Burghaun in alten Ansichten Band 2

Burghaun in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Joachim Ruppel
Gemeente
:   Burghaun
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6019-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Burghaun in alten Ansichten Band 2'

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Einleitnng

Dieser Bildband 'Burghaun in alten Ansichten Band 2' soll eine Ergänzung zum bereits in 1981 erschienenen gleichnamigen Büchlein sein und umfaßt nochmals die Zeit von etwa 1890 bis 1930. Die zurVerfügung gestellten Bilder jedoch hätten zum Teil eine Wiederholung von bereits im ersten Band gezeigten Aufnahmen bedeutet. Aus diesem Grunde werden hier auch Bilder wiedergegeben, deren Entstehung bis in die fünfziger Iahre hineinreichen. Hierbei fehlen Aufnahmen aus der Zeit des letzten Krieges und unmittelbar danach.

Wie aus den Erläuterungen zu den Bildern ersichtlich wird, gehörten etliche Gebäude einstmals jüdischen Einwohnern, die durch die Verfolgung während des Dritten Reiches aussiedelten oder zwangsdeportiert wurden. Hierzu sei vermerkt, daß sich die Bevölkerung um 1933 etwa zu 87 Prozent aus christlichen und etwa 13 Prozent jüdischen Einwohnern zusammensetzte. Von letzteren kamen durch die Verfolgung im sogenannten Holocaust über siebzig Personen run.

Auf christlicher Seite forderte der Zweite Weltkrieg an Gefallenen und Vermißten 111 Personen. Diese Angaben beziehen sich nur auf das Burghaun von damals, nimmt man die heutige Großgemeinde, so kommt man auf 475 Menschen, die durch den Krieg umkamen. In dieser Zahl sind auch die Gefallenen der Patengemeinde Augezd miterfaßt, deren Angehörige nach ihrerVertreibung in Burghaun eine neue Heimat fanden.

Infolge der durch die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen herrschenden Wohnraumnot begann bereits in den fünfziger Iahren eine Bebauung auf den Freiflächen innerhalb der alten Ortslage, wie zum Beispiel dem Schloßgarten und dern Galgenberg. Heute sind eigentlich alle landwirtschaftliche Flächen, die um den Ortskern liegen, bebaut, so daß Gruben, Hünhan und Burghaun fast zusammen gewachsen sind.

Von Hochwasser wird Burghaun zwar noch immer heimgesucht, doch wird es nicht mehr von der Dimbach verursacht. Heute ist es die Haune, die, obwohl bei Marbach gestaut, große Wiesenflächen vor dem Ort und tieferliegende Keller im Unterdorf flutet. Hierdurch gibt es immer wieder Einsätze für die Feuerwehr, Aufregung und so manche Schaden für die Hauseigentümer.

Die Zeitspanne zwischen dern Erscheinen der beiden BücWein, es sind gerade 14 Iahre, brachte nichts an interessanten Begebenheiten, die sich lohnten, hier wiederzugeben. Geschichtliche Daten, die die Einleitung aus Band I ergänzen oder erweitern könnten, wurden in dieser Zeit auch nicht bekannt oder entdeckt. Somit möchte ich es bei dem oben Geschriebenen belassen.

Meinen Dank möchte ich all jenen im Ort, in der näheren und weiteren Umgebung, sowie aus anderen Bundesländern aussprechen, die mir ihre 'Farnilienschàrze' freundlicherweise zur Verfügung stelhen und dazu Erläuterungen gaben.

Das Titelbild und die Bilder bis Nr. 8 stammen aus einer Serie, die der Fotograf Tellgmann aus Hersfeld 1895 aufgenommen hat. Sie sind zum Teil durch Punzung datiert, wodurch eine Berichtigung zum Bild Nr. 30 in Band 1 'Burghaun in alten Ansichten' notwendig wird. Das jetzt und hier wiedergegebene Foto zeigt eindeutig einen Umbau am Haus Hattendorf und dessen neuen Putz. Somit ist das in Band 1 zu sehende Bild eindeutig älter. Recht schön erkennt man den alten 'Engel', das bereits erwähnte Geschäft Hattendorf, an welches sich das ehemalige Hirtoder Gemeindehaus anschließt, sowie auf der rechten Seite die Apotheke.

2 Haune Hochwasser gab es nicht nur heute, sondern

auch früher, wie alte Berichte bezeugen. UnsereAufnahme gewährt einen Bliek vom Grubener Kirchweg (Mûhlsteg) über das Wehr auf die Breit. Diese zeigt sich durch die Überflutung als See, in dem verloren noch Wäsche zum Trocknen auf der Leine hängt. Für Hünhaner Einwohner sicherlich interessant: die Kirche arn rechten Bildrand ist noch ohne ihren heutigen hohenTurm.

3 Winter am südlichenTunnelportal; von der ehemaligen Stützmühle an der Fulda-Hersfelder Chaussee aus gesehen. Man erkennt gut das Wohnhaus des Schrankenwärters und rechts daneben, mit dem Giebel zum Gleis stehend, das alte Postengebäude. Letzteres mußte, wegen einer geringen Trassenänderung der Straße, abgebrochen werden und wurde auf der gegenüberliegenden Gleisseite neu erbaut (s. Band I, Bild 56).

4 Trotz der schlechten Bildqualität des Originals, das nicht aus dem Album herausgelöst werden konnte und mir wegen weiterer Privataufnahmen auch nicht zur Verfügung gestellt wurde, erlaube ich mir der Seltenheit wegen dieses Bild von 1895, vom Bahnübergang bei der 'Steinern Brücke', mit in dieses Buch aufzunehmen. Man erkenrit Wagen im Ladegleis. die durchgehenden zwei Hauptgleise, noch ohne Signale, und daß das Überholungsgleis noch nicht verlegt ist, sowie unmittelbar arn Überweg eine typische Schrankenwärterbude. Diese mußte 1906 einem Stellwerk weichen. In dieser Zeit wurden auch die Gleisanlagen erwei-

tert und komplizierter (Nachbaun von Gleis 3 z.B.). Besonders gut ist ein Teil der noch intakten Stadtbefestigung (Stadtmauer) zu sehen.

5 Kahle Äste der Bäume und Fichten vor der katholischen Kirche lassen die Vermutung aufkommen, daß es sich um die vorweihnachtliche Zeit handelt, als dieses Foto von der Einmündung der Stadtstraße in den Marktplatz gemacht wurde. Lustig plätschernd sieht man den von den Quellen in den 'sauren Gärten' gespeisten Brunnen, während hinter Bäumen das im Volksmund als 'Müllers Häuschen' bekannte Wohnhaus hervorlugt. Brunnen und Wohnhaus sind heute nicht mehr vorhanden, auch sonst har sich einiges verandert.

6 Fast der gesamte Marktplatz oder das Haupt, wie man im Ortsgebrauch sagt, mit dem an seinem Übergang zum Hirtplatz gelegenen Brunnen Al) 1895,isthierabgebildet. Links sieht man einenTeil der sogenanntenArtillerie mit den mächtigen kugelgekrönten pfosten der Toreinfahrt. Dieses ehemals fürstlich Fuldische Gebäude war damals im Besitz von Meier und Levi Braunschweiger, heute steht an gleicher Stelle ein Neubau der Bäckerei Roß. Man sieht anschließend den 'Engel' und weiter wird uns ein Blick ins Unterdorf gewährt. Als Bildmittelpunkt steht die Apotheke, während am rechten Rand das katholische Pfarr- und

Schulhaus noch ohne Umfassungsmauer steht.

7 Als letzte der noch vorhandenen Einzelaufnahmen von 1 895, die sich noch zum Druck eignet, eine Gesarmansicht vom 'Schindgaul' aus gesehen. Die heutige Bahnhofstraße von der Steiner Brücke bis erwa zum Hof Hofmann hieß damals Poststraße. Die Post befand sich bis 1893 im Hause Lindemann und wurde vom Postverwalter Beckmann betreur, der gegenüber ein neues Wohn- und Dienstgebäude errichtet hatte. Dieses wurde im September 1893 bewohnbar, so daß sich die Post ab 1894 dort etabilierte. Dieses Gebä.ude ist deutlich vor dem Turm der evangelischen Kir-

che erkermbar und wird noch immer als 'Beckrnanns' oder 'alte Post' bezeichnet.

8 Die bisher gezeigtenAnsichten, sowie das bereits als Nr. 2 in Band I beschriebene Bild und je eine Innenansicht der evangelischen und katholischen Kirche, bildeten im Verein mit einer Gesamtansicht von der PlätzerTrift aus und weiteren Aufnahmen die Grundlage zu Postkarten mit Teilansichten. Diese Gesamtansicht vom Plätzer her ist jedoch in einer so schlechten Erhaltung, daß eine Wiedergabe nicht möglich ist.

9 Als Gebäude, die einstmals die Post in Burghaun beherbergten, sind zunächst die Apotheke und dann auch das Haus Lindemann im Unterdorf weitgehendst in Vergessenheit geraten. Die erste Poststelle war in der Apotheke, die zweite in dem oben abgebildeten Gebäude. Im Flur des linken Einganges verbarg sich unter einer Putzschicht, bis zumAbbruch des Gebäudes 1989, noch der zugemauerte Schalter. Nach dem Aufstellen von sechs Stangen entlang des Weges zum Bahnübergang bei der 'Steinern Brücke' bekam Burghaun 1 877, durch die bereits vorhandenen Telegrafenleitungen der Bahn, auch eine öffentliche privat nutz-

bare Verbindung ins restliche Reichsgebiet. Auch diese Telegrafenstation befand sich in diesem Haus. Der Eigentümer Wilhelm Lindemann (3. van links) betrieb in der rechten Gebäudehälfte eine Sattlerei

die von seinem Sohn Jakob (2. van links) bis 1938 fortgeführt wurde, daher auch der Hausname 'Settlersch' .

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