscheidende Jahre der jüngeren Geschichte der Stadt Burg. Die Herausbildung der industriellen Produktionsweise, der Erste Weltkrieg und die Inflation sind kennzeichnend für diesen Geschichtsabschnitt. Diese tiefgreifenden Ereignisse haben unsere Vorfahren gemeistert.

Betrachtet man diesen Zeitraum des anbrechenden neuen Jahrhunderts genauer, dann muß man sogar feststellen, daß dieser Zeitabschnitt zu den erfolgreichen Entwicklungsjahren der Stadtgeschichte gehört, denn erst in diesen Jahren wurde der historische Stadtkern, über die umgrenzende Stadtmauerzone hinweg, beträchtlich erweitert. Die Einwohnerzahl stieg von 17249 im Jahr 1890 auf nunmehr 24365 im Jahr 1930. Diese Erfolge sind eine anerkennenswerte Leistung der Großelterngeneration. Sie waren tüchtige Burger!

Hinterfragt man den Begriff 'Burger' konkret, dann fällt die Antwort nicht leicht. Hinter der allgemeinen Bezeichnung 'Burger' verbarg sich zu jener Zeit eine sehr vielschichtige Gruppe regsamer Menschen. Zu ihnen gehörten die ideenreichen Unternehmer, wie zum Beispiel Tack, Zweig oder Paasche sowie die herausragenden Persönlichkeiten des Bürgermeisters Wilhelm Kuhr und des SPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Stollberg, vor allem aber die vielen fleißigen Frauen und Männer in den Werkhallen und Werkstätten. Sie alle haben hart gearbeitet und das Bild der Stadt zu ihrer Zeit deutlich geprägt.

Unsere Großeltern haben aber nicht nur gearbeitet, sie haben ihre Heimatstadt auch mit Leben erfüllt. Allein im Burger Adreßbuch des Jahrganges 1925 findet man unter anderem 18 gemeinnüt-

zige, 14 Gesangs- und Musik-, 8 politische, 40 Innungs-, 4 künstlerisch-wissenschaftliche, 8 landwirtschaftliche, 9 religiöse und 29 Sport- und Turnvereine. Diese breitgefächerte Tätigkeit löst bei den heute lebenden sicher ein respektvolles Erstaunen aus. Vielleicht bei dem einen oder anderen auch Nachdenklichkeit.

Das haben unsere Großeltern durchaus verdient! Sie haben uns nicht nur die auf den folgenden Abbildungen sichtbare Zeitzeugen hinterlassen. Zu ihren Hinterlassenschaften gehört auch eine geistige Tradition. Leider sind diese Traditionen des konstruktiven Streitens und der Toleranz durch fünfzig Jahre ideologischer Enge stark überlagert und verdrängt worden.

1. Das historische Siedlungsgebiet der Stadt Burg wird durch den hoch aus dem Elbtal hervorspringenden Flämingausläuferbestimmt. Aus dieser Höhenlage erwuchs für Jahrhunderte die Bedeutung dieser Stadt. Sie war Befestigung und zugleich eine Wegsicherung in die ostelbische Region.

2. Besonders der Bliek von Norden, aus der Elbniederung heraus, verdeutlicht die hohe Lage der Burger Altstadt.

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Berliner Tor

3. Ein beeindruckendes Zeugnis aus der Zeit der frühen Ost-West-Passage durch die Stadt ist der aus dem 14. Jahrhundert stammende Berliner Torturm. An diesem Tor beginnt die historische Oberstadt, deren Mittelpunkt die mächtige Marien- oder Oberkirche im Hintergrund bildet.

4. Vor dem Berliner Tor das Haus Berliner Straße 15, Ecke Ihlestraße. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1890.

5. Obwohl der Torturm unmittelbar an der Reichsstraße 1 lag, wurde im unteren Bereich ein Obstund Gemüsehandel betrieben. Die Ladeninhaberin war Frau Karoline Jesse. Bei den Großeltern hieß der Turm daher meist nur der 'Karoline-JesseTurm'.

6. Dicht hinter dem Berliner Tor befand sich der 'Friseursalon Küster', ein typisches Friseurgeschäft der zwanziger Jahre. Neben dem Haarschnitt hatte dieses Geschäft auch die wichtige Aufgabe des Austausches neuester Nachrichten .

7. Im Jahre 1902 befand sich in der Berliner Straße, Ecke Freiheitstraße 'Spiegels Restauration'. Gegenüber von der Gaststätte stand damals eine der typischen städtischen Wasserpumpen.

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== 8. Bis zum Jahr 1903 war das Burger Rathaus noch ein zweietagiger Bau in barocker Gliederung. Vom Balkon über dem Hauptportal sprachen bei wichtigen Bürgerzusammenkünften die Ratsherren oder der Bürgermeister.

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